Padermorde von Maren Graf (Hrsg.)

PadermordeDas Buch Padermorde , das von Maren Graf herausgegeben wurde, ist eine Anthologie weihnachtlicher Kurzkrimis um die Pader, dem in Paderborn entspringenden Fluss. Der Leser wird Zeuge eines weihnachtlichen Gansessens, wobei die Vorstellungen einer Frau und ihrer Schwiegertochter über den Verlauf in eine völlig andere Richtung gehen. Drei Ordensschwestern stellen sich bei einem Gläschen Likör den Ablauf eines Mordes vor, eine Gruppe von Freunden macht sich Gedanken über eine Reise nach Manhattan, als plötzlich der Notarzt gerufen werden muss, und im Jahr 1781 geht ein Bäckergeselle über Leichen.

In einer Geschichte vermutet eine Kriminalistin bei einem Toten eher einen Mord, als einen Suizid, und eine Polizeibeamtin wird kurz vor ihrem wohlverdienten Weihnachtsurlaub zu einem Einsatz gerufen. Einmal wird Onkel Thorsten beerdigt, ein anderes Mal erbt Britta das Haus ihrer Großmutter, von der niemand sprach und die zur Überraschung ihrer Enkelin ein Geheimnis gehütet hat. Ein Ehemann muss in einer Geschichte unbedingt vom Markt eine Weihnachtsgans mitbringen, in einer anderen wird die Einsamkeit zum Weihnachtsfest vieler Menschen, um die sich niemand kümmert, thematisiert. Ein Mörder sucht Vergebung in der Beichte, und ein Meisterdetektiv erzählt von einem geheimnisvollen Fall.

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Drauß‘ vom Walde von Friederike Schmöe

Drauß‘ vom WaldeDas Weihnachtsfest steht vor der Tür, und so haben zwei Paare beschlossen, für vier Tage in das abgelegene Elternhaus von Viviane im Frankenwald zu ziehen. Sie will die Feiertage ein letztes Mal dort mit ihrer Freundin Hella, deren Ehemann Christian und seinem Bruder Torsten, ihrem neuen Freund, verbringen, bevor sie das Haus ihrer verstorbenen Eltern verkauft. Doch die erwartete Harmonie und Besinnlichkeit stellt sich nicht ein. Stattdessen wachsen die Spannungen. Christian will sich nach zehnjähriger Ehe von Hella trennen, die zu einer Perfektionistin geworden ist. Sein Bruder Torsten gilt als Frauenheld und genießt zwar den Sex mit Viviane, missbraucht sie allerdings für seine Pläne und willigt deshalb auch in eine Ehe mit ihr ein. Für ihn hat die Übernahme des väterlichen Busunternehmens oberste Priorität. Seinem Bruder erzählt er von der Bedingung, die an das Erbe geknüpft ist, was den Konflikt weiter verschärft.

Nachbarin Fenja bleibt der Einzug der beiden Männer und Frauen nicht verborgen. Sie selbst verbringt die Feiertage im Haus ihres Vaters, der vor wenigen Wochen verstarb, um seinen Besitz aufzulösen. Doch am Heiligen Abend nimmt sie plötzlich Rauchgeruch wahr und sieht mit Erschrecken das Nachbarhaus in Flammen stehen.

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Operation Bird Dog von Jan-Christoph Nüse

Operation Bird DogNach dem Tod seiner Eltern kann Carl Wrede in einem Internat das Abitur sowie eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker machen und wird nach seiner Verabschiedung von dem Journalist Gerd Jennings im Jahr 1958 abgeholt, der zu seinem Vormund bestellt wurde. Der junge Mann kann nicht glauben, dass seine Eltern Selbstmord begangen haben und will den Abschiedsbrief seines Vaters sehen, den dieser seinerzeit an Jennings verschickt hatte. Doch nach der Einstellung der Ermittlungen wurde der Brief von Oberstaatsanwalt Kosterlitz beschlagnahmt.

Die Recherchen von Carl Wrede und Gerd Jennings ergeben, dass Dr. Victor Wrede, der Vater von Carl, als Leitender Mitarbeiter der Bank deutscher Länder mit weiteren Finanzexperten in einem Konklave mit der Umsetzung der Währungsreform 1948 beauftragt war. Mit Katharina, die seinerzeit der Gruppe als Sekretärin angehörte, fliegt Carl nach New York, wo sie sich mit Edward Tenenbaum treffen, dem als junger Offizier die Organisation der Währungsreform oblag. Wieder zurück in Deutschland, profitieren sie bei ihren weiteren Ermittlungen von der Hilfe Silvies, der Verlobten Jennings. Doch kommen sie dabei ehemaligen Nazis auf die Spur, die mit allen Mitteln die Aufdeckung eines Betrugs verhindern wollen.

