
Vierundzwanzig Geschichten für die Weihnachtszeit
Die Anthologie Have Yourself a Merry Kissmas* beginnt mit einer spannungsgeladenen Geschichte, in der Zoé im Wald versucht, einem Verfolger zu entkommen. Eine um ihre Mutter trauernde Cleo möchte Pierce bei den Winterspielen zum Sieg verhelfen, und Smilla sitzt mit vier Gefährten an einem Lagerfeuer. Die Krankenpflegestudentin Kristina arbeitet als Dino-Donutverkäuferin am Flughafen und bedient einen Gast, der den sonderbaren Wunsch äußert, den Radiosender zu wechseln, dessen Grund sie zunächst nicht versteht und der sie nach dessen Enträtselung nur noch „äh, ähm“ stottern lässt.
Emma folgt Linas Einladung in eine Berghütte über Weihnachten, wo sich nicht nur deren Eltern in Aspen befinden, sondern zu allem Überfluss auch ihr Ex Cameron und dessen bester Freund Asher.
weiterlesenWenn der Weihnachtszauber auf Liebe, Magie und Überraschungen trifft

Das Buch Und wie wir hassen! ist eine Anthologie mit Hetzreden, die an Absurdität und Eigentümlichkeit kaum zu überbieten sind, für das die Herausgeberin Lydia Haider fünfzehn Autorinnen gewinnen konnte. In zwei Geschichten werden ohne erkennbaren Zusammenhang Dinge benannt, gegen die eine Person abgrundtiefen Hass empfindet. Jemand stellt in einem Brief an eine Jury mit Bedauern fest, dass die Erwartungen des Literaturgerichts nicht erfüllt werden können, während jemand anderes einen Brief von einer Person erhält, die sich für ein Genie hält. Eine Mutter verachtet ihren mittlerweile zwanzigjährigen Sohn zutiefst, einem Tagebuch wird all das anvertraut, was dem Schreiber missfällt, und in Gedichtform macht ein Mensch in vier Teilstücken, die sich über das Buch erstrecken, auf die Ungerechtigkeiten in dieser Welt aufmerksam.
Das Buch „Padermorde“, das von Maren Graf herausgegeben wurde, ist eine Anthologie weihnachtlicher Kurzkrimis um die Pader, dem in Paderborn entspringenden Fluss. Der Leser wird Zeuge eines weihnachtlichen Gansessens, wobei die Vorstellungen einer Frau und ihrer Schwiegertochter über den Verlauf in eine völlig andere Richtung gehen. Drei Ordensschwestern stellen sich bei einem Gläschen Likör den Ablauf eines Mordes vor, eine Gruppe von Freunden macht sich Gedanken über eine Reise nach Manhattan, als plötzlich der Notarzt gerufen werden muss, und im Jahr 1781 geht ein Bäckergeselle über Leichen.
In der Anthologie „Mutterherz“, für die Karoline Adler ganz unterschiedliche Geschichten zusammengestellt hat, geht es in erster Linie um den Stellenwert von Müttern, ihren Alltag, ihre Sorgen oder einfach um Erinnerungen ihrer längst erwachsen gewordenen Kinder an ihre Mutter. So erinnert sich ein Sohn in liebevollen Gedanken an seine verstorbene Mutter, während ein anderer zwar permanent den Muttertag vergessen hat, sich aber seiner Mutter trotzdem zu Dank verpflichtet fühlt. Eine Geschichte hat die Geschenke zum Muttertag zum Thema, wobei es vor der Übergabe durchaus zu einem Malheur kommen kann.
Die Anthologie „Wie is? – Muss.“, herausgegeben von Hermann Beckfeld und Werner Boschmann, beinhaltet neben Kurzgeschichten auch einige Gedichte und zwei Autobiografien. Desweiteren beantworten Autoren in insgesamt drei Gesprächen ihnen gestellte Fragen, bei denen es zum einen um den Verein Vfl-Bochum und zum anderen um einen Ruhrgebietsladen in Mülheim geht. Außerdem erklärt eine der Befragten, dass sie sich tatsächlich für einen Umzug vom vornehmen Hamburger Stadtteil Blankenese ins Ruhrgebiet entschieden hat.
In der Anthologie „Sonne, Mord & Meer“, herausgegeben von Regina Schleheck, dreht sich jede der neunzehn Kurzgeschichten um genau eines dieser drei Themengebiete. So hängt es in heimischen Gefilden während eines Wildniswochenendes von der Entscheidung einer Gruppe ab, ob Otto sterben soll. Im Gegensatz zu Rocko, der nach einem AC/DC Konzert auf der Flucht ist und nicht weiß, wohin er fliegen soll, befindet sich eine Frau auf dem Rückflug von Irland nach Frankfurt, wo ihr allerdings einiges sonderbar vorkommt. Da ergeht es ihr aber immer noch besser als einer Besatzung, die im Indischen Ozean auf einer Insel notlanden muss. Auch der Urlaub von drei Frauen steht von Anfang an unter einem schlechten Stern, denn anstatt Flugtickets nach Malaga in Händen zu halten, soll es plötzlich nach Faro an die Algarve gehen.
Nur eine von elf Geschichten in der Anthologie „Weihnachtsherzen“ hat ein Mann geschrieben. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich vieles um Beziehungskrisen dreht. So denkt auch Zoe an eine Liebe in der Sommerstadt, irrt am Heiligen Abend umher und kann sich einfach nicht entschließen, zu ihrer Familie zu gehen. Mary muss sich zwischen ihrem Zuhause in Ingleby und einem Mann entscheiden, dem ihre Liebe gehört. Zum Heiligen Abend des Jahres 2007 begibt sich der Buchhändler Jean Perdu sowohl auf eine literarische, wie auch auf eine phantastische Tagtraumreise, und in einer weiteren Geschichte verknüpfen sich die Erlebnisse der unglücklichen Jana während einer Überfahrt mit einem Segelschiff im Jahre 1878 nach New York mit einer Urlauberin auf den vor Cornwall gelagerten Scilly-Inseln im Handy-Zeitalter.
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