Querflussein von Jens Steingässer

QuerflusseinJens Steingässer ist, wie er auf den ersten Seiten seines Erlebnisreisebuches ausführt, als Kind quasi im Boot aufgewachsen. Nach seinem Entschluss, mit einem Paddelboot und Faltrad Querflussein durch Deutschland die Geheimnisse seiner Heimat zu erkunden, startet er an der Quelle der Modau, unweit von Eberstadt. Für vier Wochen hat er sich von seinen Kindern und seiner Ehefrau Jana, die ihm später bei der Niederschrift seiner Erfahrungen eine wertvolle Hilfe war, verabschiedet und in ein aufregendes Abenteuer gestürzt.

Unterwegs steht der Autor immer wieder an einer Quelle und erlebt so die Geburt eines neuen Flusses. In Gesprächen lernt er die verschiedensten Menschen kennen und erfährt von ihren Schicksalen. An der Schwarza betätigt er sich als Goldschürfer und wird tatsächlich fündig. Sein Tagesrhythmus wird bestimmt durch die Schlafenszeit bei Sonnenuntergang, wobei er sein Lager durchaus auch schon mal neben einem Biber aufschlägt, und dem Wecken durch Vögel am frühen Morgen.

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Klugscheißer Royale von Thorsten Steffens

Klugscheißer RoyaleEs ist schon hart, wenn man gleichzeitig seinen Job und die Freundin verliert! Erst wird Timo Seidel, der seit fünf Jahren in einem Callcenter arbeitet, von seinem Chef fristlos gekündigt, und das nur, weil er sich ein wenig im Tonfall vergriffen hat, und dann verlässt ihn auch noch Cleo, die ihn einen Egoisten und Klugscheißer schimpft. Timo kann es einfach nicht fassen, schließlich hatten sie immer guten Sex! Schnell überschlägt er die monatlichen Kosten, denn nach Cleos Auszug muss er alleine die Mietkosten aufbringen. Er kommt zu der Einsicht, dass er ganz schnell einen neuen Job braucht. Obwohl er trotz seiner achtundzwanzig Jahre immer noch ohne Berufsausbildung ist, denn das Deutsch- und Englischstudium hat er nach nur zwei Semestern geschmissen, geht er voller Hoffnung auf einen sofortigen neuen Job zur Arbeitsagentur. Doch auch hier erlebt er nur ein böses Erwachen und wird schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Als Timo einer Einladung seines Freundes Amadeus folgt, macht ihm dessen Freundin Andrea, die an einer Abendschule arbeitet, das Angebot, die zu besetzende Stelle als Vertretungslehrer an der Außenstelle in Brühl anzutreten.

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Was du von mir wissen sollst von Sissel-Jo Gazan

Was du von mir wissen sollstIn den 1970/80er Jahren wollten wie an vielen anderen Orten auch junge Menschen in Dänemark die Welt verändern. Die Politiker interessierten sich nicht für die Probleme derer, die ohne Arbeit waren, weshalb sie kurzerhand leerstehende Häuser besetzten. Während sie gegen den Kapitalismus und Faschismus ankämpften, meinten die auf der anderen Seite der Gesellschaft stehenden Konservativen, die faulen Hausbesetzer wollten sich auf ihre Kosten ein feines Leben machen. In dieser Zeit verbringt auch die zwölfjährige Rosa, Protagonistin in dem Roman Was du von mir wissen sollst die Sommerferien mit ihrer türkischen Freundin Sevim in Aarhus. Als Biologiestudentin gehörte ihre Mutter Helle einer Kommune an und wünscht sich als überzeugte Sozialistin den Frieden auf Erden. Über ihren leiblichen Vater weiß Rosa lediglich, dass drei infrage kommen, unter ihnen Rudi Dutschke. In dem homosexuellen Kalle Krudt, einem Professor an der Kunsthochschule, hat Rosa einen fürsorglichen Ersatzvater gefunden.

