Stille Nacht, Schicht im Schacht von Margit Kruse

Stille Nacht, Schicht im SchachtDie Privatermittlerin Margareta will mit ihrem Lebensgefährten Thomas Scheffel, 1. Hauptkommissar in Buer, sowie ihrer Mutter Waltraud den bevorstehenden Heiligabend verbringen. Als ihre Mutter einfach wegbleibt, ist Margareta darüber nicht einmal böse. Erst am nächsten Tag, als Waltraud nicht zu erreichen ist, macht sie sich Sorgen und fährt entschlossen zu ihr. Dort sieht sich Margareta einem Chaos gegenüber, und was noch schlimmer ist: Anni, die beste Freundin ihrer Mutter, liegt mit blutverschmiertem Kopf im Bett. Umgehend benachrichtigt Margareta ihren Lebensgefährten Thomas und steckt geistesgegenwärtig Waltrauds Notizbuch ein, bevor es die Polizei in die Hände bekommt.

Als Privatermittlerin will Margareta natürlich die Nase vorn haben und kramt aus dem Altpapier ein Buch über die Raunächte, die zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar als magische Zeit gelten. Den Schamanen Hemavati, der auf seiner Webseite den Namen Norbert Schauerte trägt und den ihre Mutter erst kürzlich kennengelernt hat, verdächtigt sie als ersten, weil Waltraud ihn laut des Notizbuches am Nachmittag des Heiligabends erwartet hat.

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Henriette Hirschfeld-Tiburtius – Eine Pionierin der Zahnmedizin in Deutschland

Buchcover des Romans Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände von Sabine Trinkaus

Der mutige Weg einer Frau gegen gesellschaftliche Zwänge

Sabine Trinkaus zeichnet in ihrem Roman Henriette – Ärztin gegen alle Widerstände* das bemerkenswerte Leben der ersten in Deutschland praktizierenden Zahnärztin Henriette Therese Margaretha Hirschfeld-Tiburtius nach. Schon früh erkennt Henriette, anders als ihre Freundin Friederike, dass ihr Lebensweg nicht in Ehe und Mutterschaft liegt. Heimlich lernt sie Latein bei ihrem Bruder – ein Privileg, das Mädchen damals verwehrt bleibt. Als sie endlich die Erlaubnis ihrer Eltern erhält, im Lazarett zu arbeiten, wird sie enttäuscht: Ihr Alter ist zu gering. Verständnis erfährt sie allein von ihrer jüngeren Schwester Emilie.

Zwangsehe und der Bruch mit Konventionen

Nach nur vier Monaten muss Henriette ihr schulisches Vorhaben an der höheren Töchterschule in Hamburg aufgrund eines familiären Ereignisses abbrechen.

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Nachbarinnen von Ella Danz

NachbarinnenVera lebt in dem Roman Nachbarinnen* von Ella Danz mit ihrem Ehemann Reinhold seit mehr als dreißig Jahren in einem Mehrfamilienhaus in Berlin. Doch seid ihr Mann vor drei Jahren an einem Aneurysma erkrankt ist und sich nicht mehr artikulieren kann, hat sich ihr Leben von einer Minute auf die andere radikal verändert. Reinhold ist zu einem Pflegefall geworden und beraubt sie ihrer Freiheiten. Am Schlimmsten ist es nachts, wenn sie für ihn bis zu zwei Mal aus dem Bett muss. Da sie an einem Beitrag für eine Anthologie arbeitet, in der Jemand ohne Spuren ins Jenseits befördert werden soll, befallen Vera zuweilen Mordfantasien und sie fragt sich, ob sie wirklich so weit gehen möchte, Reinhold umzubringen.

Jenny ist mit ihrem Lebensgefährten erst neu hinzugezogen und froh, ihre Arbeit als Webdesignerin von zu Hause aus machen zu können. Vor zwei Jahren hatte sie eine Fehlgeburt und hofft seitdem vergeblich auf eine erneute Schwangerschaft.

