Der Tod so nah von Belinda Bauer

Der Tod so nahFür Ross Tobin, Chef der Nachrichtenredaktion iWitness News, zählt nur eines: Möglichst detaillierte Bilder eines Tatortes und möglicher Opfer zu präsentieren, bevor die Konkurrenz sie ausstrahlt. Als eine junge Frau in einem Großraumbüro niedergestochen wird, ist seine Mitarbeiterin, Fernsehreporterin Eve Singer, zur Stelle und kämpft mit aufkommender Übelkeit angesichts der schockierenden Menge Blutes. Natürlich ist Guy Smith von News 24/7 ebenfalls schon am Tatort. Wenig später findet ein Kinobesucher einen erstochenen Mann im Kinosaal, und Eve bekommt von ihm Informationen aus erster Hand. Ihre Reportage macht sie für den Mörder interessant. Er verfolgt sie eines Abends und noch bevor er sie überfallen kann, überrascht ihn ihre Reaktion, die ihr das Leben rettet. Der Vorfall gibt den Ausschlag für ein perfides Spiel.

Zunächst sendet der Mörder Eve ein Video, das den Mord im Kino zeigt. Doch noch ist Eve nicht überzeugt, dass sowohl der Mord im Großraumbüro, wie der folgende im Kino auf sein Konto geht. Er ruft sie an und bittet sie zum U-Bahnhof am Piccadilly Circus, wo er ihr etwas zeigen will.

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Interview mit Thomas Breuer über seinen neuen Thriller „Der letzte Prozess“

Thomas Breuer vor der WewelsburgThomas Breuer wurde 1962 in Hamm geboren und hat nach dem Abitur in Münster die Fächer Germanistik, Sozialwissenschaften und Pädagogik studiert. Seit 1993 arbeitet er als Lehrer für Deutsch, Sozialwissenschaften und Zeitgeschichte an einem privaten Gymnasium in Kreis Paderborn. Er schreibt seit 2010 kriminelle Kurzgeschichten und Kriminalromane, wobei in der Reihe um seinen Ermittler Henning Leander bereits fünf Bücher erschienen sind. Sein neuestes Werk ist der Thriller Der letzte Prozess . Mit seiner Ehefrau Susanne, den Kindern Patrick und Sina sowie Katze Lisa wohnt er im westfälischen Büren. Die Insel Föhr ist für ihn zur zweiten Heimat geworden, denn er liebt die Nordseeinseln, den Darß und das Fotografieren.

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In der Nacht hör‘ ich die Sterne von Paola Peretti

In der Nacht hör‘ ich die SterneKaum jemand möchte sich vorstellen, wie es wäre, eines Tages zu erblinden, einfach nichts mehr sehen zu können, nur noch in völliger Dunkelheit zu leben. Doch mit diesem Gedanken muss sich die neunjährige Mafalda in dem Roman In der Nacht hör‘ ich die Sterne von Paola Peretti anfreunden. Ohne ihre Brille sieht sie alles nur noch wie durch einen Nebel. Seit drei Jahren führt sie eine Liste, die ihr die Hausmeisterin Estella empfohlen hat. Darin notiert sie all die Dinge, die sie eines Tages nicht mehr machen kann. Wie in jedem Jahr begleiten ihre Eltern sie zum Sehtest, allerdings dieses Mal mit einer niederschmetternden Diagnose: Mafalda wird in höchstens sechs Monaten ihr Augenlicht eingebüßt haben. Sie bemüht sich, die Brailleschrift zu erlernen und ist fest entschlossen, eines Tages auf den Kirschbaum am Schulhof zu ziehen, wo ihrer Vorstellung nach auch der Geist ihrer verstorbenen Großmutter eingezogen ist. Außerdem ist ihr Lieblingsheld Cosimo auf Bäume gezogen. Zu ihrem Entsetzen beschließen ihre Eltern einen Umzug in eine andere, blindengerechte Wohnung, so dass Mafalda sich vorher in dem Kirschbaum einrichten will.

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Die verlorenen Töchter von Hannelore Hippe

Die verlorenen TöchterHannelore Hippe hat in ihrem Roman Die verlorenen Töchter das Schicksal der Kinder thematisiert, deren norwegische Mütter eine Beziehung zu einem deutschen Besatzungssoldaten in den Kriegsjahren von 1940 bis 1945 unterhielten. Von den Nationalsozialisten waren diese Beziehungen durchaus erwünscht, und für die Mutter und ihr Kind wurde vom Verein „Lebensborn“ bestens gesorgt. Doch nach dem verlorenen Krieg wurden viele der insgesamt rund zehntausend aus diesen Beziehungen hervorgegangenen Kinder in Kinderheime verschleppt, oft gegen den Willen und ohne Wissen der Mütter. Damit nicht genug: Die Staatssicherheit beraubte die Nachkommen ihrer Identität, in die fortan ein Stasi-Agent „schlüpfte“, während die wahre Person, die von der Bildfläche verschwinden musste, kaltblütig ermordet wurde.

