Baedeker’s Handbuch für Schnellreisende

Baedeker’s Handbuch für SchnellreisendeWas sich aus einer Zusammenstellung von „Fundstücken aus den ersten hundert Jahren der Baedeker-Reiseführer“, wie es im Vorwort zum Handbuch für Schnellreisende heißt, bis heute geändert hat, wird kaum deutlicher als an den Ausführungen in einem Band zu Spanien, in dem wegen vorherrschender Hitze von Reisen in den Sommermonaten abgeraten wurde. Die Vorstellung, dass eines Tages zehn- und hunderttausende von Sonnenhungrigen die iberische Halbinsel zu genau jener als unwirtlich geltenden Reisezeit aufsuchen, war für Karl Baedeker offenbar fern jeder Realität.

Christian Koch, Philip Laubach und Rainer Eisenschmid haben aus den alten Reisehandbüchern quasi die Essenz geschöpft und die in altertümlicher Sprache gehaltenen Texte mit äußert amüsanten und treffenden Kommentaren aufgelockert. Ein beliebtes Thema schienen die Weine gewesen zu sein: Während die in Deutschland produzierten eine gute Beurteilung erhielten, hieß es für die französischen Weine, sie seien gekünstelt, die in Nordamerika wären schlecht und teuer.

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Legendäre Wanderrouten – Die 50 spektakulärsten Touren weltweit

Legendäre WanderroutenFür die Erstellung des Bildbandes Legendäre Wanderrouten haben eine Vielzahl von Reiseschriftstellern ihre persönlichen Erfahrungen weitergegeben und damit diesen Band mit spannenden und authentischen Geschichten erst möglich gemacht. Bei einigen der ausführlich beschriebenen Touren handelt es sich nur um Tagestouren, andere erstrecken sich über mehrere Wochen. Die Auswahl reicht von einer leichten Küstenwanderung in Neuseeland, Pilgerwegen oder einer Stadtwanderung über den Hongkong-Trail, die weltgrößten Pyramiden in Guatemala oder eine Strecke auf der spanischen Insel Mallorca, wo sich sonst nur Sonnenhungrige tummeln, bis hin zu Touren, die über Gletscher und atemberaubende Klettersteige führen, bei denen manch einer schon beim Anschauen ein mulmiges Gefühl bekommt.

Egal, ob die ausgewählten Routen in Bezug auf das Klettern anspruchsvoll sind oder nicht: Alle haben ihren eigenen Reiz. So geht es einmal vorbei an dem unaussprechlichen und im Jahr 2010 ausgebrochenen Vulkan Eyjafjallajökull auf Island, ein anderes Mal nach Puerto Williams in die südlichste Stadt der Welt auf der chilenischen Insel Navarino, die nur wenige Wanderer betreten.

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Vom gleichen Blut von Alexander Hartung

Vom gleichen BlutDer ehemalige Kripobeamte Nik Pohl wird durch seinen Freund Jon von einer Entführung in Kenntnis gesetzt. Es handelt sich um die vierzehnjährige Greta Grohnert, deren Eltern sehr vermögend sind. Da es für Jon kein Problem darstellt, sich in die polizeilichen Ermittlungen einzuhacken, wissen die beiden, dass es bisher keine Lösegeldforderung gab, was eher ungewöhnlich ist. Zu einer Erpressung passt auch nicht, dass der Fahrer erschossen wurde.

Als sich die Entführer dann doch bei den Eheleuten Grohnert melden und die Einrichtung eines Fonds über drei Millionen fordern, womit Geschädigte aus einem von Bauingenieur Grohnert zu verantwortenden Bauskandal begünstigt werden sollen, hält Nik das lediglich für ein Ablenkungsmanöver. Seine Recherchen konzentrieren sich auf den Umstand, dass ausgerechnet am Entführungstag ein Ersatzfahrer das verschwundene Mädchen zum Ballett gefahren hat, womit der Fahrer, der sich für diesen Tag frei genommen hat, in den Kreis der Verdächtigen rückt.

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Gott wohnt im Wedding von Regina Scheer

Gott wohnt im WeddingIm Berliner Ortsteil Wedding leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, die aus den unterschiedlichsten Kulturen kommen. Dort ist auch Leo Lehmann, der Protagonist des Romans Gott wohnt im Wedding aufgewachsen. Im Jahr 1948 ist er nach Israel ausgewandert und kehrt nach über siebzig Jahren mit seiner Enkelin Nira wegen einer Erbschaftsangelegenheit zurück. Immer wieder steht er an der Stelle, an der er seinen Freund Manfred zum letzten Mal sah. Als „U-Boote“ haben die beiden Juden nachts Unterschlupf bei Gertrud Romberg gefunden. Doch offensichtlich war sie eine Verräterin, denn ihre Wohnung wurde für Manfred zur Falle.

