Wenn die Demokratie ins Wanken gerät

Cover von Operation Machtergreifung von Jörg H. Trauboth

Ein Politthriller mit beunruhigender Nähe zur Gegenwart

Deutschland steht kurz vor der Bundestagswahl 2029. Immer mehr Schutzsuchende aus der Ukraine sowie Flüchtlinge und politisch Verfolgte aus Nord- und Zentralafrika strömen in die Bundesrepublik. Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer ist auf über zwanzig Millionen angestiegen. Die Partei für Deutschland (PfD) hat sich zu einer tonangebenden Kraft entwickelt, und ihre Chancen auf eine Regierungsübernahme stehen so gut wie nie zuvor. Ausdruck einer wachsenden Politikverdrossenheit ist eine dramatisch sinkende Wahlbeteiligung – viele Bürger haben den Glauben an die Politik verloren.

Deshalb plant Bundeskanzler Joachim Münster, an einem symbolträchtigen Ort eine Brandrede an die Nation zu halten, um eindringlich vor der drohenden braunen Gefahr zu warnen.

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Hybride Bedrohung im Schatten Europas – ein Politthriller, der wachrüttelt

Cover von Im Sog der Zersetzung von H. Dieter Neumann

Warum dieser Roman nicht in große Verlagsprogramme passt – und gerade deshalb gelesen werden sollte

Wie H. Dieter Neumann in einer Randnotiz zu seinem Politthriller Im Sog der Zersetzung feststellt, wollen Leser „nicht mit allzu realistischen Szenarien … belästigt werden“. Genau deshalb, so schreibt er, hätte sein beachtenswerter Roman kaum in das Programm eines großen deutschen Verlages gepasst. Doch wer sich nicht von heiler‑Welt‑Geschichten einlullen lassen möchte und angesichts zweifelhafter Sicherheitsgarantien der NATO durch die USA im Ernstfall beunruhigt ist, wird diesen „vor einem sehr realen Hintergrund spielenden“ Roman über den „hybriden Krieg, den Russland immer entschlossener … führt“, mit großem Interesse verfolgen.

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Ökorassismus: Eine schonungslose Analyse globaler Umweltungerechtigkeit

Cover von Ökorassismus von Ciani-Sophia Hoeder

Was bedeutet „Ökorassismus“?

Gleich im ersten Abschnitt ihres Sachbuchs Ökorassismus gibt Ciani-Sophia Hoeder eine prägnante Antwort auf die Frage, was mit dem Begriff gemeint ist: die ungleiche Verteilung von Umweltbelastungen, die über Krankheit oder längeres Leben entscheiden können. Sie macht deutlich, dass Weiße – die Verursacher der Klimakrise – auf Kosten Schwarzer Menschen leben, und das mit System. Während beispielsweise im Kongo, einem rohstoffreichen Land, selbst Kinder unter unmenschlichen Bedingungen in Minen schuften, demonstrieren Weiße ihre Macht und nutzen die Not der armen Bevölkerung aus. Gleichzeitig präsentieren wir stolz Smartphone, Laptop und E-Auto. Bei uns wären solche Arbeiten trotz vorhandener Ressourcen aufgrund von Umweltauflagen und hohen Personalkosten gar nicht realisierbar.

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Jagd nach der Wahrheit – ein Krimi, der näher an der Realität liegt, als einem lieb ist

Cover von Töten erlaubt von Sacha Jacqueroud

Ein junger Flüchtling auf der Suche nach seinem Freund

Arjun, dessen Vater in Afghanistan von den Taliban ermordet wurde und der vor vier Jahren mit einem Schlauchboot in Griechenland gestrandet ist, bevor er schließlich in einem Schweizer Asylzentrum unterkam, vermisst seinen afghanischen Freund Lan Guo. Seinem Heimleiter Herbert Kohler traut er nicht – und ergreift die Flucht.

Der türkische Taxifahrer Sherif erkennt seine Notlage, hilft ihm und bringt ihn zur Redaktion des Berner Kuriers. Dort reagiert die Redakteurin Desiree Winter entsetzt: Ein Passus aus der Medienmitteilung zur Bundesratssitzung wurde plötzlich gelöscht. Darin ging es darum, dass der Bund Beamten des chinesischen Ministeriums erlaubt, in die Schweiz einzureisen, um Landsleute aufzuspüren, die sich illegal im Land aufhalten.

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Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Die Unmöglichkeit des LebensGrace Winters, die ehemalige Mathematiklehrerin von Maurice, antwortet in dem Roman Die Unmöglichkeit des Lebens* auf seinen Brief mit der Geschichte ihres Lebens: Seit dem Tod ihres Ehemannes und Sohnes hat sie nur noch ein langweiliges Leben geführt und jedem Spaß entsagt. Doch dann erreicht sie ein Brief einer Anwaltskanzlei mit dem Inhalt, dass ihre einstige Schulkollegin Christina ihr eine Immobilie auf Ibiza vermacht hat. Obwohl sie nie auf diese irgendwie „anrüchige“ Insel wollte, ist sie dennoch neugierig und bucht einen Flug.

Zu Graces Erstaunen haben viele Bewohner bereits mit ihrem Erscheinen gerechnet. Sie erfährt, dass Christina ihren Tod vorhergesagt und dass sie mit Lieke eine Tochter hat, die als Djane jedes Jahr im Club Amnesia Platten auflegt. Bekannt ist, dass Christina einen mitternächtlichen Tauchgang gebucht hat, von dem sie nie zurückgekehrt ist. Beim Blick auf die Website der Tauchschule entdeckt Grace inmitten der Seegraswiese jene Halskette, die sie Christina vor langer Zeit geschenkt hat.

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Ich bin ja heut so glücklich von Charlotte Roth

Roman nach einem wahren Schicksal!

Ich bin ja heut so glücklichCharlotte Roth zeichnet in ihrem Roman Ich bin ja heut so glücklich* das kurze Leben der Sängerin und Schauspielerin Renate Müller nach: Ende des Jahres 1918 feiert ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn Lohse im oberbayerischen Emmering den ersten Jahreswechsel in Friedenszeiten. Renate Müller ist zu dem Zeitpunkt zwölf, der Nachbarsjunge Werner, überzeugt davon, eines Tages ihr Ehemann zu werden, fünfzehn Jahre alt. Fünf Jahre später verschweigt Renate ihrem Vater, dass sie beim Latinum in der ihr verhassten Schule durchgefallen ist. Da er jedoch von einer bestandenen Prüfung ausgeht, darf sie zur Belohnung Gesangsunterricht am Danziger Stadttheater nehmen. In dieser Stadt trifft sie zufällig auch Werner wieder, der ihr völlig mittellos gegenübersteht. Mit ihrem ersparten Geld greift sie dem Freund aus Kindheitstagen unter die Arme, damit sich dieser eine Existenz als Antiquitätenhändler aufbauen kann.

In Berlin sieht Renate im Jahr 1926 endlich ihre Chance gekommen, ihren Traum bei der Filmunternehmung UFA zu verwirklichen. Zwei Jahre später ist sie mit ersten Rollen am Theater zu sehen und zu Silvester 1930 nimmt sie bereits Gratulationen zu ihrem Erfolg entgegen.

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