Fliehkräfte von Stephan Thome – Ein Roman über Lebensentscheidungen, Liebe und Selbstfindung

Buchcover des Romans Fliehkräfte

Ein Philosoph in der Krise

In Stephan Thomes Roman Fliehkräfte* steht der fast 60-jährige Hartmut Hainbach, Professor für Philosophie in Bonn, im Zentrum. Trotz einer langen Ehe mit seiner Frau Maria, die er noch immer liebt, fühlt er sich einsam und leer. Die Tochter Philippa studiert in Portugal, Marias Heimat, während Maria selbst in Berlin am Theater arbeitet. Das Paar lebt seit zwei Jahren in einer Wochenendbeziehung, und Hartmut vermisst sie schmerzlich.

Eine Reise auf der Suche nach Klarheit

Als ihm ein Berliner Verleger ein berufliches Angebot macht, steht Hartmut vor einer lebensverändernden Entscheidung: Soll er seine Professur aufgeben und das gemeinsame Haus verkaufen? Um Klarheit zu gewinnen, begibt er sich auf eine Reise durch Europa – von Paris über die französische Atlantikküste bis nach Portugal.

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Rezension des Romans „Oberflächenmensch“ von Michael Wyhnal: Gesellschaftskritik mit Tiefgang

Buchcover des Romans Oberflächenmensch

Ein namenloser Protagonist voller Gedanken

Michael Wyhnal erzählt in seinem Roman Oberflächenmensch* die Geschichte eines zwanzigjährigen Studenten, der sich als kritischer Beobachter einer oberflächlichen Gesellschaft präsentiert. Der Leser erfährt weder den Namen noch das äußere Erscheinungsbild des Protagonisten – lediglich seine Sicht auf eine Welt, in der Freundschaft und Liebe kaum noch zählen, während Rastlosigkeit und One-Night-Stands den Alltag bestimmen.

Ein Urlaub als Übergang – der Beginn einer inneren Reise

Vor Beginn seines Studiums verbringt der junge Mann einen letzten Urlaub in einer schlichten Ferienwohnung, gemeinsam mit seinem besten Freund Lukas Weinrich und dessen Eltern.

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„Oma dreht auf“ von Janne Mommsen – Ein heiterer Roman über Lebensfreude, Liebe und norddeutschen Charme

Buchcover des Romans Oma dreht auf

Eine ungewöhnliche WG auf Föhr

Im Roman Oma dreht auf* von Janne Mommsen lebt die 77-jährige Imke Riewerts in einer charmanten Dreier-WG auf der nordfriesischen Insel Föhr. Ihr Mitbewohner Ocke, ein altgedienter Seemann, schwärmt für Christa, die sich als Pflegekraft um Imke kümmert. Doch eindeutige Geräusche aus Christas Zimmer deuten auf nächtlichen Herrenbesuch hin – und schwarze Haare im Duschabfluss bringen Ocke vollends aus der Fassung. Imke, selbst lebensklug durch eine jahrzehntelange Liebesbeziehung zu einem Mann von der Nachbarinsel Amrum, bemüht sich um friedliche Vermittlung.

Zwischen Sturmflut, Geburtstagsvorbereitungen und WG-Kündigung

Während die Vorbereitungen für Imkes 78. Geburtstag auf Hochtouren laufen, verschwindet sie heimlich ins Watt und wird von der Flut überrascht.

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Internetgefahren im Visier: Der Kriminalroman „Netzkiller“

Buchcover des Kriminalromans Netzkiller

Brisante Themen: Internetkriminalität & Datenschutz

Illegale Downloads und der leichtfertige Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken sind hochaktuelle Themen – und genau hier setzt Oliver Wolfs Kriminalroman Netzkiller* an. Der Autor verknüpft reale digitale Gefahren mit einem fiktiven, aber erschreckend plausiblen Szenario: Ein „Gamemaster“ zwingt Jugendliche in ein tödliches Spiel, das mit einer harmlos wirkenden E-Mail beginnt.

Ein Leichenfund beim Gleitschirmflug

Die Freunde Jochen Winter, Ralf und Armin verbringen ein Wochenende im Nordschwarzwald. Beim Gleitschirmflug stürzt Ralf ab – und landet auf einer verwesten Leiche. Schnell wird klar: Es handelt sich um das sechste Opfer einer bundesweit gesuchten Mordserie. Die Ermittlungen übernimmt Kommissar Bürkle vom Landeskriminalamt.

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Ökologische Konflikte auf den Kanalinseln: Ein Roman über Naturschutz und Moral

Buchcover des Romans Wenn das Schlachten vorbei ist

Alma Boyd: Kampf für ein bedrohtes Ökosystem

Die promovierte Ökologin Alma Boyd verfolgt das Ziel, das empfindliche Ökosystem der kalifornischen Kanalinseln wiederherzustellen – ein Ort, mit dem ihre Familie seit Generationen verbunden ist. Auf der Insel Anacapa haben sich Ratten, die 1853 infolge eines Schiffsunglücks eingeschleppt wurden, stark vermehrt und bedrohen die heimische Tierwelt.

Unterstützt von ihrem Lebensgefährten Tim, einem leidenschaftlichen Vogelkundler, setzt Alma Brodifacoum ein – ein Gift, das durch innere Blutungen einen langsamen Tod verursacht. Ihr Ziel: bedrohten Arten ihren natürlichen Lebensraum zurückgeben.

