Dinge, die verschwinden von Kim Fupz Aakeson

Dinge, die verschwindenAxel vermisst seinen Freund Bosse, der mit seinen Eltern nach Perth in Australien gezogen ist, wo der Vater eine neue Arbeit gefunden hat. Leider liegt Australien auf der anderen Seite der Erdhalbkugel, also viel zu weit weg für einen Besuch. Seitdem hat Axel in der Schule keinen Freund mehr, mit dem er spielen kann, denn Albert ist mit Gunnar befreundet, Mats mit Noah und die Mädchen spielen untereinander. Da bleibt niemand mehr für ihn übrig. Jedes Mal erinnert sich Axel an Bosse, wenn er auf seinem Schulweg an dessen früherem Haus vorbeikommt.

Gelegentlich besucht Axel auch seinen Opa, der sich nicht mehr an den Namen seines Enkels erinnern kann, im Pflegeheim. Er will von seinem Opa wissen, ob er sich noch an Oma erinnert und ob sie ihm fehlt. Allerdings erhält er auf seine Frage keine Antwort.

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Der Schlummerang von Nils Mohl

Der SchlummerangIn dem Kinderbuch „Der Schlummerang“ von Nils Mohl versammeln sich zunächst ein Fuchs mit einem Pinguin, einem Schweinchen sowie einem Hund, die offensichtlich noch nicht schlafen wollen. Stattdessen toben sie und geben sich ausgelassen einer Kissenschlacht hin, wie die erste Illustration von Sabine Kranz zeigt. Doch das Sandmännchen und das -mädchen müssen sich für diese Zubettgeher und -geherinnen etwas anderes einfallen lassen. Da kann nur noch ein Geheimtrick in Form eines Schlummerangs helfen, dargestellt durch einen Bumerang. Denn diesem kann niemand entkommen, da er die Wirkung von tausend Einschlafliedern hat. Dann nämlich liegen alle, selbst der Partylöwe, für Stunden k.o. im Bett.

Im Laufe der Geschichte gesellen sich noch eine Hyäne, Wenigschläferschwäne, ein Krawallkakadu, eine nimmermüde Muh und etliche weitere Tiere hinzu, die alle eins „auf die Nuss“ kriegen, wenn ihnen weder Glitzerstaub, noch Zaubersand den Schlaf bringen konnten. Nachdem es endlich vollbracht ist und alle friedlich schlummern, sind nur noch das Sandmännchen und -mädchen wach.

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Café Käfer von Marie Gamillscheg

Café KäferSchon das Eingangsschild verheißt, dass im „Café Käfer“ ein Käfer König ist. Chefin des Cafés ist Karli, und ihre Stammgäste sind Tasendfüßler Tassa, eine Gruppe Kartoffelkäfer sowie zwei Hirschkäfer. Karli erinnert sich, dass früher, als das in Konkurs gegangene Insektenhotel nebenan noch existierte, im Café viel zu tun war. Aber seit die „gelben Metallkäfer“ anrückten, wurde an die Stelle der Blumenwiese ein großes Menschenhaus gebaut. Alle sind sich darüber einig, dass sich etwas ändern muss, mehr Käfer kommen müssen und sie eine Jause feiern wollen.

Um Käfer anzulocken, sammeln die Kartoffelkäfer aus einem umliegenden Feld Lavendelsamen, den sie in die von den Hirschkäfern gelockerte Erde setzen. Als sich die ersten Knospen zeigen, gesellen sich schon Bienen zu ihnen.

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Mathildas Wortschatztruhe von Clara Luzia

Mathildas WortschatztruheDas Kinderbuch „Mathildas Wortschatztruhe“ handelt von einem kleinen Mädchen namens Mathilda, das in der Baumkrone eines alten Apfelbaumes lebt. In den knorrigen Ästen verfangen sich häufig Wörter, denen Mathilda viel erzählt. Als sich das Wort LANGSAM in den Ästen verfängt, tobt es zunächst furchtbar und hört erst auf zu zappeln, als sie das Wort laut liest. Mathilda gefällt das Wort wie viele andere auch, die mit dem Buchstaben L anfangen. Überhaupt sammelt sie Wörter in ihrer Wortschatztruhe, damit ihr die Wörter helfen herauszufinden, was ihr neben dem Apfelbaum fehlt. Aber dann gibt es Wörter, die sie gar nicht mag, weil sie wie ein Sturm und Gewitter in den Apfelbaum krachen. Diese „verwordakelten“ Wörter muss sie hinbiegen, wobei ihr klar ist, dass sie alle nur Angst vor einer Zurückweisung haben.

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Hast du Zeit? von Antje Bones und Nele Palmtag

Hast du Zeit?In dem Kinderbuch „Hast du Zeit?“ hat sich Antje Bones mit der Frage auseinandergesetzt, wie man Zeit definieren kann. Mit wenigen Worten stehen auf den großformatigen Buchseiten jeweils eine Frage, auf die Nele Palmtag als Illustratorin schon mögliche Antworten in ihren Bildern gibt. So fragt sich ein im Bett liegendes Kind auf der ersten Seite, ob die Zeit während des Schlafes stillsteht, weil ja scheinbar alles ruht und nichts passiert. Was bedeutet es für ein Kleinkind, wenn es beispielsweise von den Eltern hört, dass sie keine Zeit haben. Überall wird gehetzt, Termine müssen eingehalten werden und Menschen fahren wütend aus der Haut, wenn sich ein Liebespaar voneinander verabschiedet und dabei den Verkehr aufhält.