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Reue von Sascha Berst-Frediani

ReueSabine Holzer führt mit ihrem Mann Dieter, der als Hauptfeldwebel in Stetten stationiert ist, eine Wochenendbeziehung. Sie sind Eigentümer eines Hauses, in dem Thomas zur Miete wohnt, mit dem Sabine ein Verhältnis hat. Obwohl sie Thomas gegenüber versichert, dass in ihrer Ehe sexuell nichts mehr läuft, ist er eifersüchtig auf ihren Mann. Seine Eifersucht geht so weit, dass er sie bei ihrer Arbeit in einer Sparkassen-Filiale von einer gegenüberliegenden Eisdiele aus beobachtet. Neue Nahrung erhält seine Eifersucht dadurch, als er Sabine zusammen mit einem Revisor sieht, der ihr offensichtlich Avancen macht und auf die sie wiederum der Karriere wegen scheinbar eingeht.

Dagmar Müller, eine Arbeitskollegin von Sabine, vermutet längst, dass diese zu ihrem Mieter und darüber hinaus gutaussehenden jungen Mann ein Verhältnis hat, was sie ihr missgönnt. Beiden Frauen bleibt nicht verborgen, dass Thomas die Filialräume nicht aus den Augen lässt, bevor er sich auf seine Ducati schwingt und davonbraust. Wenig später klingelt Sabines Handy: Ein aufgebrachter Thomas bittet sie, ihn von einem Bauern abzuholen, bei dem er nach einem Unfall mit seinem Motorrad untergekommen ist. Unterdessen fasst Dagmar den Entschluss, Dieter Holzer über das Verhältnis seiner Frau in Kenntnis zu setzen und das Unheil nimmt seinen Lauf.

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Schneeflöckchen, Blutröckchen von Margit Kruse

Schneeflöckchen, BlutröckchenMargareta Sommerfeld beobachtet zwei Tage vor Heiligabend von ihrem Arbeitsplatz einen Überfall auf eine Filiale der Deutschen Bank in Gelsenkirchen-Buer. Da nicht nur der Erste Hauptkommissar Helmut Blauländer zugegen ist, sondern auch noch ein Notarztwagen, kombiniert die Hobbydetektivin, dass es zumindest einen Toten geben muss. Wie sie erfährt, handelt es sich dabei um den Auszubildenden André, der dem Täter im Weg gestanden haben soll. Margaretas Spürsinn ist geweckt und sie kommt auf dem Weihnachtsmarkt mit dem obdachlosen Felix ins Gespräch, dem etwas aufgefallen sein könnte. Kurzerhand lädt sie ihn dazu ein, die Feiertage bei ihr zu verbringen.

Tatsächlich geht ihre Rechnung auf, als er ihr neben Alfred, dem Besitzer einer Mandelbude, und dem Hähnchenanbieter Bodo mit Kluge, dem Besitzer eines Autohauses, einen weiteren Verdächtigen präsentiert. Margareta muss diesem unbedingt auf den Zahn fühlen und verschafft sich gemeinsam mit Felix, dem das allerdings gar nicht behagt, unerlaubten Zutritt zu seinem Wohnhaus. Nichts ahnend wird sie allerdings dort mit einer Überraschung konfrontiert. Von diesem Moment läuft alles anders als geplant, denn Margareta war für den 2. Weihnachtstag bei ihrer Mutter Waltraud eingeladen, wo es einen Gänsebraten geben sollte. Stattdessen muss sie die Tage in Gefangenschaft verbringen! Felix, dem offensichtlich die Flucht gelang, ist nun ihre einzige Hoffnung, sofern sie sich nicht in ihm getäuscht hat und er sie im Stich lässt.

