
Eine Revolution, die niemand bemerkte
Als im November 1974 das Album „Autobahn“ der Düsseldorfer Band Kraftwerk erschien, blieb die Revolution der Popmusik in Deutschland zunächst mehr als ein Jahr unbemerkt. Die beiden Bandgründer Ralf Hütter und Florian Schneider sowie wechselnde Mitspieler machten Musik mit Maschinen: Sie ersetzten Gitarren und Drums durch technische Apparaturen, den Gesang durch künstliche Vocals und Computerstimmen – und erschufen ein popkulturelles Gesamtkunstwerk.
Innerhalb von sieben Jahren produzierten sie ein Konzeptalbum nach dem anderen und entwickelten einen Sound, der die Popmusik nachhaltig prägte. Ihr Stil inspirierte die Entstehung von Techno, House und Synthpop. Das liegt inzwischen fünfzig Jahre zurück, und Kraftwerk existiert weiterhin – auch wenn mittlerweile andere Bands die musikalische Führung übernommen haben.



Während einer Taxifahrt hört die Architektin Isabelle aus den Nachrichten, dass ihre Tante Corinna Waldeck, die sich zurzeit auf ihrer Mawingu-Farm in Tansania aufhält, bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Sofort fährt sie zu ihrer Mutter Doris, eine Zwillingsschwester von Corinna. Kaum haben die beiden die schockierende Nachricht verarbeitet, erreicht sie ein Anruf des Konsulats mit der Mitteilung, dass Corinnas Tochter Hannah bereits in Frankfurt ist und direkt einen Anschlussflug nach München hat, von wo aus sie abgeholt werden sollte. Isabelle und Doris sind völlig perplex, denn sie können nicht glauben, dass ihnen Corinna über Jahre ein Kind verheimlicht haben soll. Immerhin war Isabelle des Öfteren auf der Kaffeeplantage zu Besuch und hat dort nie von einem Kind ihrer Tante gehört. Zudem fragen sich beide, ob Corinna vor vierzehn Jahren, so alt ist Hannah inzwischen, im Alter von vierundfünfzig Jahren überhaupt noch Mutter werden konnte. Doch ein erstes Zusammentreffen mit dem Mädchen beseitigt aufgrund der frappierenden Ähnlichkeit alle Zweifel.
Wie das große Reisebuch