Sonnenaufgang & Mondschein – Ein außergewöhnliches Wendebuch

Cover von Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Ein Buch, zwei Richtungen

Wer das Kinderbuch Guten Morgen – Gute Nacht* in Händen hält, bemerkt sofort, dass es sich um ein außergewöhnliches Wendebuch handelt, das schon allein deshalb neugierig macht. Die darin enthaltene Geschichte beschreibt den Rhythmus eines Tages und einer Nacht, wobei jeden Morgen die Sonne aufgeht, abends untergeht und vom aufgehenden Mond abgelöst wird.

Der Beginn eines neuen Tages

Johanna Schaible zeigt bereits auf der ersten Doppelseite eine künstlerische Illustration mit einer farbenprächtig aufgehenden Sonne. Im Vordergrund verlässt eine Reihe von Vögeln einen Ast gen Himmel, was Lust auf einen neuen Tag macht. Beim Umblättern entdeckt der Betrachter zwei Kinder, die auf einem Balkon stehen und über dem Meer die aufgehende Sonne beobachten – für sie wie für alle Menschen auf der Welt beginnt ein neuer Tag.

weiterlesenSonnenaufgang & Mondschein – Ein außergewöhnliches Wendebuch

Ein Schattendieb, ein gestohlener Ring – und ein Wettlauf gegen die Zeit

Cover von Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs von Jennifer Bell

Ausbildung an der Akademie und ein neuer Auftrag

Nachdem Elizabeth Wilder und Koshan Ranasinghe das Böse in der machtvollen Gestalt von Riddelflax vor drei Monaten besiegt und das magische Kreiselrad an sich gebracht haben, befinden sie sich im zweiten Teil Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs* zur Ausbildung an der Europäischen Akademie für Heraufbeschwörung bei Professorin Doyle.

Da Kosh von seinen nicht kosmodynamischen Eltern keinen Pfennigstein erhalten konnte, sein Urgroßvater laut DNA jedoch die entsprechende Eigenschaft besaß, soll er nun von einem Heraufbeschwörer ohne Nachkommen einen solchen Stein bekommen.

weiterlesenEin Schattendieb, ein gestohlener Ring – und ein Wettlauf gegen die Zeit

Magische Rätsel und gefährliche Kreaturen – Bitsys Reise ins Unbekannte beginnt

Cover von Magicalia von Jennifer Bell

Ein langweiliges Dorf und ein völlig verrückter Besuch

Nach dem Tod ihrer Mutter lebt Bitsy Wilder mit ihrem Vater Eric, einem Astrophysiker, im verschlafenen Oddingham – einem Ort, an dem scheinbar nie etwas passiert. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Koshan aus Sri Lanka produziert sie gerade einen Nachrichten‑Podcast, als plötzlich ein riesiges violettes Hamstozeros die Treppe hinaufpoltert. Es verschlingt erst die gesamte Wäsche samt Weidenkorb, dann den Inhalt des Bücherschranks.

Auf der Suche nach Hilfe treffen die Kinder auf eine Frau mit rabenschwarzem Haar, die von Bitsys Vater ein bestimmtes Buch verlangt. Eric erklärt ihnen, dass das Hamstozeros die machtvolle Kreatur eines Magicore sei. Kurz darauf entweicht aus seinem Füllfederhalter eine Wolke, die sich zu einer Raupe formt – er nennt sie Quasar und bittet sie um Hilfe, bevor er bewusstlos zusammenbricht und gemeinsam mit der fremden Frau verschwindet.

weiterlesenMagische Rätsel und gefährliche Kreaturen – Bitsys Reise ins Unbekannte beginnt

Ein Junge, ein Rollbrett – und der Mut, Neues zu wagen

Cover von Wieder da! von Julie Flett

Neugier am Fenster

Ein Junge hört draußen Geräusche, die näher kommen und nach kurzem Vorbeiziehen wieder verschwinden. Neugierig läuft er zum Fenster. Rasch zieht er sich an und beobachtet im Park andere Kinder beim Rollbrettfahren, wobei er sich in seiner Vorstellung selbst unter ihnen sieht. Zu seiner Überraschung erhält er eines Tages ein Rollbrett von seiner Mutter – jenes, mit dem sie selbst in seinem Alter gefahren ist.

