Burgen, Mythen und harte Realitäten – Ein Blick in Tirols mittelalterliche Welt

Cover von Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser von Anton Prock

Vom Mittelalter zur Begriffsklärung

Anton Prock setzt in seinem Buch Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser im Mittelalter an und erläutert zunächst die Unterschiede zwischen Burg, Schloss, Festung, Ansitz und Palais. Bedeutungsvoll weist er darauf hin, dass heute – nicht zuletzt durch Ritterromane – ein „teilweise romantisch verklärtes Bild des Rittertums“ vorherrscht.

Anschaulich beschreibt er den Bau einer Burg, bei dem die Planer bereits die Möglichkeit der Selbstversorgung im Falle einer Belagerung berücksichtigten. Er geht dabei auf die Vielzahl der beteiligten Handwerker, ihre Werkzeuge und die verwendeten Materialien ein. Eine schematische Darstellung veranschaulicht die wichtigsten Bauteile einer Burg.

Leben auf der Burg: hart, eng und unhygienisch

Unmissverständlich wird deutlich, dass der Alltag der Burgbewohner „hart und entbehrungsreich“ war. Die hygienischen Verhältnisse waren äußerst schlecht – menschliche wie tierische Exkremente gelangten schlicht über den Burggraben nach außen.

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Zwischen Vergangenheit und Verlust: Almas Suche nach sich selbst

Cover von Alma von Federica Manzon

Eine Rückkehr nach Triest

Nachdem die dreiundfünfzigjährige Alma vor wenigen Wochen einen Brief ihres einstigen Geliebten Vili erhalten hat, in dem sie aufgefordert wird, den Nachlass ihres verstorbenen Großvaters entgegenzunehmen, reist sie in ihre Geburtsstadt Triest. Dort mietet sie sich ein Hotelzimmer und begibt sich auf die Suche nach Vili, den sie seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat.

Erinnerungen, die in die Habsburgerzeit zurückführen

Soweit zum aktuellen Geschehen in dem aus dem Italienischen von Verena von Koskull übersetzten Roman Alma von Federica Manzon. Übergangslos wechselt die Autorin zu Ereignissen der Vergangenheit – ein Stilmittel, das vom Leser Konzentration verlangt, zumal der Roman konsequent im Präsens erzählt wird. Ein Großteil der Handlung spielt in der Habsburgerzeit, als sich im Café Stella Polare in Triest das mitteleuropäische Bürgertum traf. Auch Alma kehrt nach Jahrzehnten dorthin zurück, weil sie dort viele glückliche Stunden ihres Lebens verbracht hat.

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Schweben im Moor der Erinnerungen – Kur, Internat und Geschichte im Wechselspiel

Cover von Schweben im Moor der Erinnerungen von Franz-Josef Schulte

Ein Kuraufenthalt mit unerwarteten Begegnungen

Für Franz-Josef Schulte machten seine Rückenprobleme eine Kur erforderlich. Bevor es für drei Wochen nach Bad Doberan in eine für ihre Moorbäder berühmte Kurklinik gehen sollte, musste er zunächst zum PCR-Test in eine Corona-Teststation in Berlin. Sein Zimmer erinnerte ihn sofort an seinen Aufenthalt als Schüler in einem streng katholischen Internat in Kleve. Wenn er keine Moorbäder nahm, wanderte er durch die mecklenburgischen Wälder. Eines Tages gesellte sich zu seinem Tischnachbarn Norbert, einem afghanischen Veteran im Rollstuhl, noch der Geigenvirtuose Lothar. Die Überlegung, Ella den Abbruch der Kur zu eröffnen, geriet dadurch in den Hintergrund.

Die Idee eines gemeinsamen Buches

Wie Schulte im Epilog seines autobiografischen Romans Schweben im Moor der Erinnerungen erklärt, entwickelte er mit Lothar die Idee, ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben.

