Mut, Verlust und Hoffnung: Malias Kampf für die Orang-Utans

Cover von Berani - Malias mutige Mission von Michelle Kadarusman

Eine junge Aktivistin in Surabaya

Die dreizehnjährige Malia, die Greta Thunberg zum Vorbild hat und sich selbst als Aktivistin sieht, lebt nach dem Tod ihres Vaters allein mit ihrer Mutter in Surabaya, Indonesien. Für die Schule arbeitet sie an einer Präsentation, die sie mit einer Petition gegen den Anbau von Palmöl verbinden möchte. Denn für die Plantagen werden Regenwälder abgeholzt – Lebensraum der Orang-Utans.

Da viele Eltern ihrer Mitschüler vom Palmölanbau ihren Lebensunterhalt bestreiten, befürchtet Malias Mutter einen Gewissenskonflikt bei möglichen Unterzeichnern. Doch Malia schlägt die Warnungen ihrer Mutter in den Wind und bringt die Petition in Umlauf. Als ihre Klassenlehrerin alle Zettel einbehält, um zunächst das Einverständnis der Schulleitung einzuholen, geht Malia entschlossen noch einen Schritt weiter: Sie lädt die Petition online auf die Webseite ihrer Klasse hoch.

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Die Frau, die das Automobil in Bewegung setzte

Cover von Bertha Benz und die Straße der Träume von Alexander Schwarz

Eine Begegnung, die Geschichte schreibt

Wahrscheinlich ist es unmöglich, die Anzahl der heute weltweit fahrenden Autos auch nur annähernd zu beziffern. Umso erstaunlicher ist es, sich vorzustellen, dass noch vor rund eineinhalb Jahrhunderten kaum jemand an ein Fahrzeug glaubte, das sich ohne Pferde fortbewegen könnte.

Bis auf den Ingenieur Carl Benz, der in Alexander Schwarz’ Roman Bertha Benz und die Straße der Träume der vierzehnjährigen Bertha Ringer im Jahr 1863 erstmals in Pforzheim begegnet. Sie staunt über den jungen Mann, der zwischen zwei Rädern auf einem „hölzernen Apparat“ strampelt. Sechs Jahre später treffen sie sich bei einem Familienausflug wieder – und Bertha weiß beim Blick in seine Augen sofort, dass sie ihn heiraten möchte. Geduldig erzählt Carl von seinem Veloziped und seinem Traum, einen selbstfahrenden Apparat zu bauen, der ohne Pferde auskommt.

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Ein weißer Vogel in dunkler Zeit

Cover von White Bird - Wie ein Vogel von R.J. Palacio

Ein Anruf, der eine verdrängte Vergangenheit öffnet

Das Genre der Graphic Novels erfreut sich wachsender Beliebtheit, denn schon die Illustrationen sprechen unmittelbar das Gemüt an. R.J. Palacio wählt für ihre Graphic Novel White Bird – Wie ein Vogel einen Face‑Time‑Anruf zwischen Großmutter und Enkel als Rahmen. Darin berichtet die Grandmère von ihrer Vergangenheit als junges Mädchen im Krieg. Obwohl es ihr schwerfällt, darüber zu sprechen – was die Illustrationen eindrucksvoll zeigen –, erfüllt sie die Bitte ihres Enkels. Sie möchte, dass seine Generation versteht, was geschehen ist, und nicht zulässt, dass sich solche Ereignisse wiederholen.

Ein behütetes Leben, das plötzlich zerbricht

Als Sara Blum lebt sie in den 1930er‑Jahren glücklich mit ihren Eltern in einem kleinen französischen Ort. Der Vater ist Arzt, die Mutter Mathematikerin. Doch nach der Kapitulation vor den Deutschen verliert die Mutter aufgrund der antijüdischen Gesetze ihre Anstellung an der Universität.

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Ein weißer Vogel gegen das Vergessen

Cover von White Bird von R.J. Palacio und Erica S. Perl

Ein Anruf zwischen New York und Paris

Per Face‑Time‑Anruf telefoniert Julian aus New York City mit seiner Grandmère in Paris und bittet sie, für einen Schulaufsatz von ihrer Zeit als Mädchen im Krieg zu berichten. Obwohl die Erinnerungen schmerzen, beginnt sie zu erzählen: Sie wuchs mit ihren Eltern in einem kleinen französischen Dorf auf. Sara war verwöhnt, hatte hübsche Kleidung, Spielzeug und sogar ein Klavier. Ihr Vater, ein berühmter Arzt, und ihre Mutter, Dozentin an der Universität, führten ein sorgenfreies Leben – bis die Kapitulation vor den Deutschen im Jahr 1940 alles veränderte. Die Mutter verlor ihre Arbeit, und der zwölfjährigen Sara wurde sogar der Besuch einer Eisdiele verwehrt.

Ein Skizzenbuch, ein Außenseiter und die ersten Schatten

Eines Tages vergaß Sara ihr Skizzenbuch mit Vogelzeichnungen in der Schule. Ausgerechnet ihr Tischnachbar Julien Beaumier, den sie wie alle anderen ignorierte und mit dem sie nie ein Wort gewechselt hatte, brachte es ihr zurück.

