TodesDuft von Andreas Schmidt

TodesDuft
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Die unheimliche Lutterburg in der Nähe von Bodenwerder, in der es angeblich spuken soll, steht im Mittelpunkt des neuen Kriminalromans TodesDuft von Andreas Schmidt. Der Autor hat seinen Wuppertaler Ermittler im Columbo-Trenchcoat, Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht, wieder einmal in das Weserbergland geschickt, wo der Leser auf alte Bekannte aus Tödlicher Schnappschuss vom Zentralen Kriminaldienst in Hameln trifft.

Eine Gruppe, die sich mit Geistererscheinungen beschäftigt, findet auf der Lutterburg bei Pegestorf einen Toten. Unter ihnen die junge Katharina, die zuvor an einem medizinischen Experiment teilgenommen hat und seitdem in ihren Albträumen von Muthesius verfolgt wird. Muthesius hieß auch der Architekt, der die Häuser an der Lutterburg entworfen hat und in deren Ruinen es spuken soll. Ist es Zufall, dass der Tote ein Arbeitskollege von Katharina war, der im Labor von Symrise in Holzminden gearbeitet hat? Oder hat sein Tod etwas mit seiner Arbeit im Labor zu tun? Die Kommissarin Maja Klausen und ihr Kollege Jürgen Grundmann nehmen die Ermittlungen auf. Die einzige Angehörige des Toten ist seine Mutter, die in Wuppertal-Ronsdorf in einer Senioreneinrichtung lebt. Maja Klausen bittet den Kriminalhauptkommissar Norbert Ulbricht aus Wuppertal sie aufzusuchen, der sich dann auch prompt wieder einmal in ihre Ermittlungen einmischt.

In dem Krimi TodesDuft ist es Andreas Schmidt dann doch noch gelungen, eine spannende und unterhaltsame Geschichte um die Ermittlungen von Norbert Ulbricht, dem Leiter des KK11 in Wuppertal und der Kommissarin Maja Klausen vom Zentralen Kriminaldienst in Hameln zu spinnen. Wenn der Leser sich durch die ersten zwei Kapitel gequält hat, erwartet ihn ein flüssig geschriebener Kriminalroman, der kurzweilige Unterhaltung mit viel Lokalkolorit bietet. Was mag den Autor bewegt haben einen dermaßen abgefahrenen und unrealistischen Plot zu konstruieren? Andreas Schmidt verbindet in seinen Romanen gerne Fiktives und Reales zu einem stimmigen Gesamtwerk, was in TodesDuft gründlich misslungen ist. So mancher Leser wird sich auch fragen, wie es zu dem Titel des Buches gekommen ist, denn viele wissen nicht, dass Holzminden als die Stadt der Düfte und Aromen gilt und das Unternehmen Symrise auch in der Realität in Holzminden ansässig ist. Bleibt noch anzumerken, dass durch reißerische Klappentexte vielleicht die Verkaufszahlen steigen, ein Roman dadurch aber nicht besser wird und den Leser dann letztendlich nur enttäuscht.

Andreas Schmidt, TodesDuft, CW Niemeyer Buchverlage, Paperback, 223 Seiten, ISBN 978-3-827-19414-5, Preis: 9,95 Euro.

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