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Karwendel in Bildern: Geschichte, Gipfel und Grenzerfahrungen

Cover von Karwendel von Heinz Zak

Ein Blick zurück: Arbeit, Mühen und frühe Bergpioniere

Der Bildband Karwendel beginnt mit einem geschichtlichen Rückblick und zeigt unter anderem Holzfällertrupps bei ihrer gefährlichen Arbeit, die Holztrift, die beschwerliche Plackerei beim Abtransport schwerer Ölfässer beim Steinölbrennen mangels Seilbahn sowie Tätigkeiten im Erzbergbau. Der aus Scharnitz stammende Autor ergänzt diese Szenen mit Erklärungen und präsentiert zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotografien vergangener Tage. Er berichtet von den rund siebzig bewirtschafteten Almen des zu den Ostalpen gehörenden Karwendels, das seine heutige Form seit der Hocheiszeit besitzt, und listet die mutigen Männer auf, die die Gipfel erstmals bestiegen haben.

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Kuba verstehen, bevor man es bereist

Ein Reiseführer, der mehr erzählt als nur Routen

Cover von Baedeker SMART Reiseführer Kuba von Martina Miethig

Ein Blick auf Geschichte, Gegenwart und Widersprüche

Der Baedeker SMART Reiseführer Kuba gliedert sich in fünf Regionen, die jeweils in Top 10 für einzigartige Sehenswürdigkeiten, unverzichtbare Highlights und weitere interessante Ziele unterteilt sind. Bevor es damit losgeht, vermittelt Martina Miethig grundlegende Informationen – unter anderem über die beiden Anführer der Revolution, Fidel Castro und Ernesto „Che“ Guevara, sowie deren Lebenswege.

Trotz des bis heute anhaltenden Wirtschaftsembargos zeigt sie die erzielten Erfolge auf, denn im Vergleich zu den Nachbarländern herrschten auf Kuba einst „vergleichsweise fast schon paradiesische Zustände“. Seit der Corona-Pandemie gehören diese jedoch der Vergangenheit an.

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Norwegen entdecken: Zwischen Fjorden, Trollen und verborgenen Geschichten

Cover von Norwegen, das Fjordland von Marie Helen Banck

Eine Reise entlang der legendären Hurtigruten

Die norwegische Postschifflinie Hurtigruten gibt es seit dem Jahr 1893. Mit ihr werden nicht nur Post und Fracht, sondern auch Einheimische und Urlauber transportiert. Norwegen, die Heimat von Edvard Grieg und der Trolle, erfreut sich dabei wachsender Beliebtheit.

Von Süd nach Nord stellt das Reise-Taschenbuch Norwegen, das Fjordland unter anderem mit Stavanger die reichste Stadt des Landes vor, in der die Bewohner einst ein hartes Leben fristeten. Der Leser macht Bekanntschaft mit dem zweitlängsten Fjord, dem Hardangerfjord, der als einer der schönsten gilt, sowie mit der Trolltunga, deren Spitze man nach vierstündigem Aufstieg – teils robbend – erreicht und die ein weltweit beliebtes Selfie-Motiv ist.

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Amelia Earhart: Eine Frau, die den Himmel neu dachte

Cover von Die Himmelsrichtungen von Jo Lendle

Vom Rückzug ins Abenteuer

Jo Lendle zeichnet in seinem Roman Die Himmelsrichtungen das Leben der am 2. Juli 1937 im Pazifik verschollenen Flugpionierin Amelia Earhart nach. Schon in der Schule zieht sie sich zurück und ist lieber allein. Als sie Verwundete des Ersten Weltkriegs sieht, bricht sie das College ab und arbeitet freiwillig in einem Militärkrankenhaus.
Nach einem abgebrochenen Medizinstudium nimmt sie bei der Pilotin Neta Snook Flugstunden. Um die Kosten zu finanzieren, übernimmt Amelia verschiedene Jobs. In kurzer Zeit erwirbt sie die Pilotenlizenz und verlobt sich mit Samuel Chapman, genannt Sam.
1928 ist sie zwar nur Passagierin an Bord eines von Wilmer Stultz gesteuerten Flugzeugs, doch sie ist die erste Frau, die bei einem Nonstop-Flug über den Atlantik – mit Ziel Irland – an Bord ist.

