Zwischen Staunen und Zweifel – Eine Lebensreise voller Brüche und Botschaften

Cover von Nichts weiter - staunen, träumen, sterben von Lea L.

Kindheit, Krankheit und die erste „außerkörperliche Erfahrung“

Lea L. schildert in ihrem Buch Nichts weiter – staunen, träumen, sterben eindrücklich ihre frühen Erinnerungen an die Großeltern und eine Operation am kranken Auge. Während der Narkose erlebt sie sich selbst wie von außen – eine Erfahrung, deren Bedeutung sie erst später einordnen konnte. Als „Anschauungsobjekt“ für interessierte Studenten eingesetzt, wandte sie sich zunehmend Astrologie und Horoskopen zu und kam zu dem Schluss, dass deren Anhänger „keine abgehobenen Spinner“ seien.

Verlust, Krankheit und der Weg zur Meditation

Ausführlich beschreibt die Autorin den Tod ihrer Großmutter und die Beerdigung. Eine geplante Flugreise mit ihrem Freund musste sie abbrechen, da sie wegen eines erhöhten Augeninnendrucks – verursacht durch ein Glaukom – stationär behandelt wurde.

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»Sozialschmarotzerin« – Wie Nadine Wagenaar ein Tabu sichtbar macht

Cover von Sozialschmarotzerin von Nadine Wagenaar mit Lisa Ludwig

Vom Studium in Berlin zur abrupten Zäsur

Nadine Wagenaar zog 2010 für ihr Studium der Unternehmenskommunikation nach Berlin und arbeitete anschließend im SEO-Bereich. Über Monate war sie während ihres 40‑Stunden-Jobs „aufs reine Existieren und Funktionieren heruntergedampft“. Ohne jede Vorahnung erhält sie im August 2024 eine betriebsbedingte Kündigung als Redakteurin einer Plattform für Erwachsenenbildung.

Sie war vierzehn Jahre alt, als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder einen aus Sicht vieler Kritiker „unsozialen Kurs“ einschlug, Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammenführte und damit die Einführung des Arbeitslosengeldes II – besser bekannt als Hartz IV – vorantrieb. Unter dem Einfluss der damaligen Medienberichterstattung aufgewachsen, glaubte sie lange an das Bild der „frechen und faulen Versager“, die sich angeblich auf Kosten arbeitender Menschen ein bequemes Leben machten.

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Burgen, Mythen und harte Realitäten – Ein Blick in Tirols mittelalterliche Welt

Cover von Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser von Anton Prock

Vom Mittelalter zur Begriffsklärung

Anton Prock setzt in seinem Buch Die schönsten Tiroler Burgen und Schlösser im Mittelalter an und erläutert zunächst die Unterschiede zwischen Burg, Schloss, Festung, Ansitz und Palais. Bedeutungsvoll weist er darauf hin, dass heute – nicht zuletzt durch Ritterromane – ein „teilweise romantisch verklärtes Bild des Rittertums“ vorherrscht.

Anschaulich beschreibt er den Bau einer Burg, bei dem die Planer bereits die Möglichkeit der Selbstversorgung im Falle einer Belagerung berücksichtigten. Er geht dabei auf die Vielzahl der beteiligten Handwerker, ihre Werkzeuge und die verwendeten Materialien ein. Eine schematische Darstellung veranschaulicht die wichtigsten Bauteile einer Burg.

Leben auf der Burg: hart, eng und unhygienisch

Unmissverständlich wird deutlich, dass der Alltag der Burgbewohner „hart und entbehrungsreich“ war. Die hygienischen Verhältnisse waren äußerst schlecht – menschliche wie tierische Exkremente gelangten schlicht über den Burggraben nach außen.

