Ein Junge, ein Rollbrett – und der Mut, Neues zu wagen

Cover von Wieder da! von Julie Flett

Neugier am Fenster

Ein Junge hört draußen Geräusche, die näher kommen und nach kurzem Vorbeiziehen wieder verschwinden. Neugierig läuft er zum Fenster. Rasch zieht er sich an und beobachtet im Park andere Kinder beim Rollbrettfahren, wobei er sich in seiner Vorstellung selbst unter ihnen sieht. Zu seiner Überraschung erhält er eines Tages ein Rollbrett von seiner Mutter – jenes, mit dem sie selbst in seinem Alter gefahren ist.

Erste Versuche und kleine Rückschläge

Auf dem Gehweg, dem Spielplatz, dem Basketballplatz, dem Pausenhof und vor dem Haus seiner Tante übt der Junge das Rollbrettfahren. Dabei bleiben schmerzhafte Stürze nicht aus.

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Ein Monster unter dem Bett – und jede Menge Chaos

Cover von Moin und das Monster von Anushka Ravishankar

Wenn Zeichnen zur Mutprobe wird

Eines Nachts hört Moin unter seinem Bett ein Geräusch – tatsächlich stammt es von einem Monster. Doch, wie ihm erklärt wird, kann er es erst sehen, wenn er es zeichnet. Also beginnt Moin nach der Beschreibung des Monsters zu malen. Das Ergebnis sorgt allerdings für Empörung: Der Junge habe es als Witzfigur dargestellt, sodass niemand Angst vor ihm hätte – dabei müsse ein Monster doch furchterregend sein!

Bananen, Arztbesuch und ein Monster in der Hemdtasche

Mr. Kaif, Moins Vater, hat wieder einmal Mitleid mit einem Straßenverkäufer und kauft eine riesige Ladung Bananen. Nachdem Moin davon reichlich gegessen hat, schwört er, nie wieder Bananen anzurühren.

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Überraschungen in jeder Zahl – wie Amanda Mijangos Kinder zum Staunen bringt

Cover von ErZähl mir etwas von Amanda Mijangos

Ein spielerischer Zugang zu Zahlen

Die aus Mexiko stammende Amanda Mijangos stellt in ihrem Kinderbuch ErZähl mir etwas* der Reihe nach die uns bekannten arabischen Zahlen vor, mit denen sie mittels ihrer Illustrationen regelrecht „spielt“. So steht die 1 für das Abbild einer Person, die 2 für die Dopplung bei einer Spiegelung, die 3 deutet die Ecken eines Vulkans an, und wer die 4 auf den Kopf stellt, erblickt einen Stuhl.

Zahlen als Bilder – und Bilder als Geschichten

Für die Autorin steht die 5 für flüchtige Sterne, die 6 gleicht in ihrer Form einer Spirale, mit 7 Farben lässt sie ein Kind malen, die 8 entspricht im Aussehen einer aufgesetzten Brille, 9 Monate warten Eltern auf ihr Baby, und an den Händen haben wir 10 Finger.

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Zwischen den Zweigen: Wie Jambu Singad die Vogelwelt seiner Heimat sichtbar macht

Cover von Zweiggezwitscher von Jambu Singad und Gita Wolf

Ein Künstler aus dem Herzen Madhya Pradeshs

Der Gärtner Jambu Singad stammt aus Balwon, einem Bhil‑Dorf im Jhabua‑Distrikt des indischen Bundesstaates Madhya Pradesh. Wie er Gita Wolf erzählte, beobachtet er leidenschaftlich gern Vögel in den Bäumen seiner Umgebung. Die traditionelle Bhil‑Malerei, geprägt von mit Punkten gefüllten abstrakten Formen, erlernte er von seiner Schwester. Für sein Buch Zweiggezwitscher*, aus dem Englischen übersetzt von Barbara Brennwald, schuf er Illustrationen in dieser Technik. Die begleitenden Texte verfasste Gita Wolf auf Grundlage zahlreicher Gespräche mit ihm.

Vögel in Bäumen – ein Streifzug durch die Natur

Den Auftakt bilden zwei Vögel auf dem Tendu, einem Ebenholzbaum, dessen Blätter verkauft und medizinisch genutzt werden. Ein Schwarm lässt sich im Vahadi, einem Bambuswäldchen, nieder; Rebhühner sitzen im Mangobaum, und nachts sucht ein Spatzenschwarm Schutz im Bambus.

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Wie viel ist ein Guppy wert? – Ein Kinderbuch erklärt die Welt des Geldes

Cover von Von Geld, Gold und Guppys von Andrea Schwendemann

Goldi, Fondia und die großen Fragen des Alltags

Andrea Schwendemann gelingt es in Von Geld, Gold und Guppys*, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge kindgerecht und anschaulich aufzubereiten. Im Mittelpunkt stehen die beiden Guppys Goldi und Fondia, die sich mit grundlegenden Fragen rund ums Geld beschäftigen: Was ist Geld? Was macht die Bank damit? Wie funktionieren Zinsen? Und ab wann bekommt man ein eigenes Konto?

Die Geschichte setzt in vertrauten Alltagssituationen an – beim Wunsch nach einem Spielzeug oder der Beobachtung, dass Erwachsene arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Von hier aus beginnt eine Entdeckungsreise, auf der Kinder Schritt für Schritt zentrale wirtschaftliche Prinzipien kennenlernen.