Die Romanfigur Åse Evensen hat einen realen Hintergrund, ist zwanzig Jahre alt und lebt mit ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder Asbjørn und den Eltern auf der Insel Senja in Nordnorwegen. Im Jahr 1942 fährt sie zur Arbeitsaufnahme eines Zuliefererbetriebs der Deutschen Besatzungsmacht in die Provinzhauptstadt Tromsø, wo sie in der Wäscherei eingesetzt wird.

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Leon und Jelena – Eine Kinderkonferenz für die Schule von Rüdiger Hansen und Raingard Knauer

Leon und Jelena – Eine Kinderkonferenz für die SchuleLeon besucht noch den Kindergarten und beobachtet, wie seine Nachbarskinder Metin und Pola aus der Schule kommen. Gerne will sich Leon zeigen lassen, was sie in der Schule gemacht haben und bittet sie in den Kindergarten. Badu verhindert jedoch, dass sie mit ihren Schuhen eintreten, da die Räume sauber bleiben sollen. So müssen auch Metin und Pola sich große Pantoffeln, sogenannte Schlossschuhe, überziehen. Als Jelena angerutscht kommt, nehmen sie staunend zur Kenntnis, dass die Kinder damit sogar im Flur schliddern dürfen. Im Kinderparlament haben sich die Kinder darauf geeinigt, nur auf dem Flur zu schliddern, erfahren Pola und Metin. In der Schule, so erzählen sie, gibt es leider kein Kinderparlament, das ihnen die Möglichkeit zur Mitsprache einräumt.

Als Leon, Jelena und Badu von ihrer Erzieherin Anja gefragt werden, was sie über ihre zukünftige Schule wissen wollen, äußert Badu, dass er dort auch gerne mitbestimmen möchte, was erlaubt ist und was nicht.

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Der letzte Prozess von Thomas Breuer

Der letzte ProzessEs gibt Dinge, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Dazu gehört, was Thomas Breuer für seinen Thriller Der letzte Prozess recherchiert hat, denn der Plot vereinigt eine fiktive Handlung, in der Kriminalisten einen Mord aufdecken, mit Verbrechen des Dritten Reiches. Das Ineinandergreifen und Verschmelzen dieser beiden Stränge wird schon zu Beginn deutlich, als es um das historisch belegte Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold im Jahr 2016 geht. Dem Verfahren, bei dem sich der Autor den öffentlich zugänglichen Protokollen bedient hat, wohnt die Romanfigur des Journalisten Fabian Heller zwecks Berichterstattung bei.

Unterdessen wird Hauptkommissar Stefan Lenz neuer Leiter der Paderborner Kreispolizeibehörde und bereits bei Amtsantritt mit einer in Wewelsberg aufgefundenen Leiche konfrontiert, die seine Kollegen wegen der grausamen Zurichtung schockiert hat. Die Obduktion ergibt, dass der Tote zuvor misshandelt und ausgepeitscht wurde, bevor ihm mit einem Felsbrocken der Schädel eingeschlagen wurde.

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Ich und der Weihnachtsmann von Matt Haig

Ich und der WeihnachtsmannDas Kinderbuch Ich und der Weihnachtsmann von Matt Haig handelt von der elfjährigen Amelia Wishart und ihrem Kater Käptn Ruß. Bisher musste Amelia als Waisenkind in einem Arbeitshaus in London Schornsteine fegen, doch jetzt holt sie der Weihnachtsmann zusammen mit Mary Ethel nach Lappland. Genauer gesagt nach Wichtelgrund, das allerdings für die meisten Menschen unsichtbar ist. In Wichtelgrund leben Wichtel, Elfen und Tomtegubbs, lediglich Amelia, Mary und der Weihnachtsmann sind Menschen. Natürlich muss Amelia auch die Schule besuchen und geht in die Schneeballklasse, in der auch Zwinki ist. Obwohl sie noch ein Kind ist, ist sie aber schon dreihundertzweiundsiebzig Jahre alt. Weil Amelia neu an der Schule ist, darf sie nicht an der Schlittenkunst teilnehmen. Erst, als der Weihnachtsmann für sie ein gutes Wort einlegt, vertraut man ihr Blizzard 360 an. Doch der Flug endet in einer Katastrophe, so dass von dem Schlitten nur noch Schrott übrigbleibt. Erst nach einem langen Irrweg gelangt sie wieder nach Wichtelgrund.

