Die Frau des Kaffeehändlers von Susanne Rubin

Die Frau des KaffeehändlersHamburg im Jahr 1896: Paul Friedrich Magnussen erhofft sich vom Privatbankier Ferdinand Claasen, den ihn sein bester Freund Georg von Meyerhoff empfohlen hat, einen dringend benötigten Kredit, um seinen Kaffeehandel weiter ausbauen zu können. Als er Helene, die schöne Tochter des Bankiers sieht, verliebt er sich augenblicklich in sie. Umso größer ist seine Enttäuschung, da sie mit seinem Freund so gut wie verlobt ist. Nach einem Gespräch mit dem reichen Ferdinand Claasen stellt dieser Paul einen großzügigen Kredit in Aussicht, knüpft daran jedoch die Bedingung, dass er die ältere Schwester von Helene heiratet. Zuvor soll Paul der klugen Amalia, die bisher kein Interesse an einer Heirat bekundet hat, ordentlich „den Hof machen“, so dass sie keinen Verdacht schöpft. Schließlich willigt Paul in den „Handel“ ein. So sehr ihn auch das Interesse seiner frisch Vermählten am Kaffeeanbau fasziniert, träumt er doch nur von Helene.

Hamburg im Jahr 2018: Die Großmutter der arbeitslosen Melina Peters, mit der sie über zwei Jahre zusammengelebt hat, ist verstorben. In ihrem Nachlass entdeckt Melina Ordner mit Artikeln über das renommierte Familienunternehmen P. F. Magnussen, die sie noch nie zuvor gesehen hat.

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Nächstes Jahr in Havanna von Chanel Cleeton

Nächstes Jahr in HavannaDie Journalistin Marisol Ferrara macht sich auf den Weg von Miami nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa zu erfüllen. Sie soll die Asche der Verstorbenen zurück in das Land bringen, das die Großmutter liebte und das die Familie Perez vor fast sechzig Jahren verlassen musste. Elisa war die Tochter eines Zuckerbarons, der mit dem Präsidenten Batista sympathisierte. Die Familie gehörte zur reichen Oberschicht der Gesellschaft, die ein unbeschwertes Leben führen konnte, das für Elisa und ihre drei Schwestern aus Einladungen zum Dinner oder Besuchen von Partys bestand. Über die Ausbeutung der Menschen und die politische Situation des Landes machte sie sich keine Gedanken. Das änderte sich, als sie Pablo kennenlernte, einen jungen Rechtsanwalt, der sich der Revolution von Fidel Castro verschrieben hatte. Pablo war Elisas große Liebe. Nach einigen heimlichen Treffen zog Pablo mit Che Guevaras Leuten in den Kampf, und die beiden Verliebten schrieben sich Briefe.

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Von allen Seiten von Tore Renberg

Von allen SeitenDem fünfzehnjährige Ben und seinem ein Jahr älteren Bruder Rikki bleiben nur noch die Erinnerungen an eine glückliche Kindheit: Als sie noch nicht wegen Kleinigkeiten von ihrem Vater Frank Martin Digervold mit einem Ledergürtel verprügelt wurden und ihre Mutter Melissa noch gesund war. Um sich gedanklich abzulenken, schnüffeln die Brüder Benzin. Ben, der intelligentere, hat eines Tages die Idee, einen Jahrmarkt zu überfallen. Tatsächlich gelingt es ihm, von Budenbesitzer Tødden die Tageseinnahmen zu erpressen. Als er mit Rikki nach einem Versteck für das Geld sucht, entdeckt er in der Garage seines Vaters Bündel von Geldscheinen, die der Geizkragen offensichtlich gehortet hat. Nach diesem Coup geht Ben davon aus, dass sein krimineller Onkel Rudi ihn als gleichwertig akzeptiert, denn immerhin hat er es mit Tødden aufgenommen. Mit Rikki will er zu ihm, obwohl sein Vater jeglichen Kontakt verboten hat. Die beiden Ausreißer machen sich auf den Weg von Sandnes nach Stavanger in Westnorwegen.

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Ich werde fliegen von Dana Czapnik

Ich werde fliegenLucy Skywalker ist siebzehn Jahre alt, jüdisch-italienischer Abstammung und besucht eine Highschool in New York. Was Ihr Äußeres anbelangt, hat sie Minderwertigkeitskomplexe, sie trägt ausschließlich Männerhosen, weshalb sie von vielen für lesbisch gehalten wird, und ist eine hervorragende Basketballspielerin. Von frühester Kindheit an hat sie mit Percy, in den sie verliebt ist, gemeinsam in einem Team gespielt. Doch seit in seinem Rucksack „Gras“ gefunden wurde und er die Schule wechseln musste, besucht jeder nur noch die Spiele des anderen.