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Ein Tag voller kleiner Wunder – Bennis Welt zwischen Kindergarten, Familie und Fantasie

Cover von Wenn ich im Kindergarten bin von Emese Révész und Fanni Sipos

Morgenduft, Katzenfragen und Vogelgesang

Benni ist fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten, während seine Eltern arbeiten. Er liebt es, wenn morgens frische Luft in die Wohnung strömt und ihm der Duft von Papas Kaffee in die Nase steigt.

Im Gegensatz zu seinem Vater, der vom lauten Gezwitscher der Stare Kopfschmerzen bekommt, mag Benni deren Gesang sehr. Und er fragt sich: Was wohl seine Katze Mimi den ganzen Tag macht? Ob sie sich langweilt?

Turnen, Träume und Freundschaft

Mit der Erzieherin wird geturnt – Benni macht dabei besonders gern einen Katzenbuckel wie Mimi. Schon jetzt freut er sich auf die Radtour mit seinem Vater am Wochenende.

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Wenn Hamster zur Großstadtplage werden – und ein Mädchen die Kontrolle verliert

Cover von Hamsterinvasion von Martina Tonello

Der Wunsch nach einem eigenen Tier

Ein Mädchen stellt traurig fest, dass alle seine Freunde ein Plüsch- oder Fantasietier besitzen – nur sie selbst nicht. Da die Eltern keine Lösung anbieten, greift sie zu ihren Ersparnissen und kauft zwei Hamster. Damit diese so bunt wirken wie der Papagei eines Freundes, näht sie ihnen farbenfrohe Designermode. Als Haus dient eine Schachtel, die sie mit edel wirkenden Accessoires ausstattet.

Aus zwei werden zehn – und dann immer mehr

Schon bald bekommt das Hamsterpaar acht Junge. Mit zehn Hamstern macht alles viel mehr Spaß, findet das Mädchen. Doch es bleibt nicht dabei: Weitere Geschwister folgen, und sie baut immer neue Häuser, bis ihr Zimmer von Hamstern überrannt wird. Schließlich muss sie das Hamsterdorf in den Garten ausweiten – sehr zum Missfallen der Tiere.

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Zwischen Villa und Armut: Alices Flucht in die andere Welt

Cover von Hinter Glas von Julya Rabinowich

Ein behütetes, aber kaltes Zuhause

Die achtzehnjährige Alice lebt mit ihrem Vater und dessen Ehefrau – einer ehemaligen Schauspielerin – in einer Villa mit Swimmingpool und einem großen Garten, den sie sich mit ihrem Großvater teilt. Dieser bewohnt die größere Villa nebenan gemeinsam mit einer Hausangestellten.

Eines Tages kommt mit Niko ein neuer Junge in ihre Klasse, in der man Alice – allen voran die boshafte Rosa – seit dem letzten Jahr das Leben zur Hölle macht. Nachdem sie von den anderen auf einer Wiese eingekreist wird, kommt ihr Niko überraschend zu Hilfe. Auf der Klassenfahrt erleidet Alice eine schmerzhafte Ohrentzündung und muss vorzeitig nach Hause. Umso erfreuter ist sie, als Niko plötzlich vor ihrem Haus steht, weil er sie vermisst habe und deshalb ebenfalls zurückgefahren sei.

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Zwischen zwei Welten: Mo auf der Suche nach sich selbst

Cover von Mo & Moritz von Julya Rabinowich

Ein Neuanfang wider Willen

Mo lebt mit seinen Eltern, seinem älteren Bruder Faris und seiner erst dreizehn Jahre alten Schwester Maryam in Wien; die Geschwister müssen sich ein Zimmer teilen. Nach einem Eklat muss er die Schule verlassen und weigert sich, auf Drängen seiner Mutter etwas zuzugeben, das er nicht getan hat. Durch einen Tipp seiner Schwester bewirbt er sich – in billiger Jeans und einem vom Vater geliehenen Mantel – bei einem piekfeinen Friseurladen um eine Ausbildungsstelle. Er kann sein Glück kaum fassen und erhält bei Meister Franz den begehrten Ausbildungsplatz.

Erste Irritationen und leise Gefühle

Als Mo sich mit einem Foto für eine Fotostrecke beteiligen soll, ist er drei Wochen später auf dem Cover einer Zeitschrift zu sehen. Während Maryam ganz hingerissen ist, kommentiert sein Bruder dies nur mit „Scheiß-Schwuler“, woraufhin der Vater ihn rügt: Keiner seiner Söhne würde eine solche Schande über die Familie bringen.

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Wenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Cover von Wenn es Licht wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Magische Begegnungen im Zwielicht

In elf Geschichten und einem Gedicht erzählt Kaisa Happonen in ihrem Kinderbuch Wenn es Licht wird im Wald*, wie Bär Brumm dem Feuerfalter erklärt, dass man im Licht des Waldes sehen kann. Brumm will unbedingt entdecken, wo sich das erste Fitzelchen Nacht versteckt – so zumindest sagt er es einem seiner Freunde.

Am Seeufer singt der Schilfrohrsänger nicht nur am Tag, sondern auch noch in der Nacht. Doch in dem Moment, in dem der Abend zur Nacht wird und der Mond aufgeht, legt er eine Pause ein, um danach noch wilder nur für den Mond zu singen. Auf den schwarzen Federn des Stars glänzt der Mond, und wegen der Spiegelung auf seinem Federkleid trägt er ihn überallhin mit sich. Der Mond scheint aus seinen Augen zurück, und wenn der Star sie schließt, gehört der Mond nur ihm.

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