Der Tod so nah von Belinda Bauer

Der Tod so nahFür Ross Tobin, Chef der Nachrichtenredaktion iWitness News, zählt nur eines: Möglichst detaillierte Bilder eines Tatortes und möglicher Opfer zu präsentieren, bevor die Konkurrenz sie ausstrahlt. Als eine junge Frau in einem Großraumbüro niedergestochen wird, ist seine Mitarbeiterin, Fernsehreporterin Eve Singer, zur Stelle und kämpft mit aufkommender Übelkeit angesichts der schockierenden Menge Blutes. Natürlich ist Guy Smith von News 24/7 ebenfalls schon am Tatort. Wenig später findet ein Kinobesucher einen erstochenen Mann im Kinosaal, und Eve bekommt von ihm Informationen aus erster Hand. Ihre Reportage macht sie für den Mörder interessant. Er verfolgt sie eines Abends und noch bevor er sie überfallen kann, überrascht ihn ihre Reaktion, die ihr das Leben rettet. Der Vorfall gibt den Ausschlag für ein perfides Spiel.

Zunächst sendet der Mörder Eve ein Video, das den Mord im Kino zeigt. Doch noch ist Eve nicht überzeugt, dass sowohl der Mord im Großraumbüro, wie der folgende im Kino auf sein Konto geht. Er ruft sie an und bittet sie zum U-Bahnhof am Piccadilly Circus, wo er ihr etwas zeigen will.

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Tod in der Kaisergruft von Beate Maxian

Tod in der KaisergruftKaiserin Anna von Österreich-Tirol hat im Jahr 1617 den Bau der Kapuzinergruft in Wien, Grabstätte von 138 Habsburgern, testamentarisch angeordnet. An diesen Ort eilt die Journalistin Sarah Pauli vom „Wiener Boten“ in dem Kriminalroman von Beate Maxian, nachdem sie in ihrem Büro die Nachricht der Landespolizeidirektion gelesen hat. Es heißt, dass sich eine Kassiererin in der Gewalt eines oder mehrerer Geiselnehmer befindet, Anwohner und Hotelgäste evakuiert wurden und die Innenstadt weiträumig gemieden werden sollte. Mit ihrem Kollegen Simon beobachtet Sarah, wie das Sondereinsatzkommando Cobra die Gruft stürmt und schnell sickert durch, dass drei Menschen den Tod in der Kaisergruft gefunden haben. Sarah kann die frei gelassene Kassiererin Maja Petrovic für ein Gespräch gewinnen, die mitansehen musste, wie der Täter zwei Menschen und im Anschluss sich selbst erschossen hat. Da Sarah ihr eine Praktikumsstelle in Aussicht gestellt hat, darf sie die Informationen für eine exklusive Story verwenden, was ihr Bewunderung bei den Kollegen einbringt.

Wie die Chefinspekteure Martin Stein und Manuela Rossmann in einer Pressekonferenz bekanntgeben, handelt es sich bei dem Täter um einen vorbestraften Dreiundzwanzigjährigen. Seiner Mutter Maria Baldauf überbringen sie die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Patrick, der vor der Tat in der Notrufzentrale mit Nennung seines Namens das Verbrechen angekündigt hat.

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Die schwarze Dame von Andreas Gruber

Die schwarze DameSein erster Auftrag führt den Versicherungsdetektiv Peter Hogart von Wien nach Prag, wo eine Ausstellung anlässlich des 365. Todestages eines Malers in der Prager Nationalgalerie stattfand. Doch bei einem Brand sind dreizehn seiner Ölporträts vernichtet worden. Die Kunstexpertin und Brandsachverständige Alexandra Schelling ist von der Versicherung vor vier Wochen beauftragt worden, den Fall in Prag zu untersuchen. Ihr Gutachten hat ergeben, dass es sich bei den durch den Brand verloren gegangenen Gemälden um Fälschungen gehandelt hat. Doch bevor sie wieder nach Wien zurückkehren kann, ist sie spurlos verschwunden. Der Auftrag für Hogart lautet sie zu finden, wofür er aber nur vier Tage Zeit hat. Dann muss die Versicherung zahlen.

Anhand einer von Alexandra Schelling erstellten Liste sucht Hogart die Orte auf, an denen sie Recherchen betrieben hat. Er zeigt überall ihr Bild und lockt mit Schmiergeldern, doch niemand kann sich an sie erinnern. Eine Spur führt den Detektiv zu Vladimir Greco, dem „König von Prag“, der allerdings seine Leibwächter auf ihn hetzt. Trotz ihrer Warnung, sich von Ivona Markovic fernzuhalten, macht er ihre Bekanntschaft und ist erstaunt, dass sie ebenfalls als Detektivin arbeitet.

