Zwischen Ohrwurm und Wissenschaft: Prof. Dr. Thomas Jendrosch über Psychologie, Konsum und Popmusik

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Bildquelle: Thomas Jendrosch

Von Wirtschaft zur Medizin – ein Forscher mit ungewöhnlichem Weg

Der Medien-, Konsum- und Verhaltensforscher Prof. Dr. Thomas Jendrosch wurde 1963 in Gelsenkirchen geboren. Nach seiner Schulzeit tauchte er zunächst in die Welt der Wirtschaftswissenschaften ein, studierte an den Universitäten Wuppertal und Köln und wandte sich später zusätzlich der Medizin zu, die er an der Universität Düsseldorf im Zweitstudium begann.

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Popmusik zwischen Lust, Kitsch und Kontrollverlust

Cover von Popmusik von Thomas Jendrosch

Musik als Lustquelle und gesellschaftliches Phänomen

Popmusik, so resümiert Thomas Jendrosch gleich zu Beginn seines gleichnamigen Sachbuchs, schadet niemandem wirklich – allerdings nur, wenn sie mit Augenmaß genossen wird. Er führt aus, dass die Stimulation des Gehörsinns offenbar ein Lustempfinden erzeugt. Der jeweilige Takt wirkt sich nicht nur auf die Milchproduktion von Kühen, Ratten und sogar Pflanzen aus, sondern spiegelt sich auch in Einschlafliedern für Babys wider. Unter die Lupe nimmt er die häufig als kitschig und trivial geltenden Schlager sowie das Boy-Group-Phänomen. Eine Studie will zudem nachgewiesen haben, dass Musik die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit steigert. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat wegen rechtsextremer Songs die Popmusik im Blick – selbst Schlager sind davon nicht ausgenommen. Ein Verbot sei aus psychologischer Sicht jedoch nicht zielführend.

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Mein Leben am Strand – Stefan Maiwalds Hommage an Grado

Eine autobiografische Reise durch Jahreszeiten, Tourismus und Persönliches

Cover von Mein Leben am Strand von Stefan Maiwald

Grado – Eine Insel mit Geschichte und Charakter

Stefan Maiwald lebt auf der 7.600 Einwohner zählenden Insel Grado, idyllisch gelegen zwischen Venedig und Triest in der Adria und über einen künstlich aufgeschütteten Autodamm erreichbar. Bereits 1954 zählte man dort zwei Millionen deutsche Urlauber – der Massentourismus hatte Einzug gehalten.

Während der „Alte Strand“ durch die Gezeiten stetig wächst, wird der Hauptstrand jährlich im November vom Hochwasser angegriffen. Um dem Sandverlust entgegenzuwirken, wird der fehlende Sand durch Abbaggerungen am Alten Strand ersetzt. Ein besonders eindrückliches Beispiel: Nach dem Hochwasser 2023 mussten 2.700 LKW-Ladungen Sand aufgebracht werden. Stolz sind die Gradeser außerdem auf die inzwischen 36-fache Auszeichnung mit der Blauen Flagge.

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Einblicke in die Welt des Literaturübersetzens: Ein Gespräch mit Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Foto von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Bildquelle: Jessika Komina und Sandra Knuffinke

Sandra Knuffinke wurde in Bielefeld geboren und Jessika Komina kam in Düsseldorf zur Welt. Nach dem Abitur im Jahr 2001 haben sie gemeinsam in Düsseldorf Literaturübersetzen studiert. Seit dem Jahr 2008 übersetzen sie aus dem Englischen und dem amerikanischen Englisch, was bei „Die Suche nach Paulie Fink“ der Fall war, sowie aus dem Französischen und Niederländischen.

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Kraftwerk: Wie eine Band die Zukunft erfand

Cover von Wir sind die Roboter von Uwe Schütte

Eine Revolution, die niemand bemerkte

Als im November 1974 das Album „Autobahn“ der Düsseldorfer Band Kraftwerk erschien, blieb die Revolution der Popmusik in Deutschland zunächst mehr als ein Jahr unbemerkt. Die beiden Bandgründer Ralf Hütter und Florian Schneider sowie wechselnde Mitspieler machten Musik mit Maschinen: Sie ersetzten Gitarren und Drums durch technische Apparaturen, den Gesang durch künstliche Vocals und Computerstimmen – und erschufen ein popkulturelles Gesamtkunstwerk.

