Zwischen Villa und Armut: Alices Flucht in die andere Welt

Cover von Hinter Glas von Julya Rabinowich

Ein behütetes, aber kaltes Zuhause

Die achtzehnjährige Alice lebt mit ihrem Vater und dessen Ehefrau – einer ehemaligen Schauspielerin – in einer Villa mit Swimmingpool und einem großen Garten, den sie sich mit ihrem Großvater teilt. Dieser bewohnt die größere Villa nebenan gemeinsam mit einer Hausangestellten.

Eines Tages kommt mit Niko ein neuer Junge in ihre Klasse, in der man Alice – allen voran die boshafte Rosa – seit dem letzten Jahr das Leben zur Hölle macht. Nachdem sie von den anderen auf einer Wiese eingekreist wird, kommt ihr Niko überraschend zu Hilfe. Auf der Klassenfahrt erleidet Alice eine schmerzhafte Ohrentzündung und muss vorzeitig nach Hause. Umso erfreuter ist sie, als Niko plötzlich vor ihrem Haus steht, weil er sie vermisst habe und deshalb ebenfalls zurückgefahren sei.

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Zwischen Realität und Fantasie: Mika in „Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“

Cover von Immerland – Die Stadt der Ewigkeit von Flix

Ein Sommer voller Überraschungen

Der fast dreizehnjährige Mika soll die letzten vier Wochen der Sommerferien bei seiner physikbegeisterten Großmutter Hertha Thorwarth verbringen. In dem abgelegenen ehemaligen Gutshaus, das ohne Netz auskommt, erwartet ihn nichts als „Langeweile am Arsch der Welt“. Als er beim Rasenmähen eine Unachtsamkeit begeht, entgleiten der Großmutter die Worte: „Mika, du bist so dumm! Dumm! Dumm!“ Fortan hallen diese Worte wie Trommelschläge in seinem Kopf wider.

Flucht in die Tiefe und ein mysteriöser Fund

Ohne Plan rennt Mika los, erreicht den Hellsee und beschließt, im Baggerloch ein Bad zu nehmen. Obwohl ihn eine Strömung in die Tiefe zieht, kann er sich befreien.

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Die weiße Laterne – Shaw Kuzkis bewegender Jugendroman über Erinnerung und Verlust

Ein literarischer Blick auf die Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Cover von Die weiße Laterne von Shaw Kuzki

Historischer Hintergrund und Mahnung

Shaw Kuzki gehört zur Nachfolgegeneration der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima am 6. August 1945. Damals starben siebzigtausend Menschen sofort – und bis Ende des Jahres kamen weitere siebzigtausend hinzu. Wie die Autorin in ihrem Roman Die weiße Laterne* schildert, herrschte im Epizentrum eine Temperatur von über 4.000 Grad, sodass Körper schmolzen und selbst Gebäude im Umkreis von zwei Kilometern in Brand gerieten.

Alljährlich gedenkt Japan diesem unfassbaren Ereignis: Am 6. August um 8.15 Uhr läuten im Friedenspark Hiroshima die Glocken. Hibakusha, die Überlebenden, berichten von ihren Erlebnissen. Am Abend werden bunte Papierschiffchen – wie Laternen gestaltet – auf dem Fluss Motoyasu zu Wasser gelassen.

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Wenn ein Portal dein Schicksal entscheidet

Ein Jugendroman über Angst, Entscheidung und Flucht in Parallelwelten

Cover von Consider - Das Portal

Ungewöhnlicher Reisebeginn und die Angst vor der Zeit

Nach einem Konzert wollen Alex und ihr Freund Dominick mit dem Zug nach Hause fahren. Doch plötzlich hält der Zug mitten auf der Strecke. Alex, die unter Angst- und Panikstörungen leidet, nimmt eine Beruhigungstablette – die Zeit drängt, denn ihr Vater hat sie ermahnt, bis elf Uhr zurück zu sein. Es ist bereits 21:45 Uhr.

Der Grund für die Unterbrechung ist mysteriös: Neben der Strecke hat sich ein dunkelblau leuchtendes Portal geöffnet – türgroß, metallisch schimmernd, ständig in Bewegung. Die Fahrgäste werden unruhig: Sie sollen an diesem Objekt vorbei aussteigen und in Busse umsteigen.

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Wenn ein Kribbeln dein ganzes Leben verändert

Ein humorvoller Jugendroman über Identität, Magie und die Tücken der Verwandlung

Cover von Auf den ersten Blick verzaubert von Sonja Kaiblinger

Ein magisches Familiengeheimnis in Edinburgh

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Ophelia Sedgewick gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Lora in Edinburgh bei ihren drei exzentrischen Tanten Mildred, Helly und Rose. Kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag möchte sie ihrem Schwarm Adrian eine Einladung überreichen und plant, sie heimlich in seinen Rucksack zu stecken. Doch als sie bei diesem Versuch von ihrem Lehrer Mr. Cartman überrascht wird, verspürt sie plötzlich ein seltsames Kribbeln – und entdeckt auf der Toilette, dass sich auf ihrer Wange ein „stoppeliges, borstiges Haar“ gebildet hat, das rasch zu einer Kopie von Mr. Cartmans Vollbart heranwächst.

