Die wohlhabende 69-jährige Clara Dorn hat ihr Antiquitätengeschäft bereits vor einigen Jahren geschlossen. Doch macht sie dank ihrer solventen Privatkundschaft noch immer ein kleines Vermögen, das sie in edlen Boutiquen für Designerkleidung ausgibt. Sie sieht blendend aus, fühlt sich wie eine Frau in den besten Jahren und ist in einer Beziehung mit dem ehemaligen Model Sky. Gelegentlich träumt sie davon, für ein Lifestyle-Magazin interviewt zu werden und führt Gespräche mit einer fiktiven Journalistin. Zusammen mit ihrer einzigen Freundin Marie, die bis vor einem Jahr die exklusivste Galerie in Hamburg geleitet hat, geht sie in Kunstausstellungen und zu Theaterpremieren. Als Marie an Krebs erkrankt, besucht Clara sie nicht im Krankenhaus und bleibt auch ihrer Beerdigung fern.

Am Tag der Beisetzung erleidet Clara eine Panikattacke und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Daraufhin beschließt sie, in ihre alte Heimat zurückzukehren, die sie vor mehr als zwanzig Jahren verlassen hat, um noch einmal neu anzufangen. Sie quartiert sich ohne Zögern bei ihrer Tochter Katrin ein, die sie damals als 14-jährige in der Kleinstadt bei ihrer Großmutter und ihrem Vater zurückließ. Weiterlesen »

Wer als Pendler im Ruhrgebiet mit dem Auto unterwegs ist, weiß ein Lied von den täglichen, kilometerlangen und zeitraubenden Staus zu singen! Ist ein Unfall als Ursache auszumachen, weiß man zumindest, dass niemand dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann und ist froh, nicht in den Unfall verwickelt zu sein. Doch wenn Fahrbahnen aufgrund von Baustellen wegfallen, auf denen weit und breit kein Arbeiter zu sehen ist, dann kann das Unverständnis und Wut bei den Menschen auslösen, die auf diese Weise eine nicht unbeträchtliche Zeit auf den Autobahnen, anstatt daheim bei ihren Familien zubringen.

Das Schicksal dieser Autofahrer teilt auch Klaus-Werner Lippermann in dem Kriminalroman Die Abbieger von Thomas Schweres. Täglich muss er über die A40 von Dortmund-Dorstfeld, wo er zusammen mit seiner Mutter in einer Zechensiedlung wohnt, zu seinem Arbeitsplatz nach Duisburg. Über vier Jahre hat er genau festgehalten, wie lange er unnötig in Staus verbracht hat. Gemeinsam mit seinem Freund Alfred, mit dem ihn die Liebe zu Kaninchen verbindet, will er das nicht länger hinnehmen und den Schuldigen bestrafen. Sie entführen Dr. Rainer Weissfeldt von Straßen.NRW in Gelsenkirchen, den sie in der Kleingartenanlage Emscherglück unterbringen. Er soll bei ihren Fahrten am eigenen Leib erfahren, wie es ist, stundenlang im Stau zu stehen. Weiterlesen »

Marie Wagenfeld, die im Wirtschaftsdezernat gearbeitet hat, ist mittlerweile externe Beraterin für ein neues IT-System. Unmittelbar nach einer Sitzung im Gebäude der Immobilienbank Sega Invest in Frankfurt, an der auch ihr Kollege Mark Meier, der Abteilungsleiter vom Controlling, teilgenommen hat, entdeckt sie den ermordeten Projektleiter Arne Bruns, dem der Kopf abgetrennt wurde. Sofort alarmiert sie die Polizei und wird von Kriminalkommissar Ben Kellermann befragt. Als er später noch einmal mit Marie den Sitzungsraum aufsucht, fällt ihr das Fehlen des Beamers auf, was die Vermutung aufkommen lässt, dass der Mörder etwas vertuschen will.