Das Kind fragt sich weiter, warum die Zeit verschieden schnell vergeht. Auch das ist wieder eine Situation, die alle kleinen Betrachter des Buches ab fünf Jahren nachvollziehen können.

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Damals, im Sommer von Jie Wei

Ein Bilderbuch aus China!

Damals, im SommerIm Alter von neun Jahren ist Wei Jie mit ihrer Familie aus dem Dorf Jianchi in der chinesischen Provinz Shaanxi in die Stadt Hanzhong gezogen, weil ihr Vater dort eine Arbeit fand. Der Abschied vom Heimatdorf hat bei der Autorin, wie sie im Anhang ihres Bilderbuches „Damals, im Sommer“ schreibt, unterschiedliche Gefühle erzeugt, denn einerseits fiel ihr die Trennung vom Vertrauten schwer, andererseits war sie gespannt auf das Neue, das sie erwarten sollte. Zu den knappen, in grüner Schrift gehaltenen Textzeilen hat Li Xiaoguang schwarz-weiß Illustrationen hinzugefügt, die bereits auf der ersten Seite mit einem Blick auf ein weites Land verdeutlichen, was es für die Familie heißt, Abschied zu nehmen. Als Onkel Liu adieu sagen will, haben sich die Kinder im Garten versteckt und anhand der Illustration wird ihre helle Freude daran gezeigt, wie er gegen einen Wachskürbis läuft.

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Gestatten Gaston! von Kelly DiPucchio

Gestatten Gaston!Das Bilderbuch „Gestatten, Gaston!“ handelt von zwei Hundefamilien. Madame Pudel achtet bei ihren vier Welpen Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston auf eine gute Erziehung. So sollte weder geschlabbert noch gebellt oder gekläfft werden. Gaston, der als einziger viel größer wurde als seine Geschwister, fällt das allerdings schwer und er muss deshalb für die gesteckten Ziele härter und länger üben.

Im Frühling nimmt Madame Pudel ihre Welpen zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang in den Park, wo sie Fiti, Chouchou, Oh-Là-Là und Gaston stolz präsentiert. Dort begegnen sie Rocky, Ricky, Bruno und Antoinette von Frau Bulldogge und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Offensichtlich wurden der zu groß geratene Gaston und die zierliche Antoinette bei den Geburten vertauscht!

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Lesen ist doof von Nils Freytag und Silke Schlichtmann

Lesen ist doofLaut einer Statistik gaben mehr als die Hälfte aller befragten Jungen und Mädchen im Jahr 2020 an, mindestens einmal in der Woche in einem gedruckten Buch zu lesen. Bei den im Jahr 2022 befragten Jugendlichen im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren haben rund 32% angegeben, täglich oder mehrmals in der Woche zu lesen. Mit dem provozierenden Titel „Lesen ist doof“ ihres Kinderbuches ziehen Nils Freytag und Silke Schlichtmann bereits jene Menschen genau auf die Seite der Lesenden, die das eigentlich doof finden. Denn wer kein Interesse am Lesen hat, fühlt sich durch diese Aussage geradezu bestätigt, was wiederum die Neugier an dem Buch weckt!

Schon das Cover, bei dem sämtliche Mitreisenden eines Busses oder Zuges ein Handy in der Hand halten und lediglich ein kleines Kind in ein Buch vertieft ist, macht den Widerspruch, um den es dem Autorenehepaar geht, deutlich.

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Das Rübchen – Ripka von Romana Romanyschyn und Andrij Lessiw

Das Rübchen – RipkaDer Inhalt des Kinderbuches „Das Rübchen“ von Romana Romanyschyn und Andrij Lessiw ist schnell erklärt: Sobald es Frühling wird, beginnt für Opa Andruschka die Gartenarbeit. In die vorbereitete Erde legt er ein Samenkorn, aus dem zu seiner großen Freude schon bald ein Rübenspross wächst. Damit dieser gut gedeiht, gießt ihn Opa Andruschka natürlich regelmäßig. Endlich wird es Zeit, das enorm gewachsene Rübchen aus der Erde zu ziehen. Doch so sehr sich Opa Andruschka auch anstrengt, es gelingt ihm nicht. Nacheinander holt er Oma Maruschka, Enkelin Minka, Minkas Hund Finka, Finkas beste Freundin, die Katze Warwarka, und sogar das Mäuschen Darka, um das sich die Katze Warwarka immer liebevoll kümmert, zur Hilfe.

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Lydia von Kätlin Kaldmaa

LydiaDas Kinderbuch „Lydia“ beschreibt in kindgerechter Form den Lebensweg der in Vändra geborenen Frau, deren Lieder im heutigen Estland, damals noch Livland, von allen gerne gesungen werden: Am 12. Dezember 1843 heißen die frischgebackenen Eltern ihre Tochter Lydia Emilie Florentine willkommen. Als kleines Mädchen hört sie gerne auf dem Schoß ihrer Großmutter deren Geschichten und schon früh äußert sie den Wunsch, Dichterin zu werden. Später möchte sie wie ihr Vater Johann Jannsen, der als Lehrer arbeitet, mit der Feder ein Buch schreiben. Das über eine blühende Fantasie verfügende Mädchen ist wissbegierig und lässt sich von ihm den Sternenhimmel erklären.

Lydia entwickelt zunehmend eine Leidenschaft fürs Lesen und erzählt den Kindern an ihrem neuen Wohnort teils ausgedachte Geschichten. Mit vierzehn Jahren ist sie bereits die Assistentin ihres Vaters, der die erste Tageszeitung in estnischer Sprache gegründet hat.

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