Westfalen mit Augenzwinkern – Eine Reise durch Landschaft, Sprache und Lebensart

Westfalen für Fortgeschrittene von Angelika Koch

Kindheit, Klima und Kultur: Angelika Kochs Einstieg

Angelika Koch beginnt ihr Sachbuch Westfalen für Fortgeschrittene* mit einer begrifflichen Erklärung der Region Ostwestfalen-Lippe, kurz OWL, deren Landschaft – ähnlich wie das benachbarte Münsterland – bäuerlich geprägt ist und einige Spracheigenheiten aufweist. Sie schreibt von ihrer Kindheit in Rheda-Wiedenbrück, die von ausufernder Sparsamkeit und wenig zweckdienlichem Unterricht geprägt war. Ihre spätere berufliche Tätigkeit übte sie in einem Großraumbüro mit einer „erbarmungslos wehenden Klimaanlage“ aus.

Münster: Geschichte, Gegenwart und Besonderheiten

Zu Münster berichtet die Autorin von den Wiedertäufern, dem Westfälischen Frieden, den über die ganze Stadt verteilten Universitätsgebäuden, der längsten Hausbesetzung in der Geschichte der Bundesrepublik, dem Send, dem Allwetterzoo sowie den Rieselfeldern. Bemerkenswert ist, dass die Stadt keine Leerstände aufweist.

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Zwischen Webstühlen und Intrigen – Lauras Kampf um die alte Hedley‑Mühle

Cover von Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt von Sophie Oliver

Ankunft in Craster und ein kühner Plan

Der erste Teil Hedley Mill – Wohin der Weg dich führt* einer Weberei‑Trilogie setzt im Jahr 1954 an, als Laura Hedley nach einer Schneiderlehre und dem Besuch einer Modeschule mit dem Zug aus London ins Fischerdorf Craster reist. Dort möchte sie die seit den zwanziger Jahren stillgelegte Weberei ihres Großvaters wiederaufbauen, um Tweed zu produzieren. Ihre Tante Jane empfängt sie herzlich, bevor Laura sich die Webstühle ansieht, die – wie erwartet – in einem erbärmlichen Zustand sind.

Alte Meisterinnen, neue Verbündete

Auf den Rat ihrer Tante hin besucht Laura die ehemalige Weberin Penelope Fenwick, die zwar nicht mehr gut sehen kann, aber das richtige Einfädeln ertastet und sogar ein Notizbuch mit Mustern und deren Umsetzung aufbewahrt hat.

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Der rätselhafte Sturz – Was geschah wirklich mit Zac Brettler?

Cover von Der Sohn des Oligarchen von Patrick Radden Keefe

Ein Todesfall, der Fragen aufwirft

Als der Investigativjournalist Patrick Radden Keefe während einer privaten Reise im Jahr 2023 vom Tod eines Neunzehnjährigen hörte und mit dessen nach Antworten suchenden Eltern Mathew und Rachelle Brettler sprach, informierte er nach ersten Recherchen die Presse, der die Eltern zuvor kein Wort gesagt hatten. Schließlich entstand daraus das Buch Der Sohn des Oligarchen*.

Ein hochbegabter Junge und ein gefährliches Umfeld

Zachary, genannt Zac, verfügte laut seinen Eltern bereits als Zehnjähriger über ein „enzyklopädisches Wissen“. Nachdem ihn die Schule seines älteren Bruders Joe zweimal abgewiesen hatte, wurde er auf einer anderen Privatschule aufgenommen.

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Ein Erbe, drei Geschwister – und ein Hotel voller Geheimnisse

Cover von Hotel Sardona von Martin Oesch und Ralph Weibel

Ein unerwartetes Erbe und drei ahnungslose Verwandte

Der unheilbar an einem Tumor erkrankte Benedikt Walser beschließt, das von seiner Mutter geerbte Hotel Sardona in St. Martin seinen Neffen Robert und Walter sowie seiner Nichte Franziska zu überlassen. Allen hat er einen Umschlag mit einer Einladung zum Nachtessen im Hotel zukommen lassen – wohl wissend, dass die drei nichts von seiner Existenz als Onkel wissen, da er als uneheliches Kind zur Welt kam und verheimlicht wurde.

Neugierig reisen Robert, Walter und Franziska nach St. Martin, nachdem sie sich seit dem Tod ihrer Eltern vor zehn Jahren nicht mehr gesehen haben. Während Franziska von dem Hotel begeistert ist, in dem einst Berühmtheiten ein- und ausgingen, kann sich der arrogante Robert einige herablassende Bemerkungen über das in die Jahre gekommene Gebäude, das zuletzt als Flüchtlingsheim genutzt wurde, nicht verkneifen.

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Zwischen Nähe, Lügen und verlorenen Fäden

Ein Beziehungsgeflecht voller Brüche und unerwarteter Wendungen

Cover von Danke, wir können nicht klagen von Ruth Wittig

Ein riskanter Nachbarschaftsabend

Der geschiedene Enzo Brüning‑Cattaneo ist Psychiater und lebt mit Lene, einer Psychologin, die aktuell an ihrem zweiten Roman arbeitet, in einer Mietwohnung. Beide haben sich darauf geeinigt, kein Eigentum zu erwerben, da ihrer Meinung nach „Besitz belastet“.

Eines Sonntagabends werden sie von ihren neuen Nachbarn gebeten, wegen eines vergessenen Wohnungsschlüssels über ihr Fenster Zugang zur darüber liegenden Wohnung zu verschaffen. Als Reto, der Nachbar, bereits gefährlich nah am Abgrund steht, muss die Aktion abgebrochen werden. Vom Onkel der Nachbarin Nicole wollen sie Kletterequipment besorgen, während Lene inzwischen den Tatort im Abendprogramm ansieht. Zu ihrer Verwunderung gehen die Nachbarn nach ihrer Rückkehr ohne Übergang zum Du über.