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Skandale im Schatten des Königshauses – Die brisanten Enthüllungen um Marius Borg Høiby

Cover von Außer Kontrolle - Die Akte Marius Borg Høiby von Kjersti Kvam

Die Grundlage eines explosiven Sachbuchs

Für ihre Recherchen zu ihrem Sachbuch Außer Kontrolle war Kjersti Kvam auf die Unterstützung von Ulf André Andersen, Niklas Kokkinn-Thoresen und Lars Gautneb angewiesen – jenes Journalistentrio des Boulevardmagazins SE og HØR, das zwischen August 2024 und August 2025 maßgeblich an den Enthüllungen rund um Marius Borg Høiby beteiligt war. Aus ihren Berichten und weiteren Recherchen formte Kvam ihr Buch.

Ein Tonband, ein Schockmoment und die ersten Fragen

Eines Nachts erhielt Ulf einen Anruf, in dem ihm eine Tonaufnahme vorgespielt wurde: eine Morddrohung, die Marius gegenüber seiner Freundin geäußert haben soll.

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Was KI wirklich kann – und wie man sie nutzt

Cover von Das kann KI von Andreas Erle

Ein zugänglicher Einstieg in die Welt der Künstlichen Intelligenz

Das Buch Das kann KI von Andreas Erle bietet einen praxisnahen Einstieg in die Nutzung moderner KI-Werkzeuge wie ChatGPT, Midjourney oder Copilot. Es richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger und erklärt verständlich, wie man KI sicher, kreativ und effizient im Alltag und im Beruf einsetzt.

Der Autor beginnt mit einer grundlegenden Einordnung: Was ist Künstliche Intelligenz? Wie funktionieren moderne Sprachmodelle und Bildgeneratoren? Und warum erleben wir gerade jetzt einen so starken Entwicklungsschub? Dabei legt er Wert auf eine klare, verständliche Darstellung ohne technische Überfrachtung. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und ein realistisches Verständnis der Möglichkeiten – ebenso wie der Grenzen – von KI zu vermitteln.

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Was Geld nicht kaufen kann – und warum wir es trotzdem jagen

Cover von Über die Kunst, Geld bewusst einzusetzen von Morgan Housel

Wünsche, Bedürfnisse und die Falle des „Mehr“

Gleich zu Beginn seines Sachbuchs Über die Kunst, Geld bewusst einzusetzen zeigt Morgan Housel klar die Diskrepanz zwischen dem, was wir uns wünschen, und dem, was wir tatsächlich brauchen. Er kommt zu dem Schluss, dass mehr Geld nicht automatisch mehr Glück bedeutet.
Menschen neigen dazu, ihre Ansprüche zu erhöhen, je mehr sie besitzen – ein Zustand echter Zufriedenheit bleibt so unerreichbar. Wo psychologische und soziologische Faktoren dominieren, helfen Zahlen und nüchterne Berechnungen wenig.

Die Kunst des guten Lebens

Dass „der richtige Umgang mit Geld eine Kunst“ ist, erschließt sich oft erst bei genauerem Hinsehen. Seit Jahrtausenden diskutieren Philosophen darüber, was ein gutes Leben ausmacht.

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Die verborgene Realität hinter der Fassade: Ein Sachbuch, das erschüttert

Cover von Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen von Barbara Schmid

Ein Einstieg, der keine Zweifel lässt

Bereits im Vorwort macht Simone Kleinert im Sachbuch Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen deutlich, dass Prostitution eine Normalisierung von Machtmissbrauch darstellt und die liberale Prostitutionsgesetzgebung sexuelle Übergriffe rechtlich wie gesellschaftlich begünstigt. Die ehemalige Spiegel-Journalistin Barbara Schmid folgt dem Anspruch Rudolf Augsteins, „Schreiben, was ist“, und setzt diesen Grundsatz konsequent um. Laut Koalitionsvertrag der aktuellen Merz-Regierung ist Deutschland zum größten europäischen Umschlagplatz für Menschenhandel geworden – mit Duisburg als zentraler Drehscheibe. Männer müssen, so wird ausgeführt, dank früherer politischer Entscheidungen nicht mehr nach Thailand reisen, sondern finden das „europäische Bordell“ direkt vor der eigenen Haustür.

