Endlich ist es Shiva, der Journalistin einer Boulevardzeitung, nach zwei Jahren gelungen, einmal aus der Tretmühle auszubrechen, um ein paar Urlaubstage in Oberhof zu verbringen. Sie kann es kaum erwarten mit ihren Langlaufskiern in die Loipe zu kommen, in der sie auf Susanna trifft, die sich etwas merkwürdig verhält. Doch schnell freundet sie sich mit Susanna und ihrer Freundin Judith an, und noch bevor sie dem merkwürdigen Verhalten von Susanna auf den Grund gehen kann, wird sie von ihrem Chefredakteur nach Berlin in die Redaktion beordert. Um die sinkende Auflage der Zeitung wieder zu steigern, hat er beschlossen, alte Kriminalfälle noch einmal neu aufzurollen. Für Shiva hat er den Kreuzworträtselmord vorgesehen, ein Fall, der vor über dreißig Jahren lückenlos aufgeklärt wurde. Der Täter wurde gefasst und war geständig, er wurde verurteilt und weggesperrt – was sollte sie da noch ausgraben.

Von der Idee und dem Bauchgefühl ihres Chefredakteurs genervt, beginnt Shiva mit ihren Recherchen und bekommt unerwartet Unterstützung von Kriminalrat Glosswig, der damals bei den Ermittlungen dabei war. Sie findet heraus, dass der Täter Sven G. inzwischen aus dem Vollzug entlassen wurde und in Schaulern, nur ein paar Kilometer von Oberhof entfernt, lebt. So kann sie ihren Urlaub fortsetzen und an dem Fall weiter recherchieren. Weiterlesen »

Manchmal verwenden Autoren ein Pseudonym für einen Roman, wenn sie persönlich nicht mit ihrem Werk in Verbindung gebracht werden möchten. Besonders häufig ist das bei erotischer Literatur der Fall und deshalb ist es bei dem Roman SexLügen geradezu verständlich. Denn bei der Protagonistin handelt es sich um Denise Harris persönlich, die im Verlauf des Romans mit dreihundert Männern (und zwei Frauen) Sex hat.

Durch ein Telefonat mit Mr Murdock von der First Interstate Bank erfährt Denise Harris, dass ihr Mann Ronald nicht nur alle Konten überzogen hat, sondern auch noch drei Monatsraten für das Haus ausstehen. Ronald, der die meiste Zeit bei seiner Geliebten Ellen verbringt, ist faktisch pleite und rät Denise, sich eine günstige Wohnung und einen Job zu suchen. Drei Wochen, nachdem sie eine Fehlgeburt hatte und ihr Baby in der zwanzigsten Schwangerschaftswoche verliert, wird sie vergewaltigt, nimmt fünfundzwanzig Schlaftabletten und erwacht in einer Klinik. Doch weil sie nicht zulassen will, dass ihr Haus mit Ronalds Firma untergeht, nimmt sie einen Job bei einem Escort-Service an. Als willige Austauschstudentin Danielle aus Paris kann sie von Interessenten über eine Webseite gebucht werden. Ihre Profilbilder sind noch nicht einmal zweieinhalb Stunden online, da hat sie auch schon ihren ersten Kunden. Weiterlesen »

Mit ihrem Debüt Feuchtgebiete wirbelte Charlotte Roche gehörig die Gemüter auf. Die einen hassten und verhöhnten es, die anderen liebten und feierten Roches ekelhaft offenes Werk. Daher wurde auch der Folgeroman Schoßgebete mit gemischten Gefühlen erwartet. Der Roman lehnt sich jedoch nicht gänzlich an seinen Vorgänger an. Hier steht das eheliche und mitmenschliche Zusammensein in seinen unterschiedlichsten Facetten im Mittelpunkt. Jedoch zeigt Roche erneut, dass sich auch hier jede Menge Tabus finden lassen, die man gehörig ausschlachten kann.