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Wahrheit, Lüge und ein Spiel ohne Ausweg

Cover von Scandor von Ursula Poznanski

Ein Wettbewerb, der Albträume wahr macht

Um den Lügendetektor Scandor testen zu können, sucht das Unternehmen Veri‑Tech einhundert Teilnehmer – und bringt dafür über zweihundertfünfzig Münzen in Umlauf. Wer eine davon findet, erfährt nach dem Scannen eines Barcodes, dass die Wahrheit reich machen, die Lüge jedoch die schlimmsten Albträume Realität werden lassen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt kann jeder noch aussteigen, doch nach der Zusage gibt es kein Zurück mehr.

In einer Vorauswahl werden schließlich die einhundert Kandidaten ermittelt – dem Hauptgewinner winken fünf Millionen Euro.

Philipp: Angst, Ehrgeiz und ein gefährlicher Einsatz

Der neunzehnjährige Philipp Bajon ist zu seinem Freund Emilio gezogen, weil seine Eltern sich ständig streiten. Seine Freundin Raffaela, selbst zu ängstlich für die Teilnahme, überlässt ihm ihre gefundene Münze. Philipp sieht sofort die Chance, mit einem Gewinn sein Studium zu finanzieren und seinen Job aufzugeben.

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Ein Roadtrip, ein Geheimnis – und ein Junge, der Enden sammelt

Cover von This Is Not The End von Molly Morris

Hugh, der Eiswagen und die Liebe zu Enden

Nach einem tödlichen Autounfall der Eltern lebt der Highschool‑Absolvent Hugh Copper mit seiner Schwester Ellen zusammen, die ihr gesamtes Geld in einen Eiswagen investiert hat. Hugh, der keine Veränderungen mag und von Enden fasziniert ist, hat auf seiner Website fünf Kategorien zur Bewertung von Enden eingerichtet: Bücher, Filme, Fernsehen, Menschen und Vermischtes.

Da er auf keinen Fall ein Studium beginnen wollte, verkauft er das von seiner Schwester hergestellte Eis.

Olivia Moon und ein riskanter Plan

Eines Tages beobachtet Hugh vom Eiswagen aus die ihm aus der Schulzeit bekannte Olivia Moon, wie sie auf dem Vordach eines Hauses balanciert, in das sie offenbar einbrechen will.

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Ein Morgen, der alles verändert – und ein Mädchen, das verstummt

Cover von The way I used to be von Amber Smith

Der Schock nach dem Erwachen

Als die vierzehnjährige Eden McCrorey in dem Roman The Way I Used to Be eines Sonntagmorgens erwacht, glaubt sie zunächst, einen schlechten Traum gehabt zu haben: Kevin, der beste Freund ihres Bruders Caelin, der seit Jahren quasi zur Familie gehört, habe sich nachts zu ihr ins Bett gelegt und sie vergewaltigt.

Doch dann sieht sie das Blut auf dem Laken und an ihren Beinen, bemerkt blaue Flecken an Armen, Hüfte und Oberschenkeln. Sie hört ihre Mutter zum Frühstück rufen. Als Eden nicht reagiert, kommt die Mutter ins Zimmer. Was soll Eden sagen? Was kann sie sagen – zumal Kevin ihr glaubhaft versichert hat, niemand würde ihr glauben, und ihr gedroht hat, sie umzubringen, falls sie etwas erzählt?

Für die Mutter besteht kein Zweifel: Es handle sich lediglich um Menstruationsblut, das keiner weiteren Erklärung bedarf.

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Zeitreisen mit Tiefgang: Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Cover von Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt

Ein Junge zwischen Kuchenresten und Geheimnissen

Nach dem Tod seiner Eltern lebt der zwölfjährige Adam Lee Tripp im Jahr 1999 bei seinem Onkel Henry, der eine kleine Bäckerei im Stadtteil Manhattan von New York City betreibt. Da die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Backwaren nur wenig Gewinn abwerfen, leben die beiden in bescheidenen Verhältnissen. Die übrig gebliebenen Kuchen bringt Adam regelmäßig ins Obdachlosenheim, wo er sich gerne mit Victor, einem der Bewohner, unterhält.

Eines Abends klopft ein Fremder an der Tür, in der Hoffnung, dass die Bäckerei noch geöffnet ist. Überraschenderweise spricht der Mann Adam mit seinem vollständigen Namen an und stellt sich als J. C. Walsh vor. Er behauptet, dem Jungen stünden große Dinge bevor – und seine geliebte Maus Speedy werde bald sterben. Adam hält den Fremden für verrückt und schenkt ihm wenig Glauben.

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Wenn das Zuhause verschwindet – ein Jugendlicher zwischen Armut, Mut und Wut

Cover von No place, no home von Morton Rhue

Vom Eigenheim ins Zelt: Dans Leben bricht auseinander

Amerikanische Filme vermitteln mit ihren schicken Eigenheimen oft den Eindruck, alle Menschen in den USA führten ein luxuriöses Leben. Doch das gilt nur für eine Minderheit. Wie in Deutschland rutscht auch dort die Mittelschicht zunehmend in die Armut ab.

Diese Erfahrung macht der siebzehnjährige Dan Halprin im Jugendroman No place, no home. Dan ist ein guter Schüler und hat Aussicht auf ein Universitätsstipendium. Als Pitcher trainiert er mit seinem Freund Noah im Baseballteam.

Seine Eltern Hannah und Paul sind trotz Studiums arbeitslos und können den Kredit für ihr Haus in Average nicht mehr bedienen. Die Familie zieht zu Hannahs Bruder Ron, der mit seiner Frau und zwei Kindern in einem großzügigen Haus mit Pool und Tennisplatz lebt.

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