Erste Versuche und kleine Rückschläge

Auf dem Gehweg, dem Spielplatz, dem Basketballplatz, dem Pausenhof und vor dem Haus seiner Tante übt der Junge das Rollbrettfahren. Dabei bleiben schmerzhafte Stürze nicht aus.

weiterlesenEin Junge, ein Rollbrett – und der Mut, Neues zu wagen

Ein Monster unter dem Bett – und jede Menge Chaos

Cover von Moin und das Monster von Anushka Ravishankar

Wenn Zeichnen zur Mutprobe wird

Eines Nachts hört Moin unter seinem Bett ein Geräusch – tatsächlich stammt es von einem Monster. Doch, wie ihm erklärt wird, kann er es erst sehen, wenn er es zeichnet. Also beginnt Moin nach der Beschreibung des Monsters zu malen. Das Ergebnis sorgt allerdings für Empörung: Der Junge habe es als Witzfigur dargestellt, sodass niemand Angst vor ihm hätte – dabei müsse ein Monster doch furchterregend sein!

Bananen, Arztbesuch und ein Monster in der Hemdtasche

Mr. Kaif, Moins Vater, hat wieder einmal Mitleid mit einem Straßenverkäufer und kauft eine riesige Ladung Bananen. Nachdem Moin davon reichlich gegessen hat, schwört er, nie wieder Bananen anzurühren.

weiterlesenEin Monster unter dem Bett – und jede Menge Chaos

Ein Tag voller kleiner Wunder – Bennis Welt zwischen Kindergarten, Familie und Fantasie

Cover von Wenn ich im Kindergarten bin von Emese Révész und Fanni Sipos

Morgenduft, Katzenfragen und Vogelgesang

Benni ist fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten, während seine Eltern arbeiten. Er liebt es, wenn morgens frische Luft in die Wohnung strömt und ihm der Duft von Papas Kaffee in die Nase steigt.

Im Gegensatz zu seinem Vater, der vom lauten Gezwitscher der Stare Kopfschmerzen bekommt, mag Benni deren Gesang sehr. Und er fragt sich: Was wohl seine Katze Mimi den ganzen Tag macht? Ob sie sich langweilt?

Turnen, Träume und Freundschaft

Mit der Erzieherin wird geturnt – Benni macht dabei besonders gern einen Katzenbuckel wie Mimi. Schon jetzt freut er sich auf die Radtour mit seinem Vater am Wochenende.

weiterlesenEin Tag voller kleiner Wunder – Bennis Welt zwischen Kindergarten, Familie und Fantasie

Wenn Hamster zur Großstadtplage werden – und ein Mädchen die Kontrolle verliert

Cover von Hamsterinvasion von Martina Tonello

Der Wunsch nach einem eigenen Tier

Ein Mädchen stellt traurig fest, dass alle seine Freunde ein Plüsch- oder Fantasietier besitzen – nur sie selbst nicht. Da die Eltern keine Lösung anbieten, greift sie zu ihren Ersparnissen und kauft zwei Hamster. Damit diese so bunt wirken wie der Papagei eines Freundes, näht sie ihnen farbenfrohe Designermode. Als Haus dient eine Schachtel, die sie mit edel wirkenden Accessoires ausstattet.

