Interview mit dem Autor Andreas Gruber

Andreas GruberAndreas Gruber wurde 1968 in Wien geboren und nach einem Wirtschaftsstudium lebt er heute mit seiner Frau in Niederösterreich. Seit über zwanzig Jahren schreibt er Kurzgeschichten sowie Erzählungen und Romane, die zum Teil in mehrere Sprachen übersetzt wurden und für die er bereits einige Auszeichnungen bekommen hat. Für Krimifans hat er bereits die Reihen um den Ermittler Maarten S. Sneijder sowie Walter Pulaski verfasst, zu denen sich jüngst eine weitere Reihe um Peter Hogart gesellt.

Grüß dich, Andreas! Deine beiden Thriller um den Ermittler Peter Hogart sind äußerst spannend und wecken das Interesse des Lesers von den ersten Seiten an. Trotzdem kann man sie bedenkenlos auch jedem empfehlen, der nicht so starke Nerven hat, weil du zwar davon schreibst, dass die Opfer beispielsweise bei lebendigem Leib geköpft werden, doch nicht in der Form, dass sich der Leser in deren Rolle hineinversetzt fühlt, was empfindlichen Gemütern durchaus auf den Magen schlagen könnte. Wie schaffst du das?

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Interview mit dem Autor Derek Meister

Derek MeisterDerek Meister wurde am 29. August 1973 in Hannover geboren. An der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam/Babelsberg studierte er Film- und Fernsehdramaturgie sowie das Drehbuchschreiben. Neben Serien und Filmen fürs Fernsehen schreibt er als freier Autor Bücher unterschiedlichster Genres. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe des Steinhuder Meers.

Guten Tag Derek, ich freue mich, dass du dich zu einem Interview mit mir bereit erklärt hast. Dein letztes Werk, der Thriller Blutebbe , spielt wie die ersten beiden Bände Der Jungfrauenmacher und Die Sandwitwe dieser Reihe in dem fiktiven Valandsiel. Dennoch erweckst du den Eindruck, dass Valandsiel tatsächlich existiert, indem du ausführst, dass beispielsweise der Leuchtturm im Jahre 1871 erbaut wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg für die Schifffahrt nicht mehr genutzt wurde. Nimmst du damit eventuell Bezug auf einen realen Turm an der Nordseeküste?

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Interview mit dem Journalisten und Autor Philip J. Dingeldey

Philip J. DingeldeyPhilip J. Dingeldey wurde am 7. Juni 1990 in Nürnberg geboren. Er hat in Erlangen-Nürnberg, Frankfurt am Main, Darmstadt und Blackburg (Virginia, USA) Geschichte, Politikwissenschaft und Politische Theorie studiert. Neben seiner Arbeit als freier Journalist, unter anderem schon für renommierte Zeitungen wie DIE ZEIT und FAZ, hat er Bücher unterschiedlicher Genres veröffentlicht. Zuletzt erschienen: Nürnberg – einfach Spitze! (Wartberg Verlag, 2016) und Faschistoider Fußball und andere kulturkritische Essays (Edition Bärenklau, 2017). Dingeldey wohnt im Nürnberger Land und Darmstadt.

Sei gegrüßt, Philip! Im Januar 2013 habe ich ein erstes Buch von dir besprochen: Koitus mit der Meerjungfrau . Wie ich bereits in meiner Rezension geschrieben habe, ging es in den neun äußerst anspruchsvollen Kurzgeschichten um Dinge, bei denen die meisten Menschen am liebsten wegschauen. Du bist aber mutig mit Vielem hart ins Gericht gezogen und hast „Tacheles“ geredet.

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Interview mit Krimi-Autor Rainer Wittkamp

Rainer WittkampRainer Wittkamp, der 1956 in Münster geboren wurde, zog es nach dem Abitur und einer Lehre nach Berlin, um sich dort einem Studium zu widmen. Er darf sich heute nach der Veröffentlichung von fünf Romanen und einiger Kurzgeschichten in Anthologien glücklich schätzen, dass ihm am 12. November 2016 der Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ verliehen wurde.

Hallo, lieber Rainer! In deinem neuen Kriminalroman Hyänengesang hast du wieder einmal die Leser mit einer Menge Zusatzinformationen „gefüttert“. Ich muss zugeben, dass ich besonders die Ausführungen über den Teufelsberg mit Interesse gelesen habe und kann mir vorstellen, dass nicht einmal alle Bewohner von Berlin wissen, dass es sich dabei genau genommen um einen Schrottberg handelt.

    In meiner Martin-Nettelbeck-Reihe, die ja fast ausschließlich in Berlin spielt, bemühe ich mich, unverbrauchte Handlungsorte zu finden, um so meine Leser noch stärker in meine Geschichten einzubinden, also ihre Neugier zu wecken. Von zahlreichen Rückmeldungen weiß ich, dass viele Leser das sehr schätzen.