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Der Kirmesmörder – Jürgen Bartsch von Regina Schleheck

Der Kirmesmörder – Jürgen BartschAm 6. November 1946 kommt Karl-Heinz Sadrozinski zur Welt. Bevor er vom Ehepaar Bartsch aufgenommen wird und den Namen Jürgen führt, kümmern sich Krankenschwestern in einer Klinik um ihn. Eine der Schwestern ist auch weiterhin als Kindermädchen für ihn zuständig, darf den Kleinen lediglich versorgen, ihm aber keinerlei Zuwendung zuteil werden lassen. Die Adoptiveltern, die häufig miteinander streiten, überlassen das Kind häufig sich selbst, das in einem dunklen Raum hinter vergitterten Fenstern wohnt und nur selten nach draußen kommt. Das Kindermädchen sieht häufig blaue Flecken an dem Jungen, der ihr Mitleid erregt.

In der Schule gilt Jürgen Bartsch als Außenseiter, und wie ein wenige Jahre älterer Schüler erklärt, ist er ein „verzärteltes Mamakind“, das sich für etwas Besseres hält, ängstlich ist und Geld dafür bezahlt, nicht verhauen zu werden. Für drei Jahre kommt Jürgen in das Internat Marienhausen, wo er sich gegen die Übergriffe pädophil veranlagter Pater nicht wehren kann. Bereits als Fünfzehnjähriger spricht Jürgen Bartsch, der eine Metzgerlehre beginnt, einen Achtjährigen auf der Kirmes an, missbraucht und erschlägt ihn. Einem Geistlichen vertraut er seinen größten Wunsch an, „ein Kind bei lebendigem Leibe aufzuschlitzen, um ein pochendes Herz in Händen halten zu können!“

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Tod und Spiele von Petra Mattfeldt

Tod und SpieleFalko Cornelsen, Kriminalhauptkommissar in Lüneburg, ist von seiner Frau enttäuscht, die ihn seit Monaten betrogen hat. Um Abstand zu gewinnen, fährt er zu seinem Freund und Amtskollegen Oliver König nach Flensburg. Als dieser einen Anruf erhält und sofort zu einer Leiche gerufen wird, entscheidet sich Falko spontan, Oliver und dessen Kollegen Stefan zum Tatort zu begleiten. Die Fahrt führt sie zu einem als Versicherungsbüro getarnten SM-Club, und der Notarzt kann bei Klaus Deepenbrock, einem Rechtsanwalt, eine natürliche Todesursache trotz Fesselungsspuren und diverser Strangulationswunden nicht ausschließen. Wie es scheint, ist der Mann an einem Herzinfarkt verstorben. Doch dann fällt bei der Obduktion eine Einstichstelle auf, die sowohl im Kopf, als auch in der Fetischmaske, die Deepenbrock getragen hatte, vorhanden ist. Falko lässt sich nicht lange von Oliver bitten, den Fall gemeinsam mit ihm aufzuklären und sogar die Leitung zu übernehmen, da er für seine eigenwillige Vorgehensweise, sich durch Autosuggestion in Trance zu versetzen und so über sein Unterbewusstsein zur Aufklärung eines Falles beizutragen, bekannt ist.

Für Falko und Oliver steht fest, dass entweder Alexandra Brunner, die für Deepenbrock zuständige Domina, oder ihre Mitarbeiterin Helena die tödliche Spritze verabreicht haben muss, sofern nicht weitere Personen im Club zugegen waren. Doch das bestreiten beide Frauen. Sie können sich den Mord nicht erklären und wollen nichts Ungewöhnliches bemerkt haben.

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Rosensalz von Margit Kruse

RosensalzKommissar Stefan Kornblum von der Kripo Gelsenkirchen gefällt es gar nicht, dass er eines Morgens zusammen mit seiner Geliebten, der Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld, eine Tote mit eingeschlagenem Schädel und einem Gläschen Rosensalz in der Hand direkt am Wohnturm von Margareta findet. Er fürchtet, dass sie sich wieder in seine Ermittlungen einmischen wird, zumal sie die Tote, Barbara Fischer kennt, die einer Kochrunde von vier Frauen angehörte. Dann wird auch noch Inge, eine Nachbarin von Margareta und weiteres Mitglied der Kochrunde, vermisst. Conni und Susanne bleiben als einzige dieser Runde übrig und fürchten nun um ihr Leben. Sie bitten Margareta um Hilfe, da sie in der Vergangenheit bereits ihre kriminalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Die ist allerdings von ihrem Freund Stefan enttäuscht, weil sie von ihm keine Unterstützung zu erwarten hat, obwohl er zur SoKo Fischer gehört. Als er auch noch abfällige Bemerkungen über die Leute in ihrer Zechensiedlung macht, ist sie mehr als verärgert und begibt sich nun erst recht auf die Suche nach dem Mörder.