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Die Engelsmühle von Andreas Gruber

Die EngelsmühleWährend der Versicherungsdetektiv Peter Hogart mit Inspektor Wolfgang Eichinger und dessen Kollege Rolf Garek von der Kriminalpolizei Wien auf einem Flohmarkt zusammentrifft, werden die beiden zu einem Mordfall gerufen. Wenig später erzählt ihm sein Bruder Kurt, dass er Doktor Abel Ostrovsky weder auf seinem Handy erreichen kann, noch ihn in seiner Villa antrifft. Das würde ihn deshalb beunruhigen, weil der pensionierte Arzt ihm eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hat: Er habe ein Videoband in seinem Haus versteckt und könnte niemandem mehr trauen. Als Hogart bei der Villa von Ostrovsky eintrifft, sieht er sofort den Zusammenhang zwischen dem Arzt, der sich nicht mehr meldet und dem Mordfall, zu dem Eichinger und Garek gerufen wurden. Die finden Ostrovsky an einen Stuhl gefesselt und durch Folter grausam zu Tode gekommenen vor.

Obwohl Hogart die Ursache eines im Archiv der Krankenkasse ausgebrochenen Brandes aufklären müsste, verschafft er sich illegal Zugang in die Villa und findet dort tatsächlich ein Videoband, auf dem allerdings lediglich Übungen von Linda Bohmann, einer querschnittsgelähmten Patientin, zu sehen sind.

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Die Buchhandlung der Träume von Cristina Di Canio

Die Buchhandlung der TräumeDas Lesen von Büchern ist eine Leidenschaft. So auch für die Protagonistin in dem Roman Die Buchhandlung der Träume von Cristina Di Canio. Obwohl Nina als Angestellte eines Unternehmens die Vorzüge von Sozialleistungen zu schätzen wusste, hat sie sich vor fünf Jahren ihren Traum erfüllt und eine Buchhandlung in Mailand eröffnet. Das Außergewöhnliche daran ist, dass ein Kunde ein Buch, das ihm besonders am Herzen liegt, käuflich bei der Buchhändlerin erwirbt, das diese anonym an einen nächsten Kunden verschenkt.

Als Buchhändlerin wird Nina mit allerlei verrückten Wünschen ihrer Kunden konfrontiert: Da bringt ein Ehepaar ihr Kleinkind einfach in die Buchhandlung, um in Ruhe Einkäufe zu tätigen. Ein Vater möchte das Bücherregal seines Sohnes auffüllen, worauf Nina sich schon auf einen gewinnträchtigen Auftrag freut, was ihrer finanziellen Situation sehr gelegen kommt. Doch dann erfährt sie, dass der Vater an Ladenhüter dachte, die ihm kostenlos überlassen werden.

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Schwarzes Watt von Hendrik Berg

Schwarzes WattIna Maurer macht mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern in St. Peter-Ording Urlaub. Plötzlich sieht sie den Mann, der vor fast zwanzig Jahren ihre erst sechzehn Jahre alte Schwester Nelly umgebracht hat. Sie verfolgt den Mann, doch verliert sie seine Spur und geht daraufhin zur Polizei. Kriminalhauptkommissar Theo Krumme kann mit Hilfe seiner Kollegen Holger Mannsen und Patrizia Reichel sowie der Auswertung von Überwachungskameras die Identität des Mannes feststellen. Die Beamten statten ihm einen Besuch ab und stellen erstaunt fest, dass es sich bei dem Gesuchten um einen von allen Gemeindemitgliedern respektierten Pastor handelt. Auch Krummes Vorgesetzter kennt den Pastor und glaubt an seine Unschuld. Doch Ina besteht darauf, dass er der Mörder ihrer Schwester ist, den sie an seiner Narbe auf der Stirn erkannt haben will. Auf der anderen Seite sagt Inas Ehemann, dass sie sich in den vergangenen Jahren schon mehrmals sicher war und es sogar Verleumdungsklagen der zu Unrecht Beschuldigten gegeben hat. Während die DNA-Probe noch ausgewertet werden muss, besucht Krumme einen Kollegen, der seinerzeit die Ermittlungen an dem Mord an Nelly leitete.

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Die Wolkenfischerin von Claudia Winter

Die WolkenfischerinDie Französin Claire Durant hat bei dem Berliner Gourmet-Magazin „Genusto“ Karriere gemacht und leitet das Ressort Lifestyle. Sie soll demnächst die Leitung eines neuen Lifestyle-Magazins des Verlagshauses Hebbel + Foch übernehmen. Ihr Chef Sebastian Hellwig ahnt nicht, dass sie weder eine echte Pariserin ist noch Kunstgeschichte studiert hat. Da erhält sie die Nachricht, dass ihre Mutter einen Fahrradunfall hatte und in der Bretagne in Lannion in der Klinik liegt. Claire wird von ihrer Mutter genötigt, sich während der nächsten drei Wochen, die diese in der Klinik verbringen muss, sich um ihre gehörlose Schwester Maelys zu kümmern, die angeblich nicht alleine zurechtkommen würde. So fährt Claire, die eigentlich beruflich zu einer Vernissage nach Paris muss, nach Moguériec, dem kleinen Dorf am Meer, in dem sie aufgewachsen ist. Dort begegnet sie Nicolas, ihrem Freund aus Kindertagen, der sich inzwischen von einem schüchternen Jungen zu einem attraktiven Mann entwickelt hat. Doch dann taucht völlig unerwartet ihr Chef Sebastian Hellwig auf, um in dem beschaulichen Fischerdorf Urlaub zu machen, und Claire muss sich einiges einfallen lassen, damit ihr Lügengeflecht nicht auffliegt.

