Vogelfrei von Felicitas Gruber

VogelfreiKurz nachdem die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth von einer Spritztour an die Adria mit ihrem Exmann, dem Hauptkommissar Joe Lederer, zurückgekehrt ist, liegt bereits der erste Tote auf ihrem Sektionstisch. Die Leiche des siebenundvierzig Jahre alten Manfred Groedinger hat die typischen Spuren einer Strangulation durch Erhängen, und auf den ersten Blick scheint es sich um einen Suizid ohne Fremdeinwirkung zu handeln. Doch die Ehefrau des toten Bauunternehmers glaubt nicht an einen Selbstmord und irgendetwas macht auch Sofie stutzig. Ihre Zweifel sind nicht unberechtigt, denn wie sich anhand der Untersuchungen im Labor herausstellt, wurde Groedinger mit Fentanyl, einem starken Schmerzmittel betäubt, weshalb er sich unmöglich selbst erhängt haben kann.

Bereits am nächsten Tag wird Sofie zu einem weiteren Mordfall gerufen. Stella Böhm, die Inhaberin des Studios Smiley Nails, wurde mit einer Glasnagelfeile erstochen und von einer Kundin tot in ihrem völlig demolierten Geschäft aufgefunden.

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Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit von Gretchen Berg

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mitNicht erst im Handy-Zeitalter werden Telefongespräche unerlaubterweise abgehört. Eine Telefonistin vergangener Tage konnte sich heimlich in eine vermittelte Leitung einklinken, indem sie einfach den Stumm-Schalter umlegte. So hat es auch die Protagonistin des Romans „Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit“ von Gretchen Berg gehandhabt: Vivian Dalton lebt mit ihrem Ehemann Edward und Tochter Charlotte in Wooster, einem kleinen Ort im Bundesstaat Ohio. Eines Tages belauscht sie ein Gespräch, bei dem eine ihr unbekannte Frau eine Vermittlung mit Betty Miller wünscht. Ausgerechnet die Vivian verhasste Betty erfährt, dass Edward zu dem Zeitpunkt verheiratet gewesen sein soll, als er Vivian ehelichte! Sie ist außer sich vor Wut, denn zu der Enttäuschung, dass Edward seine Ehe verschwiegen hat, kommt ihre Sorge, dass Betty das Gerücht in Wooster verbreitet.

Gretchen Berg erzählt in ihrem Roman „Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit“ die Geschichte ihrer Großmutter, wobei sie sich nach eigener Aussage in wesentlichen Punkten an die Fakten gehalten hat. Der Plot setzt im Jahr 1952 an.

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Kinder ihrer Zeit von Claire Winter

Kinder ihrer ZeitIm Januar 1945 flieht Rosa Lichtenberg mit ihren elfjährigen Töchtern, den Zwillingsschwestern Emma und Alice, aus Ostpreußen vor den herannahenden russischen Truppen. Doch in der eisigen Kälte bekommt Alice Fieber, und sie finden auf dem Hof von Berta Paschke Unterschlupf. Als Rosa mit Emma zu einem verlassenen Nachbarhof geht, um dort eventuell noch einige Lebensmittel zu finden, sehen sie auf dem Rückweg aus einiger Entfernung, wie das Dorf und Bertas Hof von russischen Soldaten niedergebrannt wird. Erst am nächsten Tag, nachdem die Soldaten abgezogen sind, wagen sie sich zurück auf den Hof, der bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. In ihrer Verzweiflung hofft Rosa, dass Alice sich vielleicht in einem Keller oder Schuppen im Dorf verstecken konnte, doch Alice bleibt spurlos verschwunden.

Fünf Jahre später haben sich Rosa und Emma in West-Berlin ein neues Leben aufgebaut, das noch immer von den Ereignissen während der Flucht überschattet wird, denn Rosa ist davon überzeugt, dass ihre Tochter Alice nicht überlebt hat.

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Vielleicht auf einem anderen Stern von Karen Raney

Vielleicht auf einem anderen SternAls Eve einen Abschluss als Museumswissenschaftlerin macht, lernt sie den aus Spanien stammenden Antonio kennen, der gerade an seiner Promotion in Neurobiologie arbeitet. Für beide ist es die große Liebe, doch mit einer unerwarteten Schwangerschaft konfrontiert, ist für Antonio eine Vaterschaft unvorstellbar. Eve zieht kurzerhand die Konsequenzen und beschließt, das Kind alleine großzuziehen. Mittlerweile hat sie in Robin einen Lebensgefährten gefunden, der auch für die inzwischen sechzehnjährige Tochter Maddy ein guter Ersatzvater ist. Eve könnte glücklich sein, wäre ihre Tochter nicht an Blutkrebs erkrankt.