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Otto Leege – Der Pionier des Naturschutzes auf Memmert

Buchcover des Romans Memmertsand

Vom Schüler zum Lehrer: Otto Leege und sein früher Werdegang

Im Alter von rund sechzig Jahren erzählt der 1862 in Uelsen geborene Volksschullehrer Otto Leege, inzwischen in zweiter Ehe mit Engeline verheiratet und zum achten Mal Vater, seinen Schülern von seinem bewegten Leben. Seine botanisch versierte Mutter weckte früh seinen Wissensdurst. Als die Frage nach der beruflichen Zukunft aufkam, unterstützte ihn sein Lehrer mit dem Vorschlag, die Laufbahn eines Schulmeisters einzuschlagen.

Während seiner Ausbildung in Aurich erkundete Otto neugierig die Natur und lernte von seinen Weggefährten. Früh begann er, seine Beobachtungen in einem Tagebuch festzuhalten. Bei einem Ausflug nach Norderney faszinierte ihn die einzigartige Pflanzen- und Vogelwelt so sehr, dass er am liebsten dort geblieben wäre.

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Buchrezension: Letztes Kapitel Hannover von Claudia Rimkus

Ein Krimi voller Rätsel, Lokalkolorit und ungewöhnlicher Ermittler

Cover des Buches Letztes Kapitel Hannover

Ein Mord beim Krimifestival in Hannover

Im Hotelzimmer wird die Leiche des erfolgreichen Krimiautors Erpo Tennstedt aus Hildesheim entdeckt. Tennstedt war bereits für das Krimifestival in Hannover angereist, als ihn sein Schicksal ereilte. Auf seinem Nachttisch liegt ein Zettel mit der mysteriösen Nachricht: „Tod dem König“. Dieser Fund stellt Hauptkommissar Hannes Bremer, seine Kollegin Pia Wagner und die ehemalige Kriminalarchivarin Charlotte Stern vor ein Rätsel.

Charlotte vermutet, dass der Täter – der seinem Opfer die Kehle durchschnitten hat – den Mord aus einem bekannten Tennstedt-Romane kopiert haben könnte. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem renommierten forensischen Psychologen Prof. Philipp Thaler, geht sie von weiteren Morden aus. Beide leben in einer ungewöhnlichen Senioren-WG, deren Mitglieder bald selbst ins Zentrum des Geschehens rücken.

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Wie du es willst! von Isabella Anders

Wie du es willst!Laura Lumatti erhält von ihrem ehemaligen Auftraggeber Sebastian Distler einen Anruf betreffend Schwarzgeldgeschäft und Schmuggel mit der Vorgabe, in den Mülleimer zu schauen, wo sie einen Revolver und viel Geld entdeckt. Beides wäre von der Firma, sie solle sofort damit fliehen und die Stadt verlassen, da sie unter Mordverdacht stände. Tatsächlich sieht sie schon vor ihrem Haus die Polizei vorfahren und verlässt überstürzt durch den Hintereingang ihre Wohnung. Ohne Papiere und nur mit etwas Bargeld ausgerüstet flieht sie aus Angst, wieder im Gefängnis zu landen, mit dem Zug von Nürnberg nach Stuttgart, wo ihr ehemaliger Freund Sven De Luca wohnt, den sie vor Jahren verlassen hat.

Sven zeigt sich überrascht, als ihn Laura um Hilfe anbettelt. Sie würde wegen Mordes gesucht, sei jedoch unschuldig. Obwohl er sie am liebsten sofort weggeschickt hätte, berät er sich mit dem ehemaligen Privatermittler Anton Berger, seinem Freund und Bewohner der Seniorenresidenz Marven, dessen Geschäftsführer er ist.

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Falkensturz von Bernd Köstering

FalkensturzRentner Herbert Falke, ein ehemaliger Journalist, liest mit seinem besten Freund Gianni Mussner im Offenbach Kurier von einem Handtaschenraub an einer alten Dame, was augenblicklich sein detektivisches Interesse weckt. Bei seinen privaten Recherchen fällt auf, dass der Dieb mit genau dem Fahrrad unterwegs war, das seiner Enkelin Franziska gestohlen wurde. Um den Dieb zu stellen, verzichten Franziska und er trotz Freikarten auf ein wichtiges Spiel der Offenbacher Kickers. Für Herbert gibt es aber auch noch einen weiteren Fall, denn nachdem Alfred Sival wiederholt in seinem Briefkasten eine Todesanzeige mit seinem Namen vorgefunden hat, erhält er dieses Mal eine Anzeige mit dem genauen Todesdatum in zwei Wochen. Da er eine Abneigung gegenüber der Polizei hat, soll Herbert den unbekannten Absender ausfindig machen.

