Sie ist zurück von André G. Schulz

Sie ist zurückLaut Statista waren im Jahr 2009 rund 70 Prozent der Deutschen mit den Politikern und Parteien unzufrieden und glaubten, durch Wahlversprechen belogen worden zu sein. Einer Erklärung der Bundeszentrale für politische Bildung ist zu entnehmen, dass vielen Bürgern die Politik zu kompliziert ist und sie der Meinung sind, „dass ihre Sorgen von den Politikern und Politikerinnen nicht ernst genug genommen würden“. Dies sind einige der Gründe für die zunehmende Politikverdrossenheit der Bürger, wozu sich auch der Protagonist in dem satirischen Roman Sie ist zurück* von André G. Schulz zählt: Der Frührentner Horst Nolte lebt im ostdeutschen Einödow, ist sechsundfünfzig Jahre alt und seit langem mit Erika verheiratet, der er ebenfalls überdrüssig geworden ist. Mit einem Feldstecher patrouilliert der ehemals bei der Reichsbahn Beschäftigte in seiner alten DDR-Uniform im Ort für die Sicherheit aller.

Als Horst von einer bevorstehenden Flüchtlingswelle erfährt, die Deutschland mit sieben Millionen wie ein Tsunami überrollen soll und sein untergetauchter Freund AA, dessen Deckname Max Mustermann lautet, seine Befürchtungen teilt, müssen die beiden handeln, zumal der Bürgermeister Gotthilf Guntermann in dem lediglich dreizehn Einwohner zählenden Einödow die doppelte Anzahl Flüchtlinge aufnehmen will.

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Die Politik und ihr Wahnsinn – Der Reichstag von Ralph Llewellyn

Die Politik und ihr Wahnsinn – Der ReichstagIm Januar 2017 finden sich während eines Symposiums irgendwo in Deutschland vier Immobilienmakler an der Hotelbar zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Hans Burchard ist Anfang vierzig, intelligent und wortgewandt. Er ist zuverlässig und lernfähig, doch leidet er unter einer Schmutzphobie und hadert mit seinem Schicksal, das ihn in die Welt der Immobilien geführt hat, wo es viele schmutzige Dinge zu sehen gibt. Frank Hauser steht an der Klippe des Untergangs, zu viel Alkohol und zu viele Frauen. Obwohl seine Geschäfte gut laufen, versucht er ein Gefühl der Leere zu ertränken. Susanne Christ betreibt die Immobilienakquise mit Charme und weiblicher Überzeugungskraft, wobei gelegentlich ein Maklervertrag durch sexuelle Dienste zustande kommt. Den gut gekleideten, schwulen Ronaldo Roy quälen sexuelle Selbstzweifel. Er ist Mitte dreißig und wurde gerade von seinem Liebhaber verlassen, der einen wesentlich älteren Millionär kennengelernt hat.

Während ihres Gesprächs stellen Frank, Hans, Susanne und Ronaldo schnell fest, was sie eigentlich verbindet: Immobilienmakler genießen in Deutschland kein hohes Ansehen und finden nur wenig Anerkennung für ihre Arbeit. Schuld an ihrem schlechten Ruf sind Politiker, die ihnen mit neuen Gesetzen das Leben schwer machen, um sich vor ihren Wählern zu profilieren.

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Die Kanzlerin – Eine Fiktion von Konstantin Richter

Die Kanzlerin - Eine FiktionWas geht im Kopf einer Bundeskanzlerin vor, wenn sie der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner im Bayreuther Festspielhaus beiwohnt? Gedanken, die sich Angela Merkel machen könnte, hat Konstantin Richter in seinem Roman „Die Kanzlerin – Eine Fiktion“ verarbeitet. Neben ihrem Mann Joachim Sauer sitzt sie in einer Loge und verfolgt nur mit mäßigem Interesse die Handlung auf der Bühne. Stattdessen setzt sie sich mit der Finanzkrise in Griechenland und dem aktuellen Flüchtlingsproblem auseinander. Sie erinnert sich an den Besuch eines Flüchtlingsheims in Heidenau, wo man sie auf Übelste beschimpft hat. In einem Gespräch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer um die Frage, wie viel Flüchtlinge Deutschland aufnehmen kann, hatte er sie davor gewarnt, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte. Und auch der Innenminister Thomas de Maizière warnte sie später, die Grenzen weiterhin geöffnet zu halten, weil wegen fehlender Pässe der Flüchtlinge nicht mehr kontrolliert werden kann, wer ins Land einreist.

