Zwischen den Zweigen: Wie Jambu Singad die Vogelwelt seiner Heimat sichtbar macht

Cover von Zweiggezwitscher von Jambu Singad und Gita Wolf

Ein Künstler aus dem Herzen Madhya Pradeshs

Der Gärtner Jambu Singad stammt aus Balwon, einem Bhil‑Dorf im Jhabua‑Distrikt des indischen Bundesstaates Madhya Pradesh. Wie er Gita Wolf erzählte, beobachtet er leidenschaftlich gern Vögel in den Bäumen seiner Umgebung. Die traditionelle Bhil‑Malerei, geprägt von mit Punkten gefüllten abstrakten Formen, erlernte er von seiner Schwester.
Für sein Buch Zweiggezwitscher, aus dem Englischen übersetzt von Barbara Brennwald, schuf er Illustrationen in dieser Technik. Die begleitenden Texte verfasste Gita Wolf auf Grundlage zahlreicher Gespräche mit ihm.

Vögel in Bäumen – ein Streifzug durch die Natur

Den Auftakt bilden zwei Vögel auf dem Tendu, einem Ebenholzbaum, dessen Blätter verkauft und medizinisch genutzt werden. Ein Schwarm lässt sich im Vahadi, einem Bambuswäldchen, nieder; Rebhühner sitzen im Mangobaum, und nachts sucht ein Spatzenschwarm Schutz im Bambus.

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Wenn Hamster zur Großstadtplage werden – und ein Mädchen die Kontrolle verliert

Cover von Hamsterinvasion von Martina Tonello

Der Wunsch nach einem eigenen Tier

Ein Mädchen stellt traurig fest, dass alle seine Freunde ein Plüsch- oder Fantasietier besitzen – nur sie selbst nicht. Da die Eltern keine Lösung anbieten, greift sie zu ihren Ersparnissen und kauft zwei Hamster. Damit diese so bunt wirken wie der Papagei eines Freundes, näht sie ihnen farbenfrohe Designermode. Als Haus dient eine Schachtel, die sie mit edel wirkenden Accessoires ausstattet.

Aus zwei werden zehn – und dann immer mehr

Schon bald bekommt das Hamsterpaar acht Junge. Mit zehn Hamstern macht alles viel mehr Spaß, findet das Mädchen. Doch es bleibt nicht dabei: Weitere Geschwister folgen, und sie baut immer neue Häuser, bis ihr Zimmer von Hamstern überrannt wird. Schließlich muss sie das Hamsterdorf in den Garten ausweiten – sehr zum Missfallen der Tiere.

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Wenn die Nacht dem Wald die Augen öffnet

Cover von Wenn es Licht wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Magische Begegnungen im Zwielicht

In elf Geschichten und einem Gedicht erzählt Kaisa Happonen in ihrem Kinderbuch Wenn es Licht wird im Wald, wie Bär Brumm dem Feuerfalter erklärt, dass man im Licht des Waldes sehen kann. Brumm will unbedingt entdecken, wo sich das erste Fitzelchen Nacht versteckt – so zumindest sagt er es einem seiner Freunde.

Am Seeufer singt der Schilfrohrsänger nicht nur am Tag, sondern auch noch in der Nacht. Doch in dem Moment, in dem der Abend zur Nacht wird und der Mond aufgeht, legt er eine Pause ein, um danach noch wilder nur für den Mond zu singen. Auf den schwarzen Federn des Stars glänzt der Mond, und wegen der Spiegelung auf seinem Federkleid trägt er ihn überallhin mit sich. Der Mond scheint aus seinen Augen zurück, und wenn der Star sie schließt, gehört der Mond nur ihm.

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Wie wir die Welt sehen könnten, wenn wir wieder wie Kinder fühlten

Cover von Wir sind eins von Refiloe Moahloli und Zinelda McDonald

Die Kraft weniger Worte

Refiloe Moahloli gelingt es in ihrem Kinderbuch Wir sind eins, mit erstaunlich wenigen Worten eine große emotionale Tiefe zu erzeugen. Viele Sätze beginnen mit „Wenn ich …“ und lassen sich gedanklich mit „… in deine Augen schaue, sehe ich mich selbst“ fortsetzen. Gemeint ist stets dieselbe Botschaft: Ich bin du, und du bist ich. Der Originaltitel „I am you“ bringt dieses Prinzip klar zum Ausdruck.

Im Verlauf des Buches vertieft die Autorin diese Idee: Wenn ich dich mag, mag ich auch mich. Wenn ich mich um dich sorge, sorge ich zugleich für mich. Bin ich zu dir freundlich, bin ich es auch zu mir. Und wenn ich dich verletze, verletze ich mich selbst.

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Schatten, Streit und Versöhnung: Wie ein Kinderbuch klug Konflikte löst

Cover von Schnuffel und Hops von Žiga X. Gombač und Tanja Komadina

Ein ungewöhnlich stiller Heimweg

Im Kinderbuch Schnuffel und Hops von Žiga X. Gombač begleitet Dominik seinen Vater auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten. Anders als an den anderen Tagen, an denen sie gemeinsam Dinospuren suchten, fröhlich reimten, Wolken zählten oder mit den Vögeln trillerten, laufen sie heute stumm nebeneinander her. Dominik schaut finster drein – ein Ausdruck, den Tanja Komadina in ihrer Illustration durch den gebückten Kopf des Kindes eindrucksvoll visualisiert. Auf sämtliche besorgten Fragen des Vaters reagiert Dominik lediglich mit einem Kopfschütteln oder einem Schulterzucken.

