Heddi, die es durch ein Austauschprogramm von Amerika nach Neapel geführt hat, wohnt mit einem „bunt zusammengewürfelten Haufen“ im Spanischen Viertel. Wie sie, studieren auch Luca, Davide, Angelo, Tonino und Sonia aus der Clique an Neapels Universität. Auf einer Party überreicht ihr einer der Gäste eine Kassette mit alten Liedern, die er extra für sie aufgenommen hat. Wie Heddi erfährt, handelt es sich dabei um den Geologiestudenten Pietro, der sich mit seinem Bruder Gabriele eine Wohnung teilt. Heddi besucht ihn und nach anfänglicher Befangenheit bleibt es nach der ersten sinnlichen Begegnung nicht nur bei einem Kuss. Als Pietro immer öfter zu seinen rückschrittlichen Eltern reist, die in einem kleinen Bergdorf als ärmliche Landwirte leben und die er bei der Arbeit unterstützen muss, verhindert das die Zukunftspläne des verliebten jungen Paares.
Heddi Goodrich beginnt ihren Roman Eine Liebe in Neapel* mit einer Mail von Pietro an Heddi, in der er große Fehler seinerseits einräumt, die er außerordentlich bedauert, weil sie zum Bruch der Liebesbeziehung geführt haben.
Die ehemalige Grundschullehrerin Gundel Vestergard hat aus der Affäre ihres Ehemannes Xaver mit einem „Blondchen“ die Konsequenz gezogen und die Scheidung eingereicht. Mit sechsundfünfzig Jahren will sie es noch einmal wissen und gründet ein Reiseunternehmen für jung gebliebene Alte: Das erste Ziel dieser exklusiven Reise führt direkt in den Regenwald nach Amazonien. Doch die erste böse Überraschung wartet auf Gundel in der brasilianischen Stadt Belém, als sie dort auf ihren Ex trifft, der unbedingt mit ihr reden will. Wie vereinbart, treffen sich die sechs angemeldeten Teilnehmer direkt im Hotel und erfahren von der Reiseleiterin den weiteren Ablauf: Am nächsten Tag fliegen sie mit einem kleinen Flugzeug weiter nach Santarém, wo sie in einer Lodge erwartet werden. Gundel nutzt den restlichen Tag zu einem Besuch auf dem Markt und macht dort die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes, den sie, ohne es zu ahnen, sehr bald wiedertreffen wird.
Oliver Seuß, deren Mutter das unerwünschte Kind schon kurz nach der Geburt im Jahr 1989 verlassen hat, wurde daraufhin von seinem Vater Achim in eine Wochenkrippe gegeben. Von allen ungeliebt, galt Oliver stets als Außenseiter. Bereits in der Grundschule fiel seine rasche Auffassungsgabe für Mathematik auf. Zunehmend fühlte er sich von der Verbindung der Klänge von Bach und ein paar Gläsern Bier beflügelt. Als ihm die Direktorin wegen übermäßiger Fehlstunden mit einem Wechsel des Gymnasiums droht, verspricht er, für eine mathematische Olympiade in Montreal alles zu geben. Tatsächlich freut sich die Schule über die mit seinem Erfolg verbundene Auszeichnung, und die Direktorin empfiehlt dem Eigenbrötler ein Studium in Dresden. Dort lässt er sich gehen, vernachlässigt seine Körperhygiene und bleibt ohne Freunde, was nicht ausschließt, dass er nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums als „größte mathematische Hoffnung des Landes“ gilt.
Für den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn stark macht. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in Händen. Schon nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl alles für einen Suizid von Willy Frenzel spricht, ist Kollege Drezko anderer Ansicht, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden, wozu Drezko allerdings keine näheren Angaben machen will. Engel lernt unterdessen auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.
Im Februar 1949 sucht Maria ihren Bruder Siem Coburg auf, der auf einem fahruntüchtigen Boot lebt. Sie bittet ihn, den in einem Rollstuhl sitzenden Tammens in Utrecht aufzusuchen. Wie Coburg von diesem erfährt, hat er seinen schwachsinnigen Enkel Siebold vor drei Wochen in ein Heim geben müssen. Den keine siebzehn Jahre alten Jungen hat Tammens tot zurück bekommen, wobei er wegen der bei seinem Enkel festgestellten Verletzungen nicht an einen natürlichen Tod glaubt. Coburg will seinem Freund gerne den Gefallen tun und sich im Internat Sint Norbertus in Wercke umsehen, da ihm Tammens während seiner Zeit als Widerstandskämpfer Unterschlupf gewährt und sein Enkel Siebold ihm das Leben gerettet hat.
Kriminalhauptkommissar Tobias Velten arbeitet in der Abteilung Staatsschutz und wird von seiner Chefin Dr. Meyer für einen neuen Einsatz nach Juist geschickt. Bundespräsident Jochen Bramberger will auf der Insel seinen Urlaub verbringen, und aufgrund einer verschlüsselt abgefangenen Nachricht besteht der Verdacht, dass auf ihn ein Attentat verübt werden soll. Da es sich dabei lediglich um einen ins Darknet führenden Tipp gehandelt hat, müsste es im Fall einer real existierenden Bedrohung in den eigenen Reihen einen Maulwurf geben. Dr. Meyer bittet Velten deshalb darum, inoffiziell Ermittlungen gegen das von Svenja Jenner geführte zehnköpfige Team der unmittelbaren Personenschützer zu führen, während ihm selbst die Planung und Konzeption der Sicherheitsmaßnahmen für ein zweites Team obliegt.
Während die Mitglieder der Senioren-WG in dem Kriminalroman
In der Mitte des 21. Jahrhunderts wurde der demokratische Staat von einem totalitären System abgelöst, das sich Methode nennt. Die Methode hat Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht gemacht und jeder Bürger ist gezwungen, täglich sportliche Aktivitäten auszuüben, um seinen Körper gesund zu erhalten, sowie verschiedene Maßnahmen wie Blutdruckmessung und Urintest durchzuführen. Im Rahmen einer Meldepflicht müssen Schlaf- und Ernährungsberichte eingereicht werden. Diese Bestimmungen werden vom Staat ständig überwacht und Verstöße werden bestraft. Die Ideologie, auf denen dieses System beruht, wurde von Heinrich Kramer mit seinem Werk „Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation“ geschaffen.
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird häufig aus Scham nicht zur Anzeige gebracht und nach einem Artikel auf Tagesschau.de ist in Deutschland jede achte Frau davon betroffen. In dem Roman
Die fast fünfzigjährige und geschiedene Schweizerin Tereza Berger hat von ihrer Tante Annie Gisler ein Haus in Camaret-sur-Mer auf der Halbinsel Crozon geerbt, dass sie verkaufen will. Bevor sie der Maler Severin Lukesch zum Haus führt, macht sie die Bekanntschaft der Surflehrerin Ayala Ngkachana, die ihr von der gefährlichen Strömung im Atlantik erzählt und auch von den zwei Toten in diesem Frühjahr: Bruno und Ronan. Einer alten bretonischen Sage nach fordert die Strömung „Morwen“ alle einhundert Jahre drei Tote, so dass in diesem Jahr noch ein weiteres Opfer im Meer ertrinken wird. Das, so erfährt Tereza, würde sich in einem geringeren Verkaufspreis niederschlagen. Als sie endlich an der „Villa Wunderblau“ ankommt, ist sie von dem verfallenen Haus mit morschen Treppenstufen und nicht funktionierendem Wasser einerseits enttäuscht, findet es andererseits aber auf „schäbige Weise grandios“.