Schon seit Monaten kann Maddy nicht mehr die Schule besuchen und wird stattdessen von Miss Sedge zu Hause unterrichtet. Gelegentlich bekommt sie Besuch von ihren Freundinnen und bereitet auch auf Bitten ihrer Lehrerin eine Kampagne für einen Protestmarsch gegen eine geplante Pipeline vor.

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Das Mädchen aus Glas von Julie Hilgenberg

Das Mädchen aus GlasUnter der Bezeichnung Osteogenesis imperfecta, umgangssprachlich auch Glasknochenkrankheit genannt, verbirgt sich eine genetisch bedingte, selten auftretende Erbkrankheit, bei der die Knochen leicht brechen und die bis heute nur symptomatisch behandelt werden kann. Elisa von Treue, die Protagonistin in dem Roman „Das Mädchen aus Glas“ von Julie Hilgenberg, weiß seit ihrem siebten Lebensjahr, dass sie daran erkrankt ist. Ihre Eltern August und Pauline, die verständlicherweise sehr besorgt um sie sind, lassen Elisa seitdem kaum aus dem Haus, und ihr Arzt Johannes Friedmann verschreibt zu ihrem Schutz Medikamente, die sie ermüden und viel schlafen lassen. Sein Sohn Wilhelm ist für die Heranwachsende der einzige Freund.

Als Elisa im Jahr 1913 vierundzwanzig Jahre alt ist, überrascht sie ihr Vater mit der Nachricht, einen Ehemann auserwählt zu haben. Den Süßwarenfabrikant haben einzig und allein geschäftliche Interessen zu dieser Entscheidung bewogen, da Emil Lindquist, der Vater seines zukünftigen Schwiegersohns, ein angesehener Privatbankier ist.

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Leas Spuren von Bettina Storks

Leas SpurenDie Historikerin Marie Bergmann erhält einen Brief von einem Notar. Er bittet sie, ihn in Paris wegen einer Erbangelegenheit aufzusuchen, bei der es um den Verstorbenen Victor Blanc geht. Notgedrungen folgt sie der Einladung und wird mit Nicolas Blanc, dem zweiten Erben und Enkel von Victor, bekannt gemacht. Der Verstorbene, so erfahren beide, hatte während des Zweiten Weltkrieges eine Beziehung zu der verstorbenen Charlotte Schneider, die eine Schwester der Großmutter von Marie war. In dem Testament vermacht Victor eine Wohnung in bester Lage von Paris den beiden verblüfft dreinblickenden Leuten je zur Hälfte. Allerdings knüpft er an das Erbe die Bedingung, dass sie binnen eines Jahres ein verloren gegangenes Gemälde von Jakob Stern aufspüren und an den rechtmäßigen Besitzer übergeben. Andernfalls geht die Wohnung an eine Sozialeinrichtung. Zudem darf das Erbe nicht einseitig ausgeschlagen werden. Weder der Notar, noch Nicolas oder Marie können sich einen Reim darauf machen, was Victor mit einer einzulösenden Schuld Maries Großtante gegenüber meint.

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Gelateria Paradiso von Stefanie Gerstenberger

Gelateria ParadisoFlugbegleiterin Francesca Adler ist seit über fünfundzwanzig Jahren mit dem Onkologieprofessor Tim verheiratet. Da sie für jeglichen Luxus wie teure Autos, Kleidung und Kosmetik ein Faible hat, musste sie ihr Konto überziehen und sieht sich genötigt, die von ihren Eltern gegründete „Gelateria Paradiso“ aufzulösen. Die als Tischlerin arbeitende Susanne Werner hört von dieser Ladenauflösung. Als Francesca sie erblickt, kommt ihr die Frau irgendwie bekannt vor. Aber erst, als der fünfunddreißigjährige, minderbegabte Lennart, den Susanne mitgebracht hat, zufällig ein Foto entdeckt, das den Vater von Francesca zeigt, wird dieser bewusst, wem Susanne ähnlich sieht und was das bedeutet: Sollte ihr Vater eine Geliebte gehabt und mit ihr eine Tochter gezeugt haben, müsste sie mit einer Schwester teilen.

