Rebecca ist bekannt, dass sie 1972 in Jamaika als Lucy geboren wurde. Doch von ihrer leiblichen Mutter, die sich den Hippies zugehörig fühlte, wurde sie sofort nach der Geburt weggegeben. So ist sie bei mormonischen Adoptiveltern aufgewachsen. Um mehr über ihre Mutter Jenny in Erfahrung zu bringen, besucht sie kurz nach dem Einsturz der Twin Towers Gottfried, den damaligen Geliebten ihrer Mutter, in seiner Augenarztpraxis. Sie berichtet ihm, Gegenstände nicht mehr zu erkennen, „flackernde Ringe“ und „farbige Nebel“ sowie bunte Schreckensbilder zu sehen. Da sich jedoch keine medizinische Ursache finden lässt, überweist er Rebecca in eine psychosomatische Klinik, aus der sie jedoch flieht.
So schwierig es ist, sich in den Roman Im Augenblick der Freiheit* einzulesen, so schwierig gestaltet sich das Verständnis der Lektüre im weiteren Verlauf. Der Autor kommt von „Höcksken auf Stöcksken“ und spricht unterschiedlichste Themen an. Der Plot wirkt wie ein Konstrukt, das den Leser verwirrt.
Um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, haben Shotes Eltern den Kosovo verlassen und sind in die Schweiz gezogen. Da sie weiterhin die zurückgebliebenen Verwandten in der Heimat finanziell unterstützt haben, wuchs Shote in dem reichen Land in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit ihrer Familie verbrachte sie früher die Ferien im Kosovo bei den Großeltern, doch als sie älter wurde, ist sie der wiederholten Bitte ihrer Großmutter, sie zu besuchen, nicht mehr nachgekommen. Als Shote die Nachricht vom Tod der Großmutter erreicht, ist es dafür zu spät und sie schämt sich. Nach der Trauerfeier überreicht ihr ein Onkel das Notizbuch ihrer Großmutter, das Orte in Albanien auflistet, die diese gerne in ihrem Leben bereist hätte. Doch dann kam der Krieg und sie hat die Reise, die ihr Ehemann ihr versprochen hat, nie antreten können.

Im Leben des namenlosen Protagonisten des Romans
Aufgebracht berichtet Martina Goretzka ihrem Nachbarn Willi, seiner Schwiegermutter Kwatkowiak und dessen Enkelin, der Psychologiestudentin Liesa Kwatkowiak, dass sie ihren Ehemann Andy am Samstagabend zuletzt gesehen hat. Am nächsten Morgen war er nicht mehr da und mit ihm sind auch sein Laptop und Handy verschwunden. Da ihr Mann in letzter Zeit heimlich Telefongespräche geführt und sie in seinen Unterlagen die Telefonnummer einer Psychotherapeutin gefunden hat, vermutet Martina, dass ihn etwas bedrückt haben muss. Sohn Timo stellt bedeutungsvoll fest, dass an dem Abend, an dem sein Vater verschwunden ist, auch noch sämtliche Daten auf dessen USB-Stick gelöscht wurden.
Der Renaissance-Experte Dr. Alexander Seltig trifft mit Peter Neumann, dem Bürgermeister von Berlin, und der Kulturstaatsministerin Dr. Ricarda Bauer letzte Absprachen für die Ausstellungseröffnung zur Ehrung des Künstlers Lucas Cranach und seines Venus-Gemäldes. Die drei kommen überein, dass die kunstgeschichtliche Doktorandin Nele Rosenbach eine kurze Rede halten soll, in der sie den interessierten Zuhörern das Bild erklären soll. Seltig verfolgt darüber hinaus den Plan, während der Ausstellung für einen neu zu gründenden Berlin-Art-Club zu werben, mit dem er beim Bürgermeister jedoch keine Zustimmung findet. Anstelle eines Reichen-Clubs für die Kunst, sind diesem die oftmals am Hungertuch nagenden Alleinerziehenden wichtiger.
Fast dreizehn Jahre ist Eva mit Peter verheiratet. Beide sind Anfang vierzig und leben mit ihren Kindern, der elfjährigen Laura und dem neun Jahre alten Jonas, in München. Eva hat eine gut bezahlte Halbtagsstelle in einer Marketingabteilung und duzt ihren Chef Carsten, der ein Tennispartner ihres Mannes ist. Als die Kinder eines Abends bei der Großmutter sind, freut sich Peter darauf, mit ihr allein zu sein und nähert sich Eva mit einer bestimmten Absicht. Doch sie stellt überrascht fest, dass sie keine Lust auf den Austausch von Zärtlichkeiten hat und eher Ekel empfindet.
Die Neuauflage aus dem Jahre 2017 des bereits 1931 erschienenen Debütromans „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ von Gabriele Tergit ist mit gutem Grund in der alten Rechtschreibung gehalten, wie Nicole Henneberg in einigen Hintergrundinformationen und biografischen Angaben zur Autorin am Schluss erklärt. Der Plot ist im Jahr 1929 angesiedelt, sechs Jahre nach der Währungsreform im November 1923. Wohnraum wurde immer knapper, durch Rationalisierungen stiegen die Arbeitslosenzahlen und mit ihnen begann der Aufstieg der Nationalsozialisten. Davon schreibt Gabriele Tergit, die selbst Redakteurin war, und beginnt ihren Roman mit einer Unterhaltung in den Räumen der Berliner Rundschau.