„Blaue Nächte“ – Ein Roman über verpasste Chancen und lebenslange Versprechen

Buchcover des Romans Blaue Nächte

Ein rätselhafter Besucher im Blue Nights

Als Milenas Mutter erkrankt, soll sie vorübergehend im Klub Blue Nights aushelfen, den ihre Mutter nach dem Tod des Vaters weiterführt. Eines Abends möchte ein etwa siebzigjähriger Mann den Klub betreten. Er spricht von „riesigen Fehlern“, die er begangen habe, und davon, dass dies seine letzte Gelegenheit sei, alles wieder in Ordnung zu bringen. Offensichtlich verwirrt, wird er zunächst vom Türsteher und schließlich auch von Milena abgewiesen. Plötzlich bricht er zusammen und wird mit einem Rettungswagen abtransportiert.

Kurz darauf tritt eine ältere Dame in einem azurblauen Kleid aus dem Blue Nights. Milena erinnert sich, sie zuvor an der Bar gesehen zu haben. Vermutlich wollte der Mann zu ihr, mutmaßt Milena, und versucht vergeblich, sie aufzuhalten.

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Wenn ein Platztausch das Leben verändert

Buchcover: Bevor wir fallen

Eine Familie am Scheideweg

Bengt Sund lebt mit seiner Frau Mariette und dem fast achtzehnjährigen Sohn Erik in Stockholm. In seiner Eigenschaft als Psychiater soll er in Kapstadt einen Vortrag halten. Für die Zeit seiner Abwesenheit beschließt das Ehepaar, auf jeglichen Kontakt zu verzichten, da noch unklar ist, wie es mit ihnen weitergehen soll. Mariette hat erfahren, dass Bengt ein Verhältnis mit seiner Arbeitskollegin hatte. Ohne einen Abschiedsgruß verlässt er das Haus.

Begegnung über den Wolken

Durch eine unglückliche Verkettung von Missverständnissen weist Bengts Boardingkarte nicht den gewünschten Platz am Gang aus. Er bittet seinen Sitznachbarn, den Platz mit ihm zu tauschen.

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Zwischen Revolution und Erinnerung: Eine Reise nach Kuba

Buchcover des Romans Nächstes Jahr in Havanna

Der letzte Wunsch einer Großmutter

Die Journalistin Marisol Ferrara begibt sich von Miami nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa zu erfüllen. Sie soll deren Asche in das Land zurückbringen, das Elisa liebte und das die Familie Pérez vor fast sechzig Jahren verlassen musste. Elisa war die Tochter eines Zuckerbarons, der mit Präsident Batista sympathisierte. Die Familie gehörte zur wohlhabenden Oberschicht der Gesellschaft und führte ein privilegiertes Leben, das für Elisa und ihre drei Schwestern aus Einladungen zum Dinner und Besuchen auf Partys bestand.

Über die Ausbeutung der Bevölkerung und die politische Lage des Landes machte sich Elisa keine Gedanken – bis sie Pablo kennenlernte, einen jungen Rechtsanwalt, der sich der Revolution von Fidel Castro verschrieben hatte.

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Rückkehr nach Wedding – Regina Scheers Roman über Erinnerung, Identität und Verfolgung

Buchcover des Romans Gott wohnt im Wedding

Ein Ort der Vielfalt und Erinnerung

Im Berliner Ortsteil Wedding leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, die aus den unterschiedlichsten Kulturen stammen. Dort ist auch Leo Lehmann, der Protagonist des Romans Gott wohnt im Wedding*, aufgewachsen. Im Jahr 1948 wanderte er nach Israel aus und kehrt nach über siebzig Jahren mit seiner Enkelin Nira wegen einer Erbschaftsangelegenheit zurück. Immer wieder steht er an der Stelle, an der er seinen Freund Manfred zum letzten Mal sah. Als „U-Boote“ fanden die beiden Juden nachts Unterschlupf bei Gertrud Romberg. Doch offensichtlich war sie eine Verräterin, denn ihre Wohnung wurde für Manfred zur Falle.

Familiengeschichte und persönliche Tragödien

Der Roman erzählt die Familiengeschichte von Leo Lehmann, dessen Eltern im Konzentrationslager ums Leben kamen. Seine Frau Edith ist bereits seit zwanzig Jahren tot, und der Besitz ihrer Mutter wurde vom Deutschen Reich eingezogen.

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Elisabeth Herrmanns Thriller „Schatten der Toten“ – Agenten, Identitäten und dunkle Geheimnisse

Buchcover des Thrillers Schatten der Toten

Die Rosenholz-Dateien als Inspiration

Für Elisabeth Herrmanns Thriller Schatten der Toten haben die Rosenholz-Dateien Pate gestanden. Der Leiter der Forschungsgruppe Rosenholz beriet die Autorin bei der Ausarbeitung. Die Rosenholz-Unterlagen enthalten Personenkarteien des DDR-Auslandsgeheimdienstes und umfassen Zehntausende Klar- und Decknamen ehemaliger Stasi-Auslandsspione. Erst im Jahr 2004 standen sie für Ermittlungen zur Verfügung.

Verrat und Täuschung: Die Geschichte von Eva und Tom

Im Roman gibt die Stenotypistin Eva geheime Informationen ihres Vorgesetzten Werner Kellermann an ihren Geliebten Tom weiter – einen sogenannten Romeo-Agenten.