Susanne, die ihre leiblichen Eltern nicht kennt, geht es weniger um eine mögliche Erbschaft, als darum, ihren auf dem Foto entdeckten Vater kennenzulernen. Von dem Ehepaar, das sie adoptiert hat, ist ihr nie Liebe entgegengebracht worden, weshalb sie ihnen bereits im Alter von achtzehn Jahren den Rücken gekehrt hat.

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Frankreich, wir kommen! von Brigitte Guggisberg

Frankreich, wir kommen!Betty Bauer ist Köchin aus Leidenschaft und führt in dem Roman „Frankreich, wir kommen!“ von Brigitte Guggisberg seit zwei Jahren mit ihrem Partner Klaus das Restaurant „Sonne“ in Efringen-Kirchen. Für die Hochzeit ihrer Freundin backt sie nicht nur, sondern bereitet auch das Menü. Doch die Feier endet für Betty mit einer herben Enttäuschung. Angeblich wären die Muscheln verdorben gewesen, was die örtliche Presse ausschlachtet. Besonders trifft Betty, dass Jan Meister, den sie aus Kindheitstagen kennt und in den sie einst verliebt war, als ihr Konkurrent in dem Beitrag zitiert wird. Auch wenn er ihr gegenüber behauptet, seine Aussage sei von der Presse manipuliert worden, ändert das nichts daran, dass der Artikel die Gäste vergrault hat und sie der „Sonne“ fernbleiben.

Für Betty stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Als ihr der Vorschlag gemacht wird, mit einem Food-Truck durch die Lande zu ziehen, weigert sie sich zunächst entschieden. Aus reiner Neugier stöbert sie im Internet und entdeckt eine Ausschreibung für einen Wettbewerb auf einem Street-Food-Markt in Monte Carlo, bei dem Prinzessin Stéphanie den Hauptpreis überreichen soll.

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Liebe geht durch den Garten von Ulrike Hartmann

Liebe geht durch den GartenFür die Kinderbuchillustratorin Anna Baumgarten gibt es seit der Scheidung nur noch schöne oder kluge Männer, wobei sie von den schönen die Nase gestrichen voll hat. Nachdem sie ihren Ehemann Raimund mit der Erzieherin ihres Sohnes im Bett erwischt hat und inzwischen geschieden ist, lebt sie mit dem zehnjährigen Max und seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Anton alleine in einer Dachgeschosswohnung. Als sie beim Friseur in einer Gartenzeitschrift blättert, gefällt ihr der Gedanke, einen Schrebergarten zu besitzen. Sie kontaktiert den Vorsitzenden einer Kleingartenanlage, der ihr eine frei gewordene Parzelle anbietet. Da es viele Bewerber gibt, muss sie sich schnell entscheiden und so unterschreibt sie überstürzt den Pachtvertrag.

Noch ist Anna euphorisch und freut sich auf die Ruhe, die sie genießen wird, zumal in ihrem Haus umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Doch als sie einen ersten Blick in das Gartenhäuschen wirft, ekelt sie sich, denn in allen Ecken liegt Müll und Schimmel hat sich ausgebreitet.

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So viele Jahre von Carla Freieck

So viele JahreThea Brandner ist seit dreißig Jahren mit Andreas verheiratet. Sohn Ben studiert auswärts, Tochter Nora ist selbst schon Mutter eines kleinen Kindes. Finanziell geht es dem Ehepaar gut: Sie besitzen ein Haus in Idstein, zwei Autos und können sich mindestens zwei Urlaube im Jahr leisten. Dennoch ist Thea mit ihrem Leben unzufrieden. Als sie über das Büro, in dem sie halbtags arbeitet, den attraktiven Geschäftspartner Johann Seitz kennenlernt und er sie auf eine Tasse Kaffee einlädt, sind da plötzlich Gefühle, die sie bei ihrem Mann schon lange nicht mehr hat. Thea gerät in einen Gewissenskonflikt, denn sie möchte einerseits ihren Mann nicht betrügen oder ihre schon „So viele Jahre“ währende Ehe aufs Spiel setzen, andererseits kann sie gegen ihre Gefühle nicht ankämpfen und gibt schließlich den Avancen von Johann nach.

Thea vertraut sich ihrer Freundin Katrin an und stellt sich nach dem Gespräch die Frage, ob sie in ihrer Ehe überhaupt noch glücklich ist. Wenig später heiratet Katrin und wird auf ihrer Hochzeit in eine alte Villa „entführt“, bei deren Anblick Thea eine Panikattacke erleidet.

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