Mit Erbsen auf Soldaten von Barbara Schilling

Eine Freundschaft zwischen Fußball und Fliegeralarm!

Mit Erbsen auf SoldatenBei der Geburt von Egon im April 1933 stirbt seine Mutter Anna und der kleine Junge wird von einer Pflegemutter zur nächsten gereicht. Das ändert sich erst, als sich sein Vater mit Annemarie vermählt, die sich liebevoll um Egon kümmert. Seine Leidenschaft gilt dem Fußballspiel sowie dem Verein Hertha BSC Berlin und er träumt davon, einmal in letzter Minute ein entscheidendes Tor zu schießen. Egon mag anfangs den neu hinzugezogenen Jungen Karl-Heinz, kurz Kalle, gar nicht. Doch dann muss er notgedrungen mit ihm in einer Mannschaft spielen. Langsam freunden sich die beiden an, kleben Sammelbilder der Fußballstars in Alben ein, sehen den Mädchen scheu hinterher und schießen „Mit Erbsen auf Soldaten“. Eines Tages erreicht Egons Vater der Gestellungsbefehl.

Der Krieg beschert ewigen Hunger und beim Blick in den leeren Kühlschrank träumt Egon von Sonntagsbraten und Eierkuchen mit Blaubeeren. In Trümmern sucht er nach Essbarem und teilt das Wenige noch mit seinem Kumpel Heinrich und seiner Familie, denen es noch schlechter geht.

weiterlesenMit Erbsen auf Soldaten von Barbara Schilling

Jahre des Donners von Hannsdieter Loy

Mein Leben mit dem Starfighter!

Jahre des DonnersIn dem Buch „Jahre des Donners – Mein Leben mit dem Starfighter“ hat Hannsdieter Loy seine eigenen Erfahrungen und die seiner Fliegerkameraden mit dem Kampfflugzeug niedergeschrieben. Die vielen Abstürze mit der F-104G, die liebevoll nur Hundertvier genannt wurde, führt er u.a. darauf zurück, dass die Maschinen immer ungeschützt im Freien standen und die Feuchtigkeit so die empfindliche Elektronik angreifen konnte. Allein 1965 gab es 26 Abstürze, die 17 Piloten das Leben gekostet hat. Der Autor selbst hat so vierzig seiner Kameraden zu Grabe getragen. Erst mit dem Bau von Sheltern (Flugzeuggaragen) sank die Unfallrate. An dem herrschenden Mangel von geeignetem Fachpersonal und dem stagnierenden Erfahrungsstand der Piloten änderte das freilich nichts. Der sich daraus ergebende Teufelskreis wäre nach Meinung des Autors mit jedem anderen Flugzeugtyp auch entstanden.

Der Starfighter konnte in weniger als fünf Minuten aus dem Stand auf mehr als die doppelte Schallgeschwindigkeit beschleunigen. Für einen Piloten war er damit in der Startphase schneller, als sein eigenes Gehirn denken konnte.

weiterlesenJahre des Donners von Hannsdieter Loy

Zwischen Schuld, Schweigen und Stoizismus – Georg Unterholzners „Mörderlatein“ im Spiegel Epiktets

Buchcover des Kriminalromans Mörderlatein

Eine nächtliche Entdeckung mit Folgen

„Anytos und Meletos können mich zwar töten, aber schaden können sie mir nicht.“ – Dieser zentrale Gedanke aus Epiktets Handbüchlein der Moral* spielt eine Schlüsselrolle in Georg Unterholzners Kriminalroman Mörderlatein*.

Nach einem Pink-Floyd-Konzert fahren die Freunde Max und Kaspar mit dem Motorrad zurück ins Kloster-Internat Heiligenbeuern. Im Licht der Scheinwerfer entdecken sie einen Unfallwagen: Ein dunkelblauer Jaguar ist von der Straße abgekommen und hat einige Sträucher mitgerissen. Das Auto weist nur geringe Schäden auf, doch der Fahrer – äußerlich unverletzt – ist tot. Die beiden können die Polizei nicht verständigen, da sie sich unerlaubt aus dem Internat entfernt haben. Kurz vor dem Abitur würde ein Verweis schwer wiegen. Als sich ein anderer Wagen nähert, fliehen Max und Kaspar.

weiterlesenZwischen Schuld, Schweigen und Stoizismus – Georg Unterholzners „Mörderlatein“ im Spiegel Epiktets

Kindheit im Schatten des Krieges – Eine bewegende Reise durch Barbara Schillings Roman

Cover von Meine Berliner Kindheit von Barbara Schilling

Ein Leben, das mit Angst beginnt

Der Roman Meine Berliner Kindheit von Barbara Schilling beginnt mit der Geburt der kleinen Helene im Mai 1939 in Berlin. Ihre Mutter ist erst 16 Jahre alt, den Vater lernt das Mädchen nie kennen. Kurz darauf bricht der Krieg aus. Helene verbringt unzählige Stunden voller Angst in Luftschutzbunkern, während draußen die Bomben fallen.

Ihr Alltag besteht aus Hunger, Begegnungen mit Flüchtlingen und Ausgebombten. Frieden bedeutet für sie vor allem eines: endlich ruhigere Nächte. Die Schreckensmeldungen über gefallene oder gefangene Soldaten prägen ihr Weltbild – Überleben ist das Einzige, was zählt, notfalls auf Kosten anderer.

Beim Spielen in den Ruinen kommt sie eines Tages mit verseuchtem Wasser in Berührung und erkrankt schwer. Zu Weihnachten 1944 wünscht sie sich nichts sehnlicher als ein ganzes Brot – ein Wunsch, der viel über die Härte dieser Zeit verrät.

weiterlesenKindheit im Schatten des Krieges – Eine bewegende Reise durch Barbara Schillings Roman