Ein Brief, der Jahrzehnte überdauert – und Leben verändert

Cover von Die unscharfen Ränder der Liebe von Ava Husfeldt

Ein ungewöhnlicher Besuch auf Belle-Île

Inge erwartet gemeinsam mit ihrem in Saint-Malo wohnenden Sohn Philippe und ihrer Haushälterin Mathilde ungewöhnlichen Besuch auf der bretonischen Insel Belle-Île: Die Anfang fünfzigjährige Lea aus Norddeutschland, deren dementer Vater Uwe im Pflegeheim verstorben ist, hat in dessen Hinterlassenschaft neben einer Vielzahl an Postkarten und Briefen seiner zahlreichen Affären einen von ihm vor fast vierzig Jahren verfassten Brief gefunden. Sie gibt ihrem Vater das Versprechen, den Brief an Inge, die Angeschriebene, zu übergeben.

Obwohl Leas Freund Christoph, der in Süddeutschland als Anwalt tätig ist und mit ihr eine Fernbeziehung führt, gegen die weite Reise ist, bei der Lea den Brief persönlich übergeben will, macht sich die Maskenbildnerin auf den Weg.

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Aufbruch in die Freiheit – Carlas mutige Reise in ein selbstbestimmtes Leben

Cover von Der Traum der Nomadin von Jonas Pöltl

Ein Mädchen zwischen Pflicht, Enge und Erwartungen

Im Mittelpunkt des Romans Der Traum der Nomadin* steht die sechzehnjährige Carla, die seit ihrer Kindheit Verantwortung für Haushalt, Einkäufe und die Erziehung ihrer sechsjährigen Schwester trägt. Eigene Freiräume kennt sie kaum. Ihr Vater ist ein strenger Mann, den sie nie lachen gesehen hat. Für ihn zählen nur Zahlen und Geld – und da Carla im heiratsfähigen Alter ist, plant er, sie als Zweitfrau an einen adeligen Geschäftspartner zu verheiraten.

Doch Carla weigert sich, ihr Leben in einem goldenen Käfig zu verbringen. Unterstützung von ihrer Mutter, einer energielosen Frau, die nie gegen die Pläne des Vaters aufbegehrt, kann sie nicht erwarten.

Schmetterlinge, eine geheimnisvolle Gasse und Señora Suerte

Jeden zweiten Tag geht Carla auf den Markt, um frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Eines Tages sieht sie farbenfrohe Schmetterlinge durch die Luft wirbeln. Fasziniert folgt sie ihnen in eine Gasse, die ihr noch nie aufgefallen ist.

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Zwischen Vergangenheit und Verlust: Almas Suche nach sich selbst

Cover von Alma von Federica Manzon

Eine Rückkehr nach Triest

Nachdem die dreiundfünfzigjährige Alma vor wenigen Wochen einen Brief ihres einstigen Geliebten Vili erhalten hat, in dem sie aufgefordert wird, den Nachlass ihres verstorbenen Großvaters entgegenzunehmen, reist sie in ihre Geburtsstadt Triest. Dort mietet sie sich ein Hotelzimmer und begibt sich auf die Suche nach Vili, den sie seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen hat.

Erinnerungen, die in die Habsburgerzeit zurückführen

Soweit zum aktuellen Geschehen in dem aus dem Italienischen von Verena von Koskull übersetzten Roman Alma* von Federica Manzon. Übergangslos wechselt die Autorin zu Ereignissen der Vergangenheit – ein Stilmittel, das vom Leser Konzentration verlangt, zumal der Roman konsequent im Präsens erzählt wird. Ein Großteil der Handlung spielt in der Habsburgerzeit, als sich im Café Stella Polare in Triest das mitteleuropäische Bürgertum traf. Auch Alma kehrt nach Jahrzehnten dorthin zurück, weil sie dort viele glückliche Stunden ihres Lebens verbracht hat.

