Der Cyberthriller Wolfszone* von Christian Endres ist in einer nahen Zukunft in Deutschland angesiedelt. Weltweit hat die Bevölkerung mit Pandemien und Extremwetter zu kämpfen. In einem Waldgebiet nahe der polnischen Grenze hat eine Forschungseinrichtung illegal Hightechmüll entsorgt, wodurch experimentelle Nanobots mit den Überwachungsimplantaten der heimischen Wölfe interagieren konnten und diese in riesige Cyborgs verwandelt haben. Direkt hinter dem Dorf Dölmow hat die Bundeswehr eine Sperrzone eingerichtet, die von Soldaten und Drohnen überwacht wird. Im Ort selbst tummeln sich Journalisten, Wissenschaftler und Umweltaktivisten der Bewegung ProW@lf. Während in Berlin die Auseinandersetzungen zwischen Wolfsgegnern und Aktivisten außer Kontrolle geraten sind, soll in einigen Tagen im Parlament über das weitere Vorgehen des Militärs entschieden werden.
Lisa Kraupen, die Tochter der Chefin des mächtigsten Rüstungskonzerns in Europa, der Milliardärin Sylvia Kraupen, hat sich unter falschem Namen den Umweltaktivisten von ProW@lf in Dölmow angeschlossen, doch seit einigen Tagen hat sie sich nicht mehr bei ihrer Mutter gemeldet.
Claudia Berner ist die Geschäftsführerin des gleichnamigen Autohauses in Meutlingen, ihr Ehemann Martin Prokurist. Seit dem zu frühen Tod ihres Vaters vor sieben Jahren hatte schon ihre Mutter Marianne den Betrieb geleitet. Als Claudia nach der Geburt ihrer Tochter Anouk mit Julian einen Sohn zur Welt brachte, blickte die Familie hoffnungsvoll auf eine männliche Führungskraft. Doch leider sind die Schulnoten des inzwischen Fünfzehnjährigen nicht besonders gut und zum Leidwesen spricht er dem Alkohol zu.
Eric ist Nachrichtentechniker in Ostberlin und wohnt seit dem Auszug von seinen Eltern bei seiner Tante. Er denkt daran, sein Abitur nachzuholen und Medizin zu studieren. Während eines Besuchs in einer Disco fällt ihm ein Mädchen auf, ist aber zu schüchtern, sie zum Tanzen aufzufordern. Erst draußen spricht er sie an und erfährt, dass sie auf Klassenfahrt ist und Chemiefacharbeiterin bei Brandenburg ist. Als sie voneinander Abschied nehmen müssen, weiß er nur von ihr den Vornamen Emilia und dass sie in Rathenau am Theater spielt. Von seinem Freund Alex erhält Eric Tipps, wie er nach Emilia suchen kann. Ausgerechnet in einer Nacht, in der Eric Dienst hat, kommt es in der U-Bahn zu einem Brand. Doch unerlaubterweise hat er die Funkwerkstatt zum Aufspüren seiner Liebsten verlassen und konnte so die Störung nicht melden, was ein Disziplinarverfahren zur Folge hat.
An einem sonnigen Tag im Oktober 1923 geht Franz Kafka im Park am Steglitzer Wasserturm in Berlin spazieren. Auf einer Bank hockt ein kleines Mädchen mit blonden Zöpfen, das weint, weil ihre Puppe verschwunden ist, die sie während des Spielens auf eine Bank gesetzt hatte. Sie glaubt, dass ihre Puppe von jemandem gestohlen wurde. Kafka erkundigt sich, wie die Puppe denn ausgesehen habe, und das Mädchen Lena beschreibt ihm ganz genau, wie die Stoffpuppe aussieht. Um sie zu trösten, behauptet Kafka, dass die Puppe nicht gestohlen wurde, denn er habe sie gesehen, wie sie ihm am Eingang des Parks entgegen kam und zu ihm gesagt hätte, sie wolle ihr schreiben.
