Schweben im Moor der Erinnerungen – Kur, Internat und Geschichte im Wechselspiel

Cover von Schweben im Moor der Erinnerungen von Franz-Josef Schulte

Ein Kuraufenthalt mit unerwarteten Begegnungen

Für Franz-Josef Schulte machten seine Rückenprobleme eine Kur erforderlich. Bevor es für drei Wochen nach Bad Doberan in eine für ihre Moorbäder berühmte Kurklinik gehen sollte, musste er zunächst zum PCR-Test in eine Corona-Teststation in Berlin. Sein Zimmer erinnerte ihn sofort an seinen Aufenthalt als Schüler in einem streng katholischen Internat in Kleve. Wenn er keine Moorbäder nahm, wanderte er durch die mecklenburgischen Wälder. Eines Tages gesellte sich zu seinem Tischnachbarn Norbert, einem afghanischen Veteran im Rollstuhl, noch der Geigenvirtuose Lothar. Die Überlegung, Ella den Abbruch der Kur zu eröffnen, geriet dadurch in den Hintergrund.

Die Idee eines gemeinsamen Buches

Wie Schulte im Epilog seines autobiografischen Romans Schweben im Moor der Erinnerungen erklärt, entwickelte er mit Lothar die Idee, ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben.

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Zwischen Sehnsucht und Ausgrenzung – Laura Vinogradovas Roman „Sanna und Lia“

Cover von Sanna und Lia von Laura Vinogradova

Kindheit im Heim

Die dreizehnjährige Sanna, die nichts über den Verbleib ihrer Mutter weiß, lebt seit sieben Jahren in einem Kinderheim, in dem die Erzieherin es gut mit den Kindern meint. Wie alle Heimkinder ist auch sie auf Kleiderspenden angewiesen und darf gelegentlich ein Wochenende bei einer Schulfreundin verbringen, die in einem großen Haus in der Nähe des Heims wohnt. An ihrem vierzehnten Geburtstag singt man ihr ein Ständchen, und nur der Romajunge Andrejs wagt es, ihr einen „ordentlichen Schmatzer“ auf die Wange zu geben – was sie sehr verlegen macht. Wenn sich jemand über sie als Heimkind lustig macht, reagiert Sanna impulsiv und schlägt unbarmherzig zu.

Der Weg nach Riga

Nach einem solchen Vorfall fährt Sanna nach Riga und kommt in einem Wohnheim unter. Für einen Monat hat man ihr Geld zum Leben mitgegeben.

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Zwischen Trödel, Erinnerungen und der Suche nach Liebe

Eine Romanbetrachtung zu „Eddie Winston sucht die Liebe“ von Marianne Cronin

Cover von Eddie Winston sucht die Liebe von Marianne Cronin

Ein ungewöhnlicher Rentner und sein Meerschweinchen

Der neunzigjährige Eddie lebt mit seinem Meerschweinchen Puschkin-Spiderman Winston zusammen und arbeitet als ehrenamtlicher Rentner im Trödelladen von Marjie. Diese nimmt Habseligkeiten von Verstorbenen aus städtischen Sozialwohnungen entgegen, die von einem Hausentrümpelungstrupp der Stadtverwaltung Birmingham übergeben werden, oder von Menschen, die sich von Dingen des täglichen Lebens trennen möchten. Eddie jedoch verwahrt heimlich Gegenstände in seiner Kommode, die für die Verstorbenen eine persönliche Bedeutung gehabt haben könnten und sich kaum verkaufen ließen.

Begegnung mit Bella und ein erster Kuss

Eines Tages spricht Eddie eine Frau im Laden an, die ihm bereits mehrfach durch ihre auffälligen pinkfarbenen Haare aufgefallen ist. Ihr Namensschild weist sie als Bella aus.

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Weserblick und Bücherträume – Friedas Neuanfang in Bremen

Cover von Weserblick und Bücherträume von Lena Häfermann

Rückkehr nach Bremen: Ein geplatzter Traum und ein Neuanfang

Frieda Papendiek kehrt nach dem geplatzten Traum, als Autorin in Schweden Karriere zu machen, mit Ende dreißig zurück in die Zwei-Zimmer-Dachwohnung ihrer Eltern Ingrid und Bernd in Bremen. Ihre Ehe mit dem erfolgreichen Unternehmensinhaber Jonathan Lundgren steht vor dem Aus, nachdem mit Astrid seine neue Liebe in die schicke Vier-Zimmer-Penthousewohnung eingezogen ist. Da Frieda, die vor dem Versuch, als Autorin durchzustarten, Biologie und BWL studiert hat, auf keinen Fall von Jonathan finanziell unterstützt werden möchte, geht sie zum Arbeitsamt. Dort empfiehlt man ihr ein Seminar im Bereich Media Marketing.

Begegnungen mit der Vergangenheit: Tom und die Freundinnen

Auf dem Nachhauseweg vom Seminar trifft Frieda auf Tom Bernhaupt, ihren ehemals besten Freund aus der Nachbarschaft. Er war ihre erste große Liebe, doch hat sie ihm das nie anvertraut.

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Amelia Earhart: Eine Frau, die den Himmel neu dachte

Cover von Die Himmelsrichtungen von Jo Lendle

Vom Rückzug ins Abenteuer

Jo Lendle zeichnet in seinem Roman Die Himmelsrichtungen das Leben der am 2. Juli 1937 im Pazifik verschollenen Flugpionierin Amelia Earhart nach. Schon in der Schule zieht sie sich zurück und ist lieber allein. Als sie Verwundete des Ersten Weltkriegs sieht, bricht sie das College ab und arbeitet freiwillig in einem Militärkrankenhaus.
Nach einem abgebrochenen Medizinstudium nimmt sie bei der Pilotin Neta Snook Flugstunden. Um die Kosten zu finanzieren, übernimmt Amelia verschiedene Jobs. In kurzer Zeit erwirbt sie die Pilotenlizenz und verlobt sich mit Samuel Chapman, genannt Sam.
1928 ist sie zwar nur Passagierin an Bord eines von Wilmer Stultz gesteuerten Flugzeugs, doch sie ist die erste Frau, die bei einem Nonstop-Flug über den Atlantik – mit Ziel Irland – an Bord ist.

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