White Bird – Wie ein Vogel von R.J. Palacio und Erica S. Perl

White BirdPer Face-Time-Anruf telefoniert Julian aus New York City mit seiner Grandmère in Paris und bittet sie, für einen Schulaufsatz von ihrer Zeit als Mädchen im Krieg zu berichten. Obwohl die Erinnerungen schmerzen, beginnt sie damit, wie sie mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in Frankreich aufwuchs: Sara war verwöhnt, hatte hübsche Kleidung, Spielzeug und sogar ein Klavier. Ihr Vater, ein berühmter Arzt, und die als Dozentin an der Universität lehrende Mutter führten ein sorgenfreies Leben, das mit der Kapitulation vor den Deutschen im Jahr 1940 ein jähes Ende nahm. Die Mutter verlor ihre Arbeit, und der gerade zwölfjährigen Tochter wurde der Besuch einer Eisdiele verwehrt.

Eines Tages vergaß Sara ihr Skizzenbuch mit Vogelzeichnungen in der Schule und ausgerechnet ihr Tischnachbar, den sie wie alle stets ignorierte und mit dem sie nie ein Wort wechselte, brachte es ihr. Doch ihr Dank gegenüber dem in der Kindheit an Polio erkrankten Julien Beaumier, der wegen seiner verkrüppelten Beine den Spitznamen Tourteau (kleiner Krebs) bekam, fiel nur halbherzig aus.

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This Is Not The End von Molly Morris

This Is Not The EndNach einem tödlichen Autounfall der Eltern lebt der Highschool-Absolvent Hugh Copper mit seiner Schwester Ellen zusammen, die alles Geld in einen Eiswagen investiert hat. Hugh, der keine Veränderungen in seinem Leben mag und von Enden angetan ist, hat deshalb auf seiner Website fünf Kategorien zur Bewertung von Enden eingerichtet: Bücher, Filme, Fernsehen, Menschen und Vermischtes. Da er auf keinen Fall ein Studium beginnen wollte, verkauft er das von seiner Schwester hergestellte Eis.

Eines Tages beobachtet Hugh vom Eiswagen die ihm aus seiner Schulzeit bekannte Olivia Moon, wie sie auf dem Vordach eines Hauses balanciert, in das sie offensichtlich einbrechen will. Nachdem sie kein offenes Fenster entdecken konnte und auch niemand zu Hause war, gibt sie als Erklärung an, dass sie sich von ihrem Exfreund Clark das holen will, was er ihr gestohlen hat. Es handele sich dabei um Dinge ihrer verstorbenen Mutter, die ihr sehr viel bedeuten würden.

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The way I used to be von Amber Smith

The way I used to beAls die vierzehnjährige Eden McCrorey in dem Roman „The way i used to be“ eines Sonntagmorgens erwacht, glaubt sie zunächst, einen schlechten Traum gehabt zu haben, in dem Kevin, der beste Freund ihres Bruders Caelin, der seit Jahren quasi zur Familie gehört, sich des nachts zu ihr ins Bett gelegt und sie vergewaltigt hat. Doch dann realisiert sie das Blut auf dem Laken und ihren Beinen, sieht blaue Flecken an Armen, Hüfte und Oberschenkel. Sie hört, wie ihre Mutter zum Frühstück ruft. Da Eden sich nicht rührt, kommt die Mutter ins Zimmer. Was soll sie sagen, was kann sie sagen, zumal Kevin ihr glaubhaft versichert hat, dass ihr niemals jemand glauben wird und ihr zudem gedroht hat, sie in diesem Fall umzubringen? Für die Mutter besteht kein Zweifel, dass es sich lediglich um Menstruationsblut handelt, was keiner weiteren Erklärung bedarf.

Für das Mädchen beginnt ein Albtraum, sitzt doch Kevin weiterhin bei der Familie am Esstisch. In der Schule flüchtet Eden nach den Winterferien aus der Schulmensa vor ihren Mitschülern in die Bibliothek, ohne der irritierten Bibliothekarin eine Erklärung geben zu können.