Der Roman erzählt die Familiengeschichte von Leo Lehmann, dessen Eltern im Konzentrationslager ums Leben kamen. Seine Frau Edith ist schon seit zwanzig Jahren tot und der Besitz ihrer Mutter wurde vom Deutschen Reich eingezogen. Bei der Konfrontation mit seiner Vergangenheit erinnert sich Leo als alter Mann an vergessen geglaubte Begebenheiten.

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Gelateria Paradiso von Stefanie Gerstenberger

Gelateria ParadisoFlugbegleiterin Francesca Adler ist seit über fünfundzwanzig Jahren mit dem Onkologieprofessor Tim verheiratet. Da sie für jeglichen Luxus wie teure Autos, Kleidung und Kosmetik ein Faible hat, musste sie ihr Konto überziehen und sieht sich genötigt, die von ihren Eltern gegründete Gelateria Paradiso aufzulösen. Die als Tischlerin arbeitende Susanne Werner hört von dieser Ladenauflösung. Als Francesca sie erblickt, kommt ihr die Frau irgendwie bekannt vor. Aber erst, als der fünfunddreißigjährige, minderbegabte Lennart, den Susanne mitgebracht hat, zufällig ein Foto entdeckt, das den Vater von Francesca zeigt, wird dieser bewusst, wem Susanne ähnlich sieht und was das bedeutet: Sollte ihr Vater eine Geliebte gehabt und mit ihr eine Tochter gezeugt haben, müsste sie mit einer Schwester teilen.

Susanne, die ihre leiblichen Eltern nicht kennt, geht es weniger um eine mögliche Erbschaft, als darum, ihren auf dem Foto entdeckten Vater kennenzulernen. Von dem Ehepaar, das sie adoptiert hat, ist ihr nie Liebe entgegengebracht worden, weshalb sie ihnen bereits im Alter von achtzehn Jahren den Rücken gekehrt hat.

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Französisch von unten – Leben mal sieben von Wolfgang A. Gogolin

Französisch von unten – Leben mal siebenWie an jedem Morgen seit der Scheidung von seiner Frau Marguerite vor zwei Jahren besucht Juste Simon das Bistro von Blanche Martin und bestellt ein Croissant sowie einen Kaffee, bevor er ins Rathaus geht. Der Stadtbuchhalter hat kein gutes Gefühl, denn für heute ist eine Ratssitzung anberaumt. Bürgermeister Laval, der noch zwei Jahre im Amt ist, muss den Haushalt ausgleichen, bevor er in den Ruhestand geht. Deshalb will er den Kindergarten schließen, wodurch nicht nur Marguerite ihren Job verlieren würde, sondern auch viele Eltern müssten ihre Kinder in den Kindergarten im Nachbarort bringen. Außerdem soll die baufällige Kirche Sainte Catherine geschlossen und direkt gegenüber ein Bordell eröffnet werden, das Einnahmen für die Stadtkasse bringen würde. Bürgermeister Laval leistet ganze Arbeit, denn die Ratsentscheidung fällt einstimmig aus. Eine falsche Entscheidung, wie Juste findet, und kein guter Tag für die Zukunft von Arnaud.

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Blumenspiel von Hajo Steinert

BlumenspielHeinrich Theodor Karthaus arbeitet im elterlichen Betrieb. Sein Vater, ein Kunstschmied, ist ein Patriarch und unterstützt im Gegensatz zur Mutter nicht die Vorliebe Heinrichs zum Malen. Nach dem Tod der Eltern unterbreitet ihm Else Römer, eine Freundin seines Vaters, das Angebot, zu ihr nach Cöln an den Rhein zu ziehen. Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Heinrich zum Verkauf der Schmiede und des Fachwerkhauses und begibt sich im Jahr 1908 mit einem Koffer, einem Rucksack und seinem Hammer von Engelskirchen im Bergischen Land nach Cöln, wobei er die Strecke aus Angst vor der Eisenbahn zu Fuß bewältigt. Bei Else Römer, die ihn wie eine Mutter umsorgt, wohnt er in der vierten Etage zur Untermiete und legt sich den Künstlernamen Henri Cartouse zu, da er endlich seiner Leidenschaft frönen kann.