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Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war von Paulus Hochgatterer

Der Tag, an dem mein Großvater ein Held warIn den letzten Kriegstagen im März 1945 lebt Nelli bei ihrer Pflegefamilie Jakob und Barbara Leithner, die sie mit Großmutter und Großvater anredet. Vor genau einhundertsechsundvierzig Tagen, das weiß sie genau, kam sie in ein kleines Dorf in Niederösterreich zu der Bauernfamilie Leithner. Nachdem ihre Eltern und zwei Brüder bei einem Bombenangriff ums Leben kamen, wurde Cornelia Deinhardt als die einzige Überlebende völlig verstört aufgefunden. Tagelang blieb sie stumm. Da ihre Großeltern behaupten, ihr Name sei Nelli, glaubt sie das manchmal, ein anderes Mal aber auch wieder nicht.

Eines Tages taucht nach einem Fliegerangriff in dem Dorf ein junger Mann auf, der sich Michail Levjochin nennt. Er wäre Maler und käme ursprünglich aus dem Dorf Udranka bei Minsk, bevor er als Kriegsgefangener in Templin gearbeitet hätte.

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Die fremde Tochter von Anja Jonuleit

Die fremde TochterDer Teemeister Cho führt ein eigenes Teehaus in Paris auf dem Montmartre. Eines Tages bittet eine Dame darum, von ihm in die Teezubereitung nach Gongfu Cha, einer speziellen Zubereitung nach chinesischer Tradition, eingewiesen zu werden. Da sie sich nicht abwimmeln lässt, gibt er ihr einen Termin. Doch ihr kurzer Besuch lässt Cho fortan nicht mehr zur Ruhe kommen: Die Dame hat behauptet, seine Tochter zu sein! Cho erinnert sich, wie er vor über drei Jahrzehnten als Teemeister in China Schülerinnen in die Geheimnisse der Teezubereitung unterrichtet hat. In eine von ihnen, in die junge Émilie, hat er sich verliebt. Von ihrer Mutter wurde sie nach Paris zurückgerufen, wollte jedoch unbedingt wieder zu ihm zurückkehren. Obwohl er jahrelang nach ihr suchte, hat er nie wieder etwas von ihr gehört.

Da Die fremde Tochter keinen Namen genannt hat, macht sich Cho auf die Suche nach ihr. Seine Nachforschungen führen ihn zu Claire Laurent, die Fahrerin des Autos, mit dem die Unbekannte zu ihm kam. Über Umwege erfährt er, dass es sich dabei um Lin, die Tochter eines traditionsreichen Teehauses handelt, das schon seit Jahren versucht ihn anzuwerben.

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Schweigepflicht von Jens Lapidus

SchweigepflichtEmelie Jansson arbeitet in der renommierten Kanzlei Leijon in Schweden und hat gerade ihre Zulassung als Anwältin erhalten, als sie aus dem Untersuchungsgefängnis einen Anruf erhält: Auf der Insel Värmdö ist in der vergangenen Nacht ein Wachmann zu einer Villa gerufen worden und fand dort einen ermordeten, schrecklich zugerichteten Mann. Benjamin Emanuelsson, der mutmaßliche Täter, sei wohl auf der Flucht mit seinem Auto unweit der Villa in einen Graben gestürzt, wodurch er sich eine Schädelverletzung mit Gehirnblutungen zugezogen hätte. Er sei bewusstlos und nur gelegentlich ansprechbar, hätte aber Emelie Jansson als seine Verteidigerin angefordert. Bei ihrem Besuch erwähnt Benjamin lediglich den Namen Teddy.

Teddy Maksumic, der sich von seiner kriminellen Vergangenheit verabschiedet hat, arbeitet auch für die Kanzlei Leijon. Emelie ruft ihn an und fragt, ob er Benjamin Emanuelsson kennt, dessen Verteidigung sie ohne das Wissen ihres Chefs Magnus Hassel übernommen hat.

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Die Legende von der letzten Hexe von Lucie Flebbe

Die Legende von der letzten HexeKaja lebt in einem Waisenhaus und wird wegen ihrer knallroten Haare von den anderen Kindern ausgegrenzt und gedemütigt, was sie sehr unglücklich macht. Eines Tages wird sie von Herr Knochowitsch, einem bösen alten Mann, vor dem sich alle Kinder im Waisenhaus fürchten, für fünf Mettwürste an den Händler Dutsch verkauft. Mit ihm verlässt Kaja zum ersten Mal das Dorf, das in einem abgelegenen Tal liegt. In der ersten Nacht hat sie besser geschlafen als jemals zuvor, da sie im Gegensatz zum ungeheizten Waisenhaus in einem warmen Stall untergebracht ist. Während der Wanderschaft, in der Dutsch das Mädchen bei Bauern als Magd verkaufen will, entdeckt sie zwischen seinen Sachen das Buch Die Legende von der letzten Hexe, das sie mit Spannung liest.

