
Vom Studium in Berlin zur abrupten Zäsur
Nadine Wagenaar zog 2010 für ihr Studium der Unternehmenskommunikation nach Berlin und arbeitete anschließend im SEO-Bereich. Über Monate war sie während ihres 40‑Stunden-Jobs „aufs reine Existieren und Funktionieren heruntergedampft“. Ohne jede Vorahnung erhält sie im August 2024 eine betriebsbedingte Kündigung als Redakteurin einer Plattform für Erwachsenenbildung.
Sie war vierzehn Jahre alt, als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder einen aus Sicht vieler Kritiker „unsozialen Kurs“ einschlug, Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammenführte und damit die Einführung des Arbeitslosengeldes II – besser bekannt als Hartz IV – vorantrieb. Unter dem Einfluss der damaligen Medienberichterstattung aufgewachsen, glaubte sie lange an das Bild der „frechen und faulen Versager“, die sich angeblich auf Kosten arbeitender Menschen ein bequemes Leben machten.
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Die UNESCO hat im Jahr 1972, fast dreißig Jahre nach ihrer Gründung, die Welterbekonvention unterzeichnet, nach der Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“, bis heute zählen 1154 dazu, geschützt werden sollen. Zum fünfzigjährigen Jubiläum sollten im Juni 2022 weitere Welterbestätten ernannt werden. Doch die Sitzung war ausgerechnet im russischen Kasan geplant, weshalb sie aus naheliegenden Gründen verschoben werden musste. Der Bildband Das Erbe der Welt setzt mit formellen Daten und Fakten zur Entstehungsgeschichte der UNESCO sowie deren Aufgaben an und nennt deren Fachgremien. Es werden vom Menschen verursachte und dem Klimawandel geschuldete Faktoren genannt, die zur Gefährdung oder bereits Zerstörung einiger Kultur- und Naturstätten geführt haben, deren Titel durchaus auch wieder aberkannt werden können. 

Das Sachbuch Hinschauen statt Wegschauen beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Gesellschaft ohne Wohnungslosigkeit möglich ist und ist Bestandteil einer seit 1987 existierenden Vortragsreihe der Wiener Vorlesungen, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen aufzeigt. Die wöchentlich stattfindenden Vorlesungen wurden anfangs ausschließlich im Wiener Rathaus abgehalten, seit dem Jahr 2018 aber auch an anderen Orten der Stadt. Das Buch gibt den Inhalt einer am 17. November 2021 abgehaltenen Rede der Autorin Elisabeth Hammer wieder.
Wladimir Putin dürfte zumindest seit dem 24. Februar 2022, dem Tag, ab dem sein Land einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, jedem bekannt sein. Nur, wer ist dieser Mann, der so unnahbar scheint und der selten eine Gemütsregung zeigt oder kaum ein Lächeln auf seine Lippen zaubert? Die Welt zittert vor einer atomaren Bedrohung und viele fragen sich, wie es so weit kommen konnte, dass der für alle Ewigkeit angenommene Frieden in Europa plötzlich nicht mehr existiert. Wie konnten wir alle die erkennbaren Anzeichen ignorieren und so blind sein? Der Journalist Robert Misik kennt die Antwort: Es war für uns eine „attraktive Alternative“, den ‘Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommt‘.