Es stellt sich heraus, dass der Tote Verbindungen zur SM-Szene unterhalten hat und Kunde im Dark Magic war, dessen Besitzer Kreutzer als gewalttätig gilt. Da Erik, der Bruder von Marie, in jungen Jahren selbst in der SM-Szene verkehrte, bittet Kellermann die ehemalige Ermittlerin um Mithilfe. Marie, der bereits ein Datenchaos bei einem Projekt in Wien aufgefallen ist, setzt aber nicht nur auf die Unterstützung ihres Bruders, sondern vor allem auf ihre Freundinnen Helena und Anna sowie auf Karla, die für sie eine wertvolle Hilfe bei der Recherche ist. Mit Kellermann fährt sie nach Warschau und Paris, wo es ebenfalls Morde aufzudecken gilt, die mit dem Mord an Bruns zusammenhängen können. Marie wird das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden, und ihre immer größer werdende Angst kann sie kaum noch unter Kontrolle halten. Weiterlesen »

Als eine Ergänzung seiner ersten musikalischen Veröffentlichung und als „erweiterte Mitschrift“ seines Live-Programms sieht UMBO Hans Umschaden sein Buch Der Feinripp Macho, wie morgenweb.de, das Nachrichtenportal Rhein-Neckar, zu berichten weiß. Der in Los Angeles studierte Musiker stellt darin ausgesuchte Songtexte der letzten Jahre in deutscher und englischer Sprache vor, wobei er jeweils die Entstehungsgeschichte voranstellt. Unausweichlich gibt der in einem österreichischen Dorf in Kärnten geborene, jedoch in Deutschland lebende Künstler dabei Autobiografisches zum Besten.

Hans Umschaden berichtet von ersten Lebenserfahrungen zum Weihnachtsfest als Kind, von denkwürdigen, sein Leben verändernden Tagen, wie auch dem Ausgang einer Grillparty, als der in sexueller Hinsicht noch völlig unerfahrene Sechzehnjährige seine Briefmarkensammlung präsentiert. Er schreibt von seiner Studentenzeit und seinen Wünschen, die er sich von den zu erwartenden Tantiemen erfüllen wollte sowie einem Auftritt vor der Prüfungskommission des Landeskonservatoriums Klagenfurt mit seinem Kontrabass. Heiratsantrag, Eifersucht, Liebeserklärung an seine Frau und ehrvolle Worte an seine Eltern thematisiert der dreifache Vater, der sich ganz bewusst für einen maßgeschneiderten Feinripp-Anzug entschieden hat. Umbo, der sich selbst als Bassist, Songtexter und Solokünstler versteht, verschweigt weder seine nächtlichen Gänge zum Kühlschrank, noch so intime Details, in welcher Position er sich zur Ruhe bettet. Weiterlesen »

Da die Mutter der zwölfjährigen Merle ein Baby erwartet, muss die Familie umziehen. Damit ihre Eltern Vorbereitungen treffen können, bringt ihre Mutter sie zu ihren Großeltern, die den Sommer in einem Ferienhaus am Waldsee verbringen. Merle gefällt das alles gar nicht und möchte lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Unterwegs entdeckt sie an einer Raststätte ein aufblasbares Schwimmkrokodil und überredet ihre Mutter, es mitzunehmen. Obwohl Merle anfangs skeptisch ist, freundet sie sich schnell mit den anderen Kindern in dem Feriendorf an. Besonders der ein Jahr ältere Felix hat es ihr angetan, und auch mit Dana schließt sie Freundschaft. Als ein Angelwettbewerb bevorsteht, haben es einige Kinder auf den Wels im See abgesehen, von dem Merles Opa viel erzählt. Auch wenn den Wels noch niemand gesehen hat, ist er für Merle und Felix ein Freund geworden. Sie brauchen einen Plan, um ihn zu retten.