Von seinem Balkon aus fällt Heinrich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Schaufenster auf, durch das die Näherin Hedwig Maria Groll zu sehen ist. Fortan kreisen seine Gedanken nur noch um ein Treffen mit ihr, während seine Vermieterin Else auf eine Zukunft mit ihm hofft. Bei Hedwig, die für die Kostümbildnerei an der Oper arbeitet, lässt auch Bariton Rudolf Rosenblatt nähen.

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Wo die Geschichte endet von Alessandro Piperno

Wo die Geschichte endetNach sechzehn Jahren kehrt Matteo aus dem kalifornischen Exil nach Rom zu seiner zweiten Ehefrau Frederica Zevi zurück, nachdem sein Gläubiger verstorben ist und Matteo nichts mehr zu befürchten hat. In Frederica hatte er sich vor fünfundzwanzig Jahren beim Skifahren Hals über Kopf verliebt und von seiner ersten Ehefrau scheiden lassen, obwohl er mit ihr einen Sohn hat. Nunmehr sieht Frederica seiner Rückkehr aus Los Angeles mit gemischten Gefühlen entgegen, denn immerhin gibt es im Exil auch noch Ehefrau Nummer drei und vier.

In Rom wird Matteo lediglich von seinem alten Freund Tati empfangen, aber weder von seinem Sohn Georgio, noch von seiner aus zweiter Ehe stammenden Tochter Martina. Georgio will mit seinem Vater nichts mehr zu tun haben und ist für ihn nicht einmal mehr zu sprechen. Er ist mittlerweile stolzer Restaurantbesitzer und erwartet mit seiner Freundin Sara das erste Kind. Martina ist mit Lorenzo Mogherini verheiratet, dessen Familienmitglieder ein mondänes Leben führen.

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Frankreich, wir kommen! von Brigitte Guggisberg

Frankreich, wir kommen!Betty Bauer ist Köchin aus Leidenschaft und führt in dem Roman Frankreich, wir kommen! von Brigitte Guggisberg seit zwei Jahren mit ihrem Partner Klaus das Restaurant „Sonne“ in Efringen-Kirchen. Für die Hochzeit ihrer Freundin backt sie nicht nur, sondern bereitet auch das Menü. Doch die Feier endet für Betty mit einer herben Enttäuschung. Angeblich wären die Muscheln verdorben gewesen, was die örtliche Presse ausschlachtet. Besonders trifft Betty, dass Jan Meister, den sie aus Kindheitstagen kennt und in den sie einst verliebt war, als ihr Konkurrent in dem Beitrag zitiert wird. Auch wenn er ihr gegenüber behauptet, seine Aussage sei von der Presse manipuliert worden, ändert das nichts daran, dass der Artikel die Gäste vergrault hat und sie der „Sonne“ fernbleiben.

Für Betty stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Als ihr der Vorschlag gemacht wird, mit einem Food-Truck durch die Lande zu ziehen, weigert sie sich zunächst entschieden. Aus reiner Neugier stöbert sie im Internet und entdeckt eine Ausschreibung für einen Wettbewerb auf einem Street-Food-Markt in Monte Carlo, bei dem Prinzessin Stéphanie den Hauptpreis überreichen soll.

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Tote kriegen keinen Sonnenbrand von Hilke Sellnick

Tote kriegen keinen SonnenbrandHenriette Sophie von Kerchenstein, von ihren Freunden nur Henni genannt, soll eines Tages das Schloß Kerchenstein erben. Die Achtundzwanzigjährige ist mit ihrem Kater Walter von Stolzing auf dem Weg dorthin, um den Geburtstag ihrer Großmutter zu feiern. Wie in jedem Jahr machen die männlichen Gäste nacheinander Henni ihre Aufwartung, da bekannt ist, dass die Großmutter auf der Suche nach einem Heiratskandidaten für ihre Enkelin und darüber hinaus an einer Verbindung zu einem adeligen Haus gelegen ist.

Unter den Gästen ist auch Professor Friedemann Bond, der einen geeigneten Ort für Gesangsproben sucht, um am Wettbewerb der Verdistimmen in Busseto teilzunehmen. Da der Professor Spionage von seinem Erzrivalen Manuel Koschinski fürchtet, macht er eine völlige Abgeschiedenheit zur Bedingung. Conte Alessandro Mandrini, der ehemalige Liebhaber der Großmutter, bietet seine in der Toskana gelegene kleine Villa an.

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