Philip J. Dingeldey

Philip J. Dingeldey

Philip J. Dingeldey wurde am 7. Juni 1990 in Nürnberg geboren. Er hat in Erlangen-Nürnberg, Frankfurt am Main, Darmstadt und Blackburg (Virginia, USA) Geschichte, Politikwissenschaft und Politische Theorie studiert. Neben seiner Arbeit als freier Journalist, unter anderem schon für renommierte Zeitungen wie DIE ZEIT und FAZ, hat er Bücher unterschiedlicher Genres veröffentlicht. Zuletzt erschienen: Nürnberg – einfach Spitze! (Wartberg Verlag, 2016) und Faschistoider Fußball und andere kulturkritische Essays (Edition Bärenklau, 2017). Dingeldey wohnt im Nürnberger Land und Darmstadt.

Sei gegrüßt, Philip! Im Januar 2013 habe ich ein erstes Buch von dir besprochen: Koitus mit der Meerjungfrau . Wie ich bereits in meiner Rezension geschrieben habe, ging es in den neun äußerst anspruchsvollen Kurzgeschichten um Dinge, bei denen die meisten Menschen am liebsten wegschauen. Du bist aber mutig mit Vielem hart ins Gericht gezogen und hast „Tacheles“ geredet. Weiterlesen »

Nachdem Estelle Miroux als Siebzehnjährige ihre südfranzösische Heimat verlassen hat, kehrt sie achtzehn Jahre später nach Argelès-sur-Mer zurück, weil sie das kleine Hotel Auberge von ihrer Großmutter geerbt hat. Aber nicht nur für sich selbst hofft Estelle auf einen Neuanfang, sondern auch für den fast volljährigen Noah, den sie seit dem Tod seiner Mutter umsorgt. Von ihrer Großmutter findet sie ein Notizbuch, in dem diese von einer Schuld am Leben ihrer Enkelin spricht. Doch Estelle sieht keinen Zusammenhang, denn Anlass für ihre Flucht nach Heidelberg war ein traumatisches Erlebnis, das nichts mit ihrer Großmutter zu tun haben kann, für das sie aber vier Männer verantwortlich macht: Matthieu Clereau, Patrick Dugout, Yves Cousteau und Jérôme Lafayette. Ein beauftragter Privatdetektiv soll alles über sie in Erfahrung bringen.

Als Estelle von einer Beziehung ihrer Schwester Emily ausgerechnet zu einem der Männer erfährt, ist sie tief bestürzt, und auch eine sich entwickelnde Freundschaft zwischen Noah und einem Mädchen kann sie nicht akzeptieren. Wenigstens wird die Auberge nach gründlicher Renovierung von den Gästen gut angenommen und auch mit ihren Nachbarn Tom und Caroline freundet sich Estelle schnell an. Weiterlesen »

Jan Storm gehörte bei der Bundeswehr als Arzt einer militärischen Spezialeinheit an und kam von seinem letzten Einsatz in Afghanistan traumatisiert zurück. Deshalb hat er für einen Neuanfang in seinem Leben das kleine Örtchen Brodersby an der Ostsee ausgewählt, wo er die Landarztpraxis seines verstorbenen Vorgängers Theo Dunker übernimmt. Doch unmittelbar nach seiner Ankunft muss er bei einem Anwohner infolge eines Hustenanfalls Erste Hilfe leisten. Parallelen zu diesem Vorfall sieht Jan, als er von der Witwe Elvira Dunker erfährt, dass ihr Mann nach einem Hustenanfall verstarb.

Von den Bewohnern in Brodersby hört Jan immer häufiger von unerklärlichen Hustenanfällen. Das Kind von Lena Paulsen, die seine Arzthelferin Gerda gelegentlich vertritt, verstarb ebenfalls nach einem Hustenanfall, und zwei Kinder kann der junge Arzt gerade noch rechtzeitig retten. Immerhin kristallisiert sich heraus, dass jeder vor den Hustenattacken einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen haben will. Mit seinen neu gewonnenen Freunden Jo und Jörg sowie Gerda und Lena geht Jan den Ursachen auf den Grund und kommt dabei einer skrupellosen Bande auf die Schliche, die selbst vor dem Gebrauch von Schusswaffen nicht zurückschreckt. Weiterlesen »

Elias ist Schriftsteller und hat eine Tochter aus erster Ehe. Mit fünfundfünfzig Jahren entschließt er sich spontan, seine zweite Frau und die beiden Stiefkinder zu verlassen. In Augsburg lässt er sich nieder und lernt Hanne kennen, die einen Tanzpartner sucht und ihn sexuell anspricht. Doch dann begegnet er Althaia, in die er sich sofort verliebt. Dass sie vier Kinder von drei Vätern hat, stört ihn zunächst nicht. Als er jedoch schon bald zu ihr ins Haus zieht, stellt er fest, dass es nicht immer möglich ist, mit den Kindern gut auszukommen. So lehnt ihn der siebenjährige Nicolas aus Angst ab, dass ihn auch dieser „neue Vater“ wieder verlassen wird, und besonders das Zusammenleben mit der fünfzehnjährigen Isabel gestaltet sich schwierig.