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Zwischen Schrebergarten und Männerchaos

Ein Blick in Ulrike Hartmanns Roman „Liebe geht durch den Garten“

Buchcover des Romans Liebe geht durch den Garten

Neuanfang mit Hindernissen

Für die Kinderbuchillustratorin Anna Baumgarten gibt es seit ihrer Scheidung nur noch schöne oder kluge Männer – von den schönen hat sie allerdings die Nase gestrichen voll. Nachdem sie ihren Ehemann Raimund mit der Erzieherin ihres Sohnes im Bett erwischt hat und inzwischen geschieden ist, lebt sie mit dem zehnjährigen Max und dessen zwei Jahre jüngerem Bruder Anton allein in einer Dachgeschosswohnung.

Beim Friseur stößt Anna in einer Gartenzeitschrift auf die Idee, einen Schrebergarten zu besitzen. Begeistert kontaktiert sie den Vorsitzenden einer Kleingartenanlage, der ihr eine frei gewordene Parzelle anbietet. Da es viele Bewerber gibt, muss sie sich schnell entscheiden – und unterschreibt überstürzt den Pachtvertrag.

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Der Berg, der nie bestiegen wurde – Ein Leben zwischen Krieg, Flucht und Sinnsuche

Buchcover des Romans Der Berg, der nie bestiegen wurde

Kindheit in den Wirren des Zweiten Weltkriegs

Béla wird inmitten der Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs in Budapest geboren. Nach der Geburt seines Bruders István müssen die Geschwister mit ihrer Mutter vorübergehend in einer Obdachlosenunterkunft leben, da ihr Haus von den Kommunisten enteignet wurde. Für einige Wochen nimmt sie eine Tante mit aufs Land, bevor sie sich erneut in Budapest durchschlagen müssen.

Als der Vater aus der Gefangenschaft zurückkehrt, währt das Familienglück nur kurz. Um dem Tod durch den Strang zu entgehen, muss er fliehen. Durch die verminte Todeszone gelingt ihm die Flucht in die sowjetische Besatzungszone nach Österreich. Unterdessen wird Béla eingeschult und verbringt seine freie Zeit gerne mit István und einem alten Mann auf Berggipfeln, wo er dessen Worten lauscht.

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Eine Liebe, in Gedanken – Rückblick auf ein Leben voller Sehnsucht und Erinnerung

Buchcover des Romans Eine Liebe, in Gedanken

Die Suche nach einem unbekannten Geliebten

Nach dem plötzlichen Tod von Antonia Weber hat ihre Tochter nur noch einen Wunsch: Sie möchte dem Mann begegnen, der ihrer Mutter offenbar so viel bedeutet hat. Erinnerungen steigen in ihr auf: „Eine Liebe, in Gedanken“, geht es ihr durch den Kopf. Wer war dieser Mann? Falls der mittlerweile über Siebzigjährige noch lebt und wie jedes Jahr im Spätsommer in sein Haus zurückkehrt, muss sie ihn aufsuchen.

Eine Liebe in jungen Jahren

Vor über fünfzig Jahren verliebt sich Antonia, damals Mitte zwanzig, in Edgar Janssen. Am 4. Advent wartet sie bei ihrer Zimmerwirtin auf ihn, um ihn ihrer Familie vorzustellen. Edgar verspätet sich, und Antonia befürchtet, er könnte gar nicht mehr erscheinen.

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Geheimnisse auf Floreana: Die Galápagos-Affäre und ihre literarische Verarbeitung

Buchcover des Romans Das schwarze Paradies

Rätselhafte Ereignisse auf einer abgelegenen Insel

Drei bis heute ungeklärte Todesfälle und drei spurlos Verschwundene erschütterten im Jahr 1934 die auf dem Pazifischen Ozean gelegene Insel Floreana. Die Medien widmeten sich diesem reißerischen Thema ausführlich und machten es unter dem Namen „Galápagos-Affäre“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Den Ausgangspunkt bildete der Entschluss des Berliner Arztes Friedrich Adolf Ritter und seiner Lebensgefährtin Dore Koerwin, dem bürgerlichen Leben den Rücken zu kehren und auf einer einsamen Insel neu zu beginnen. Im September 1929 wurden sie die ersten Bewohner Floreanas.

Doch sie blieben nicht lange allein: Die Österreicherin und selbst ernannte Kaiserin Eloise Wagner de Bousquet sowie das Ehepaar Heinz und Margaret Wittmer – deren Nachfahren heute ein Hotel auf Floreana betreiben – folgten als weitere Aussteiger, die ein Leben inmitten unberührter Natur suchten.

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Wenn Gott aus dem Urlaub zurückkehrt: Eine himmlische Satire

Buchcover des Romans Gott bewahre

Himmlische Rückkehr mit irdischen Folgen

Im Zentralbüro des Himmels herrscht aus gutem Grund eine gewisse Unruhe: Gott kehrt aus seinem einwöchigen Urlaub zurück. Auch in der Ewigkeit vergeht die Zeit – nur sehr viel langsamer. Denn im Unterschied zur irdischen Zeit entspricht ein Tag im Himmel etwa siebenundfünfzig Erdenjahren. Als Gott zu seiner Reise in die entlegene himmlische Provinz aufbrach, schrieb man auf der Erde das Jahr 1609 – eine Epoche, die ihm enorme Freude bereitete. Bei seiner Rückkehr ist es auf der Erde bereits das Jahr 2011, und über vierhundert Jahre sind vergangen, die alles andere als ereignisarm waren.

Gott benötigt einen ganzen Vormittag, um sich über Kriege, Gräueltaten und den moralischen Verfall der Menschheit auf den neuesten Stand zu bringen. Entsetzt fragt er sich, wie das alles dermaßen aus dem Ruder laufen konnte.

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