Aus zwei werden zehn – und dann immer mehr

Schon bald bekommt das Hamsterpaar acht Junge. Mit zehn Hamstern macht alles viel mehr Spaß, findet das Mädchen. Doch es bleibt nicht dabei: Weitere Geschwister folgen, und sie baut immer neue Häuser, bis ihr Zimmer von Hamstern überrannt wird. Schließlich muss sie das Hamsterdorf in den Garten ausweiten – sehr zum Missfallen der Tiere.

weiterlesenWenn Hamster zur Großstadtplage werden – und ein Mädchen die Kontrolle verliert

Wenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Cover von Wenn es Licht wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Magische Begegnungen im Zwielicht

In elf Geschichten und einem Gedicht erzählt Kaisa Happonen in ihrem Kinderbuch Wenn es Licht wird im Wald*, wie Bär Brumm dem Feuerfalter erklärt, dass man im Licht des Waldes sehen kann. Brumm will unbedingt entdecken, wo sich das erste Fitzelchen Nacht versteckt – so zumindest sagt er es einem seiner Freunde.

Am Seeufer singt der Schilfrohrsänger nicht nur am Tag, sondern auch noch in der Nacht. Doch in dem Moment, in dem der Abend zur Nacht wird und der Mond aufgeht, legt er eine Pause ein, um danach noch wilder nur für den Mond zu singen. Auf den schwarzen Federn des Stars glänzt der Mond, und wegen der Spiegelung auf seinem Federkleid trägt er ihn überallhin mit sich. Der Mond scheint aus seinen Augen zurück, und wenn der Star sie schließt, gehört der Mond nur ihm.

weiterlesenWenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Wie wir die Welt sehen könnten, wenn wir wieder wie Kinder fühlten

Cover von Wir sind eins von Refiloe Moahloli und Zinelda McDonald

Die Kraft weniger Worte

Refiloe Moahloli gelingt es in ihrem Kinderbuch Wir sind eins*, mit erstaunlich wenigen Worten eine große emotionale Tiefe zu erzeugen. Viele Sätze beginnen mit „Wenn ich …“ und lassen sich gedanklich mit „… in deine Augen schaue, sehe ich mich selbst“ fortsetzen. Gemeint ist stets dieselbe Botschaft: Ich bin du, und du bist ich. Der Originaltitel „I am you“ bringt dieses Prinzip klar zum Ausdruck.

Im Verlauf des Buches vertieft die Autorin diese Idee: Wenn ich dich mag, mag ich auch mich. Wenn ich mich um dich sorge, sorge ich zugleich für mich. Bin ich zu dir freundlich, bin ich es auch zu mir. Und wenn ich dich verletze, verletze ich mich selbst.

weiterlesenWie wir die Welt sehen könnten, wenn wir wieder wie Kinder fühlten

Schatten, Streit und Versöhnung: Wie ein Kinderbuch klug Konflikte löst

Cover von Schnuffel und Hops von Žiga X. Gombač und Tanja Komadina

Ein ungewöhnlich stiller Heimweg

Im Kinderbuch Schnuffel und Hops* von Žiga X. Gombač begleitet Dominik seinen Vater auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten. Anders als an den anderen Tagen, an denen sie gemeinsam Dinospuren suchten, fröhlich reimten, Wolken zählten oder mit den Vögeln trillerten, laufen sie heute stumm nebeneinander her. Dominik schaut finster drein – ein Ausdruck, den Tanja Komadina in ihrer Illustration durch den gebückten Kopf des Kindes eindrucksvoll visualisiert. Auf sämtliche besorgten Fragen des Vaters reagiert Dominik lediglich mit einem Kopfschütteln oder einem Schulterzucken.

Besuch im Kinderzimmer – mit Schatten und Gefühl

Zu Hause kündigt der Vater seinem Sohn an, dass in seinem Zimmer Besuch auf ihn warte. Er macht das Licht an und lässt die Rollos herunter. Geschickt hält er seine Hände vor den Lichtstrahl, sodass Schatten auf die Wand fallen: der Nachbarshund Schnuffel und das Häschen Hops von Omas Bauernhof erscheinen.

weiterlesenSchatten, Streit und Versöhnung: Wie ein Kinderbuch klug Konflikte löst