Herbert Falke erfährt von seiner Enkelin, dass Alex Halima, einer ihrer Mitschüler, aufgrund eines anonymen Anrufes verdächtigt wird, den tot aufgefundenen Trinkhallenbesitzer Berthold Nowak ermordet zu haben.

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Eiffels Schuld von Stefan Haenni

Das größte Eisenbahnunglück der Schweiz

Eiffels SchuldAm 14. Juni 1891 wurde die Schweiz vom größten Eisenbahnunglück in der Geschichte heimgesucht. Annähernd zweihundert Passagiere wurden teils schwer verletzt, dreiundsiebzig fanden den Tod. Zu den Überlebenden zählte Ida Gutzwiller Gysin, die ihrem Sohn Willi siebzig Jahre später ein Geheimnis anvertraut: Ein Jahr vor dem Unglück verlobt sich die Achtzehnjährige mit Wilhelm Münch, der plötzlich spurlos verschwindet. Selbst ein vom Vater engagierter Privatdetektiv kann den jungen Mann nicht aufspüren. Da Ida ein Kind erwartet, gibt sie den Avancen von Karl Gutzwiller nach und heiratet ihn. Mit dem inzwischen geborenen Sohn Willi auf dem Arm will das Ehepaar einen Ausflug nach Münchenstein bei Basel zu einem Bezirkssängerfest machen. Noch ahnt niemand, dass der Zug sein Ziel nicht erreichen wird.

Im Jahr 1879 bewirbt sich der junge Ingenieur Maurice Koechlin in Paris bei Alexandre Gustave Eiffel. Schnell werden sich die beiden Ingenieure einig und Koechlin erhält einen ersten Auftrag.

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Pietà – Steinerner Tod von Alex Thomas

Pietà - Steinerner TodDie Pietà stellt den vom Kreuz genommenen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegten Leichnam Jesu dar. In der bildenden Kunst ist die von Michelangelo geschaffene und im Petersdom zu bewundernde Pietà aus Marmor das bekannteste Werk dieser Art. Unter dem Brandenburger Tor entdecken Touristen in dem Thriller von Alex Thomas eine Frau sowie einen Mann, den sie in ihren Armen hält und der wie sie unbekleidet und dazu mit bronzener Farbe und Blut beschmiert ist. Als Kriminalkommissarin Annetta Niedlich am Tatort eintrifft, hat man die Frau, die im Gegensatz zu dem Mann noch lebt, bereits in die Charité verlegt. Der von Niedlich bewunderte Dr. Ralf Lewandowski richtet ihr von Kriminaldirektor Kurt Monsen aus, dass sie dem wegen eines Herzleidens schon aus dem Dienst geschiedenen, doch für den Fall reaktivierten Polizeihauptkommissar Magnus Böhm assistieren soll, der vor vierzehn Jahren in Rom einen Killer, der Menschenskulpturen präsentierte, gejagt und nicht gefasst hat.

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Mörderisches Westfalen – Wenn der Tod aus jeder Ecke winkt

Buchcover von Mörderisches aus Westfalen

Kein Ort zu heilig fürs Verbrechen

In den zwölf Kriminalgeschichten Mörderisches aus Westfalen* von Margit Kruse scheint kein Winkel des Landes sicher. Mord geschieht auf Reiter- und Bauernhöfen, an idyllischen Talsperren, in Kornbrennereien – ja selbst ein Schlosspark im Klostergarten wird zur Kulisse für ein Verbrechen. Tote werden an Bäumen aufgehängt gefunden, ersticken in Räucherkammern, durchbohrt von Mistgabeln oder gar unter Mühlrädern zerquetscht. Manchmal endet ein Leben unter einem Holzhammer, manchmal unter einer glühenden Schmiedezange.

Wenn Tod und Tragik sich kreuzen

Die Geschichten zeigen, dass jeder zum Täter oder Opfer werden kann – ob aus Liebe, Gleichgültigkeit oder durch unglückliche Umstände. Einer stirbt, weil er gleichgeschlechtlich liebt.

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