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Ein Traum im Adlon – und ein Geheimnis, das alles verändert

Cover von Das Zimmermädchen vom Adlon von Anett Diell

Ein Neubeginn im berühmtesten Hotel Berlins

Für Irabella Keller geht nach Beendigung des Ersten Weltkrieges ein lang gehegter Traum in Erfüllung, nachdem sie eine Zusage vom Hotel Adlon in Berlin auf ihre Bewerbung als Zimmermädchen erhalten hat. Ihre direkte Vorgesetzte Fräulein Meier macht sie mit den Regeln des Hauses vertraut und lässt alle Zimmermädchen täglich zum Appell erscheinen, wobei sie mit Argusaugen über alles wacht. Täglich verrichtet Ira ihre Aufgaben mit Freude, arbeitet sie doch am schönsten Ort der Welt, und mit Nellie, Irene und Lottchen gewinnt sie neue Freundinnen.

Zwischen Diskretion, Aufstiegschancen und neuen Begegnungen

Schnell macht sich Ira bei allen beliebt, und auch Concierge Julius schätzt ihre Unterstützung. Doch als Hedda Burger, die Verlobte von Louis Adlon, der das Hotel nach dem Tod seines Vaters Lorenz Adlon übernahm, ihr das Angebot einer Assistenz des Concierge macht, lehnt Ira ab.

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Zwischen Villa und Armut: Alices Flucht in die andere Welt

Cover von Hinter Glas von Julya Rabinowich

Ein behütetes, aber kaltes Zuhause

Die achtzehnjährige Alice lebt mit ihrem Vater und dessen Ehefrau – einer ehemaligen Schauspielerin – in einer Villa mit Swimmingpool und einem großen Garten, den sie sich mit ihrem Großvater teilt. Dieser bewohnt die größere Villa nebenan gemeinsam mit einer Hausangestellten.

Eines Tages kommt mit Niko ein neuer Junge in ihre Klasse, in der man Alice – allen voran die boshafte Rosa – seit dem letzten Jahr das Leben zur Hölle macht. Nachdem sie von den anderen auf einer Wiese eingekreist wird, kommt ihr Niko überraschend zu Hilfe. Auf der Klassenfahrt erleidet Alice eine schmerzhafte Ohrentzündung und muss vorzeitig nach Hause. Umso erfreuter ist sie, als Niko plötzlich vor ihrem Haus steht, weil er sie vermisst habe und deshalb ebenfalls zurückgefahren sei.

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Was Geld nicht kaufen kann – und warum wir es trotzdem jagen

Cover von Über die Kunst, Geld bewusst einzusetzen von Morgan Housel

Wünsche, Bedürfnisse und die Falle des „Mehr“

Gleich zu Beginn seines Sachbuchs Über die Kunst, Geld bewusst einzusetzen* zeigt Morgan Housel klar die Diskrepanz zwischen dem, was wir uns wünschen, und dem, was wir tatsächlich brauchen. Er kommt zu dem Schluss, dass mehr Geld nicht automatisch mehr Glück bedeutet.
Menschen neigen dazu, ihre Ansprüche zu erhöhen, je mehr sie besitzen – ein Zustand echter Zufriedenheit bleibt so unerreichbar. Wo psychologische und soziologische Faktoren dominieren, helfen Zahlen und nüchterne Berechnungen wenig.

Die Kunst des guten Lebens

Dass „der richtige Umgang mit Geld eine Kunst“ ist, erschließt sich oft erst bei genauerem Hinsehen. Seit Jahrtausenden diskutieren Philosophen darüber, was ein gutes Leben ausmacht.

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Zwischen Kaugummi‑Drama und Kreisverkehr‑Chaos: Was ein Fahrlehrer wirklich erlebt

Cover von Besoffen mit Fahrrad ist okay, oder? von Christoph Flittner

Ein Prolog voller guter Vorsätze – und unglaublicher Geschichten

Wie Christoph Flittner bereits im Prolog seines Sachbuchs »Besoffen mit Fahrrad ist okay, oder?«* ausführt, hatte er von Beginn an die Idee, seine Fahrschule konsequent kundenorientiert aufzubauen. Seine Überlegungen dazu erläutert er ausführlich. In fast zwanzig Jahren Berufserfahrung hat er zahlreiche skurrile Situationen erlebt – und betont, dass lediglich die Namen verändert wurden. Auch wenn manche Begebenheiten kaum zu glauben sind, versichert er, all dies tatsächlich erlebt zu haben.

Wenn ein Kaugummi zur Gefahr wird – und andere Absurditäten

So wurde er Zeuge, wie ein Kaugummi zur Lebensgefahr wurde, oder wie ein Autofahrer linksherum in den Kreisverkehr einfuhr, um schneller zur ersten Ausfahrt zu gelangen und nicht erst eine dreiviertel Runde drehen musste.

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Zwischen Ohrwurm und Wissenschaft: Prof. Dr. Thomas Jendrosch über Psychologie, Konsum und Popmusik

Foto von Prof. Dr. Thomas Jendrosch
Bildquelle: Thomas Jendrosch

Von Wirtschaft zur Medizin – ein Forscher mit ungewöhnlichem Weg

Der Medien-, Konsum- und Verhaltensforscher Prof. Dr. Thomas Jendrosch wurde 1963 in Gelsenkirchen geboren. Nach seiner Schulzeit tauchte er zunächst in die Welt der Wirtschaftswissenschaften ein, studierte an den Universitäten Wuppertal und Köln und wandte sich später zusätzlich der Medizin zu, die er an der Universität Düsseldorf im Zweitstudium begann.

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