Innerhalb von sieben Jahren produzierten sie ein Konzeptalbum nach dem anderen und entwickelten einen Sound, der die Popmusik nachhaltig prägte. Ihr Stil inspirierte die Entstehung von Techno, House und Synthpop. Das liegt inzwischen fünfzig Jahre zurück, und Kraftwerk existiert weiterhin – auch wenn mittlerweile andere Bands die musikalische Führung übernommen haben.

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Ibiza & Formentera: Ein Reiseführer, der mehr verrät, als man erwartet

Cover von DuMont direkt Reiseführer Ibiza, Formentera von Patrick Krause und Marcel Brunnthaler

Zwischen Buchten, Beachbars und Weltkulturerbe

Gleich zu Beginn ihres Buchs DuMont direkt Reiseführer Ibiza, Formentera weisen Marcel Brunnthaler und Patrick Krause darauf hin, dass auf Ibiza viel verpasst, wer weder die Wanderschuhe geschnürt noch Abstecher zu den sechsundfünfzig Buchten unternommen hat. Für Formentera-Urlauber hingegen sehen sie das Beste im entspannten Abhängen in den Beachbars. Zu Recht empfehlen sie, unbedingt die zum Weltkulturerbe gehörende Oberstadt von Ibiza mit ihrer grandiosen Festungsmauer zu besuchen — wobei ihr Rat zur Parkplatzsuche unbedingt beherzigt werden sollte.

Es folgen Ausführungen zum Hafen und seiner Umgebung, inklusive der legendären Discos: Das Pacha gilt für die Autoren als eine der besten Megadiscos der Welt, während die bei Drucklegung noch im Umbau befindliche UNVRS — einst KU — als die weltweit größte beschrieben wird. Doch weder Hï noch Amnesia sind ihr Geheimtipp, der an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten wird.

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Rom entdecken – Ein Reiseführer für Jugendliche, Familien und neugierige Entdecker

Cover von Rom erleben von Thomas Glaw und Dorothea Lubahn

Ein Einstieg, der direkt in die Stadt führt

Der Reiseführer Rom erleben ist speziell auf die Bedürfnisse von Jugendlichen, Jugendgruppen und Familien ausgerichtet. Bereits auf der Innenseite des Covers findet sich eine Übersicht über den öffentlichen Nahverkehr mit Bus, Tram und Metro. Deshalb startet und endet die erste Wegbeschreibung an einer Metro- bzw. Tramhaltestelle. Zu besichtigen sind an dieser Stelle der Palatin, das Forum Romanum, das Kolosseum sowie die Kaiserforen.

Historisches Rom – Wege durch die Vergangenheit

Bei einem Spaziergang durch das historische Rom werden alle auf dem Weg liegenden Gebäude, Plätze und Statuen ausführlich erläutert.

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Ein Affe, ein Mädchen – und ein Kunststück, das alles verändert

Cover von Maimun von Sahar Abdallah

Ein Morgen in Kairo – und ein Bild aus der Vergangenheit

Tuha lebt mit ihrem Vater, der als Gaukler sein Geld verdient, und ihrem Affen Maimun in einem dicht besiedelten Stadtviertel Kairos. Beim Frühstück entdeckt sie in der Zeitung ein altes Foto aus der Zeit der Pharaonen: Ein Affe spielt darauf Harfe. Für Tuha ist sofort klar, dass Affen schon seit Ewigkeiten gespielt und getanzt haben.

Gemeinsam mit ihrem Vater und Maimun zieht sie durch die Gassen bis zu einem Platz voller Gaukler. Dort tanzen Tuha und Maimun im Takt der Musik, die der Vater auf dem Tamburin schlägt. Nach einer Pause mit Pfefferminztee geht es weiter.

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