Und noch etwas fällt schnell auf, wenn man die ersten Seiten des Buches aufschlägt und liest: Die autobiografischen Züge zwischen dem weiblichem Hauptcharakter Elizabeth und Autorin Roche scheinen stärkere Ähnlichkeiten angenommen zu haben, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Trotzdem wird schnell klar, dass Roche hier nicht allzu offenherzig von sich selbst spricht.

Der Roman ist insgesamt 283 Seiten lang und beginnt auch ohne große Umschweife mit einer seitenlangen und enorm explizierten Beschreibung eines oralen Abenteuers. Wer hier nun aber sofort brüskiert das Buch zuschlägt und denkt, man hätte alles gelesen, was man lesen muss, der irrt sich. Weiterlesen »

Gemordet, gestohlen, betrogen und hintergangen wird immer, und so hat der ehemalige Journalist Freddie Nietsch eine eigene Detektei eröffnet. Doch seit über drei Monaten wartet er nun schon auf den ersten Auftrag, denn anscheinend hat er die Nachfrage an Privatdetektiven überschätzt. Er kann es kaum fassen, als sich ein erster Mandant telefonisch bei ihm meldet und mit ihm einen Termin vereinbart. Ewald Betzberg macht sich Sorgen um seinen siebzehnjährigen Sohn Alexander, der in letzter Zeit die Schule und auch seine Freunde vernachlässigt. Betzberg vermutet, dass die drogenabhängige Guinevere schuld daran ist, denn das Mädchen ist ins Milieu abgerutscht und scheint in Schwierigkeiten zu stecken.

Sein erster Auftrag führt Freddie Nietsch zum Hansaplatz nach St. Georg, wo er nach Auskunft von Betzberg mit großer Wahrscheinlichkeit auf Guinevere treffen wird. Tatsächlich braucht der Privatdetektiv auch nicht lange zu warten bis das Mädchen mit Alexander Betzberg dort auftaucht. Die beiden streiten sich so lautstark, dass einige Passanten auf sie aufmerksam werden. Alexanders Vater lag mit seinem Verdacht offensichtlich richtig, sein Sohn war blauäugig ins Rotlichtmilieu getappt und droht sich dort die Finger zu verbrennen. Weiterlesen »

Max Bronski, der über die Stadtgrenzen Münchens hinaus durch seine Kriminalromane, in denen er dem Leser Einblicke in die Münchner Gesellschaft rund um das Schlachthof-Viertel gewährt, bekannt geworden ist, legt mit Der Tod bin ich seinen ersten Thriller vor.

Der ehemalige Gutsverwalter von Schloss Ottenrain, Richard Eulmann, wird in seinem Garten erschossen, wobei die Tat einer Hinrichtung gleicht. Er war bereits vor fünf Jahren in den Ruhestand getreten, lebte zurückgezogen in seinem Holzhaus und hatte keine Feinde. Nur wenige Tage später wird die Tante von Tino Senorer, Eulmanns Nachfolger als Verwalter, in seinem Heimatdorf in Österreich auch erschossen. Als Tino seiner Mutter Ella seinen Verdacht mitteilt, die beiden Morde könnten zusammenhängen, verschwindet Ella spurlos. Denn sie glaubt, dass es sich um eine Verwechslung handelt und der Täter eigentlich sie töten wollte. Da die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht voran kommt, beginnt Tino mit eigenen Recherchen im Internet und findet heraus, der wirkliche Richard Uhlmann ist bereits 1965 verstorben, bevor der Name in Eulmann geändert wurde.