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Zwischen Sehnsucht und Ausgrenzung – Laura Vinogradovas Roman „Sanna und Lia“

Cover von Sanna und Lia von Laura Vinogradova

Kindheit im Heim

Die dreizehnjährige Sanna, die nichts über den Verbleib ihrer Mutter weiß, lebt seit sieben Jahren in einem Kinderheim, in dem die Erzieherin es gut mit den Kindern meint. Wie alle Heimkinder ist auch sie auf Kleiderspenden angewiesen und darf gelegentlich ein Wochenende bei einer Schulfreundin verbringen, die in einem großen Haus in der Nähe des Heims wohnt. An ihrem vierzehnten Geburtstag singt man ihr ein Ständchen, und nur der Romajunge Andrejs wagt es, ihr einen „ordentlichen Schmatzer“ auf die Wange zu geben – was sie sehr verlegen macht. Wenn sich jemand über sie als Heimkind lustig macht, reagiert Sanna impulsiv und schlägt unbarmherzig zu.

Der Weg nach Riga

Nach einem solchen Vorfall fährt Sanna nach Riga und kommt in einem Wohnheim unter. Für einen Monat hat man ihr Geld zum Leben mitgegeben.

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Zwischen Realität und Fantasie: Mika in „Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“

Cover von Immerland – Die Stadt der Ewigkeit von Flix

Ein Sommer voller Überraschungen

Der fast dreizehnjährige Mika soll die letzten vier Wochen der Sommerferien bei seiner physikbegeisterten Großmutter Hertha Thorwarth verbringen. In dem abgelegenen ehemaligen Gutshaus, das ohne Netz auskommt, erwartet ihn nichts als „Langeweile am Arsch der Welt“. Als er beim Rasenmähen eine Unachtsamkeit begeht, entgleiten der Großmutter die Worte: „Mika, du bist so dumm! Dumm! Dumm!“ Fortan hallen diese Worte wie Trommelschläge in seinem Kopf wider.

Flucht in die Tiefe und ein mysteriöser Fund

Ohne Plan rennt Mika los, erreicht den Hellsee und beschließt, im Baggerloch ein Bad zu nehmen. Obwohl ihn eine Strömung in die Tiefe zieht, kann er sich befreien.

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Im Meer der Himmel von Helen M. Sand – Eine Fortsetzung voller Emotionen, Landschaften und Rückblicke

Cover von Im Meer der Himmel von Helen M. Sand

Reise ins walisische Herz: Der Romanstart

Lily ist studentische Hilfskraft der promovierten Molekularbiologin Zoe, die sich vor wenigen Tagen von ihrem Freund Tobi getrennt hat – er gesteht, keine Kinder zu wollen. Lily träumt davon, nach Anglesey in Wales zu reisen, um mehr über ihre verstorbene Mutter Gwyn Ross zu erfahren. Zoe kommt dieses Vorhaben gelegen: Sie bietet Lily an, sie mit ihrem alten VW-Bus T4 zu begleiten. Von Heidelberg aus machen sich die beiden Frauen auf den Weg zur Fähre nach Dover. In London besuchen sie Lydia, Zoes Patentante, und machen Zwischenstopps auf verschiedenen Farmen. Im Zielort erinnert sich in einem Pub tatsächlich jemand an ein Mädchen, das Lily ähnlich sieht und dort vor rund dreißig Jahren bedient haben soll. Kathryn, die angeblich die beste Freundin von Lilys Mutter war, soll ihr nächstes Ziel sein – doch vorher möchte Lily noch das Kitesurfen bei Sam lernen.

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Tage wie Salzwasser – Ein bewegendes Mosaik aus Verlust, Freundschaft und Selbstfindung

Cover von Tage wie Salzwasser von Sita Maria Frey

Ein Schicksalsschlag am Bahnsteig

Die 34-jährige Mathematikerin Atlanta Langenbeck wartet am Bahnhof auf Malte, den Vater ihres ungeborenen Kindes, der in München lebt. Doch während der ICE einrollt, erhält sie einen Anruf von der Polizei: Malte wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Es soll sich eindeutig um Suizid handeln – ein Abschiedsbrief fehlt. Für Atlanta bricht die Welt zusammen. Ihre Gynäkologin teilt ihr mit, dass ein Schwangerschaftsabbruch in der 19. Woche nicht mehr möglich ist. Auf dem Heimweg kollidiert sie mit dem Fahrrad von Enza Salino, einer Fahrradhändlerin aus Bad Vilbel. Zwischen den beiden Frauen entsteht schnell eine unerwartete Freundschaft.

