
Morgenduft, Katzenfragen und Vogelgesang
Benni ist fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten, während seine Eltern arbeiten. Er liebt es, wenn morgens frische Luft in die Wohnung strömt und ihm der Duft von Papas Kaffee in die Nase steigt.
Im Gegensatz zu seinem Vater, der vom lauten Gezwitscher der Stare Kopfschmerzen bekommt, mag Benni deren Gesang sehr. Und er fragt sich: Was wohl seine Katze Mimi den ganzen Tag macht? Ob sie sich langweilt?
Turnen, Träume und Freundschaft
Mit der Erzieherin wird geturnt – Benni macht dabei besonders gern einen Katzenbuckel wie Mimi. Schon jetzt freut er sich auf die Radtour mit seinem Vater am Wochenende.
Auf dem Klettergerüst im Hof spielt er Kapitän und denkt an die Segelausflüge mit seinem Opa. Sein bester Freund Simon ist einmal beim Rollerfahren gestürzt, wobei seine Brille zerbrach. Von seiner Mutter, die Augenärztin ist, weiß Benni, dass es Brillen für Weit- und Kurzsichtige gibt. Schade nur, dass es keine Brille gibt, mit der er seine Eltern sehen könnte, wenn sie nicht bei ihm sind.
Kochen, Träumen und Zukunftspläne
Mit Juli kocht Benni eine Suppe mit vielen Kräutern, die er aus der Restaurantküche seines Vaters kennt. Paula lobt begeistert, dass sie noch nie eine so besondere Suppe gegessen hat.
Benni mag es, im Kindergarten wie im Restaurant einzudecken. Beim Essen erzählen alle, was sie später einmal werden wollen.
Geschichten, Zirkuswünsche und ein besonderer Namenstag
Bevor Benni zum Mittagsschlaf geht, liest Paula aus einem Märchenbuch vor. Er ist stolz, schon so viele Buchstaben zu kennen. Eine Geschichte handelt von einem Jongleur im Zirkus – dorthin möchte Benni unbedingt einmal mit seinen Eltern.
Zum Glück hat Mama auch heute nicht vergessen, ihn abzuholen. Zum Namenstag bringt sie ihm einen neuen Schal mit süßen Katzen darauf mit. Wie jeden Tag gehen beide danach direkt zum Spielplatz.
Erdbeertorte, Familienzeit und ein Gute‑Nacht‑Versprechen
Papa bringt aus dem Restaurant immer etwas Leckeres mit – heute sogar Bennis Lieblingsessen: Erdbeertorte. Beim Abendessen erzählt jeder, was er erlebt hat.
Zum Namenstag bekommt Benni von seinem Vater ein Bilderbuch, aus dem dieser ihm eine erste Geschichte vorliest. Als Mama ihm „Gute Nacht“ sagen will und verspricht, dass sie zu seinem Geburtstag in den Zirkus gehen werden, ist Benni schon ganz müde.
Ein Bilderbuch, das durch den Tag begleitet
Das aus dem Ungarischen von Eva Zador übersetzte Kinderbuch Wenn ich im Kindergarten bin… begleitet Benni durch einen ganzen Tag – vom Aufstehen über den Kindergarten bis zum Zubettgehen. Damit eignet sich die Geschichte hervorragend als Gutenachtlektüre.
Sind die Illustrationen den Kindern bereits vertraut, lassen sich die kurzen Sätze auf jeder Seite in etwa fünfzehn Minuten vorlesen – ideal für Kinder ab drei Jahren, die langsam in den Schlaf gleiten.
Farbenfrohe Illustrationen und ein liebevoll gestalteter Stadtplan
Die Geschichte von Emese Révész wäre nichts ohne die farbenfrohen Illustrationen von Fanni Sipos, die im großzügigen Großformat besonders gut zur Geltung kommen.
Schon beim Aufschlagen fällt ein übersichtlich gestalteter Stadtplan ins Auge, der die wichtigsten Stationen in Bennis Leben zeigt. Die Stadt, durchzogen von einem Fluss, markiert sein Zuhause, den Weg zum Kindergarten und das Haus seines Opas.
Um auf einigen Seiten zwei verschiedene Themen darzustellen, setzt Fanni Sipos große „Blasen“ ein – ähnlich wie Sprechblasen in Comics –, die die Szenen klar voneinander trennen und gleichzeitig verbinden.
Wenn ich im Kindergarten bin … von Emese Révész und Fanni Sipos

Übersetzung von Eva Zador
Achse Verlag 2026
Hardcover
32 Seiten
ISBN 978-3-903408-47-0