Der Tod von Richard Eulmann ruft die beiden ehemaligen Agenten Fred Fridge vom englischen MI6 und Joe Salantino vom amerikanischen CIA auf den Plan, was auch dem in Berlin lebenden ehemaligen Agenten des KGB Aron Malikow nicht verborgen bleibt. Weiterlesen »

Manfred ist ein ruhiger, zurückhaltender und stets freundlicher Zeitgenosse und nach fünf Jahren Beziehung hat sich Claudia an das unaufgeregte Zusammenleben mit ihrem Freund Freddie gewöhnt. Mit Mitte dreißig hofft sie nicht mehr auf einen Supermann und Freddie ist zwar manchmal ein echter Langweiler, aber auch ein angenehmer Ruhepol. Sie hat ihn damals auf einem Grillfest kennengelernt und war von seinem muskulösen Rücken und seinen starken, gebräunten Unterarmen fasziniert, was sie vielleicht von Freddies Körpermitte abgelenkt hat, denn er ist kräftig gebaut. Als er ihr in einem Gespräch erzählte, dass er Feuerwehrmann ist, wurde der unscheinbare Freddie in ihren Augen noch attraktiver. Obwohl er von keinen spektakulären Einsätzen berichten konnte, glaubte sie, er würde seine eigentlichen Heldentaten verschweigen. Heute weiß sie, dass er nur die Wahrheit gesagt hat.

Als die neue, topmoderne Waschmaschine während des Schleudergangs kaputt geht, ist Claudia stinksauer auf Freddie, denn bestimmt hat er wieder einmal etwas in die Maschine gestopft, ohne vorher die Taschen zu leeren. Wütend zieht sie die Wäsche aus der Maschine, doch plötzlich benimmt sich Freddie wie ein Irrer auf Freigang, denn er entdeckt seinen alten grellgrünen Trainingsanzug unter der Wäsche. Weiterlesen »

„Für alle, die mehr Leichtigkeit in ihrem Leben brauchen“, hat Ellen Berg ihr Buch Das bisschen Kuchen geschrieben. Wobei es sich, wie schon das Cover vermuten lässt, um einen nicht ganz ernst gemeinten Diät-Roman handelt.

Zu ihrem fünfundzwanzigsten Hochzeitstag will die stark übergewichtige Annika Michels, kurz Niki genannt, sich ein schönes Kleid kaufen. Ihr Mann Walter hat ihr dafür seine Kreditkarte in die Hand gedrückt, aber in der eleganten Boutique gibt es keine Designermode in Übergrößen. Sie ist den Tränen nahe, denn sie befürchtet, dass sie wieder einmal nur in der Abteilung für Umstandsmoden im Kaufhaus fündig wird. Was war nur mit ihr passiert, fragt sich Niki, sie fühlt sich wie Moby Dick im Trockendock. Doch wenigstens ihr Wolfgang liebt sie, so wie sie ist, und so tröstet sie sich zunächst in einem Café mit Cappuccinotorte, einem Stück Käsesahne, zwei Mandelhörnchen sowie einem großen Latte Macchiato. Als sie sich in das Kaufhaus begeben will, entdeckt sie ihren Wolfgang auf der gegenüberliegenden Seite, wie er eine junge Frau küsst, die sich eng an ihn presst.

Mit Tränen überströmt kommt sie, wie durch ein Wunder, unfallfrei zuhause an und in ihrer Verzweiflung gelangt sie zu der Erkenntnis: Wenn sie ihre Ehe retten will, muss sie abnehmen. Weiterlesen »

Während in „Wahrheit oder Pflicht“ der dreißig Jahre ältere Ehemann zum Hochzeitstag eine ganze Footballmannschaft angeheuert hat, um es seiner jungen Ehefrau einmal richtig zu besorgen, ist der Ehemann in „Yacht der Sünde“ völlig ahnungslos. Denn eigentlich hat er den jungen Antoine als Skipper angeheuert.
In „SexPumps“ findet Erica nicht nur kostbare Designerschuhe in Dave’s ShoeHouse, sondern auch die Erfüllung ihrer erotischen Fantasien. Aneta bucht einen „LadiesGangBang“ mit sieben Männern, damit sie endlich einmal einen Orgasmus beim Sex erleben kann. Und Betty schreibt in „Dein ergebener Sklave“ einem unbekannten Kollegen aus dem Büro E-Mails, woraus sich einige Verwicklungen ergeben.
Obwohl Joanna nur ihre Zwillingsschwester Carol in „Gogo-Tänzerin“ vertritt, kann sie mit einem Lapdance ihren Exfreund Mike zurückgewinnen. In „CallBoy“ beschließen Sara und ihre beste Freundin Susan aus einer Champagnerlaune heraus, einmal Sex gegen Bezahlung zu haben. Wobei sich Sara für den Sex bezahlen lässt und Susan sich einen Callboy gönnt.