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Zwischen Kaugummi‑Drama und Kreisverkehr‑Chaos: Was ein Fahrlehrer wirklich erlebt

Cover von Besoffen mit Fahrrad ist okay, oder? von Christoph Flittner

Ein Prolog voller guter Vorsätze – und unglaublicher Geschichten

Wie Christoph Flittner bereits im Prolog seines Sachbuchs »Besoffen mit Fahrrad ist okay, oder?« ausführt, hatte er von Beginn an die Idee, seine Fahrschule konsequent kundenorientiert aufzubauen. Seine Überlegungen dazu erläutert er ausführlich. In fast zwanzig Jahren Berufserfahrung hat er zahlreiche skurrile Situationen erlebt – und betont, dass lediglich die Namen verändert wurden. Auch wenn manche Begebenheiten kaum zu glauben sind, versichert er, all dies tatsächlich erlebt zu haben.

Wenn ein Kaugummi zur Gefahr wird – und andere Absurditäten

So wurde er Zeuge, wie ein Kaugummi zur Lebensgefahr wurde, oder wie ein Autofahrer linksherum in den Kreisverkehr einfuhr, um schneller zur ersten Ausfahrt zu gelangen und nicht erst eine dreiviertel Runde drehen musste.

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Popmusik zwischen Lust, Kitsch und Kontrollverlust

Cover von Popmusik von Thomas Jendrosch

Musik als Lustquelle und gesellschaftliches Phänomen

Popmusik, so resümiert Thomas Jendrosch gleich zu Beginn seines gleichnamigen Sachbuchs, schadet niemandem wirklich – allerdings nur, wenn sie mit Augenmaß genossen wird. Er führt aus, dass die Stimulation des Gehörsinns offenbar ein Lustempfinden erzeugt. Der jeweilige Takt wirkt sich nicht nur auf die Milchproduktion von Kühen, Ratten und sogar Pflanzen aus, sondern spiegelt sich auch in Einschlafliedern für Babys wider. Unter die Lupe nimmt er die häufig als kitschig und trivial geltenden Schlager sowie das Boy-Group-Phänomen. Eine Studie will zudem nachgewiesen haben, dass Musik die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit steigert. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat wegen rechtsextremer Songs die Popmusik im Blick – selbst Schlager sind davon nicht ausgenommen. Ein Verbot sei aus psychologischer Sicht jedoch nicht zielführend.

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Mit dem Fahrrad zum Weihnachtsmann: Jasmin Böhm und ihr Sohn Emil auf großer Nordkap-Reise

Cover von Hallo Angst, ich mach's jetzt doch! von Jasmin Böhm

8.000 Kilometer Abenteuer: Eine Mutter, ein Kind, ein Gravelbike

Jasmin Böhm, die bereits mit einer Freundin die weite Welt erkundet hat, legte in den vergangenen eineinhalb Jahren über 8.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück – gemeinsam mit ihrem Sohn Emil. Ihre erste Tour führte sie nach Südspanien, die zweite von Deutschland bis nach Istanbul. Das nächste Ziel: das Nordkap, wo bekanntlich der Weihnachtsmann zu Hause ist. Für die Reise verband sie ihr Gravelbike mittels Tandemstange mit Emils Kinderrad. Neben einem Kindersitz, der auch Schlaf ermöglichen sollte, transportierte sie über 80 Kilogramm Gepäck in Satteltaschen – inklusive Thermokleidung für Temperaturen unter -20 °C.

Von Hamburg bis Norwegen: Eine Reise durch Wind, Wetter und Wunder

Im April 2023 startete die Tour. Übernachtet wurde entweder im mitgeführten Zelt oder bei Followern, die Jasmin über Instagram kontaktierten. Die Route führte über Hamburg, Lübeck, Kopenhagen – laut Jasmin die „schönste Fahrradstadt der Welt“ – und entlang der schwedischen Westküste bis nach Norwegen.

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