
Anthologie voller Spannung und Charaktere
Eine Anthologie ist wie eine Schachtel Pralinen – eine bunte Mischung, in der für jeden etwas dabei sein sollte. Deshalb ist Herausgeber H. P. Karr kein Risiko eingegangen: Für die Krimisammlung Hängen im Schacht* hat er ausschließlich erfahrene Autor:innen verpflichtet, die bereits eine treue Fangemeinde besitzen und somit für den Erfolg der Kurzgeschichtensammlung garantieren.
Disco, Dauerkarte & Detektive: Ruhrpott trifft Mord
In Dortmund wird Bonnies Kleid von „die Ohr“ zum Schlüssel für Jo, der sich dadurch mutiger fühlt, als er eigentlich ist. Mit dreiundvierzig darf man noch in die Ü-30-Disco – oder etwa nicht?
weiterlesenHängen im Schacht – Krimikurzgeschichten mit Ruhrgebietskolorit
„Brennen muss die Hexe“ ist der zweite Band einer Krimi-Reihe um die Kriminalpsychologin Alex Stietencron, der aber auch ohne Kenntnisse des ersten Romans problemlos gelesen werden kann, da alle wichtigen Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut wurden. Doch leider hat Sven Koch in diesem Roman auch zu viel über den ersten Fall
In dem Thriller „Tödliche Gerechtigkeit“ herrscht in Washington D.C. Ausgangssperre, weil man einen Terroranschlag befürchtet. Kathy Wirnstein hat als Redakteurin eine Sondergenehmigung für eine Autofahrt erhalten und trifft während einer Panne auf den Obdachlosen Steve. Kathy bittet ihren Chefredakteur Martin, sie abzuholen. Währenddessen führen Steve und Kathy ein anregendes Gespräch, das allerdings von zwei Männern vom FBI unterbrochen wird. Sie wären beauftragt, Kathy abzuholen und sie kann gerade noch Steve ihre Visitenkarte überreichen, bevor sie zu ihnen ins Auto steigt. Steve ist überrascht, als kurz darauf auch noch Martin auftaucht und Kathy abholen will. Nachdem Steve Martin alles erklären konnte, hoffen beide, Kathy in der Redaktion zu treffen. Doch die ist kurze Zeit später tot.
Die unheimliche Lutterburg in der Nähe von Bodenwerder, in der es angeblich spuken soll, steht im Mittelpunkt des neuen Kriminalromans „TodesDuft“ von Andreas Schmidt. Der Autor hat seinen Wuppertaler Ermittler im Columbo-Trenchcoat, Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht, wieder einmal in das Weserbergland geschickt, wo der Leser auf alte Bekannte aus
Nach einem Busausflug zu einer Judo-Safari ist einer der Jungen, der siebenjährige Kelvin Jänicke, spurlos verschwunden. Seine Mutter Angela hatte mit ihrem Fahrzeug einen Platten und traf deshalb verspätet ein, um ihren Sohn abzuholen. In der Nähe der Bushaltestelle fand sie den Rucksack ihres Sohnes, doch von Kelvin keine Spur. Die Suche der Polizei mit einer Hundestaffel und auch der Einsatz von Hubschraubern mit Wärmebildkameras bleiben erfolglos und so nehmen Kommissar Kofi Kayi und sein Kollege Stefan Ollner die Ermittlungen auf.
In Bückeburg gibt es auf der Dienststelle krankheitsbedingte Ausfälle und so müssen Kriminalhauptkommissar Wolf Hetzer und sein Kollege Peter Kruse sich um den Fall von Marie-Sophie Schulze kümmern. Der Frau wurde auf einem Parkplatz zweimal in den Fuß geschossen. Ihre Vernehmung führt aber zu keiner Spur und auch Mimi und Seppi von der Spurensicherung liefern keine weiterführenden Ergebnisse. Die beiden Kommissare stellen sich die Frage, ob Marie-Sophie einfach nur zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort war, oder ob die Schüsse gezielt ihr gelten sollten.
Nachdem sich bereits vor etwa sechzehn Jahren 78% der Husumer bei einem Bürgerentscheid gegen die Bebauung des Dockkoog ausgesprochen hatten, kam das Thema nun erneut auf den Tisch. Ein potentieller Investor hat den Kommunalpolitikern, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, seine Pläne für ein Dockkoog-Resort vorgestellt, in das er bis zu 30 Millionen Euro investieren möchte. Da bekanntlich die Wirklichkeit die besten Geschichten schreibt, hat die Meldung über das geplante Bauvorhaben den Autor Andreas Schmidt zu seinem Krimi „WattenMord“ inspiriert.
In dem sehr ungewöhnlichen Krimi „Aus. Amen!“ von Walter Müller ist nichts so, wie es scheint. Der 61-jährige Martin Klinger wird von seiner Putzfrau Jovanka Eberherr tot unter einem Stapel Bücher aufgefunden. Oberinspektor Hermann Bauer von der Kripo Salzburg versucht nun mit seiner Kollegin Edith Kuzmany herauszufinden, ob es sich um Mord, Selbstmord oder lediglich um einen Unfall handelt. Bei dem Toten wird kein Handy gefunden, dafür aber 10.000 Euro in bar und Pornocassetten, die zu allerhand Spekulationen Anlass geben. Doch kann die Gerichtsmedizinerin Dr. Elisabeth Taschner keine Spermaspuren nachweisen, die man zu finden glaubte. Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem weißen Inhalt eines Briefchens gewidmet, denn wer Pornos ansieht, konsumiert sicher auch Kokain.