Als Frau Fenn, die eine gelbe Haut und gelbe Haare hat, eine Hilfe für den Haushalt sucht, wird Kaja für eine Schweinehälfte an sie verkauft. Ihr Nachtlager muss sie im dunklen und kalten Keller unter der anderen Schweinehälfte aufschlagen.

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Die Ausgleicherin – Ein neuer Aufbruch von Konrad Pilger

Die Ausgleicherin – Ein neuer AufbruchWer ein Bewusstsein für aus seiner Sicht erforderliche Veränderungen im gesellschaftlichen Leben oder dem demokratischen Verständnis schaffen will, kann entweder aktiv in der Politik mitwirken oder wie Konrad Pilger politische Themen in die Rahmenhandlung eines Romans einbinden. In dem ersten Band Die Ausgleicherin – Ein neuer Aufbruch, der auf drei Teile angelegten Reihe, ist die ehemalige Lehrerin Lea Sheldon eine von zwölf Ausgleichern der Europäischen Union. Bei Umfragen belegt sie den ersten Platz in der Beliebtheit und weist beste Erfolgsquoten auf. Ihre Aufgabe ist es, als Vermittler zwischen zwei Kontrahenten einen Kompromiss herbeizuführen. Unterstützt wird sie dabei von einer künstlichen Intelligenz, von CON-12. Nachdem Lea in der Stadthalle von Komotini den Vorsitz einer Versammlung über ein Bürgerbegehren geführt hat und sich mit ihrem Referent Pablo bespricht, gibt es plötzlich eine gewaltige Explosion. Mit Antonia Perlini, Chefin der Personenschützer, und Pablo kann sich Lea in den Schutzraum retten, bevor eine zweite Bombe explodiert.

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Strom aus der Salzach – Das Kraftwerk Gries

Strom aus der SalzachDie Salzach ist ein über zweihundert Kilometer langer Fluss, der in den Kitzbüheler Alpen entspringt und bei Haiming in Oberbayern in den Inn mündet. Nach dem Atomenergieausstieg setzt auch Österreich vermehrt auf erneuerbare Energien und hat unter Einbeziehung des Salzburger Instituts für Ökologie das Kraftwerk Gries im Nationalpark Hohe Tauern gebaut. Nicht weniger als vierundfünfzig Autoren haben mit Einzelbeiträgen an der Entstehung des Buches Strom aus der Salzach mitgewirkt und geben einen umfassenden Überblick von den ersten Planungen im Jahr 2009 bis zur Fertigstellung 2018.

Der Leser erfährt, mit welchen Behörden der Betreiber Verhandlungen zur Realisierung des Projektes führen musste und was es mit Grundbesitzern zu klären galt. Weiter wird deutlich, weshalb Fischwanderhilfen für neue Laichplätze notwendig wurden und warum der Hochwasserschutz weiter ausgebaut werden musste.

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Venus AD von Gabriele Borgmann

Venus ADDer Renaissance-Experte Dr. Alexander Seltig trifft mit Peter Neumann, dem Bürgermeister von Berlin, und der Kulturstaatsministerin Dr. Ricarda Bauer letzte Absprachen für die Ausstellungseröffnung zur Ehrung des Künstlers Lucas Cranach und seines Venus-Gemäldes. Die drei kommen überein, dass die kunstgeschichtliche Doktorandin Nele Rosenbach eine kurze Rede halten soll, in der sie den interessierten Zuhörern das Bild erklären soll. Seltig verfolgt darüber hinaus den Plan, während der Ausstellung für einen neu zu gründenden Berlin-Art-Club zu werben, mit dem er beim Bürgermeister jedoch keine Zustimmung findet. Anstelle eines Reichen-Clubs für die Kunst, sind diesem die oftmals am Hungertuch nagenden Alleinerziehenden wichtiger.

Was niemand ahnt: Nele hat sich mit dem Restaurator Dr. Valentin Schwarzkopf getroffen, der ihr verbotenerweise einen ungestörten Zugang zum berühmten Gemälde verschafft hat. Vorsichtig hat sie sich mit einem Skalpell an das Werk begeben und Unstimmigkeiten entdeckt.

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