
Eine Kindheit zwischen Ideologie und innerem Widerstand
Leonie Plaar, die in einer Familie aufwuchs, in der bereits ihre Großeltern und ihr Vater – den sie nur noch als ihren Erzeuger bezeichnet – seit Gründung der AfD Mitglieder wurden, fühlte sich in Diskussionen mit ihren Eltern oft in die Enge getrieben. Um besser gewappnet zu sein, nutzte sie den Corona‑Sommer, um sich intensiv mit Verschwörungstheorien auseinanderzusetzen.
Eine Auseinandersetzung führte zum Entzug der finanziellen Unterstützung während ihres Studiums; sie erinnert sich an „Scheißweihnachten!“. Als sie ihren Erzeuger fragte, warum er die AfD wähle, erhielt sie die Antwort, die Partei vertrete seine finanziellen Interessen – ein Moment, der ihren Entschluss bestärkte, sich von ihrer Familie zu distanzieren.
weiterlesenAufgewachsen im Schatten der AfD – und der Mut, sich zu lösen





Die UNESCO hat im Jahr 1972, fast dreißig Jahre nach ihrer Gründung, die Welterbekonvention unterzeichnet, nach der Stätte von „außergewöhnlichem universellen Wert“, bis heute zählen 1154 dazu, geschützt werden sollen. Zum fünfzigjährigen Jubiläum sollten im Juni 2022 weitere Welterbestätten ernannt werden. Doch die Sitzung war ausgerechnet im russischen Kasan geplant, weshalb sie aus naheliegenden Gründen verschoben werden musste. Der Bildband Das Erbe der Welt setzt mit formellen Daten und Fakten zur Entstehungsgeschichte der UNESCO sowie deren Aufgaben an und nennt deren Fachgremien. Es werden vom Menschen verursachte und dem Klimawandel geschuldete Faktoren genannt, die zur Gefährdung oder bereits Zerstörung einiger Kultur- und Naturstätten geführt haben, deren Titel durchaus auch wieder aberkannt werden können. 

Das Sachbuch Hinschauen statt Wegschauen beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Gesellschaft ohne Wohnungslosigkeit möglich ist und ist Bestandteil einer seit 1987 existierenden Vortragsreihe der Wiener Vorlesungen, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen aufzeigt. Die wöchentlich stattfindenden Vorlesungen wurden anfangs ausschließlich im Wiener Rathaus abgehalten, seit dem Jahr 2018 aber auch an anderen Orten der Stadt. Das Buch gibt den Inhalt einer am 17. November 2021 abgehaltenen Rede der Autorin Elisabeth Hammer wieder.