Die sieben erotischen Geschichten in Berühr mich! von Laura Young sind eine Märchensammlung für Frauen, die sich durch die realitätsfremde Handlung vielleicht ihren geheimen Träumen hingeben können. Weiterlesen »

Nach dem großen Erfolg des packenden Thrillers Boston Run legt der Autor Frank Lauenroth nun eine Fortsetzung seines Marathonthrillers vor. Auch dieses Mal schickt er seinen Protagonisten Brian Harding wieder auf eine Marathonstrecke, aber nun in New York City und begleitet von Christopher Johnson. Doch kann New York Run die hohen Erwartungen der Leser an eine Fortsetzung des Marathonthrillers auch wirklich erfüllen?

Christopher Johnson, Brian Harding und dessen Verlobte Rachel Elaine Parker haben sich nach dem genialen Coup in Boston auf den Caimans niedergelassen. Aber der russische Oligarch Jewgenij Iwanowitsch Andropow, auch Stalin genannt, spürt sie dort auf. Der Milliardär hat die Doping-Substanz, deren Wirkung während des Boston Marathons von Brian Harding demonstriert und die von Christopher Johnson versteigert wurde, für vierundachtzig Millionen erworben. Allerdings ist er mit den Nebenwirkungen, die sich bei Anwendung der Substanz zeigten, unzufrieden und fühlt sich betrogen. Doch niemand betrügt Stalin ungestraft und so lässt er die drei Freunde entführen. Nachdem er sein Geld zurück erhalten hat, zwingt er Christopher Johnson und Brian Harding, für ihn beim New York City Marathon unter Einfluss der Doping-Substanz anzutreten. Einer der beiden Freunde muss den Lauf gewinnen. Um seinen Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, tragen die beiden Laufschuhe mit Sprengsätzen, die detonieren, sobald einer von ihnen stehen bleibt. Weiterlesen »

Nach Längswege und Abgebogen ist nun bereits der dritte Gedichtband des selbsternannten Depressionslyrikers Dirk Juschkat mit dem Titel Leise Gedanken erschienen. Auch in dieser Gedichtsammlung bleibt der Lyriker der alten Dichtkunst treu, was er in den Gedichten „Reimzwang“ und „Moderne Lyrik“ zum Ausdruck bringt. So scheint ihm die moderne Lyrik von Willkür bestimmt und deshalb mag er sie meistens nicht. Denn er will den Reim nicht missen und ist von der Metrik fasziniert, die ihn durch seine Werke führt. Natürlich sind auch Depressionen weiterhin ein Thema, das sich durch das gesamte Buch zieht. Doch anders als in vorherigen Werken teilt Juschkat dem Leser nicht nur sein Leid mit, sondern berichtet in seinen Gedichten „Innerlich gefangen“ und „Wo die Depressionen wohnen“ über die Krankheit und wirbt für Toleranz.

Während die heiteren, schelmischen Gedichte wie „Lau“ und „Vertreter“ oder „Herr Regenschirm“ an den beliebten Dichter Eugen Roth erinnern, greift auch Dirk Juschkat in seinen Gedichten „Keine Zeit für Neid“ und „Wir leben uns zu Tode“ die menschlichen Schwächen wie Sucht nach Macht und Jagd nach Glück auf. Weiterlesen »

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