Das kann ich nur bestätigen, denn auch ich liebe es, wenn ich Wissenswertes über die Handlungsorte erfahre, was ich stets mit Interesse verfolge.

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Interview mit Krimi-Autor Joachim H. Peters

Joachim H. PetersJoachim H. Peters wurde im Jahr 1958 in Gladbeck geboren und hat eine Laufbahn als Polizeibeamter eingeschlagen, die ihn schließlich ins Lipperland führte. Zunächst hat er Kurzgeschichten geschrieben, die ihm den Weg zu einem ersten Lippe-Krimi bereiteten, wovon bisher acht veröffentlicht wurden. Inzwischen blickt er auch mit Stolz auf zwei Paderborn-Krimis und hat mit einer humorvollen Krimireihe Erfolge erzielen können. Natürlich liest er gerne auch aus seinen Büchern, steht aber nicht nur bei Lesungen im Rampenlicht, sondern darüber hinaus auch als Moderator, Schauspieler und Kabarettist auf der Bühne. Letzteres entweder mit dem Liedermacher Jörg Czyborra oder als Mitglied der Dance Company der Polizei NRW. Der vielseitige, verheiratete Künstler lebt und arbeitet heute in Detmold.

Ich grüße dich ganz herzlich, lieber Joachim, und freue mich, dass du die Zeit für ein Interview gefunden hast. Denn wenn man deinen Werdegang anschaut, stellt man fest, dass du ein sehr vielseitig begabter Künstler bist. Verrate unseren Lesern doch einmal dein Rezept, wie du es schaffst, den eher stressigen Polizeiberuf mit den Auftritten beim Theater, wozu ja nicht nur die Auftritte gehören, sondern auch die zeitintensiven Proben, in Einklang zu bringen.

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Interview mit Krimi-Autor Mike Steinhausen

Mike SteinhausenMike Steinhausen wurde 1969 in Essen geboren. Er ist Polizeibeamter und war mehrere Jahre als Zivilfahnder im Bereich der Drogenbekämpfung tätig. Heute lebt er in Hattingen.

Guten Tag Herr Steinhausen, nachdem ich mit großem Interesse Ihren ersten Roman Operation Villa Hügel gelesen habe, in dem Sie unter anderem die massiven Luftangriffe von 1943 auf das Ruhrgebiet thematisieren, hat mich Ihr neuester Roman Schlagwetter bereits durch das Cover angesprochen, das den Förderturm der Zeche Zollverein ziert. Da Sie in Essen geboren wurden, in beiden Romanen die Stadt Essen Ort des Geschehens ist und Sie in Schlagwetter über den Bergbau geschrieben haben, mutmaße ich, dass Sie einer Bergmannsfamilie entstammen. Sehe ich das richtig?

    Guten Tag, Frau Petrikowski.
    Zunächst vielen Dank für die Einladung zu diesem virtuellen Interview und für die Mühe, die Sie sich im Vorfeld durch die Rezension meines Romans gemacht haben. Nun zu Ihrer Frage. Nein. In unserer Familie gab es keinen Bergmann. Nicht mal einen Handwerker. Wir haben über Generationen zwei linke Hände, die zuverlässig weitervererbt wurden. Ein Regionalkrimi sollte einen Bezug zur Region aufweisen und sich nicht nur über eine bloße Aufzählung von Straßennamen definieren. Also galt es, einen Plot um etwas Ruhrgebietstypisches aufzubauen. Was die Sache – das muss ich zugeben – nicht einfacher gemacht hat.

Dann ist es nur zu verständlich, dass Sie davon ausgehen, die durch den Kohleabbau entstandenen Hohlräume würden auch heute noch verfüllt. Tatsächlich ist das durch die heutige Technik des fortschreitenden Schildausbaus gar nicht mehr möglich. Aber darum ging es in Ihrem Roman ja auch nicht.

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Interview mit dem Autor und Verleger Tino Hemmann

Tino HemmannTino Hemmann wurde 1967 in Leipzig geboren und hat bereits im Alter von zehn Jahren angefangen Bücher zu schreiben. Nach einer Ausbildung zum Waagenbauer legte er die Hochschulreife ab und studierte Chemie und Pädagogik an einer DDR-Offiziershochschule. Nach der Wende arbeitete er als Erzieher und in der Druckindustrie. Den Engelsdorfer Verlag hat er am 1. Mai 2004 in Leipzig gegründet und ist stolz darauf, heute – gemeinsam mit seinem Team – über 2.000 Autoren aus 26 Ländern zu betreuen. Er ist seit 27 Jahren verheiratet, Vater von einer Tochter und zwei Söhnen und lebt in einem Dorf im sächsischen Muldental. Zu seiner Bibliografie zählen 28 Werke, in denen meist Kinder im Mittelpunkt stehen.