Nachdem sich bei Margaretas Mutter Waltraud der ihr verhasste Onkel Gernot einquartiert hat, liegen ihre Nerven ohnehin blank. Es würde sie gar nicht wundern, wenn dieser Lüstling hinter dem Mord an Barbara und dem Verschwinden von Inge steckt.

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Wer mordet schon im Ruhrgebiet? von Birgit Ebbert

Wer mordet schon im Ruhrgebiet?Die Reihe „Wer mordet schon…“ vereint Kriminalgeschichten einer Region mit dazugehörigen Freizeittipps, die sich in Form von Anmerkungen dem jeweiligen Kurzkrimi anschließen. Bei Birgit Ebbert werden in ihrem Buch Wer mordet schon im Ruhrgebiet? die Konzertbesucher aufgefordert nach Hause zu gehen, nachdem das letzte Stündlein eines Maestros geschlagen hat. Ein roter Schuh führt zu einer Leiche, ein Teilnehmer eines Klassentreffens kann den Heimweg nicht mehr antreten, und einem Menschen wird ein Kunstraub zum Verhängnis. Ausgerechnet in einem Bayern-Trikot findet ein BVB-Betreuer ein Ende, und anhand einer Visitenkarte kann ein Mörder überführt werden. In einem Schmetterlingshaus wird ein Parkwächter erschlagen aufgefunden. Ein Hund richtet einen Schäfer übel im Gesicht zu, und ein Mitglied eines Hexenzirkels treibt in einer Gräfte. Auf einem Schiff wird ein Tourbegleiter ermordet, wobei seine Tätowierung den Täter verrät, und ein Bloggertreffen fordert gleich drei Menschenleben.

Bei den Krimis von Birgit Ebbert steht die Auflösung der Morde im Vordergrund, denn ihre Ausführung wird nicht thematisiert. Vielmehr ist es so, dass private Ermittler ganz zufällig bei einem Spaziergang auf etwas Verdächtiges stoßen, was letztlich zu einer weiteren Leiche führt. Dabei bedient sich die Autorin im Wechsel dreier Hobbydetektive: Zum einen Hannes Haarmann, ein ehemaliger Bergmann, der mit einem Polizeihund gerne durch die Lande streift; Sven Kempelmann ist Musiker bei der Band „Wildscheine“, übernachtet gerne in seinem alten VW-Bus „Spritty“ und hält alles Wichtige auf seinem Laptop „Lappi8“ fest; die Dritte im Bunde ist Buchhändlerin Anja Henke (die aus unerfindlichen Gründen im Klappentext Anja Kleine heißt) mit ihrem Mann Oliver und den Kindern Tobias und Ida.

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Wer mordet schon im Hochsauerland? von Margit Kruse

Wer mordet schon im Hochsauerland?„Wer mordet schon…“ ist eine Reihe von kriminellen Freizeitführern, die zu den unterschiedlichsten Gegenden in Deutschland Freizeittipps liefert, die wiederum von den jeweiligen Autoren geschickt in Kurzkrimis eingearbeitet wurden. In elf Geschichten schreibt Margit Kruse in Wer mordet schon im Hochsauerland? von einem vergifteten Finanzbeamten und weiter von einem Mann, der unter Schneemassen begraben liegt, nur weil ihm ein Glas Wasser verweigert wurde. Seiner Aufdringlichkeit fällt ein Vertreter zum Opfer, und ein nur mit einer knappen roten Unterhose Bekleideter wird abgeführt, während Freunde einem Forellenzüchter übel mitspielen, wodurch einer von ihnen ein tödliches Ende im Teich findet. Gestorben wird aber auch in einem Heilstollen, wobei der Kommissar zu klären hat, ob es sich um einen Unfall oder Mord gehandelt hat.

Bei einem Gewerkschaftsausflug wird einem Mitglied sein rotes Poloshirt zum Verhängnis und seinem Mörder Gleichgewichtsprobleme. Ein Knappenchormitglied muss samt Grubenlampe auf Nimmerwiedersehen verschwinden, weil er sich niemals von ihr trennen würde, und Goldmünzen kosten sowohl einem Bergmann, als auch einem Steiger das Leben. An den Kragen geht es einem vermeintlichen Handelsvertreter, alte Studienkollegen demütigen und reizen ihren früheren Kommilitonen und heutigen Förster bis aufs Blut, und ein eifersüchtiger Mann sieht rot.

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