Allerdings wäre Elias froh, wenn die Kinder seine einzigen Sorgen wären. Die auf alle Männer anziehend wirkende Althaia scheint für die Väter ihrer Kinder noch immer Gefühle zu haben, was insbesondere für Til zutrifft und Elias missfällt. Dann geschehen merkwürdige Dinge im Haus und es sieht ganz danach aus, dass sich jemand unberechtigterweise Zugang verschafft. In einem Gespräch mit Elias zeichnet Isabel ein völlig anderes Bild von ihrer Mutter Althaia, als das, was Elias von seiner Geliebten bisher hatte. Als er schließlich einen Brief mit einem sonderbaren Angebot erhält, steigert sich seine Eifersucht ins Unermessliche. Er sieht sich genötigt zu handeln und bittet einen Freund, für ihn Erkundigungen über den Absender einzuziehen. Weiterlesen »

Das Sachbuch Die Honigfabrik von Jürgen Tautz und Diedrich Steen beginnt schon mit einer interessanten Schilderung über die Honigsammler in Südindien. Die Autoren rekonstruieren den spannenden Weg, den die Imkerei über die Jahrhunderte bis heute zurückgelegt hat und zeigen die Entwicklungsstadien der Biene von der Eiablage zur Verpuppung, von einer Putzbiene zur Ammenbiene und weiter zur Honigmacherin auf, die schließlich zur Futtersuche als Sammelbiene ausschwärmt. So müssen Spurbienen jedes Jahr nach der Überwinterung nach neuen Quellen suchen, die sie im Stock über Tanzfiguren, den sogenannten Schwänzeltanz, ihren Artgenossen mitteilen. Anders als beim Entdecker Karl von Frisch kann heute bei der Erforschung auf moderne Videotechnik zurückgegriffen werden.

Die Autoren schreiben von der traurigen und brutal anmutenden Existenz der Drohnen, machen einen notwendigen Abstecher in die Genetik und gehen auf die unterschiedlichen Bienenrassen ein. Sie erläutern nachvollziehbar, wie eine Königin, die nur für das Eierlegen zuständig ist, auf geheimnisvolle Weise entsteht und auch, was zu ihrem Untergang führt. Weiterlesen »

Tim Feldmann lebt mit Lisa und den beiden Wellensittichen Thorsten und Bernadette in Bottrop. Nach dem Abbruch seines Studiums hat er vor zwei Jahren die Kneipe Schluckspecht gekauft, in der er mit seinen Freunden Schlütti, Knolle, Micha und Lars jeden Freitag kegelt. Doch mit nur zwei weiteren Stammgästen läuft die Kneipe nicht wie erhofft, und das Paar muss von seinen Ersparnissen leben.

Tim hat aber nicht nur mit Geldsorgen zu kämpfen, sondern bekommt Ärger mit Mustafa Orgun, dem Besitzer eines weiteren Lokals. Nicht genug, dass der ihm das Leben schwer macht, erhält Lisa auch noch ein Jobangebot, das einen Umzug nach München notwendig machen würde. Für Tim gibt es kaum etwas Schlimmeres und allein die Vorstellung, nicht nur zum Biertrinken auf dem Oktoberfest, sondern zum Leben nach München zu müssen, bereitet ihm die allergrößten Sorgen. Andererseits will er Lisa auf keinen Fall verlieren. Zum Glück hat seine Bardame Jutta mit Kommando Schluckspecht einen genialen Einfall, auch wenn Tim dabei seinen besten Freund Schlütti von einer Brücke in den Rhein schubsen muss. Weiterlesen »

Manuel, Schüler am Riesener-Gymnasium in Gladbeck, ist im strömenden Regen auf dem Weg zum Sportunterricht. Er muss sich beeilen, denn er hasst es zu spät zu kommen. Doch auf dem Weg zur Sporthalle versucht jemand, ihn mit seinem Auto auf dem Bürgersteig zu überfahren. Manuel weiß auch schon, wer dahinter steckt, denn sein Deutschlehrer Herr Urian ist sichtlich darüber verärgert, dass er unversehrt davongekommen ist. Der Lehrer befiehlt drei Muskelprotzen, Manuel anzugreifen, die der allerdings im Handumdrehen zu Boden bringt. Er nutzt einen günstigen Augenblick, um auf Urian loszustürmen, der den aussichtslosen Versuch wagen muss, sich im Nahkampf gegen Manuel zu behaupten. Der sticht seinem Lehrer nach einem kurzen Kampf mit einem Messer mitten ins Herz, und Urian ist binnen weniger Sekunden tot.