Nach dem Tod ihrer Mutter hat sich Ettore Chiodo da Maniscalco seiner Nichte Cristina angenommen. Er tritt mit seiner Sippe, deren Oberhaupt er ist, als Gaukler auf Jahrmärkten auf. Da Cristina unehelich zur Welt kam, hat sie besonders unter Alfonsina, der Ehefrau des Patrons, zu leiden. Denn diese trägt ihre Abneigung gegen das „Hurenbalg“ offen aus und neidet dieser besonders die Gabe, auf der Mandoline spielen zu können und dazu mit ihrem Gesang das Publikum zu erfreuen. Ihre ausgesprochenen Beleidigungen gegen das Mädchen und ihre verstorbene Mutter führen zu immer neuen Streitereien innerhalb der Sippe, weil sich Ettore dem nicht widersetzen kann.
Während einer Taxifahrt hört die Architektin Isabelle aus den Nachrichten, dass ihre Tante Corinna Waldeck, die sich zurzeit auf ihrer Mawingu-Farm in Tansania aufhält, bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Sofort fährt sie zu ihrer Mutter Doris, eine Zwillingsschwester von Corinna. Kaum haben die beiden die schockierende Nachricht verarbeitet, erreicht sie ein Anruf des Konsulats mit der Mitteilung, dass Corinnas Tochter Hannah bereits in Frankfurt ist und direkt einen Anschlussflug nach München hat, von wo aus sie abgeholt werden sollte. Isabelle und Doris sind völlig perplex, denn sie können nicht glauben, dass ihnen Corinna über Jahre ein Kind verheimlicht haben soll. Immerhin war Isabelle des Öfteren auf der Kaffeeplantage zu Besuch und hat dort nie von einem Kind ihrer Tante gehört. Zudem fragen sich beide, ob Corinna vor vierzehn Jahren, so alt ist Hannah inzwischen, im Alter von vierundfünfzig Jahren überhaupt noch Mutter werden konnte. Doch ein erstes Zusammentreffen mit dem Mädchen beseitigt aufgrund der frappierenden Ähnlichkeit alle Zweifel.
Im zweiten Teil der Familiensaga, die mit dem Jahr 1924 eine Fortsetzung findet, wachsen Henriette Graffs Zwillingstöchter Julia und Christine wohlbehütet nach den Entbehrungen des ersten Weltkrieges in der Villa Sommerwind am Timmendorfer Strand auf. Die ungestüme und vorlaute Julia geht mit Vorliebe in der Küche dem stellvertretenden Küchenchef Johannes Grünblatt zur Hand, was weder ihrer Mutter, noch ihrem Ziehvater Ole Bergmann gefällt. Dagegen respektieren diese Christines Wunsch, die als Krankenschwester in der Praxis bei Herrn Marks arbeitet, später einmal Ärztin zu werden. Nachdem Julia sich durchgesetzt und unter Beweis gestellt hat, dass sie für das Winterbankett 1925 die Verantwortung übernehmen konnte, darf sie endlich eine Lehre machen, bevor sie eine Hotelfachschule besucht und ihren Johannes heiraten darf.
Um die Ehe der Protagonisten des Thrillers
Künstliche Intelligenz ist immer mehr in aller Munde und wird durchaus kritisch und kontrovers unter den Fachleuten diskutiert. Florian Schwiecker und Michael Tsokos haben dieses komplexe Thema für den vierten Fall ihres Strafverteidigers Rocco Eberhardt und Rechtsmediziners Doktor Justus Jarmer gewählt: Während Doktor Sasha Müller, Chefärztin der Chirurgie am Berliner Klinikum Spreehöhe, Jens Dauber operiert, meldet die Narkoseschwester plötzlich nach Verabreichung eines Kontrastmittels ein Problem. Der Anästhesist Doktor Christian Zwosta hatte zwar kurzzeitig den OP verlassen, ist jedoch sofort zur Stelle und spritzt dem Patienten, der offensichtlich eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel zeigte und daraufhin einen anaphylaktischen Schock erlitt, die erforderlichen Gegenmittel. Doch wie auch Assistenzärztin Doktor Anna Donath sehen sich Sasha Müller und Christian Zwosta mit dem Tod von Jens Dauber konfrontiert.