Zwischen Pseudonym und Wahrheit: Der lange Weg der Vera Albach

Cover von Es könnte so einfach sein von Anne Handorf

Der Beginn einer ungewöhnlichen Karriere

Der Roman Es könnte so einfach sein von Anne Handorf erzählt die Geschichte der Bestsellerautorin Vera Albach, die sich als Schriftstellerin in einer Männerwelt behaupten muss. In den 1960er Jahren arbeitet sie als Stenotypistin im Vorzimmer von Gustav Bigalke, dem Inhaber eines familiengeführten Verlags für Romanhefte und Bücher.

Als Siegfried Dunckel, Autor der erfolgreichen Heftroman-Serie „Klinik am See“, ein unvollständiges Manuskript einreicht und danach nicht mehr erreichbar ist, überarbeitet Vera einige Stellen nach ihren Vorstellungen und vervollständigt das Werk. Bigalke ist am nächsten Morgen von ihrer Arbeit begeistert – und so geht Veras erster Heftroman in den Druck. Die Serie wird erfolgreicher als je zuvor. Vera erhält zwar einen Autorenvertrag, doch zu ihrem Leidwesen erscheinen die Romane weiterhin unter dem Namen Siegfried Dunckel.

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Weserblick und Bücherträume – Friedas Neuanfang in Bremen

Cover von Weserblick und Bücherträume von Lena Häfermann

Rückkehr nach Bremen: Ein geplatzter Traum und ein Neuanfang

Frieda Papendiek kehrt nach dem geplatzten Traum, als Autorin in Schweden Karriere zu machen, mit Ende dreißig zurück in die Zwei-Zimmer-Dachwohnung ihrer Eltern Ingrid und Bernd in Bremen. Ihre Ehe mit dem erfolgreichen Unternehmensinhaber Jonathan Lundgren steht vor dem Aus, nachdem mit Astrid seine neue Liebe in die schicke Vier-Zimmer-Penthousewohnung eingezogen ist. Da Frieda, die vor dem Versuch, als Autorin durchzustarten, Biologie und BWL studiert hat, auf keinen Fall von Jonathan finanziell unterstützt werden möchte, geht sie zum Arbeitsamt. Dort empfiehlt man ihr ein Seminar im Bereich Media Marketing.

Begegnungen mit der Vergangenheit: Tom und die Freundinnen

Auf dem Nachhauseweg vom Seminar trifft Frieda auf Tom Bernhaupt, ihren ehemals besten Freund aus der Nachbarschaft. Er war ihre erste große Liebe, doch hat sie ihm das nie anvertraut.

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Gefangen im Luxus – und plötzlich fallengelassen

Cover von Geparkt von Susanne Fröhlich

Ein Märchenbeginn mit Warnsignalen

Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin zieht Monika von Darmstadt nach Butzbach. Vor drei Jahren lernt sie über ein Partnerschaftsportal den dreizehn Jahre älteren Investmentbanker Sven kennen. Für das erste Treffen schlägt er ein Frankfurter Restaurant vor – ausgerechnet an einem Montag, an dem laut Homepage Ruhetag ist. Doch sie werden als einzige Gäste bewirtet, was Monika beeindruckt. Heute weiß sie: Sie hätte die Falle früher erkennen müssen. Aber damals fühlte sie sich geschmeichelt.

Sven zeigt sich großzügig, gibt ihr eine Zweitkreditkarte, die sie „ohne falsche Bescheidenheit“ nutzen soll, und rät ihr, den schlecht bezahlten Job zu kündigen, zu ihm zu ziehen und stattdessen Haushalt und Massagen für ihn zu übernehmen. Seine „Gazellenrakete“ solle lieber zum Friseur, Yoga oder zur Maniküre gehen.

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Drei Schwestern, ein Land im Umbruch – und Wahrheiten, die nicht länger schweigen

Cover von Glücklich sind die Mutigen von Beate Sauer

Zwischen Mauerfall, Karriere und zerbrochenen Beziehungen

Mit den zunehmenden Demonstrationen in Ostberlin setzt der letzte Teil Glücklich sind die Mutigen der Trilogie Die Fernsehschwestern ein. Die Journalistin Franka Vordemfelde möchte einerseits über die sich anbahnende Grenzöffnung berichten, andererseits die Premiere ihrer Tochter Joan besuchen, die sie nach dem Tod ihres Mannes Frieder allein großgezogen hat. Als Franka sich für den Beruf entscheidet, verschärft sich das ohnehin belastete Verhältnis zu Joan weiter.

Lilly Wenck, Fernsehansagerin und Frankas Zwillingsschwester, ist mit dem Programmdirektor des Saarländischen Rundfunks verheiratet – hat jedoch eine Affäre mit einem ebenfalls verheirateten Schauspieler. Die dritte Schwester, die Oscar‑nominierte Kostümbildnerin Eva Vordemfelde, plant mit ihrem Partner Chris den Umzug von Los Angeles nach München.

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Wenn Nachbarschaft zur Schicksalsgemeinschaft wird – vier Frauen, vier Leben, ein Haus voller Geheimnisse

Cover von Nachbarinnen von Ella Danz

Vera: Zwischen Pflege, Erschöpfung und dunklen Gedanken

Vera lebt in dem Roman Nachbarinnen von Ella Danz mit ihrem Ehemann Reinhold seit mehr als dreißig Jahren in einem Mehrfamilienhaus in Berlin. Doch seit ihr Mann vor drei Jahren an einem Aneurysma erkrankt ist und sich nicht mehr artikulieren kann, hat sich ihr Leben von einer Minute auf die andere radikal verändert. Reinhold ist zu einem Pflegefall geworden und beraubt sie ihrer Freiheiten. Am schlimmsten sind die Nächte, in denen sie bis zu zwei Mal für ihn aus dem Bett muss.

Während sie an einem Beitrag für eine Anthologie arbeitet, in dem jemand spurlos ins Jenseits befördert werden soll, überfallen Vera zuweilen Mordfantasien. Sie fragt sich, ob sie wirklich so weit gehen könnte, Reinhold umzubringen.

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