Der Protagonist des Romans Der Hochstapler von David Slattery will sich bei den Zimmernachbarn in einem Hotel über die laute Discomusik beschweren. Unvermittelt findet er sich selbst inmitten einer Party wieder und macht die Bekanntschaft des Professors Rik Wallace, der am CAT-College erwartet wird. Der Professor besteht darauf geschlagen zu werden. Doch der Schlag lässt ihn über die Balkonbrüstung kippen und in die Tiefe stürzen. Der Protagonist tauscht sämtliche Papiere sowie den Zimmerschlüssel aus und nimmt die Identität von Rik Wallace an. Auf dem Weg zu seinem „neuen“ Zimmer folgt ihm Della, die er bereits auf der Party kennengelernt hat, und legt sich nackt auf sein Bett. Kurze Zeit später klopfen Detective Inspector Jackson und sein Kollege Freddy Sullivan an die Zimmertür.
Entschlossen tritt Rik Wallace seine neue Stelle als Moralphilosoph am College an, wo er als erstes dem Pförtner Jim begegnet, der ihm den Weg zu der Sekretärin Pandora erklärt. Nachdem Rik die Präsidentin Patricia, Hochwürden Professor Stephen Lambe und die „herausragendste Doktorandin“ Julie Progress kennengelernt hat, hängt sich diese direkt an seine Fersen und zieht zu ihm.


Die beim Landeskriminalamt in Berlin arbeitende Nora Klerner bekommt von ihrem Vorsetzten den Auftrag, die Kollegen in Hamburg in einem Entführungsfall zu unterstützen. Vor zwei Tagen sind dort die elfjährige Livia und ihr zwei Jahre älterer Bruder Lasse, die sich jeweils getrennt auf dem Heimweg befanden, nicht zu Hause angekommen. Da ihre Eltern Justus und Krystina Stein über ein Millionenvermögen verfügen, sind alle an dem Fall beteiligten Ermittler darüber erstaunt, dass noch keine Lösegeldforderung eingetroffen ist. Nora befragt Anwohner und sucht nach weiteren Kontakten der Kinder. Sie spricht sowohl mit der Mutter, wie auch mit dem Vater, der Geschäftsführer einer Reederei ist, und kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es um die Ehe der beiden nicht zum Besten bestellt ist. Ebenfalls sucht sie Jürgen Stein auf, den Bruder von Justus, der in derselben Reederei arbeitet. Als sie mit ihm zum Hafen geht, entdecken sie neue Einbruchspuren an einem Zaun.
Der Roman
Wer mag schon ausgerechnet in den Flitterwochen eine „Reise nach Orkney“, einem aus siebzig kleinen Inseln bestehender, etwas nördlich von Schottland im Atlantik gelegener Archipel, unternehmen? Doch genau dorthin zieht es den sechzigjährigen Prof. Richard Stevens auf Wunsch seiner vierzig Jahre jüngeren frisch vermählten Frau, die alle für seine Tochter halten. Während er eigentlich weiter an einem Buch über volkstümliche Märchen schreiben wollte, verbringt er die Tage damit, seine Frau zu beobachten, die draußen aufs Meer blickt. Sie träumt nachts immer wieder davon, dass die Flut kommt, dass das Wasser sie holt und sie ertrinken könnte.
David liegt ohne Erinnerungsvermögen auf der Intensivstation. Um herauszufinden, wer er ist, startet er in einer Zeitung einen Aufruf. Da er keine Besuche empfangen darf, bitten die behandelnden Psychologen seinen ehemaligen Freund Jon, ihm einen Brief zu schreiben, der Aufschluss darüber geben soll, wer David ist. Außerdem schreiben ihm seine frühere Freundin Silje, die wie ihn und Jon ein gemeinsames Interesse an Kunst, Kultur sowie am Komponieren verband, und ebenfalls sein Stiefvater Arvid, der als Pfarrer gearbeitet hat und inzwischen im Krankenhaus dem Tod entgegensieht.
Theo ist in zweiter Ehe über vierzig Jahre mit Berta verheiratet. Sein Verhältnis zu seiner Tochter Frieda aus erster Ehe war spätestens ab dem Zeitpunkt belastet, als die Achtjährige von ihrem Vater wissen wollte, ob er als Soldat in Russland Verbrechen begangen hat. Frieda war erst zwölf Jahre alt, als ihre Mutter verstarb, und der Einzug von Berta in das Haus hat die Entfremdung von Theo zu Frieda noch vergrößert. Berta hatte ihr sogar ein Hausverbot erteilt, so dass sie ihren Vater allenfalls nur heimlich besuchen konnte. Seit mehr als zehn Jahren hat Frieda ihren Vater nicht mehr gesehen, als sie ihn im Spital besucht, nachdem er einen Unfall hatte. Von den Sprachlähmungen erholt sich der Sechsundneunzigjährige wieder. Doch dann erleidet Berta einen Herzinfarkt und muss ausgerechnet die verhasste Stieftochter bitten, sich um Theo zu kümmern. Nach Bertas Genesung bleibt den beiden alten Leuten keine andere Wahl und sie müssen die Hilfe der Pflegerin Ludmilla aus der Ukraine in Anspruch nehmen. Die Spannungen im Haus nehmen zu, die Stimmung wird zunehmend schlechter und sowohl Theo, als auch Berta reagieren immer gereizter.
Die erste Kurzgeschichte in dem Buch „Carl Tohrberg“ von Ferdinand von Schirach erzählt von einem Bäcker, der sogar Konditormeister ist. Seine Spezialität ist die Kreation einer Schwarzwälder Kirschtorte. Als er eines Tages früher als geplant nach Hause kommt, fühlt er sich von seiner Frau hintergangen und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Die mehr oder weniger umfangreichen Kurzgeschichten in dem Buch „Ein Feuer im Garten“ beziehen sich größtenteils auf Erinnerungen von Franz Hohler, ob an seine früheste Kindheit, seine auf einem Gymnasium verbrachte Zeit, von ihm abgehaltene Lesungen oder den Besuch einer Theateraufführung mit seiner Ehefrau. In Ich-Erzählungen beobachtet er alltägliche Begebenheiten. Wenn er beispielsweise mit dem Zug unterwegs oder erst auf dem Weg zum Bahnhof war, durch Minsk auf der Suche nach dem Goethe-Institut irrte oder als er in Teheran aus einem seiner Werke gelesen hat. Er schreibt von den Tücken eines Automaten, der ihm einmal eine benötigte Quittung versagte, von seiner alpinen Expedition auf einen Gletscher und vom Streckenvortrieb für den 57 km langen Gotthard-Basistunnel für den Eisenbahnverkehr, der 2016 in Betrieb genommen wurde.