Interview mit der Autorin Irene Matt

Irene MattIrene Matt wurde 1964 in Bad Säckingen geboren. Auf einem Bauernhof aufgewachsen, engagiert sich die hauptberuflich als Versicherungskauffrau Tätige ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorgerin sowie als Mediatorin. Mit ihrem Mann und zwei Katzen lebt sie in Wittnau. Bisher sind von ihr das eBook Fremdbestimmt erschienen, dem im Jahr 2017 der Krimi Nichts drin? und 2018 der Roman Der Augenblick folgten. Demnächst erscheinen „Schonungslos offen“ und „Florapis“.

Guten Tag Frau Matt, wann haben Sie den Wunsch verspürt zu schreiben? Schlummerte in Ihnen immer schon eine Schriftstellerin? Immerhin weiß ich aus Ihren Erzählungen, dass sich Ihr Urgroßvater auf diesem Gebiet betätigt hat. Ist er für Sie ein Vorbild?

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Nichts drin? von Irene Matt

Nichts drin?Der Streit zwischen den Befürwortern und vehementen Gegnern der Homöopathie ist so alt wie die Heilmethode selbst, nämlich über zweihundert Jahre. So sind auch heute noch viele davon überzeugt, dass die Mittel nichts bewirken können, weil zumindest bei den stärker verdünnten Potenzen kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr nachweisbar ist. In ihrem Kriminalroman Nichts drin? greift Irene Matt dieses heikle Thema auf, nicht ohne vorher erfahrene Homöopathen zu Rate gezogen zu haben.

Hauptkommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg von der Kripo Waldshut werden zum Scheffelhof gerufen, wo sich die Frau des Bauern Albiez auf dem Speicher stranguliert hat. Am darauffolgenden Tag finden sie in Freiburg die Leiche von Dr. Markus Werner, dem Vorstandsvorsitzenden einer Bank, direkt unter seinem Bürofenster auf der Straße. Die Ermittler sprechen zunächst mit seiner Chefsekretärin Loretta März. Doch die kann ihnen ebenso wenig wie die beiden anderen Vorstandskollegen sagen, wie es zu dem Sturz aus dem Fenster kommen konnte und ob es sich dabei um einen Unfall oder Suizid handelt. In einem Gespräch mit Professor Beiling, der Dr. Markus Werner in der Vergangenheit wegen Depressionen behandelt hat, hören sie von einer Frau, der die Bank keinen Kredit gewähren wollte.

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Der Augenblick von Irene Matt

Der AugenblickAuf welche Art man am besten ein wissenschaftliches Thema einer breiten Leserschaft präsentieren kann, mag sich Irene Matt gefragt haben. Thematisiert werden in ihrem Roman Der Augenblick in erster Linie die Forschungen des Psychoanalytikers Fritz Riemann, der tiefenpsychologische Studien betrieb und sich mit den Grundformen der Angst auseinandersetzte, als auch jene von Carl Rogers, dem Begründer der klientenzentrierten Gesprächstherapie, die sie auf anschauliche Art vermittelt. Eine der in der Geschichte zu therapierenden Patientinnen ist Renate Weiss, die beim Joggen in Herrischried zufällig auf den sechs Monate alten Marcel stößt. Voller Entsetzen sieht sie in seine weit aufgerissenen Augen und drückt die Zudecke darauf. Seine Mutter, die übernächtigt neben dem Kind eingeschlafen ist, findet den Kinderwagen leer, ohne ihren Sohn vor.

Über einen Notruf alarmiert, trifft die Polizei am Tatort ein und nimmt sich der verstörten Mutter an, deren Säugling verschwunden ist. Zwei Tage später wird die Leiche von Marcel gefunden. Die Ermittlungen übernimmt Hauptkommissarin Alexandra Keller nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub und wendet sich sofort an ihren Ausbilder und Fallanalytiker Hermann Rau.

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