Margareta Sommerfeld beobachtet zwei Tage vor Heiligabend von ihrem Arbeitsplatz einen Überfall auf eine Filiale der Deutschen Bank in Gelsenkirchen-Buer. Da nicht nur der Erste Hauptkommissar Helmut Blauländer zugegen ist, sondern auch noch ein Notarztwagen, kombiniert die Hobbydetektivin, dass es zumindest einen Toten geben muss. Wie sie erfährt, handelt es sich dabei um den Auszubildenden André, der dem Täter im Weg gestanden haben soll. Margaretas Spürsinn ist geweckt und sie kommt auf dem Weihnachtsmarkt mit dem obdachlosen Felix ins Gespräch, dem etwas aufgefallen sein könnte. Kurzerhand lädt sie ihn dazu ein, die Feiertage bei ihr zu verbringen.

Tatsächlich geht ihre Rechnung auf, als er ihr neben Alfred, dem Besitzer einer Mandelbude, und dem Hähnchenanbieter Bodo mit Kluge, dem Besitzer eines Autohauses, einen weiteren Verdächtigen präsentiert. Margareta muss diesem unbedingt auf den Zahn fühlen und verschafft sich gemeinsam mit Felix, dem das allerdings gar nicht behagt, unerlaubten Zutritt zu seinem Wohnhaus. Nichts ahnend wird sie allerdings dort mit einer Überraschung konfrontiert. Von diesem Moment läuft alles anders als geplant, denn Margareta war für den 2. Weihnachtstag bei ihrer Mutter Waltraud eingeladen, wo es einen Gänsebraten geben sollte. Stattdessen muss sie die Tage in Gefangenschaft verbringen! Felix, dem offensichtlich die Flucht gelang, ist nun ihre einzige Hoffnung, sofern sie sich nicht in ihm getäuscht hat und er sie im Stich lässt. Weiterlesen »

Am 6. November 1946 kommt Karl-Heinz Sadrozinski zur Welt. Bevor er vom Ehepaar Bartsch aufgenommen wird und den Namen Jürgen führt, kümmern sich Krankenschwestern in einer Klinik um ihn. Eine der Schwestern ist auch weiterhin als Kindermädchen für ihn zuständig, darf den Kleinen lediglich versorgen, ihm aber keinerlei Zuwendung zuteil werden lassen. Die Adoptiveltern, die häufig miteinander streiten, überlassen das Kind häufig sich selbst, das in einem dunklen Raum hinter vergitterten Fenstern wohnt und nur selten nach draußen kommt. Das Kindermädchen sieht häufig blaue Flecken an dem Jungen, der ihr Mitleid erregt.

In der Schule gilt Jürgen Bartsch als Außenseiter, und wie ein wenige Jahre älterer Schüler erklärt, ist er ein „verzärteltes Mamakind“, das sich für etwas Besseres hält, ängstlich ist und Geld dafür bezahlt, nicht verhauen zu werden. Für drei Jahre kommt Jürgen in das Internat Marienhausen, wo er sich gegen die Übergriffe pädophil veranlagter Pater nicht wehren kann. Bereits als Fünfzehnjähriger spricht Jürgen Bartsch, der eine Metzgerlehre beginnt, einen Achtjährigen auf der Kirmes an, missbraucht und erschlägt ihn. Einem Geistlichen vertraut er seinen größten Wunsch an, „ein Kind bei lebendigem Leibe aufzuschlitzen, um ein pochendes Herz in Händen halten zu können!“ Weiterlesen »

Falko Cornelsen, Kriminalhauptkommissar in Lüneburg, ist von seiner Frau enttäuscht, die ihn seit Monaten betrogen hat. Um Abstand zu gewinnen, fährt er zu seinem Freund und Amtskollegen Oliver König nach Flensburg. Als dieser einen Anruf erhält und sofort zu einer Leiche gerufen wird, entscheidet sich Falko spontan, Oliver und dessen Kollegen Stefan zum Tatort zu begleiten. Die Fahrt führt sie zu einem als Versicherungsbüro getarnten SM-Club, und der Notarzt kann bei Klaus Deepenbrock, einem Rechtsanwalt, eine natürliche Todesursache trotz Fesselungsspuren und diverser Strangulationswunden nicht ausschließen. Wie es scheint, ist der Mann an einem Herzinfarkt verstorben. Doch dann fällt bei der Obduktion eine Einstichstelle auf, die sowohl im Kopf, als auch in der Fetischmaske, die Deepenbrock getragen hatte, vorhanden ist. Falko lässt sich nicht lange von Oliver bitten, den Fall gemeinsam mit ihm aufzuklären und sogar die Leitung zu übernehmen, da er für seine eigenwillige Vorgehensweise, sich durch Autosuggestion in Trance zu versetzen und so über sein Unterbewusstsein zur Aufklärung eines Falles beizutragen, bekannt ist.