Die ersten Seiten des Fantasy-Romans Die letzte Stunde der Menschheit sorgt beim Leser zunächst einmal für Verwirrung. Denn wenn ein Schüler in Superhelden-Manier einem Anschlag mit einem Auto entgeht, in kurzer Zeit drei große, starke Männer zu Boden bringt, seinen Deutschlehrer überwältigt und ihn tötet, ist das wohl nicht alltäglich. Weiterlesen »

Vincent Bentz wäre gerne Radiomechaniker geworden, doch notgedrungen musste er eine Lehre im väterlichen Betrieb machen. So arbeitet er auch mit neunzehn Jahren noch im Blumenhandel, obwohl im Jahr 1953 damit kaum Geld zu verdienen ist, da die Menschen eher etwas zum Essen benötigen. Als Vincent, der von einem Leben in Italien träumt und die Hoffnung hat, mit Nelken zu Reichtum zu gelangen, tatsächlich eines Tages gewinnträchtige Rotblaue Nelken züchtet, kämpft er um die Anerkennung seines Vaters Hans-Otto. Nachdem dieser aus der Gefangenschaft heimkehrte, interessiert er sich nur noch für das Skatspielen oder das Amsterdamer Rotlichtmilieu.

Der nach Lob und Liebe dürstende junge Vincent erlebt erste starke Gefühle in der Tanzschule, in die sein Vater ihn gedrängt hat. Erste sexuelle Erfahrungen sammelt er in einer Bar, auf dem Jahrmarkt besucht er eine Wahrsagerin. Nach seinem Vorbild Monte Christo sinnt er auf Rache für das seiner Meinung nach an ihm begangene Unrecht. Weiterlesen »

Die in Hamburg mit ihrer Freundin Johanna lebende Journalistin Marie erhält eines Tages einen Brief von ihrer früheren Schulfreundin Christine aus Berlin, die sie seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Obwohl Der Brief an eine Anschrift in Paris adressiert ist, landet er in ihrem Postkasten. Doch nicht nur dieser Umstand irritiert Marie: Es ist von einem Victor die Rede, der ihr Freund sein soll, den sie aber gar nicht kennt, und von einer schon vor drei Jahren ums Leben gekommenen Yvonne werden ihr Grüße ausgerichtet. Marie kann sich auf all das keinen Reim machen und beschließt, Christine einen klärenden Besuch abzustatten.

Als Marie aus Berlin zurück ist, hat sie noch immer keine Antwort auf ihre Fragen, die sogar durch weitere irritierende Briefe zugenommen haben. Mittlerweile weiß sie, dass mit dem im ersten Brief erwähnten Vorfall ein lebensgefährliches Aneurysma gemeint ist, an dem sie leiden soll. Mit ihrer Lebensgefährtin Johanna überlegt Marie, von wem die Briefe stammen könnten. Sie tippt auf einen alten Schulkollegen, der aus Rache ein perfides Spiel treiben könnte. So sucht sie zunächst Martin in Frankfurt auf und landet schließlich in Paris, wo sie bei einem Freund von Johanna unterkommt. Weiterlesen »

So sinnvoll und nützlich manche Erfindungen oder zufällige Entdeckungen sein können, so gefährlich kann es werden, wenn sie in falsche Hände wie in dem Thriller Tödliche Sequenz von Alex Bensson geraten. Nachdem einem Kriminaltechniker in London bei der Klärung des Mordes an Melinda Shelby ein ungewöhnlich leuchtendes Metall und dem Pathologen an ihrem Arm atypische Verletzungen auffielen, gibt die Pathologin Maud eine Probe zur chemischen Analyse, bei der radioaktives Polonium festgestellt wird. Als Maud vom Tod des in diesem Fall ermittelnden Inspectors erfährt und selbst verfolgt wird, läuft sie um ihr Leben und rettet sich zu ihrer Schwägerin Jane, der Abteilungsleiterin des englischen Geheimdienstes M16.

Jane merkt schnell, dass sie es mit einem mächtigen Gegner aufnehmen muss, denn plötzlich verschwinden alle Spuren von Melinda einschließlich ihrer Leiche. Sie beauftragt den jungen Lord Lucius Bromley, dessen Vater schon für den Geheimdienst tätig war. Weiterlesen »

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