Eines Tages besucht Lucy mit Freunden einen Club, für den sie sich extra schminken lässt, ein Kleid anzieht und ihre Haare offen trägt. Zum ersten Mal schluckt sie eine Ecstasy Pille und küsst auf der Tanzfläche einen ihr bis dahin fremden Jungen, was Percy missfällt, obwohl er selbst ein Mädchen nach dem anderen „flachlegt“ und daraus auch keinen Hehl macht. Als sie mit Percy alleine ist, wird sie von ihm auf recht unromantische Weise entjungfert und bleibt enttäuscht zurück. Auch auf dem Abschlussball sieht sie Percy wieder in den Armen einer anderen und will deshalb nicht länger bleiben.

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Die Party von Jonas Winner

Die PartyBrandon hat zehn Jugendfreunde aus seiner Highschoolzeit in einen Bungalow auf einem Felsplateau, hoch oben über den Wäldern von New Jericho, zu einer Halloween Revival Party eingeladen. Es soll eine Reise in das Jahr 1986 werden, in dem sie sich vor über dreißig Jahren am 31. Oktober zu Halloween das letzte Mal getroffen haben. Die ehemaligen Mitschüler sind in ihren Kostümen angereist und freuen sich auf ein Wiedersehen. Bereitwillig überlassen sie den Hausangestellten im Pförtnerhaus ihre Handys, die sie zur Aufbewahrung in einen Safe packen. Oben im Bergbungalow angekommen, warten sie in einer mächtigen Halle auf ihren Gastgeber, der kurze Zeit später auf der Galerie an der Längsseite des Hauses erscheint, um die Anwesenden, wie damals in den Achtzigern, mit einer Showeinlage zu begrüßen. Mit einem Seil ergreift er den riesigen Kronleuchter in der Mitte der Halle und schwingt bei ohrenbetäubender Musik mit Flammeneffekten über ihre Köpfe hinweg. Langsam schwebt er mit dem Leuchter zum Boden und wird im gleichen Augenblick von einem schweren Kasten erschlagen, der aus der Decke bricht.

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Feinde von Susanne Saygin

FeindeDer deutsch-türkische Polizist Can Arat, der beim Kriminalkommissariat für Todesermittlungen in Köln arbeitet, wird von seiner Vorgesetzten Kriminalhauptkommissarin Simone Kerkmann zu einem Doppelmord an zwei bulgarischen Roma gerufen, die in einer ungewöhnlichen Stellung fixiert in der Nähe eines Wertstoffhofs gefunden wurden. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den beiden Toten um Stricher handelt. Allerdings erweisen sich die weiteren Ermittlungen als äußerst schwierig, denn die Pässe der beiden, die vermutlich aus Plodiv in Bulgarien stammen, sind gefälscht. Bei der Stricherhilfe, einem gemeinnützigen Verein, sind die beiden jungen Männer nicht bekannt, und während ihrer weiteren Nachforschungen im Roma-Milieu stoßen Can und Simone auf eine Mauer des Schweigens.

Am nächsten Tag werden in einem Baucontainer zwei weitere bulgarische Roma mit falschen Papieren gefunden, die getötet und dann auf die gleiche Weise fixiert wurden wie die beiden anderen Mordopfer. Daraufhin meldet sich der Bulgare Jossif Babatov, der den Ermittlern berichtet, wie er und einige andere Männer in Plodiv für eine gut bezahlte Arbeit auf deutschen Baustellen angeworben wurden.

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Blutbuche von Ule Hansen

BlutbucheEmma Carow wurde mit neunzehn Jahren von ihrem Kommilitonen Uwe Marquardt vergewaltigt und hat daraufhin eine polizeiliche Ausbildung eingeschlagen. Heute ist sie Fallanalystin beim LKA Berlin mit dem Spezialgebiet Serientäter. Uwe Marquardt hat eine siebenjährige Haft abgesessen und Emma in einem von ihm veröffentlichten Buch um Verzeihung gebeten. Als sich die beiden in einer Talkshow gegenübersitzen, äußert Emma zur Bestürzung der Moderatorin, dass er wieder vergewaltigen wird.

Von Polizeipräsident Falner erhält Emma den Auftrag, Briefe auf ihre Echtheit zu überprüfen. Dabei handelt es sich scheinbar um Hilferufe von in Polen festgehaltenen und vergewaltigten Frauen. Während die Vizepräsidentin des Verbandes schlesischer Heimatvertriebener glaubt, dass die Frauen von Deutschen entführt werden, die Polen hassen, lassen anonym eingegangene Briefe an die Polizeibehörde Breslau vermuten, dass sich jemand einen Scherz erlaubt. Emma fertigt vorschnell ein Gutachten an, als ihr plötzlich Zweifel kommen. Mit der in Berlin weilenden Chefin der Breslauer Mordkommission Kaja Szymańska fährt sie nach Polen. Mittlerweile steht auch fest, dass den Opfern nach einem Martyrium die Köpfe abgeschlagen worden sind und der Täter vermutlich Pole ist.