Für Falko und Oliver steht fest, dass entweder Alexandra Brunner, die für Deepenbrock zuständige Domina, oder ihre Mitarbeiterin Helena die tödliche Spritze verabreicht haben muss, sofern nicht weitere Personen im Club zugegen waren. Doch das bestreiten beide Frauen. Sie können sich den Mord nicht erklären und wollen nichts Ungewöhnliches bemerkt haben. Weiterlesen »

Kommissar Stefan Kornblum von der Kripo Gelsenkirchen gefällt es gar nicht, dass er eines Morgens zusammen mit seiner Geliebten, der Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld, eine Tote mit eingeschlagenem Schädel und einem Gläschen Rosensalz in der Hand direkt am Wohnturm von Margareta findet. Er fürchtet, dass sie sich wieder in seine Ermittlungen einmischen wird, zumal sie die Tote, Barbara Fischer kennt, die einer Kochrunde von vier Frauen angehörte. Dann wird auch noch Inge, eine Nachbarin von Margareta und weiteres Mitglied der Kochrunde, vermisst. Conni und Susanne bleiben als einzige dieser Runde übrig und fürchten nun um ihr Leben. Sie bitten Margareta um Hilfe, da sie in der Vergangenheit bereits ihre kriminalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Die ist allerdings von ihrem Freund Stefan enttäuscht, weil sie von ihm keine Unterstützung zu erwarten hat, obwohl er zur SoKo Fischer gehört. Als er auch noch abfällige Bemerkungen über die Leute in ihrer Zechensiedlung macht, ist sie mehr als verärgert und begibt sich nun erst recht auf die Suche nach dem Mörder.

Nachdem sich bei Margaretas Mutter Waltraud der ihr verhasste Onkel Gernot einquartiert hat, liegen ihre Nerven ohnehin blank. Es würde sie gar nicht wundern, wenn dieser Lüstling hinter dem Mord an Barbara und dem Verschwinden von Inge steckt. Weiterlesen »

Die Reihe „Wer mordet schon…“ vereint Kriminalgeschichten einer Region mit dazugehörigen Freizeittipps, die sich in Form von Anmerkungen dem jeweiligen Kurzkrimi anschließen. Bei Birgit Ebbert werden in ihrem Buch Wer mordet schon im Ruhrgebiet? die Konzertbesucher aufgefordert nach Hause zu gehen, nachdem das letzte Stündlein eines Maestros geschlagen hat. Ein roter Schuh führt zu einer Leiche, ein Teilnehmer eines Klassentreffens kann den Heimweg nicht mehr antreten, und einem Menschen wird ein Kunstraub zum Verhängnis. Ausgerechnet in einem Bayern-Trikot findet ein BVB-Betreuer ein Ende, und anhand einer Visitenkarte kann ein Mörder überführt werden. In einem Schmetterlingshaus wird ein Parkwächter erschlagen aufgefunden. Ein Hund richtet einen Schäfer übel im Gesicht zu, und ein Mitglied eines Hexenzirkels treibt in einer Gräfte. Auf einem Schiff wird ein Tourbegleiter ermordet, wobei seine Tätowierung den Täter verrät, und ein Bloggertreffen fordert gleich drei Menschenleben.

Bei den Krimis von Birgit Ebbert steht die Auflösung der Morde im Vordergrund, denn ihre Ausführung wird nicht thematisiert. Vielmehr ist es so, dass private Ermittler ganz zufällig bei einem Spaziergang auf etwas Verdächtiges stoßen, was letztlich zu einer weiteren Leiche führt. Dabei bedient sich die Autorin im Wechsel dreier Hobbydetektive: Zum einen Hannes Haarmann, ein ehemaliger Bergmann, der mit einem Polizeihund gerne durch die Lande streift; Sven Kempelmann ist Musiker bei der Band „Wildscheine“, übernachtet gerne in seinem alten VW-Bus „Spritty“ und hält alles Wichtige auf seinem Laptop „Lappi8“ fest; die Dritte im Bunde ist Buchhändlerin Anja Henke (die aus unerfindlichen Gründen im Klappentext Anja Kleine heißt) mit ihrem Mann Oliver und den Kindern Tobias und Ida. Weiterlesen »