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Westermann & Fräulein Gabriele von Katharina Münk

Westermann & Fräulein GabrieleDie Enthüllungen durch Edward Snowden im Zusammenhang mit den Ausspähaktionen der NSA lassen vermuten, dass streng vertrauliche Mitteilungen von einigen Staaten nur noch in analoger Form weitergereicht werden. Hinter vorgehaltener Hand, so wird gemunkelt, soll der russische Geheimdienst bereits Schreibmaschinen geordert haben, damit im Internet keine Spuren brisanter Dokumente gefunden werden. Um etwaigen Hackern die Möglichkeit einer Entschlüsselung zu nehmen, ist der bei IBT im Vorstand arbeitende Richard Westermann in dem Roman „Westermann & Fräulein Gabriele“ mit der Entwicklung einer ausspähsicheren Krypto-Box beauftragt. Sein Leben ist beherrscht von der digitalen Welt, die Teilnehmer bei Videokonferenzen nur noch zuschaltet. Doch als er durch ein Versehen an der Beerdigung des Schriftstellers Rupertus Höfer teilnimmt, sieht er auf dessen Sarg eine Schreibmaschine der Marke Olympia. Da er sie unbedingt in seinen Besitz bringen will, wendet er sich an Matthias Höfer, den Sohn des Verstorbenen.

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Wenn Gott aus dem Urlaub zurückkehrt: Eine himmlische Satire

Buchcover des Romans Gott bewahre

Himmlische Rückkehr mit irdischen Folgen

Im Zentralbüro des Himmels herrscht aus gutem Grund eine gewisse Unruhe: Gott kehrt aus seinem einwöchigen Urlaub zurück. Auch in der Ewigkeit vergeht die Zeit – nur sehr viel langsamer. Denn im Unterschied zur irdischen Zeit entspricht ein Tag im Himmel etwa siebenundfünfzig Erdenjahren. Als Gott zu seiner Reise in die entlegene himmlische Provinz aufbrach, schrieb man auf der Erde das Jahr 1609 – eine Epoche, die ihm enorme Freude bereitete. Bei seiner Rückkehr ist es auf der Erde bereits das Jahr 2011, und über vierhundert Jahre sind vergangen, die alles andere als ereignisarm waren.

Gott benötigt einen ganzen Vormittag, um sich über Kriege, Gräueltaten und den moralischen Verfall der Menschheit auf den neuesten Stand zu bringen. Entsetzt fragt er sich, wie das alles dermaßen aus dem Ruder laufen konnte.

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Zwischen Hallig und Hauptstadt: Ein satirischer Blick auf Politik und Bauwahn

Buchcover des Romans: Schlossplatz, Berlin

Unerwartete Auszeit auf der Hallig

Ein Bundestagsabgeordneter, dessen Tage mit Terminen ausgefüllt sind, wird für zwei Tage und Nächte auf einer Hallig zum Nichtstun verurteilt, nachdem sein Boot einen Motorschaden erlitten hat. Fischer schleppen das Boot ab, und er kommt bei Kathrin Knudson unter. Mit ihr läuft er durch das Wattenmeer – etwas, das er noch nie zuvor getan hat. Die Stunden, die er auf der Hallig verbringt, wo er sich zum ersten Mal richtig frei fühlt, werden sein Leben verändern.

Ein Bauprojekt der Superlative – und des Scheiterns

Der Abgeordnete ist Mitglied im Aufsichtsrat eines gigantischen Bauprojekts, das mitten im Herzen von Berlin entstehen soll. Nach den Plänen des Aufsichtsratsvorsitzenden Rödel soll eine weltweit einzigartige Badelandschaft entstehen – mit Anschluss an alle Bahnen und einen Flughafen, durchzogen vom Duft dreier Meere. Getragen von Säulen und überdacht mit einem gelben Glasdach, das sich öffnen lässt, wirkt das Projekt visionär.

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Bloß nicht nüchtern! – Ein satirischer Leitfaden durch den Feierwahnsinn

Cover von Ich kann da nicht nüchtern hin von Falko Löffler

Was Einladungen wirklich verraten

Wer eine Einladung zu einer Feier erhält und sich denkt „Ich kann da nicht nüchtern hin“, erfährt aus dem Buch von Falko Löffler zunächst, was ihm bereits die Form der Einladung über die geplante Festlichkeit verrät. Je nach gewähltem Veranstaltungsort werden unterschiedliche Erwartungen an den Gast gestellt, und natürlich gibt der Gastgeber mit der Auswahl der Dekoration einiges über die Absichten der Feier preis. Der Leser erhält Tipps zur angemessenen Kleidung, zu möglichen Gesprächsthemen und sogar dazu, welche Krankheiten er vortäuschen könnte, falls er der Feier lieber fernbleiben möchte.