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Emma, der Kaktus und ich von Christopher Lück

Emma, der Kaktus und ichGerd Gerthner studiert Literatur, schreibt gerne Gedichte und träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Er ist schüchtern und noch „Jungfrau“, hofft aber, dass es auch für ihn ein erstes Mal geben wird. Als er eines Tages Hilfe für seinen Kaktus Nopsi benötigt, lernt er im Botanischen Garten in Berlin Emma kennen, die dort als Gärtnerin arbeitet. Nach der Verlobung und im sechsten Monat schwanger, glaubt Emma, von Gerd mit einer anderen Frau betrogen worden zu sein und wirft ihn aus der Wohnung. Der weint sich daraufhin bei seinem Freund Stefan aus. Doch es kommt für ihn in dieser Situation nur noch der Tod durch Erhängen in genau der Tropenhalle infrage, in der er Emma kennengelernt hat.

Christopher Lück beginnt seinen Roman Emma, der Kaktus und ich an der Stelle, an der sich der Protagonist wegen der ihm nachgesagten Affäre erhängen will. Der Leser ist zu diesem Zeitpunkt noch auf den Fortgang der Handlung gespannt und fragt sich, wie Gerd wohl gerettet wird und wie es mit dem jungen Paar weitergeht. Doch stattdessen erwarten ihn Rückblicke an frühere und hoffnungslos gescheiterte Bekanntschaften von Gerd, Erinnerungen an ein Klassentreffen oder seine Großmutter, die leckere Pommes machen konnte. Auch die Schilderung einer überstandenen akuten Mittelohrentzündung gehört dazu, obwohl sie das eigentliche Thema nicht bereichert.

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Ich war jung und hatte das Geld von Sebastian Lehmann

Ich war jung und hatte das GeldSebastian und seine Freunde Florian, Dirk und Tina sind noch keine sechzehn Jahre alt, wollen sich wie alle Jugendlichen selbst finden und üben sich deshalb in den unterschiedlichsten Disziplinen. Allerdings ist Dirk immer noch ein Fan der Biene Maja und ein regelrechter Tollpatsch. Zwei Mal bricht er sich beide Arme, beim Surfen und auf einer Ballermann-Party bekommt er einen Sonnenbrand, als Pfadfinder und Snowboarder hat er auch nur Pech und als Kiffer wird er von der Polizei festgenommen. Doch das ist noch harmlos gegen den mit einer Kreissäge abgetrennten Daumen! Einmal trifft es immerhin Sebastian als Heavy Metaller auch, als nämlich seine Haare brennen. Wenn die Freunde Joints rauchen, dann kommen entweder Pfefferminztee oder Oregano zum Einsatz. Beim Trampen können sie sich nicht auf das Ziel einigen und als Kommunisten bringen sie nicht nur einiges durcheinander, sondern legen die Grundsätze nach Belieben aus.

Musikalisch durchlaufen die vier Freunde in den insgesamt 55 Geschichten des Buches Ich war jung und hatte das Geld von Sebastian Lehmann so ziemlich alle Richtungen vom Raver und Rapper zum Jazzer und machen auch eine erstaunliche Verwandlung vom Hippie zum Skinhead über den BWL-Student bis hin zum Punker durch.

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Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten von Rochus Hahn

Die Kunst, Elch-Urin frisch zu haltenTim ist fünfundzwanzig Jahre, Student und hat, seit einem denkwürdigen Ereignis mit der Mutter seines ehemaligen Freundes, ein gestörtes Verhältnis zu Frauen. Als er zufällig seinen früheren Klassenkameraden Bullwinkel trifft, gesteht der ihm, ebenfalls noch „Jungfrau“ zu sein. Die beiden sind sich einig, dass ihr erstes Mal etwas Besonderes sein muss und möchten deshalb nicht die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Auf einer Party lernen sie die zwei Stewardessen Adele und Lisa kennen. Um sie für ein nächstes Treffen gefügig zu machen, versprechen sie den beiden Frauen für die „Flashnight“ eine Droge, die sie umhauen wird.

Nun ist guter Rat teuer. Die beiden extrem unter sexuellem Druck stehenden jungen Männer sehen nur noch einen Ausweg: In Finnland gibt es einen giftigen Pilz, den nur Elche fressen und der in ihrem Urin eine wohldosierte Konzentration erzeugt, die beim Menschen eine halluzinogene Wirkung hervorruft. Kurz entschlossen besteigen sie einen Flieger von Frankfurt nach Vantaa in Helsinki. Zum Entsetzen von Tim quartieren sie sich dort bei Victor, einem „Freund“ von Bullwinkel ein. Doch es kommt noch schlimmer, als dieser seine Freunde einlädt.

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