Zwischen Sehnsucht und Ausgrenzung – Laura Vinogradovas Roman „Sanna und Lia“

Cover von Sanna und Lia von Laura Vinogradova

Kindheit im Heim

Die dreizehnjährige Sanna, die nichts über den Verbleib ihrer Mutter weiß, lebt seit sieben Jahren in einem Kinderheim, in dem die Erzieherin es gut mit den Kindern meint. Wie alle Heimkinder ist auch sie auf Kleiderspenden angewiesen und darf gelegentlich ein Wochenende bei einer Schulfreundin verbringen, die in einem großen Haus in der Nähe des Heims wohnt. An ihrem vierzehnten Geburtstag singt man ihr ein Ständchen, und nur der Romajunge Andrejs wagt es, ihr einen „ordentlichen Schmatzer“ auf die Wange zu geben – was sie sehr verlegen macht. Wenn sich jemand über sie als Heimkind lustig macht, reagiert Sanna impulsiv und schlägt unbarmherzig zu.

Der Weg nach Riga

Nach einem solchen Vorfall fährt Sanna nach Riga und kommt in einem Wohnheim unter. Für einen Monat hat man ihr Geld zum Leben mitgegeben.

weiterlesenZwischen Sehnsucht und Ausgrenzung – Laura Vinogradovas Roman „Sanna und Lia“

Zwischen Realität und Fantasie: Mika in „Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“

Cover von Immerland – Die Stadt der Ewigkeit von Flix

Ein Sommer voller Überraschungen

Der fast dreizehnjährige Mika soll die letzten vier Wochen der Sommerferien bei seiner physikbegeisterten Großmutter Hertha Thorwarth verbringen. In dem abgelegenen ehemaligen Gutshaus, das ohne Netz auskommt, erwartet ihn nichts als „Langeweile am Arsch der Welt“. Als er beim Rasenmähen eine Unachtsamkeit begeht, entgleiten der Großmutter die Worte: „Mika, du bist so dumm! Dumm! Dumm!“ Fortan hallen diese Worte wie Trommelschläge in seinem Kopf wider.

Flucht in die Tiefe und ein mysteriöser Fund

Ohne Plan rennt Mika los, erreicht den Hellsee und beschließt, im Baggerloch ein Bad zu nehmen. Obwohl ihn eine Strömung in die Tiefe zieht, kann er sich befreien.

weiterlesenZwischen Realität und Fantasie: Mika in „Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“

Foxlight – Zwei Schwestern auf der Suche nach Herkunft und Heimat

Cover von Foxlight von Katya Balen

Im Leuchtturm mit dem Foxlight

Die Zwillingsschwestern Fen und Rey wurden als Babys von Lissa aufgenommen. Von ihr erfuhren sie, dass sie die beiden inmitten von Füchsen gefunden hatte, die sie offenbar vor dem Frost geschützt hatten – tief im Wildland. Gemeinsam mit Alex, Jasmine, Alice, Robin, Zaki und dem Baby Inigo – allesamt Kinder ohne Eltern, die von Lissa versorgt werden – leben Fen und Rey in einem Leuchtturm mit einem magischen Fuchslicht, dem sogenannten Foxlight.

Ein Fuchs als Zeichen

Eines Tages bemerken die Schwestern einen Fuchs. Rey vermutet, dass es ein Zeichen sein muss, wenn sich ein Fuchs dem Leuchtturm nähert.

weiterlesenFoxlight – Zwei Schwestern auf der Suche nach Herkunft und Heimat

Buchrezension: „Im Meer der Himmel“ von Helen M. Sand – Eine Fortsetzung voller Emotionen, Landschaften und Rückblicke

Cover von Im Meer der Himmel von Helen M. Sand

Reise ins walisische Herz: Der Romanstart

Lily ist studentische Hilfskraft der promovierten Molekularbiologin Zoe, die sich vor wenigen Tagen von ihrem Freund Tobi getrennt hat – er gesteht, keine Kinder zu wollen. Lily träumt davon, nach Anglesey in Wales zu reisen, um mehr über ihre verstorbene Mutter Gwyn Ross zu erfahren. Zoe kommt dieses Vorhaben gelegen: Sie bietet Lily an, sie mit ihrem alten VW-Bus T4 zu begleiten. Von Heidelberg aus machen sich die beiden Frauen auf den Weg zur Fähre nach Dover. In London besuchen sie Lydia, Zoes Patentante, und machen Zwischenstopps auf verschiedenen Farmen. Im Zielort erinnert sich in einem Pub tatsächlich jemand an ein Mädchen, das Lily ähnlich sieht und dort vor rund dreißig Jahren bedient haben soll. Kathryn, die angeblich die beste Freundin von Lilys Mutter war, soll ihr nächstes Ziel sein – doch vorher möchte Lily noch das Kitesurfen bei Sam lernen.

weiterlesenBuchrezension: „Im Meer der Himmel“ von Helen M. Sand – Eine Fortsetzung voller Emotionen, Landschaften und Rückblicke

Im Takt der Freiheit – Eine junge Frau zwischen Pflicht, Rebellion und technischem Aufbruch

Cover von Im Takt der Freiheit von Hanna Caspian

Ein Leben im goldenen Käfig

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Felicitas mit ihrer jüngeren Schwester Tessa, der Gouvernante Fräulein Korbinian und ihrem Vater Egidius Louisburg in einem großzügigen Palais. Egidius hat mit Eisenbahnen, Schienennetzen, Lokomotiven und Waggons ein Vermögen gemacht.

Heimlich lässt sich Felicitas von ihrer Zofe Minna die Zeitungen bringen und schleicht sich nachts in das Arbeitszimmer ihres Vaters. Dort entdeckt sie Unterlagen, die ihr ein beträchtliches Vermögen zusprechen – obwohl sie nie eigenes Geld hatte. Gleichzeitig erfährt sie von den enormen Schulden, die ihr Vater zu tilgen hat.

Ein Ball als Schachzug – und eine Tochter als Verhandlungsmasse

Wie Felicitas befürchtet, plant ihr Vater einen pompösen Ball, der noch Jahre Gesprächsthema sein soll. Dort will er sie verloben. Sofort beginnen die Vorbereitungen: ein maßgeschneidertes Kleid, eine durchgearbeitete Gästeliste und Tanzfolgen, die sie mit Elsa aus dem niederen Adel durchgeht.

weiterlesenIm Takt der Freiheit – Eine junge Frau zwischen Pflicht, Rebellion und technischem Aufbruch