Von runden Geburtstagen bis zur Hochzeit

Besonderes Augenmerk legt der Autor auf Einladungen zu runden Geburtstagen, wobei er jedem Jahrzehnt ein eigenes Kapitel widmet, da jedes seine eigenen Besonderheiten aufweist.

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Der alljährliche Wahnsinn von Werner Irro (Hrsg.)

Die besten Satiren zum Weihnachtsfest!

Der alljährliche WahnsinnAls Herausgeber der Anthologie Der alljährliche Wahnsinn* präsentiert Werner Irro dem Leser das Weihnachtsfest einmal nicht in der gewohnt besinnlichen Weise, denn in dem Buch möchte beispielsweise ein Ehepaar seinen heiratswilligen Töchtern zur Bescherung jeweils einen Mann schenken, oder ein Revolutionär beabsichtigt den Bart des Nikolaus anzuzünden. In einer Familie wird zum Fest nicht nur auf Geschenke verzichtet, sondern sogar auf den Weihnachtsbaum, weil der Vater in allem eine Gefahr wittert. Überhaupt ist die Abschaffung des Festes häufig ein Thema, wobei ein Mann seiner Frau vorrechnet, wie viel eingespart werden könnte, wenn das Fest wie ein Geburtstag einfach um ein paar Tage verschoben würde. Für ein Ehepaar besteht die Bescherung in einem Wohnungsbrand und ein anderes Paar reagiert mit Bestürzung, als sie hören, was der gemietete Weihnachtsmann den Kindern erzählt. Ein Enkel wird kurzerhand vor dem Fest von seiner Oma enterbt, Weihnachtsplätzchen misslingen, und in einem modernen Weihnachtsmärchen führt Gretel ihren Hänsel mittels GPS nach Hause.

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Satirische Weihnachten mit Hans Scheibner: Ein Blick in „Wer nimmt Oma?“

Buchcover der Anthologie Wer nimmt Oma?

Familienchaos und Geschenkestress

In einer von über vierzig Gedichten und Geschichten, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen, widmet sich Hans Scheibner in humorvoller Weise der Frage: Wer nimmt Oma? Wenn es unter ihren Kindern wieder einmal aufzuteilen gilt, bei wem sie den Heiligabend verbringen soll, ist Streit vorprogrammiert. Scheibner kritisiert in seinen Texten die Heuchelei der Menschen zu diesem sogenannten Friedensfest und die Tatsache, dass heutzutage immer teurere Geschenke gemacht werden. In einem Streitgespräch eines Ehepaares geht es darum, was mehr Freude bereitet: etwas zu bekommen oder etwas zu verschenken. Makaber wird es, wenn per Grundgesetz jedem Bürger aus Kostengründen nur noch fünfundsiebzig Lebensjahre zugestanden werden sollen.

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Die Insassen von Katharina Münk

Die InsassenDr. Wilhelm Löhring hat einfach verdrängt, dass er nicht mehr als Finanzvorstand bei Rüssling & Huber tätig ist und erscheint am Tag nach seiner Verabschiedung wie gewohnt in seinem Büro. Er glaubt an einen Komplott des Vorstands und will gegen den Aufhebungsvertrag klagen. So wird er in den Hochreitner-Trakt, einem exklusiven Bereich für wohlsituierte Patienten der psychiatrischen Klinik St. Ägidius, eingewiesen. Doch Löhring glaubt, seine Ehefrau habe die Klinik gekauft und er soll nun das Unternehmen sanieren. Er möchte die Klinik zum Premiumanbieter in der Psychiatrie machen, doch da die Klinikleitung nicht mit ihm kooperieren will, gibt er dem Gesellschafterausschuss schriftlich die Empfehlung, den Geschäftsführer Herrn Fechtner abzusetzen.

In einer Therapiegruppe trifft er auf Keith Winter, einen Finanzmanager von Benderman Ley, dessen seltsames Verhalten autistische Züge aufweist, und Hubert Wienkamp, den ehemaligen Personalchef eines großen Beratungsunternehmens, der an einem amnestischen Syndrom leidet und sich an zwanzig Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern kann.

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