„Wer mordet schon…“ ist eine Reihe von kriminellen Freizeitführern, die zu den unterschiedlichsten Gegenden in Deutschland Freizeittipps liefert, die wiederum von den jeweiligen Autoren geschickt in Kurzkrimis eingearbeitet wurden. In elf Geschichten schreibt Margit Kruse in Wer mordet schon im Hochsauerland? von einem vergifteten Finanzbeamten und weiter von einem Mann, der unter Schneemassen begraben liegt, nur weil ihm ein Glas Wasser verweigert wurde. Seiner Aufdringlichkeit fällt ein Vertreter zum Opfer, und ein nur mit einer knappen roten Unterhose Bekleideter wird abgeführt, während Freunde einem Forellenzüchter übel mitspielen, wodurch einer von ihnen ein tödliches Ende im Teich findet. Gestorben wird aber auch in einem Heilstollen, wobei der Kommissar zu klären hat, ob es sich um einen Unfall oder Mord gehandelt hat.

Bei einem Gewerkschaftsausflug wird einem Mitglied sein rotes Poloshirt zum Verhängnis und seinem Mörder Gleichgewichtsprobleme. Ein Knappenchormitglied muss samt Grubenlampe auf Nimmerwiedersehen verschwinden, weil er sich niemals von ihr trennen würde, und Goldmünzen kosten sowohl einem Bergmann, als auch einem Steiger das Leben. An den Kragen geht es einem vermeintlichen Handelsvertreter, alte Studienkollegen demütigen und reizen ihren früheren Kommilitonen und heutigen Förster bis aufs Blut, und ein eifersüchtiger Mann sieht rot. Weiterlesen »

Die aus Dresden stammende und gelernte Krankenschwester Ines Behrendt hat sich am LIPA beworben, dem Liverpool Institute for Performing Arts, einer von Paul McCartney gegründeten Universität, und ist stolz darauf, dass sie angenommen wurde. Mit ihrer Freundin Janine, die aus Berlin zu Besuch gekommen ist, unternehmen die beiden jungen Frauen einen abendlichen Kreuzzug durch die Kneipen und Bars von Liverpool. Sie treffen den talentierten John Raymond, den Ines als ihren Studienkollegen vorstellt.

Nach der Abreise von Janine wird Christopher Henley, der Chef des legendären Cavern Clubs, tot aufgefunden. John wird festgenommen, weil er zuvor einen Streit mit Henley hatte. Von einem Polizisten erfährt Ines, für die John mittlerweile mehr als nur ein Studienkollege ist, dass er der Polizei als ehemaliger Junkie bekannt ist. Von Johns Mitbewohner Mark hört Ines, dass Nicolas Olsen, der sich auf der Suche nach Talenten bei ihr bereits vorgestellt hat, eine Beatles-City mit Einbeziehung des Cavern Clubs plant. Doch dann wird John freigelassen und dafür sein Freund Thomas Duncan, der Chef vom Cabin Club, verhaftet. Obwohl John das Land nicht verlassen darf, fliegt er mit Ines nach Berlin. Sie wollen den von ihnen verdächtigten Olsen dort aufsuchen, weil sie nicht an eine Einigung von Olsen mit dem ermordeten Henley glauben. Prompt wird John bei der Wiedereinreise verhaftet, womit sein Abschluss bei der LIPA gefährdet ist. Ausgerechnet die alte Mrs Englewood, Ines Vermieterin, scheint ihre einzige Hilfe zu sein. Weiterlesen »

Der Privatermittler und ehemalige Polizist Robert Kettner, von allen nur Steiger genannt, ist auf dem Weg zu einem Kunden und kollidiert mit einem Motorradfahrer, der sich gerade noch rechtzeitig in seinen Wagen retten kann. Steiger spürt dessen Todesangst und tritt das Gaspedal durch, als er merkt, dass sie verfolgt werden. Noch bevor Steiger von seinem Beifahrer eine Erklärung bekommen kann, ergreift dieser die Flucht. Der Privatermittler fühlt sich zunächst sicher, doch als er feststellen muss, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet, bittet er seine Exfrau Claudia, eine Anwältin, um Hilfe.