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Herzschmerz und Champagner von Nelly Berlin

Herzschmerz und ChampagnerNicolas Wilkins, kurz Nick genannt, arbeitet als Polizist in Auckland. Als er eines Tages Besuch von Edouard Tunet, Butler des Herzogs von San Michelle und Anna Latour, Kammerzofe der Alt-Herzogin bekommt, die ihn darüber aufklären, dass seine inzwischen verstorbene Mutter eine Comtesse war und seinerzeit abdankte, hält Nick das zunächst für einen Scherz. Doch schließlich können ihn Edouard und Anna davon überzeugen, dass wegen einer schweren Erkrankung seines Cousins George niemand die Regierungsgeschäfte führen kann, so dass er sich bereit erklärt, mit ihnen zu kommen. Beim Polizeipräsidenten ist bereits seine Freistellung erbeten worden, und so geht es für Nick in einem luxuriösen Privatjet an die Côte d’Azur.

Unterdessen behandelt die Ärztin Valerie Nobis eine Patientin in München, die sich an einen Schlüssel klammert. Bevor sie zu einer Untersuchung gebeten wird, soll Valerie diesen für sie verwahren, da er unbedingt morgen in einem Café in San Michelle überreicht werden muss. Als die Patienten verstirbt, beschließt Valerie den genannten Ort an der Côte d’Azur aufzusuchen, zumal sie Urlaub hat und von ihrem Freund Peter verlassen wurde. Freudig wird sie von Françoise empfangen, denn der Schlüssel öffnet die Tür zu einem Safe mit alten Backrezepten.

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Feinde von Susanne Saygin

FeindeDer deutsch-türkische Polizist Can Arat, der beim Kriminalkommissariat für Todesermittlungen in Köln arbeitet, wird von seiner Vorgesetzten Kriminalhauptkommissarin Simone Kerkmann zu einem Doppelmord an zwei bulgarischen Roma gerufen, die in einer ungewöhnlichen Stellung fixiert in der Nähe eines Wertstoffhofs gefunden wurden. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den beiden Toten um Stricher handelt. Allerdings erweisen sich die weiteren Ermittlungen als äußerst schwierig, denn die Pässe der beiden, die vermutlich aus Plodiv in Bulgarien stammen, sind gefälscht. Bei der Stricherhilfe, einem gemeinnützigen Verein, sind die beiden jungen Männer nicht bekannt, und während ihrer weiteren Nachforschungen im Roma-Milieu stoßen Can und Simone auf eine Mauer des Schweigens.

Am nächsten Tag werden in einem Baucontainer zwei weitere bulgarische Roma mit falschen Papieren gefunden, die getötet und dann auf die gleiche Weise fixiert wurden wie die beiden anderen Mordopfer. Daraufhin meldet sich der Bulgare Jossif Babatov, der den Ermittlern berichtet, wie er und einige andere Männer in Plodiv für eine gut bezahlte Arbeit auf deutschen Baustellen angeworben wurden.

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Leon und Jelena – Ein Name für den Fisch von Rüdiger Hansen und Raingard Knauer

Leon und Jelena – Ein Name für den FischLeon besucht eine Kindertagesstätte und kennt bereits die Fische im Aquarium, die Flitzi und Flatzi heißen. Aber weil seine Erzieherin Anja einen neuen Fisch hinzugegeben hat, kann er seine Neugier kaum bremsen und rennt zum Aquarium. Adil und Esma, zwei aus Syrien stammende neue Kinder in seiner Gruppe, setzen sich zu Badu, Leon und seiner Freundin Jelena zum Malen an den Tisch. Als Leon die Fische füttert, sehen sie aufmerksam zu. Aber noch hat der Fisch keinen Namen wie die anderen beiden. Deshalb bittet Anja die Kinder in der Kinderkonferenz, für den neuen Fisch einen Namen auszusuchen.

Es mangelt den Kindern nicht an Ideen, wie der Fisch heißen könnte, doch was dem einen gefällt, mag der andere nicht. Als Adil, der kein Wort Deutsch kann, Samak ruft, wollen alle wissen, was das bedeutet. Von einer Übersetzerin erfahren sie, dass Samak das arabische Wort für Fisch ist. Spontan sind die Kinder von dem Wort begeistert und schlagen als Namen für den Fisch Samaki vor, zumal Adil und Esma damit an ihre Heimat erinnert werden.

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