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Zerrissene Wege – Ein Leben zwischen Pflicht und Verlust

Buchcover des Kriminalromans Der Bund

Familiäre Prägung und berufliche Entscheidung

Leo Leutzinger hat das Ingenieurbüro mit acht Angestellten von seinem Vater übernommen. Auf dessen Drängen holte er sich Marc, einen unermüdlichen Auftragsjäger mit dem Fokus aufs Geldverdienen, als Geschäftspartner ins Boot. Obwohl Leo das Unternehmen bereits seit sieben Jahren leitet, haftet ihm noch immer das Etikett des „Juniorchefs“ an. Eigentlich hätte Leo lieber eine Schreinerei gegründet, doch nach dem Tod der Mutter konnte er sich gegen den autoritären Vater nicht durchsetzen und entschied sich für ein Ingenieurstudium. Nun, mit fast siebenunddreißig Jahren, steht er an einem Wendepunkt: Er muss das Büro verkaufen, bevor er zu alt ist, um beruflich noch einmal neu anzufangen.

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Purpurdrache von Sven Koch – Auftakt zur Thriller-Reihe um Kriminalpsychologin Alex Stietencron

Buchcover des Thrillers Purpurdrache

Ermittlungen mit psychologischem Tiefgang

Mit Purpurdrache* startet Sven Koch eine neue Thriller-Reihe rund um die Kriminalpsychologin Alexandra Gräfin von Stietencron, die immerhin die Initialen mit Stephen King teilt. Nach dem Studium an der BKA-Akademie beginnt Alexandra zunächst ein Medizinstudium, bevor sie zur Psychologie wechselt. Im Rahmen eines landesweiten Pilotprojekts wird sie nach Lemfeld in Nordrhein-Westfalen versetzt, wo Psycholog:innen die Arbeit der Kriminalbeamten unterstützen sollen.

Noch bevor sich Alex in dem beschaulichen Ort eingelebt hat, wird eine junge Frau ermordet in einem Kornkreis aufgefunden. Die Spuren deuten auf einen Ritualmord hin – die Ermittlungen beginnen.

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„Zu Gast im eigenen Leben“ – Eine Suche nach Vergangenheit, Liebe und neuer Identität

Buchcover des Romans Zu Gast im eigenen Lebeneben

Ein Loft in Köln und ein geplatzter Traum

Ben lebt in einem modernen Loft in Köln. Seine Freundin Tine hat ihn im letzten Jahr überraschend verlassen – einfach so! Sie brach ihr Studium ab und verschwand spurlos. Selbst ihre Eltern wissen nicht, wo sie sich aufhält. Ben ist fest entschlossen, Tine wiederzufinden, und bittet seinen Freund Greg um Unterstützung. Aus der anfänglichen Idee, einen Online-Film zu veröffentlichen, entsteht die Webserie tine-tv, deren einziger Zweck es ist, Tine zu erreichen. Die Zuschauerzahlen steigen, und damit auch die Hoffnung, dass Tine aufmerksam wird.

Alte Freundschaft, alte Band: Die Servokings feiern ihr Comeback

Ben und Greg hatten sich ebenfalls aus den Augen verloren, erinnern sich aber nun an gemeinsame Zeiten in der Band Servokings, in der auch Matze einst spielte. Kurzentschlossen organisieren sie ein Konzert – doch der Auftritt verläuft ganz anders, als geplant.

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Töten ist ganz einfach – B.C. Schillers rasanter Thrillerdebüt im Check

Buchcover des Thrillers Töten ist ganz einfach

Stimmen im Kopf, Spuren nach Linz: Der Auftakt des Thrillers

Unter dem Pseudonym B.C. Schiller veröffentlichte das österreichische Autorenduo Barbara und Christian Schiller sein Debüt: den Thriller Töten ist ganz einfach*. Gleich zu Beginn trifft der Roman mit voller Wucht: „Töten ist ganz einfach, sagen die Stimmen in meinem Kopf…“

Das erste Opfer ist Milan Drakovic, ein einflussreicher Geschäftsmann aus Prag, brutal ermordet. Die Ermittlungen führen zur Firma Royal International in Linz, weshalb der Linzer Kommissar Tony Braun in die tschechischen Ermittlungen einbezogen wird. Kaum beginnt seine Recherche, geschieht ein weiterer Mord – beide Fälle scheinen eng verknüpft. Eine packende Jagd beginnt.

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Zwischen Schuld, Schweigen und Stoizismus – Georg Unterholzners „Mörderlatein“ im Spiegel Epiktets

Buchcover des Kriminalromans Mörderlatein

Eine nächtliche Entdeckung mit Folgen

„Anytos und Meletos können mich zwar töten, aber schaden können sie mir nicht.“ – Dieser zentrale Gedanke aus Epiktets Handbüchlein der Moral* spielt eine Schlüsselrolle in Georg Unterholzners Kriminalroman Mörderlatein*.

Nach einem Pink-Floyd-Konzert fahren die Freunde Max und Kaspar mit dem Motorrad zurück ins Kloster-Internat Heiligenbeuern. Im Licht der Scheinwerfer entdecken sie einen Unfallwagen: Ein dunkelblauer Jaguar ist von der Straße abgekommen und hat einige Sträucher mitgerissen. Das Auto weist nur geringe Schäden auf, doch der Fahrer – äußerlich unverletzt – ist tot. Die beiden können die Polizei nicht verständigen, da sie sich unerlaubt aus dem Internat entfernt haben. Kurz vor dem Abitur würde ein Verweis schwer wiegen. Als sich ein anderer Wagen nähert, fliehen Max und Kaspar.

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