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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen ZeitNach dem Tod seiner Eltern lebt der zwölfjährige Adam Lee Tripp im Jahr 1999 bei seinem Onkel Henry, der eine Bäckerei im Stadtteil Manhattan von New York City betreibt. Da der Verkauf seiner Backwaren nur wenig Gewinn abwirft, wohnen die beiden in bescheidenen Verhältnissen. Den übrig gebliebenen Kuchen bringt Adam ins Obdachlosenheim, wo er sich gerne mit Victor, einem Bewohner, unterhält. Eines Abends schellt ein Fremder in der Hoffnung an der Tür, dass die Bäckerei noch nicht geschlossen hat. Zur Überraschung des Jungen spricht ihn der Fremde, der sich als J. C. Walsh vorstellt, mit seinem korrekten Namen an. Er behauptet, Adam ständen große Dinge bevor und seine Maus Speedy würde bald sterben. Doch der Junge glaubt dem Mann kein Wort und hält ihn für einen Spinner.

Als das Geld nicht mehr für die Miete reicht, bittet Henry seinen Neffen, vom Dachboden Sachen zu holen, die er ins Pfandleihhaus bringen möchte. Dort findet Adam eine Schneekugel, wie sie schon der Fremde in seinen Händen gehalten hat.

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No place, no home von Morton Rhue

No place, no homeAmerikanische Filme vermitteln mit den schicken Eigenheimen, in denen die Darsteller zu sehen sind, den Eindruck, dass alle Menschen in den USA ein luxuriöses Leben führen. Doch ist das nur einer Minderheit vergönnt. Wie in Deutschland rutscht die Mittelschicht immer mehr in die Armut ab. Diese Erfahrung macht auch der siebzehnjährige Protagonist in dem Jugendroman „No place, no home“: Dan Halprin ist ein guter Schüler, weshalb ihm ein Stipendium an einer Universität in Aussicht gestellt wurde. Als Pitcher trainiert er mit seinem Freund Noah in einem Baseballteam. Seine Eltern Hannah und Paul sind trotz eines Studiums arbeitslos und können den Kredit für ihr Haus in Average nicht mehr abzahlen. Deshalb zieht die Familie zu Hannahs Bruder Ron, der mit Ehefrau und zwei Kindern in einem großzügigen Haus mit Pool und Tennisplatz wohnt.

Doch zwischen den Familien wachsen die Spannungen, so dass Dan notgedrungen mit seinen Eltern nach Dignityville, ein Auffanglager für Obdachlose, zieht. Ein Zelt ist Dans neues Zuhause und er fragt sich, wie es trotz jahrelanger Arbeit der Eltern so weit kommen konnte.

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Wen liebst du, wenn ich tot bin? von C. J. Flood

Wen liebst du, wenn ich tot bin?C. J. Flood nimmt sich in ihrem Jugendroman „Wen liebst du, wenn ich tot bin?“ einem heiklen Thema an, denn es geht darin um den Tod eines jungen Menschen. Schon im Prolog wird das spätere Geschehen vorweggenommen: Ein erst Fünfzehnjähriger liegt im Grab. Zur Handlung: Die noch dreizehn Jahre alte Iris lebt mit ihrem Vater und dem fünfzehnjährigen Bruder Sam auf der Silverweed-Farm im englischen Ashbourne, nachdem sich ihre Mum vor drei Monaten auf unbestimmte Zeit zwecks Selbstverwirklichung verabschiedet hat. Im Gegensatz zu Iris Vater, der mit Entrüstung und voller Abneigung zur Kenntnis nimmt, dass sich Zigeuner auf der Pferdekoppel niedergelassen haben, ist das Mädchen neugierig auf die Menschen. Sie beobachtet einen Jungen, der kaum älter ist als sie und folgt ihm. Mit Trick, der irischer Abstammung ist und für den die Ansässigen Gadschos sind, freundet sie sich an und verbringt fortan ihre Freizeit. Das wiederum gefällt ihrer Freundin Matty gar nicht, die eifersüchtig ist und auf Rache sinnt.

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Tick Tack Fuck von Tom Limes

Tick Tack FuckNur noch wenige Tage und Xaver von Göttschling feiert seinen siebzehnten Geburtstag. Sein einziges Problem besteht darin, dass er immer noch Jungfrau ist! Das muss sich unbedingt ganz schnell ändern, denn was er momentan durchmacht ist die Hölle. Doch wie soll er das anstellen? Immer dann, wenn er seine Traumfrau Charly anblickt, bekommt er keinen vernünftigen Ton heraus und dazu noch eine Erektion. Für seinen Freund Leo ist Charly nur eine Schlampe und der versteht absolut nicht, warum Xaver dieser Bitch hinterherläuft, die es mit jedem treibt, der entweder „gute Kontakte, ein Auto oder Kohle hat“. Natürlich hat Xaver auch eine Freundin. Aber eben keine richtige, denn Toni kennt er schon seit seiner Kindheit. Sie ist für ihn wie eine Zwillingsschwester und kommt deshalb für sein Vorhaben gar nicht in Betracht!