Kristina Dunker beginnt ihren Jugendroman Ins Blaue hinein mit der Fahrt von Merle zu den Großeltern. Über die Protagonistin erfährt der Leser lediglich, dass ihr der Familienzuwachs und Umzug missfällt. Weiterlesen »

Bettina Querfurth hat über viele Jahre eigene Erfahrungen auf Kreuzfahrten in aller Welt gesammelt und beginnt ihr Buch Wo bitte geht’s zum Meer? mit einem Test, inwieweit sich Jemand für die Teilnahme an einer Kreuzfahrt eignet. Dazu hat sie Fragen erarbeitet, wie man sich selbst in typischen Situationen verhalten würde. Bereits bei der Buchung sollten einige Punkte beachtet werden, damit die Reise letztendlich den eigenen Vorstellungen entspricht. So kann beispielsweise ein kleineres Schiff im Gegensatz zu den heutigen „Riesenpötten“ jeden Hafen ansteuern, was häufig schon darüber entscheidet, ob die Route oder das Schiff für die Buchung den Ausschlag gibt. Ganz besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden, was genau in den Kosten enthalten ist. Muss die Anreise, eventuell ein Flug, oder das Getränkepaket extra bezahlt werden und welche Kosten können noch den Geldbeutel belasten? Bucht man die Anreise lieber direkt über die Reederei?

Nach einer Erklärung zum Prozedere der Einschiffung folgen Empfehlungen von der Autorin bezüglich der Garderobe, die auf den unterschiedlichen Schiffen im Gepäck sein sollte und sie benennt die Unterschiede, wenn der Reisende sich am Büfett bedient oder an einem Tisch im Restaurant Platz nimmt. Weiterlesen »

Nelly ist Journalistin, vierundfünfzig Jahre alt, und trauert um Lázló, mit dem sie sechzehn Jahre lang verheiratet war. Ihre Freundin Julia ist zehn Jahre jünger, die Frau eines Anwalts und Mutter von Zwillingen. Den Jahreswechsel verbringen die beiden bei einer Frauensilvesterparty und entschließen sich am Neujahrsmorgen dazu, jeweils zwölf ausgefallene Aufgaben im neuen Jahr zu erfüllen.

Für Julia bedeutet das zunächst, Haschkekse zu backen, doch woher bekommt sie die Zutaten? Als sie zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Sexshop einkauft, kommt sie in Erklärungsnot, als ihr Mann die Tüte entdeckt. Nelly hätte nie gedacht, dass das Verfassen einer Patientenverfügung so schwierig sein kann. Als sie ihrer nächsten Aufgabe nachkommt und sich mit einem ehemaligen Lover trifft, endet es ganz anders als erwartet.

Nach den ersten Seiten scheint der Roman Zum Glück ein Jahr von Sophia Bergmann amüsant und turbulent zu werden. Doch obwohl weder der Schreibstil, noch die einzelnen Themen für sich etwas zu wünschen übrig lassen, verliert der Leser schon relativ früh das Interesse am Fortgang der Geschichte, weil seine Neugier nicht geweckt wird. Weiterlesen »

Kommissar Farik Iskander wird wie seine Teamkollegen, die zur Sondereinheit SERV vom LKA Berlin unter Leitung von Robert Tromsdorff gehören, von Marvin Andersen darüber in Kenntnis gesetzt, dass der verdeckte Ermittler Kamil Akay tot aufgefunden wurde. Unmittelbar vor seinem Tod konnte er noch Tromsdorffs Nummer wählen. Wieso ihn ausgerechnet der verschwundene Timo Herdmann, einer ihrer V-Männer für die rechte Szene, verfolgt hat, bleibt allen ein Rätsel. Einen bevorstehenden Giftgasanschlag der Terrorgruppe El-Gehad, dessen Anführer Muhammad al-Sadiq ist, der in der JVA Karlshorst einsitzt, bringt man mit dem Tod von Akay in Zusammenhang, weshalb Farik, der sich seit Monaten auf einen neuen Auftrag vorbereitet hat und Kontakte zur islamistischen Szene in Berlin hat, undercover im Gefängnis eingeschleust werden soll, um dort an brisante Informationen zu kommen. Trotz der damit verbundenen Gefahr stimmt er dem Auftrag zu.