Tino, von dir habe ich nun schon einige Bücher gelesen und bin immer wieder aufs Neue von deiner Vielseitigkeit als Autor überrascht. Du schreibst Kinderbücher, von denen ich die fantastischen Abenteuer der Schulkinder in David Knackmanns unglaubliche Vorlesenacht der vierten Klassen kenne. In dem Roman Hugo, der unwerte Schatz , der mir sehr nahe ging, hast du dich mit dem unmenschlichen Euthanasieprogramm T4 der Nazis beschäftigt. Genauso betroffen hat mich das Schicksal von Elias gemacht, der in deinem Polit-Thriller Und weil die Stunde kommt zum Kindersoldat erzogen wird. Bevor ich auf deine neueste Trilogie zu sprechen komme, verrate mir doch zunächst einmal, wie du die Flucht von Elias nach Islamabad in Pakistan und Delhi in Indien so realitätsnah beschreiben konntest.

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Interview mit Michael Wyhnal, dem Autor von Oberflächenmensch

Michael Wyhnal
Michael Wyhnal
Michael Wyhnal wurde am 28.09.1988 in Wien geboren, wo er auch heute noch lebt. Schon seit seiner Kindheit gehört das Lesen und Schreiben zu seinen Hobbys. Sein kritisches Augenmerk richtet er auf die Entwicklung in unserer Gesellschaft und will als einer, der seinen eigenen Weg geht, nicht in der breiten Masse untergehen. Nach seinem Abschluss an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Biedermannsdorf hat er in diesem Jahr seinen ersten Roman Oberflächenmensch veröffentlicht.

Servus Michael! Ich hoffe, dass es in Ordnung ist, wenn ich einfach du sage! Du bist ja noch keine 24 Jahre und hast schon einen Roman hingelegt, dem ich eher einem älteren Semester zuordnen würde. Beispielsweise wendest du zumindest immer dann, wenn es sich nicht um eine wörtliche Rede der durchweg jungen Leute in dem Roman handelt, eine für dein Alter ausgesprochen gehobene Sprache an. Mich hat das schon erstaunt und mich stellenweise an den Schreibstil von Adalbert Stifter erinnert! Könnte er oder ein Zeitgenosse dafür Pate gestanden haben?

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Interview mit dem Autor „Tube” Tobias Herre

Tube Tobias Herre
Foto © Oz Ordu
Tobias Herre, oft nur „Tube” genant, ist Mitbegründer der seit 1997 existierenden Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen), die in Berlin einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Fünf kreative Künstler, unter ihnen Tube, präsentieren einem geneigten Publikum jeden Dienstag neue Texte, Tänze und Songs. Außerdem liest Tobias Herre jeden Mittwoch Geschichten vor. Er beherrscht selbstredend alle Programmiersprachen und schreibt Computerprogramme. Zurzeit nimmt er an einer privaten Universität in Berlin an einem Experiment zur Lohnarbeit teil.

Nach seinem Kurzgeschichtenband Wenn ich Macht hätte hat er nun seinen ersten Roman Das Fehlerchen auf den Markt gebracht.

Hallo und guten Tag Herr Herre! Ist es o. k., wenn wir uns einfach duzen?

Klar.

Als ich in deinem Roman Das Fehlerchen von der Möglichkeit des Teletransports gelesen habe, kam mir sofort eine Meldung in Erinnerung. Demnach wollen Schweizer Wissenschaftler einen materielosen Transfer bewerkstelligt haben und dieses Experiment, bei denen Quarks auf die andere Seite eines Flusses transferiert worden sein sollen, könnte der Auftakt zu weiteren Versuchen sein.

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Interview mit Volkmar Nebe alias Janne Mommsen

Volkmar Nebe
Foto © privat
Volkmar Nebe ist 1960 in Kiel geboren und hat sich schon als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist durchs Leben geschlagen. Nach dem Abitur hat er ein Musikstudium absolviert und erste Romane veröffentlicht. Bekannt wurde er als Drehbuch- und Theaterautor.

Unter dem Pseudonym Janne Mommsen hat er Oma ihr klein Häuschen, Ein Strandkorb für Oma und Oma dreht auf geschrieben. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.

Einen schönen guten Tag Herr Nebe,
einer breiten Leserschaft sind Sie unter Ihrem Pseudonym Janne Mommsen bekannt. Warum wollten Sie nicht unter Ihrem richtigen Namen die Romane über die liebenswerte Oma veröffentlichen?

Ich wurde unter meinem Namen in eine bestimmte Ecke eingeordnet, aus der ich heraus wollte. Das Pseudonym verschaffte mir die Freiheit, auch ganz anders schreiben zu dürfen. Janne Mommsen zu sein, macht mir richtig Spaß (Janne ist übrigens auch ein finnischer Jungsname).

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass Ihre Geschichten eine Zusammenfassung dessen sind, was Sie erlebt oder gehört haben. Gibt es also tatsächlich einen solchen Typ Oma, wie Sie ihn in Ihrer Reihe und zuletzt in Oma dreht auf beschrieben haben?

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