Besuch im Kinderzimmer – mit Schatten und Gefühl

Zu Hause kündigt der Vater seinem Sohn an, dass in seinem Zimmer Besuch auf ihn warte. Er macht das Licht an und lässt die Rollos herunter. Geschickt hält er seine Hände vor den Lichtstrahl, sodass Schatten auf die Wand fallen: der Nachbarshund Schnuffel und das Häschen Hops von Omas Bauernhof erscheinen.

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Wenn es Abend wird im Wald – Geschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

Cover von Wenn es Abend wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Bär Brumm und die Frage nach der Schlafenszeit

Bär Brumm wandert, wohin er will, und schläft, wann es ihm beliebt. Als sich ein Schmetterling auf einem Preiselbeerstrauch neben ihm niederlässt, fragt der Bär ihn, woher er weiß, wann Schlafenszeit ist. Der Feuerfalter antwortet, dass es vom Sonnenschein abhänge – denn manchmal bleibe das Licht in Bäumen und Sträuchern stecken. Schließlich rät der Schmetterling dem Bären, einen Nachtfalter zu fragen, da er als Tagfalter selbst keine Antwort mehr weiß. So beginnt eine Reise durch den Wald, bei der Bär Brumm auf Tiere trifft, die alle ihre eigene Sicht auf den Abend haben.

Der Elch auf der Lichtung

Am nächsten Morgen fragt Bär Brumm den Elch, warum er immer am selben Fleck steht. Der Elch erklärt, dass er am liebsten über die Lichtung bis zum neuen Wald dahinter gehen würde.

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Mabelle – Ein poetisches Bilderbuch voller Geheimnisse und Fragen

Cover von Mabelle von Matías Acosta

Erste Erkundungen in der Natur

Die Protagonistin Mabelle ist erst kürzlich in ein Haus außerhalb der Stadt gezogen. Matías Acosta stellt das Haus in seinen Illustrationen einsam in eine hügelige Landschaft gebettet dar. Mit dem Fahrrad erkundet das Mädchen die Umgebung und fährt einen Waldweg entlang, auf dem im Vordergrund kleine Blumen blühen. Besonders gerne besucht sie eine Wiese mit wilden Ringelblumen und kniet vor den wie Gold schimmernden Pflanzen nieder. Sie betrachtet sie eingehend und flüstert ihnen Geheimnisse zu. Auf dem Rückweg trägt sie einen Strauß Blumen im Fahrradkorb.

Das plötzliche Verschwinden der Ringelblumen

Eines Morgens kehrt Mabelle zu dem Feld zurück – doch die Ringelblumen sind verschwunden. Die einst farbenfrohe Wiese ist nun kahl und braun.

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Flora Sommergrün und der Geschichtenschal – Ein poetisches Kinderbuch über Stricken, Erinnerungen und Generationenliebe

Cover von Flora Sommergrün und der Geschichtenschal von Juta Tanzer

Die strickende Dame im achten Stock

Flora Sommergrün wohnt im achten Stock eines Hochhauses und ist froh über den vorhandenen Aufzug. Von ihrem Balkon blickt sie auf die Dächer der kleinen Stadt und die Bäume im angrenzenden Park. Stricken war stets ihre Leidenschaft – mittlerweile widmet sie sich am liebsten Schals. Wenn die Tage kürzer werden, sitzt sie vor dem Fernseher und strickt. Spannende Filme vertreiben dabei ihre Müdigkeit.

Einkaufen geht sie nur selten, lieber beobachtet sie Kinder auf dem Spielplatz. Denn Kinder liegen ihr besonders am Herzen.

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Dino-Abenteuer im Museum: Ein Tag voller Überraschungen

Cover von Was macht ein Dino im Museum? von Marie Gamillscheg und Anna Süßbauer

Aufbruch in ein dinostarkes Abenteuer

Alle Dinos freuen sich auf den Ausflug ins Museum. Linseblick hat schon seine Lesebrille aufgesetzt, und auch Langhals ist dinotopp vorbereitet. Stego weiß, dass es dort noch größere Dinos gibt als ihn selbst, während Windikus stolz verkündet, dass sie im Museum die Stars sein werden. Minisaurus ist ganz aufgeregt, und Rex ist leider verschnupft – deshalb nimmt er vorsichtshalber seinen Rotzeimer mit.

Endlich kommt der dinofreundlich gebaute Museumsbus. An der Kasse grüßt Windikus mit seinen Flügeln. Da der Eintritt erst ab einem Alter von zwölf Jahren gilt, sie aber erst elf sind – wenn auch elf Millionen Jahre! – kommen sie kostenlos hinein. Und dank einer kleinen List ist sogar die Garderobe für sie frei.

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Reise ins Kinderbuch-Chaos: Eine fantasievolle Zugfahrt mit Ida, Chris und Emil

Cover von Ida, Chris und Emil im Zug von Sarah Michaela Orlovský

Abschied in Hühnergeschrei und Abfahrt ins Abenteuer

Auf dem Bahnhof im Ort mit dem klangvollen Namen Hühnergeschrei werden Ida, Chris und Emil von einem erwachsenen Paar verabschiedet. Im Intercity nach Großklein erfahren sie per Durchsage, wo sich erste Klasse und Bordrestaurant befinden und welche Stationen als nächstes folgen. Während der Schaffner lesebegeisterte Fahrgäste zum Bordrestaurant einlädt, fliegt plötzlich ein Papagei durchs Abteil – und sorgt für eine ungewöhnliche Wendung: Der Schaffner jagt ihm hinterher.

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