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Vatertage von Stephan Bartels

VatertageSimon Havlicek war Chefdisponent einer Kinokette, bevor er nach der Geburt des zweiten Kindes Hausmann in Elternzeit wurde. Anke, mit der er glücklich verheiratet ist, konnte den Posten übernehmen. Mit Lea und Lilly leben sie zufrieden in einem Reihenhaus in Hamburg, bis eines Tages ein Brief vom Sozialamt mit einem Zahlungsbescheid eintrifft: Simon soll für seinen im Pflegeheim lebenden Vater Michael Petersen monatlich fast siebenhundert Euro zahlen. Doch seinen leiblichen Vater hat er lediglich bei seiner Einschulung kurz gesehen und später auch nur einmal auf einer Rolltreppe in der U-Bahn erkannt. Janko, der Lebenspartner seiner Mutter Jarmila, war für ihn der Vater, der sich um ihn gekümmert hat. Für Simon steht fest, dass er gegen den Bescheid Widerspruch einlegen wird, denn zum einen musste sich die Familie für den Kauf des Reihenhauses verschulden, zum anderen findet er es unfair, für einen Vater aufzukommen, der nicht einmal Unterhalt gezahlt hat.

Mit seinem Freund Hotte geht Simon zum Sozialamt und erfährt dort zu seinem Erstaunen, dass er noch Geschwister hat. Sein Bruder hat bereits durch seinen Anwalt verlauten lassen, dass er über keine Einkünfte verfügt, obwohl er in Blankenese wohnt, einem der reichsten Stadtteile von Hamburg.

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Eiskalter Hund von Oliver Kern

Eiskalter HundJunggeselle Fellinger bekommt in seiner Eigenschaft als Hygienekontrolleur eines Tages einen anonymen Anruf: Beim Chinesen Peking würde etwas mit einer schwarzen Soße nicht stimmen. Fellinger stattet dem Peking einen Besuch ab und nimmt eine Probe der Soße. Bei der Gelegenheit schaut er in den Kühlraum und entdeckt zu seinem Entsetzen einen am Haken hängenden Hund. Sein kriminalistischer Spürsinn ist geweckt und er fährt zu Helga Poschinger, weil er vermutet, dass sie die Besitzerin des toten Tieres ist. Als er die Frau nicht antrifft und in ihrem Garten überfallen wird, ruft er die Polizei.

Da Polizeihauptkommissar Lechner verhindert ist, muss er mit dessen Kollege Kronawitter vorliebnehmen. Von Helga Poschingers Tochter Veronika, die zufällig zum Haus kommt, erfahren sie, dass ihre Mutter in Indien Urlaub macht und den Hund in eine Tierpension gegeben hat. Natürlich sucht Fellinger die Tierpension auf und er wird den Verdacht nicht los, dass es nicht nur den toten Hund gibt. Er kann Lechner überreden, im Haus von Helga Poschinger nach dem Rechten zu sehen, wo sie ihren Reisepass samt Flugticket finden. Doch da Lechner keinen Grund sieht, der Sache weiter nachzugehen, ermittelt Fellinger auf eigene Faust. Er fährt bis nach Krumau in die Tschechei und muss nicht nur einmal um sein Leben bangen. Denn außer einer niedergeschlagenen Putzfrau gibt es zwei Tote zu beklagen.

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Die Frau im hellblauen Kleid von Beate Maxian

Die Frau im hellblauen KleidKaum ein Elternpaar wäre heutzutage nicht stolz auf eine Tochter, die zu einem gefeierten Star aufsteigt. Doch ganz anders verhält es sich bei der Hauptfigur Käthe Schlögel in dem Roman Die Frau im hellblauen Kleid von Beate Maxian. Von ihrer Freundin Anita Weinmann lässt sich Käthe im Jahr 1927 ein Kleid nähen, weil sie sich für ein Vorsprechen beim Volkstheater in Wien beworben hat, das Statisten sucht. Ohne das Wissen ihrer Eltern, einfache Gemüsehändler, geht sie zum Termin und wird prompt von Regisseur Hans Bleck engagiert. Dass ihre Mitbewerberin Else Novak für eine größere Rolle vorgesehen ist, macht Käthe nichts aus. Die Tageszeitungen loben das Talent von Käthe, die sich von ihrer neuen Freundin Else zu einem modernen Kurzhaarschnitt überreden lässt.

Der jüdische Autor Jakob Rosenbaum bietet Käthe eine Hauptrolle am Theater in Prag an. Die selbstbewusste, junge Frau nimmt das Angebot an, auch wenn das Verhältnis zu ihren Eltern darunter noch mehr leidet, und steigt zu einem gefeierten Star auf. Ihre Eltern sind enttäuscht, denn sie hofften auf eine Vermählung mit dem Weinbauern Alois Weinmann, dem Bruder von Anita.

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