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Wenn Freundschaft verschwindet – und neue Hoffnung entsteht

Cover von Dinge, die verschwinden von Kim Fupz Aakeson und Stian Hole

Ein Junge, der seinen besten Freund vermisst

Axel vermisst seinen Freund Bosse, der mit seinen Eltern nach Perth in Australien gezogen ist, wo der Vater eine neue Arbeit gefunden hat. Australien liegt auf der anderen Seite der Erdhalbkugel – viel zu weit weg für einen Besuch. Seitdem hat Axel in der Schule niemanden mehr, mit dem er spielen kann: Albert ist mit Gunnar befreundet, Mats mit Noah, und die Mädchen spielen untereinander. Für ihn bleibt niemand übrig.

Jedes Mal, wenn Axel auf seinem Schulweg an Bosses früherem Haus vorbeikommt, erinnert er sich an ihn.

Besuche im Pflegeheim und unbeantwortete Fragen

Gelegentlich besucht Axel seinen Opa im Pflegeheim, der sich nicht mehr an den Namen seines Enkels erinnern kann. Axel möchte wissen, ob Opa sich noch an Oma erinnert und ob sie ihm fehlt – doch er erhält keine Antwort.

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Warum uns Berge verändern – Gedanken zwischen Fels und Himmel

Cover von Höher steigen, weiter blicken von Bernd Ritschel

Worte, die tragen – Bilder, die berühren

Das Buch Höher steigen, weiter blicken von Bernd Ritschel vereint neunzehn Sprüche verschiedener Autorinnen und Autoren. Auf der jeweils gegenüberliegenden Seite findet sich ein vom Fotografen selbst aufgenommenes Bild aus den Alpen – aus Bayern, Österreich, der Schweiz oder Italien.

Die ausgewählten Texte erzählen vom Bergsteigen als Reise in die Welt und zugleich als Reise zu sich selbst. Zum Aufbruch gehört oft, sich zu überwinden, und nicht jeder herausfordernde Gipfel muss einem sympathisch sein. Eine Besteigung kann beschwerlich sein, belohnt jedoch mit atemberaubender Aussicht.

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Mut, Risiko und Wahrheit – Jugendliche entdecken die Macht der Whistleblower

Cover von Whistleblower Rebels von Benjamin und Christine Knödler

Zwanzig mutige Menschen, die Missstände aufdeckten

Benjamin und Christine Knödler stellen in ihrem Jugendbuch Whistleblower Rebels zwanzig Whistleblowerinnen und Whistleblower vor, denen jeweils ein ausdrucksstarkes, illustriertes Porträt von Felicitas Horstschäfer vorangestellt ist. Den Anfang macht der wohl weltweit bekannteste Whistleblower Edward Snowden, der für die Geheimdienste CIA und NSA arbeitete. In vielen Nächten sammelte er Beweise, schmuggelte sie an den Sicherheitssystemen vorbei und präsentierte sie schließlich in Hongkong.

Während Snowden in Russland Asyl erhielt, beantragten Julia Stepanowa und Witali Stepanow in den USA Schutz, nachdem sie den größten Sportskandal der Geschichte aufgedeckt hatten: Heimliche Aufnahmen belegten, dass im russischen Leistungssport systematisches Doping an der Tagesordnung war.

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Ein Hund namens Tulpe – und ein Griesgram, der sich verändern muss

Cover von Tulpe - Gewissen auf vier Pfoten von Thomas Letocha

Ein Schrebergarten, ein Unfall und ein unerwarteter Störenfried

Nachdem die Ehefrau von Karlheinz Kallemann vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, hat sich der Neunundsechzigjährige zu einem regelrechten „Kotzbrocken“ entwickelt. Er lebt seitdem allein in seinem kleinen Häuschen im Schrebergarten und ist bei allen Nachbarn als Nörgler, Miesepeter und unberechenbarer Griesgram verschrien.

Als eines Tages ein Hund seinen Weg kreuzt, gerät er beim Versuch, ihn zu verscheuchen, ins Straucheln und stürzt zu Boden. Beim Abendrundgang entdeckt Kallemann große Löcher in seinem geliebten Tulpenbeet. Sogar Blumenzwiebeln wurden herausgerissen – für ihn ist klar: Das war der Hund. Hinter dem Geräteschuppen entdeckt er ihn tatsächlich und macht Jagd auf seinen vermeintlichen Feind. Doch immer wieder landet er selbst auf dem Boden, bis er sich schließlich schmerzgeplagt ins Bett legt.

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Ein rätselhaftes Elefantenverhalten – und ein Mädchen mit besonderer Gabe

Cover von Das Tierpark-Team – Ein echt elefantöser Fall von Kirsten Vogel

Ein neuer Freund und ein verlorener Schlüssel

Anke und Sven Schäfer, die Eltern der elfjährigen Elli, arbeiten als Tierärzte in der Arche Nora. Auf dem Nachhauseweg von der Schule lernt Elli den neu hinzugezogenen Jungen Tom kennen, der bald in ihre Klasse gehen wird.

Als Elli eine aus dem Nest gefallene Meise entdeckt, klettert sie auf einen Baum, um sie zurückzulegen. Dabei reißt ihre Kette – besonders schmerzlich, da daran ein Schlüssel hängt, mit dem sie jederzeit ihre Schimpansenfreundin Bella besuchen kann.

Tom erfährt, dass das Elefantenhaus umgebaut wurde und die Tiere deshalb vorübergehend in andere Zoos verlegt werden mussten. Während die Bullen Amal und Ravi bereits zurück sind, warten alle gespannt auf die Rückkehr der Elefantenkuh Kira und ihres im fremden Zoo geborenen Babys Enno.

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