Spuren eines rätselhaften Lebens

Beim Ausmisten von Maltes Habseligkeiten entdeckt Atlanta ein Notizheft mit vier Namen und Adressen: Aki aus Freiburg, Sébastien aus Marseille, Antonio aus Barcelona sowie Isabella aus Noto, einer Stadt auf Sizilien nahe Catania.

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Im Takt der Freiheit – Eine junge Frau zwischen Pflicht, Rebellion und technischem Aufbruch

Cover von Im Takt der Freiheit von Hanna Caspian

Ein Leben im goldenen Käfig

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Felicitas mit ihrer jüngeren Schwester Tessa, der Gouvernante Fräulein Korbinian und ihrem Vater Egidius Louisburg in einem großzügigen Palais. Egidius hat mit Eisenbahnen, Schienennetzen, Lokomotiven und Waggons ein Vermögen gemacht.

Heimlich lässt sich Felicitas von ihrer Zofe Minna die Zeitungen bringen und schleicht sich nachts in das Arbeitszimmer ihres Vaters. Dort entdeckt sie Unterlagen, die ihr ein beträchtliches Vermögen zusprechen – obwohl sie nie eigenes Geld hatte. Gleichzeitig erfährt sie von den enormen Schulden, die ihr Vater zu tilgen hat.

Ein Ball als Schachzug – und eine Tochter als Verhandlungsmasse

Wie Felicitas befürchtet, plant ihr Vater einen pompösen Ball, der noch Jahre Gesprächsthema sein soll. Dort will er sie verloben. Sofort beginnen die Vorbereitungen: ein maßgeschneidertes Kleid, eine durchgearbeitete Gästeliste und Tanzfolgen, die sie mit Elsa aus dem niederen Adel durchgeht.

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Vom ersten Mal und der Achterbahn der Gefühle

Cover von Tick Tack Fuck von Tom Limes

Ein Jugendlicher in der Krise

Nur noch wenige Tage, dann feiert Xaver von Göttschling seinen siebzehnten Geburtstag. Doch statt Vorfreude quält ihn ein einziges Problem: Er ist immer noch Jungfrau! Das muss sich unbedingt schnell ändern, denn was er momentan durchlebt, ist die reinste Hölle.

Sein größtes Hindernis? Seine Traumfrau Charly. Immer wenn er sie ansieht, versagt ihm die Stimme – und zu allem Überfluss bekommt er auch noch eine Erektion. Sein Freund Leo hat wenig Verständnis: Für ihn ist Charly bloß eine Schlampe, eine Bitch, die mit jedem schläft, der entweder gute Kontakte, ein Auto oder Kohle hat.

Zwar hat Xaver ebenfalls eine Freundin – Toni. Doch die kennt er seit seiner Kindheit und betrachtet sie eher wie eine Zwillingsschwester. Für sein Vorhaben kommt sie definitiv nicht in Frage.

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Wenn die Realität verrutscht – Noahs Welt gerät aus den Fugen

Cover von Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht von David Arnold

Vom Schwimmtalent zum Aussteiger

Alles begann im ersten Jahr an der Highschool von Iverton, als Noah Oakmans bester Freund Alan ihm vorschlug, dem Schwimmteam beizutreten. Noah war schnell, wenn auch nicht der Schnellste. Immerhin gewann er ein Wettschwimmen nach dem anderen, und im nächsten Jahr wurden seine Zeiten beeindruckend gut. In der 11. Klasse verbesserten sie sich weiter, und die ersten Colleges boten ihm ein Schwimmstipendium an. Im Gegensatz zu seinen Eltern war Noah davon nicht begeistert, denn anfangs machte ihm das Schwimmen einfach nur Spaß. Doch als er plötzlich richtig gut wurde, weckte er hohe Erwartungen. Bei einem Langdistanztraining bekam er einen Krampf und musste aus dem Wasser gezogen werden. Er behauptete, Schmerzen im Rücken zu haben, war damit aus der Mannschaft raus und musste nicht mehr schwimmen.

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