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Im Takt der Freiheit – Eine junge Frau zwischen Pflicht, Rebellion und technischem Aufbruch

Cover von Im Takt der Freiheit von Hanna Caspian

Ein Leben im goldenen Käfig

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Felicitas mit ihrer jüngeren Schwester Tessa, der Gouvernante Fräulein Korbinian und ihrem Vater Egidius Louisburg in einem großzügigen Palais. Egidius hat mit Eisenbahnen, Schienennetzen, Lokomotiven und Waggons ein Vermögen gemacht.

Heimlich lässt sich Felicitas von ihrer Zofe Minna die Zeitungen bringen und schleicht sich nachts in das Arbeitszimmer ihres Vaters. Dort entdeckt sie Unterlagen, die ihr ein beträchtliches Vermögen zusprechen – obwohl sie nie eigenes Geld hatte. Gleichzeitig erfährt sie von den enormen Schulden, die ihr Vater zu tilgen hat.

Ein Ball als Schachzug – und eine Tochter als Verhandlungsmasse

Wie Felicitas befürchtet, plant ihr Vater einen pompösen Ball, der noch Jahre Gesprächsthema sein soll. Dort will er sie verloben. Sofort beginnen die Vorbereitungen: ein maßgeschneidertes Kleid, eine durchgearbeitete Gästeliste und Tanzfolgen, die sie mit Elsa aus dem niederen Adel durchgeht.

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Wer bin ich – und wer darf ich sein? Ein Sachbuch, das Horizonte öffnet

Cover von Mach dir die Welt von Raffaela Schöbitz

Ein Einstieg über Abkürzungen, der viel erklärt

Beim Sachbuch Mach dir die Welt wäre es eigentlich sinnvoll, mit dem Glossar am Ende zu beginnen. Dort wird das im Text häufig verwendete Akronym LGBTQIA+ erläutert: L für lesbisch, G für gay bzw. schwul, B für bisexuell, T für transgender oder transident, Q für queer, I für intergeschlechtlich und A für asexuell. Weil diese Buchstabenkombination nicht alle Identitäten des queeren Spektrums abbilden kann, ergänzt ein Pluszeichen die Abkürzung. Das Gendersternchen wiederum zeigt an, dass verschiedene Endungen möglich sind.

Dreißig queere Lebenswege – erzählt wie aus erster Hand

Raffaela Schöbitz stellt dreißig queere Persönlichkeiten vor, jeweils in einer Form, als würden sie selbst aus ihrem Leben berichten. Dass dies nicht wörtlich möglich ist, zeigt spätestens das Beispiel der vor über dreitausend Jahren lebenden Hatschepsut.

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Rom entdecken – Ein Reiseführer für Jugendliche, Familien und neugierige Entdecker

Cover von Rom erleben von Thomas Glaw und Dorothea Lubahn

Ein Einstieg, der direkt in die Stadt führt

Der Reiseführer Rom erleben ist speziell auf die Bedürfnisse von Jugendlichen, Jugendgruppen und Familien ausgerichtet. Bereits auf der Innenseite des Covers findet sich eine Übersicht über den öffentlichen Nahverkehr mit Bus, Tram und Metro. Deshalb startet und endet die erste Wegbeschreibung an einer Metro- bzw. Tramhaltestelle. Zu besichtigen sind an dieser Stelle der Palatin, das Forum Romanum, das Kolosseum sowie die Kaiserforen.

Historisches Rom – Wege durch die Vergangenheit

Bei einem Spaziergang durch das historische Rom werden alle auf dem Weg liegenden Gebäude, Plätze und Statuen ausführlich erläutert.

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