Hauptkommissar Welke und seine Kollegen Tetzlaf und Heimke werden zu einem Wohnungsbrand in Essen gerufen, wo sie einen Toten finden. Bei der Wohnung handelt sich ausgerechnet um die seines früheren Kollegen Steiger. Bei der Obduktion des Toten deutet eine geschiente Fraktur auf eine Verbindung, die nach Russland führt. Für Welke kommt es überraschend, als sich Herr Brahmkamp vom Staatsschutz in die Ermittlungen einklinkt. Schließlich wird ein weiterer Toter aufgefunden. Dieses Mal im Kofferraum des Wagens von Steiger und Welke fällt es zunehmend schwerer, an die Unschuld seines ehemaligen Kollegen zu glauben. Der wiederum hatte in seinem Wagen eine Speicherkarte entdeckt, die der zu ihm ins Auto gesprungene Unbekannte offensichtlich verloren haben musste und nimmt die Ermittlungen auf eigene Faust auf. Die Spur führt ihn zur Zeche Zollverein, der Jäger wird zum Gejagten und er muss ein drohendes Schlagwetter verhindern. Weiterlesen »

Margareta Sommerfeld hat sich von ihrer Mutter Waltraud zu einer Tagestour mit dem Bus nach Bad Sassendorf überreden lassen. Sie selbst hat die vierzig zwar schon überschritten, aber zwischen den deutlich älteren Mitreisenden fühlt sie sich deplatziert. Umso mehr sticht ihr ein Mann ins Auge, der in ihrem Alter und dazu ungewöhnlich elegant gekleidet ist. Als Simon von Brehden zeigt er Interesse an der reichen, über siebzigjährigen Brigitte Hoffmann, doch Margareta erkennt in ihm ihren früheren Klassenkameraden Harald Kleinschnittger. In den nächsten Tagen recherchiert sie seinen Wohnort und erfährt von seiner Nachbarin Susanne Mackenrodt, dass sein Architekturbüro kurz vor der Insolvenz steht. Margareta besucht ihn und will wissen, warum er als gut aussehender, junger Mann Interesse an älteren Frauen hat. Nachdem sie die Nacht bei ihm verbracht hat, händigt er ihr einen Wohnungsschlüssel aus. Doch als Margareta ihn zum vereinbarten Termin besucht, findet sie ihn mit einer Drahtschlinge um den Hals tot im Heizungskeller vor.

Kommissar Helmut Blauländer und sein Kollege Kornblum von der Kripo Gelsenkirchen eilen, von Margareta telefonisch benachrichtigt, zum Wohnhaus des Toten und sind wenig begeistert, wieder mit der Hobbydetektivin zusammenzutreffen. Die hat jedoch schon vor dem Eintreffen der Beamten das Notizbuch von Harald an sich genommen und ist fest entschlossen, seinen Mörder zu finden. Weiterlesen »

Im Oktober 1147 wird die Klosterschülerin Laetitia aus dem Kloster Paraklet in der Champagne von ihrer Äbtissin Heloïse nach Trier geschickt, um dort von dem Kaufmann Burkhard einige Briefe, die sie einst dem wegen Häresie verurteilten Geistlichen Petrus Abaelardus geschrieben hat, zu erwerben. Für ihre Mission hat ihr die Äbtissin drei Smaragde gegeben, für die sie im Gegenzug die Briefe erhalten soll. Laetitia, die durch eine Intrige der Base ihrer Mutter um ihre legitimen Ansprüche gebracht wurde, erhofft sich als Lohn ein Noviziat im Kloster. Sie will Nonne werden und vielleicht einmal Bibliothekarin, denn Bücher liebt sie mehr als alles andere. Doch als sie sich am Abend zum Haus des vermögenden Kaufmanns begibt, beobachtet sie einen Mann, der im Schutz der Dunkelheit ebenfalls den Kaufmann Burkhard in seinem Haus aufsucht und nach einiger Zeit wieder herausgestürmt kommt. Als Laetitia das Haus betritt, findet sie den sterbenden Burkhard in einer Blutlache und kann im letzten Augenblick vor den Wachleuten des Erzbischofs Albero fliehen.

Da die Feindschaft zwischen dem ermordeten Kaufmann Burkhard und dem Erzbischof Albero über die Stadtmauern von Trier hinaus bekannt ist, muss der Erzbischof unbedingt für eine lückenlose Aufklärung des Mordes sorgen. Bereits am nächsten Tag wird Margund, die älteste Tochter einer Katharer Familie, verhaftet. Weiterlesen »

Seite 1 von 3123