Von Anfang an war allen klar, dass al-Sadiq Helfershelfer haben muss, um weiterhin aus dem Gefängnis die Fäden ziehen zu können. Farik weiß, dass die Zeit gegen ihn arbeitet und er so schnell wie möglich das Vertrauen von al-Sadiq gewinnen muss, wobei er mit einem neuartigen In-Ear ausgestattet auf Unterstützung seines Teamkollegen Ben Schneider baut. Weiterlesen »

Obwohl Percy erst sechzehn Jahre alt ist, arbeitet sie schon in einer Möbelwerkstatt, anstatt weiter die Schule zu besuchen, weil sie sich und ihre dem Alkohol verfallene Mutter Carletta durchbringen muss. Von einem Freund erfährt sie, dass er Carletta zusammen mit dem vorbestraften und drogenabhängigen Shelton Potter gesehen hat. Aus Sorge um ihre Mutter fährt sie im Schneesturm zu seiner Farm, die Sheltons Onkel Rick gehört. Nachdem sie die letzten eineinhalb Kilometer aus Angst, im Schnee stecken zu bleiben, zu Fuß zurückgelegt hat, findet sie anstelle von Carletta lediglich Shelton und Kayla vor, die mit ihrer Schwester zur Schule ging. Beide schlafen offensichtlich ihren Rausch aus. Einem Gestank und Geräusch folgend, entdeckt Percy zunächst einen toten Hund und schließlich ein Baby, dessen Gesicht bereits durch ein offen stehendes Fenster vom Schnee bedeckt ist. Kurz entschlossen nimmt sie die kleine Jenna, wie ihr Name am Bettchen verrät, mit einer Tasche voll Windeln und Babynahrung an sich.

Da Percy über ihr Handy wegen fehlender Guthaben keine Hilfe holen kann, die verwahrloste Jenna aber dringend in ein Krankenhaus muss, kämpft sie sich durch die Schneemassen bis zur Blockhütte von Portis Dale vor, einem früheren Lebensgefährten ihrer Mutter. Weiterlesen »

Agnes Weisgut flüchtet mit ihren Eltern im Jahr 1935 in das kleine Dorf Groß Hubnicken in Ostpreußen, weil in Königsberg zu viele von den jüdischen Wurzeln ihres Vaters wissen. Mit achtzehn Jahren wird die gebildete junge Frau gegen ihren Willen mit dem Steinmetz Wilhelm verheiratet, der Hitler treu ergeben ist. Als Wilhelm an die Front muss, kümmert sich Agnes mit einem ihr zugeteilten Kriegsgefangenen um den Familienbetrieb, obwohl es ihr mit vier Kindern nicht leicht fällt. Doch sie könnte alles ertragen, wenn nur ihre gemeine und hinterhältige Schwiegermutter nicht wäre. Abwechslung bieten ihr lediglich die Besuche bei ihren Freundinnen in Königsberg.

Kurz vor Ende des Krieges gelingt Agnes vor den heranrückenden russischen Truppen mit den Kindern die Flucht, und allen Unwägbarkeiten zum Trotz baut sie in Hamburg einen neuen Steinmetzbetrieb auf, denn ihr Leitspruch lautet: Gestorben wird immer. So sehr sie sich auch für ihre Familie aufopfert, so kann sie doch vieles nicht verhindern, was mit einer alten Schuld zusammenhängt, die sie auf sich geladen hat. Mit einundneunzig Jahren will sie endlich ihrer Familie von ihrer Vergangenheit erzählen und verlangt von ihrer Enkelin Birte, dass sie die komplette Familie zu ihr bringen soll. Weiterlesen »

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