Entschlossen und mutig spricht Xaver seine Traumfrau in der Schulpause an und ist überglücklich, als sie seine Einladung annimmt. Allerdings endet das Date nicht so, wie es sich Xaver erhofft hat, denn er wird, wie es vor einigen Wochen schon einmal der Fall war, wieder von ihr versetzt.

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Nur 300 km von Rüdiger Bertram

Nur 300 kmNach einem Autounfall ist der nunmehr dreizehnjährige Carl inkomplett querschnittgelähmt. Sein Vater, der an dem Unfall keine Schuld trägt, hat die Familie verlassen, da er den Anblick seines Sohnes im Rollstuhl nicht ertragen konnte. Für die Ferien hat seine Mutter ein Ferienhaus an der Ostsee gebucht, obwohl Carl viel lieber in ein Rollstuhl-Skate-Camp nach Bayern gefahren wäre. Bei der Ankunft entpuppt sich das angeblich behindertengerecht ausgebaute Haus als eine Bruchbude mit geschmackloser Einrichtung. Um die vier Stufen zur Veranda mit einem Treppenlift zu überwinden, benötigt dieser eine Ewigkeit. Da das im oberen Stockwerk gelegene Schlafzimmer für Carl unerreichbar ist, muss er nachts mit dem Sofa im Wohnzimmer Vorlieb nehmen. Anstelle der fünf Gehminuten zum Strand kommt Carl erst nach einer halben Stunde dort an und muss dort zu allem Überfluss in einen hässlichen Strandrollstuhl wechseln. Nur seiner Mutter zur Liebe erträgt er das alles, da er weiß, wie wichtig ihr der Urlaub ist.

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Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich

Der Geruch von Ruß und RosenMadina, die mit ihrer Mutter, Großmutter, Tante Amina und ihrem Bruder Rami zusammenlebt, vermisst ihren Vater Eli, den wie sein Bruder Miro ein unbestimmtes Schicksal ereilte. Sie erinnert sich, dass sie ihm assistierte, während er heimlich im Keller auf dem Küchentisch operiert hat, bevor die Familie eines nachts nur mit Rucksäcken ausgerüstet überstürzt zur Flucht aufbrechen musste. Damals, als sie ihr wochenlanger Weg zu Fuß „durch Wälder, Schluchten, Bäche“, ohne Socken und mit Blasen an den Füßen führte. Die Großmutter verlor alles, ihr Haus, den Garten, ihre Hühner und jetzt auch noch die Söhne Eli und Miro. Bevor Madina an der Seite ihrer neuen Freundin Laura ein glückliches Leben führen und mit ihr eine Reise nach Italien machen konnte, kam sie in einer Flüchtlingsunterkunft unter.

Im Café bei Johann trifft Madina auf Becca, die neue Kellnerin, die ebenfalls ihre Sprache spricht, allerdings sehr abweisend reagiert. Wiederholt versucht sie, Kontakt zu der Landsmännin aufzunehmen.

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Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht von David Arnold

Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie siehtAlles begann im ersten Jahr an der Highschool von Iverton, als Noah Oakmans bester Freund Alan ihm vorschlug, dem Schwimmteam beizutreten, denn Noah war schnell, wenn auch nicht der Schnellste. Immerhin gewann er ein Wettschwimmen nach dem anderen, und im nächsten Jahr wurden seine Zeiten aberwitzig gut. In der 11. Klasse verbesserten sich seine Zeiten weiter, und die ersten Colleges boten ihm ein Schwimmstipendium an. Im Gegensatz zu seinen Eltern war Noah davon nicht begeistert, denn am Anfang machte ihm das Schwimmen einfach nur Spaß, doch als er plötzlich richtig gut wurde, hatte er hohe Erwartungen geweckt. Bei einem Langdistanztraining bekam er einen Krampf und musste aus dem Wasser gezogen werden. Er behauptete, schmerzen im Rücken zu haben, war damit aus der Mannschaft raus und musste auch nicht mehr schwimmen.

Um seine Lüge aufrecht zu erhalten, geht Noah seitdem regelmäßig zu einem Chiropraktiker und muss in der Früh zu einem Fitnesstraining bei seinem Coach antreten. Doch die meiste Zeit verbringt er mit seinen besten Freunden, den Zwillingen Val und Alan Rosa-Haas, in deren Pool.

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