
Erwachen ohne Vergangenheit
Die mit dem Meinungsforscher Adam Decker verheiratete Viola wacht im Krankenhaus ohne Erinnerung an das Geschehene auf. Von einer Ärztin erfährt sie, dass sie einen Unfall hatte, bei dem sie sich neben einer Gehirnerschütterung drei Rippen brach und ihr linkes Bein verlor. Adam, mit dem sie seit fünf Jahren verheiratet ist und mit dem sie erst vor drei Monaten in ein abgelegenes, altes Haus gezogen ist, erklärt ihr bei seinem Besuch, dass er bereits eine Pflegekraft organisiert habe: Die aus Rumänien stammende Otilia werde bei ihnen einziehen. Da Viola vorerst keine Treppen steigen könne, müssten sie zudem auf getrennten Etagen schlafen.
Zweifel im eigenen Zuhause
Wieder zu Hause angekommen, stellt Viola irritiert fest, dass ihre App den Live-Standort ihres Ehemannes nicht mehr anzeigt. Zufällig stößt sie auf eine Werbung für Tracker, von denen sie ohne zu zögern zehn bestellt.


John Brenner wüsste nur zu gern, was in den Stunden einer Nacht geschah, denn als er auf dem Boden seines Wohnzimmers aufwacht, liegt neben ihm die Leiche einer unbekannten, ihm dennoch vertraut wirkenden Frau, die Waffe seines Vaters sowie eine Flasche Wodka, obwohl John trockener Alkoholiker ist. Jegliche Reanimationsversuche scheitern und das Schlimmste ist, dass er keinerlei Erinnerung hat. John beschließt, als erstes die Wodkaflasche zu entsorgen. In den Wäldern von New Hampshire schleudert er sie in einen See und entdeckt zu seiner Überraschung einen Van. Mutig pirscht er sich heran und erblickt im Innern einen Computer, dessen Bildschirm sein Wohnzimmer zeigt! John rennt zurück zu seinem Haus, doch die Leiche ist verschwunden und die Waffe liegt wieder an ihrem alten Platz.
Sandra ist gerade einmal achtzehn, im ersten Jahr in der Ausbildung zur Physiotherapeutin und immer knapp bei Kasse, als sie den fünfundzwanzigjährigen Ronnie Renner kennenlernt. Ronnie betreibt einen Zweite-Hand-Laden, in dem er ausgemusterte, von ihm reparierte und wieder auf Vordermann gebrachte elektrische Geräte, hauptsächlich Unterhaltungselektronik und Computer, verkauft. Sein Laden gilt als Geheimtipp in der Stadt und Sandra, die auf der Suche nach einem preiswerten Plattenspieler ist, den sie ihrem Vater zum Geburtstag schenken möchte, besucht auf Empfehlung ihrer Schwägerin seinen Laden. Allerdings hat Ronnie im Moment keinen Plattenspieler in seinem Angebot, und Sandra kommt in den darauffolgenden Tagen nicht dazu, noch einmal nachzufragen.
Vor zwei Tagen hat Louisa Peters eine erste anonyme Mail mit einer Geschichte erhalten, die gruseliger nicht sein könnte, da sie ihren eigenen Tod vorhersagt. Angeblich bleiben ihr nur noch 21 Tage und, so offenbart der Inhalt, die auserwählten Opfer werden mit einer Spiegelscherbe „markiert“. Erst als Louisa auf der Heimfahrt eine solche auf dem Rücksitz ihres Fiat vorfindet, ist sie alarmiert. Dennoch hält sie diesen Umstand zunächst für einen schlechten Scherz. Nachdem sich allerdings weitere Dinge ereignen, die sie nicht mehr nur einem Zufall zuschreiben kann, bekommt sie es mit der Angst zu tun und vertraut ihrer Freundin Josy ein Geheimnis an: Während der Schulzeit hat sie mit Patrick, Nick und Dana der Mitschülerin Astrid einen dummen Streich gespielt, indem sie ein Psychospiel veranstalteten, wie es momentan offensichtlich jemand mit ihr treibt. Allerdings, und dieser Umstand lähmt Louisa vor Angst, hat der jugendliche Leichtsinn seinerzeit ein entsetzliches Ende gefunden.
Lester Sharp arbeitet im Fundbüro der Londoner Verkehrsbetriebe und katalogisiert die Fundstücke, die in Bahnen, Bussen, Haltestellen oder Stationen gefunden wurden. Für die Registrierung muss er eine kurze Beschreibung vornehmen und die Daten in ein Computerprogramm eingeben. Über tausend Gegenstände kommen an einem durchschnittlichen Tag zusammen, die nach einer Frist von drei Monaten versteigert werden. Bei Handys, Taschen und Geldbörsen ist die Abholrate verhältnismäßig hoch, sehr persönliche Einzelstücke bleiben in der Obhut des Fundbüros. Im Laufe der Jahre hat jeder Angestellte eine gewisse Zuneigung zu bestimmten Einzelstücken entwickelt. Lester stuft sein persönliches Interesse an einem Fundstück auf einer Skala von null bis zehn ein. Er hat eine Schwäche für medizinische Instrumente und Hilfsmittel.
Johan und Cecilia Wilborg leben in dem kleinen Ort Sandefjord in Norwegen. Wie allen Bewohnern geht es auch ihnen finanziell sehr gut: Das großzügige Haus verfügt über eine Dreifachgarage, ein Schwimmbad und bietet einen Panoramablick auf das Meer. Als Cecilia mit ihrer Tochter Nicoline im Schwimmbad auf deren Schwester Hermine wartet, fällt ihr bereits ein dunkelbrauner Junge auf. Nach Beendigung des Schwimmkurses will sich Cecilia gerade mit den Kindern auf den Heimweg machen, als sie von der Kassiererin zurückgerufen wird. „Der Junge“ würde erst ein paar Wochen mit zum Schwimmkurs kommen und offensichtlich hole ihn heute niemand ab. Daher ihre Bitte, dass Cecilia so freundlich sein und den achtjährigen Tobias nach Hause bringen soll. Seine Adresse sei bekannt.
Molden, der sich vor acht Jahren als Privatdetektiv niedergelassen hat, wird von Ruth Bromkamp beauftragt. Es geht um die vor einer Woche mit durchgeschnittener Kehle aufgefundene Leiche einer Studentin. Wie Molden bereits bekannt ist, hält die Polizei einen psychisch kranken Mann für den Tatverdächtigen. Doch, so erfährt er von Frau Bromkamp, hätte ein anonymer Anrufer ihren Sohn Jürgen des Mordes beschuldigt. Auch wenn die Polizei längst von seiner Unschuld überzeugt ist, bittet sie Molden, diesen Anrufer für sie ausfindig zu machen. Der Detektiv zeigt aber auch noch an einer ganz anderen Sache Interesse. Durch einen Zwischenfall in einer Tiefgarage lernt er die attraktive Greta Sommer kennen. Dumm ist nur, dass sie verheiratet ist.