Nur Mut, kleiner Liebling von Christian Futscher

Nur Mut, kleiner LieblingIn seinem Roman „Nur Mut, kleiner Liebling“ lässt der Autor Christian Futscher seinen Protagonisten, den 49-jährigen Christian, seinen Gedanken nachhängen. Der Wiener hält sich wiederholt in Venedig auf, immer in der gleichen Wohnung, um an einem neuen Buch zu schreiben. Wenn er nicht daran schreibt oder in einem der vielen Bücher liest, führt er ein Tagebuch und schreibt seine Erinnerungen darin nieder.

Dies können beispielsweise eine zurückliegende Zugfahrt und das sich entwickelnde Gespräch mit einem Kind sein oder auch, wie er in Rom durch das jüdische Ghetto ging. Er träumt davon, kein Geld verdienen zu müssen und hat Mitleid mit Nichtlesern, obwohl er sie deshalb auch nicht missionieren will. Er spricht den Einwirkungen der Erzieher mit dem christlichen „Körper-ist-pfui-Huscher“ eine Langzeitwirkung nicht ab. Und an anderer Stelle fragt er sich, wie es eine Mutter aushalten kann, wenn sie von der Folter ihres Sohnes hört, der lieber in Würde sterben möchte, als ständig erniedrigt zu werden.

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Ein Strandkorb für Oma von Janne Mommsen

Ein Strandkorb für OmaIn dem Roman „Ein Strandkorb für Oma“ von Janne Mommsen geht es recht turbulent zu: Sönke und Maria leben auf Föhr und warten am Hamburger Flughafen auf Jade, eine Cousine von Sönke. Der erst 15-Jährigen Jade ist von ihrem Vater ein iPhone versprochen worden, sollte sie es für 14 Tage auf der Insel aushalten. Sönke und Maria haben für diese Zeit schon Pläne geschmiedet und sind voll freudiger Erwartung. Sie trauen ihren Augen nicht, als sie feststellen, dass Jade eine Punkerin ist, eine Gothic! Sie sprechen kaum ein Wort miteinander und dann verpassen sie auch noch die letzte Fähre nach Föhr und müssen die Zeit bis zum nächsten Morgen totschlagen. Am darauf folgenden Tag werden sie auf der Insel von Oma in Empfang genommen und gemeinsam wandeln alle erst einmal auf den Spuren der Vorfahren und gehen auf den Friedhof. Obwohl Oma schon 76 Jahre ist, hat sie einen gewissen Draht zu Jade, was Sönke und Maria auf bessere Zeiten hoffen lässt.

Doch noch kommt hier niemand zur Ruhe. Sönke muss sich einerseits mit finanziellen Sorgen plagen, denn sein Dispo-Kredit ist völlig ausgereizt. So will er die Insulaner für ein neues Projekt begeistern, für das er sogar bereit ist, in einem Shanty-Chor zu singen.

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Wunderland von Sophie Albers

WunderlandIn dem Roman „Wunderland“ von Sophie Albers will die Journalistin Hama einen Artikel über Personen mit Migrationshintergrund schreiben. Ihr Anliegen ist es, über die Welt zu schreiben, in der diese Menschen leben. Dazu trifft sie sich mit Tamer, dessen Vater Palästinenser und die Mutter Deutsche ist. Er war erst 9 Jahre, als der Vater verschwand und ist auch wie seine Mutter von ihm geschlagen worden. Als Hama mit ihm in einem Café sitzt, muss sie feststellen, dass ihnen offene Fremdenfeindlichkeit entgegenschlägt. Obwohl Tamer in Deutschland geboren ist, sieht man in ihm, allein wegen seines Äußeren, einen Ausländer.

Bei den wiederholten Treffen, zu denen teilweise auch seine Freunde kommen, erfährt sie von ihm, dass er früher Alkohol getrunken und gekifft hat. Es gab eine Zeit, da ist er jeden Tag in den Puff gegangen, doch heute schimpft er auf die Scheißschwuchteln, weil man einem Mann nicht in den Arsch ficken sollte. Wenn Hama auch vieles an seiner Einstellung, besonders zu Mädchen, missfällt, so ist sie von seiner Welt fasziniert.

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Tagsüber dieses strahlende Blau von Stefan Mühldorfer

Tagsüber dieses strahlende BlauIn „Tagsüber dieses strahlende Blau“ von Stefan Mühldorfer sind der Ich-Erzähler und die Hauptfigur identisch. Der 37-jährige Versicherungsmakler Robert Ames ist seit 11 Jahren mit Kala verheiratet. Er wacht morgens in seinem Haus in Kanada auf und denkt an seinen bevorstehenden Arbeitstag im Büro und an seinen Chef. Obwohl er nicht zum Mitwisser werden wollte, hat ihm sein Chef anvertraut, dass er seine Frau betrügt. Mit diesen Gedanken macht sich Robert auf den Weg zur Arbeit und denkt auch an die ersten Treffen mit seiner Frau Kala. Im Büro wird er von seiner Kollegin Glandis in ein Gespräch über ihre gescheiterte Beziehung verwickelt und er weiß auch im Hinblick auf seine eigene nicht, was richtig und was falsch ist. Zunächst tröstet er sich mit dem Gedanken, dass nichts ewig dauert, auch das Unglück nicht.

Als er einen Termin bei den Rutherfords wahrnehmen muss, lässt er sich noch zu einem kurzen Fußballmatch hinreißen. Dabei verletzt er ausgerechnet den Sohn der Rutherfords und bringt ihn gleich mit zu seinem geschäftlichen Treffen bei den Eltern. Zu seiner Verwirrung sieht er in Janet Rutherford eine Frau, die er aus High-School-Zeiten kennt.

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Allgäu Sixties von Peter M. Roese

Die 60er in Kaufbeuren und am Fliegerhorst!

Allgäu SixtiesPeter M. Roese schildert in „Allgäu Sixties“, was man als Rekrut im Fliegerhorst Kaufbeuren so alles erleben kann. Rossner hat sich als Freiwilliger gemeldet und erlebt mit den anderen Wehrpflichtigen in den 60er Jahren die verrücktesten Sachen. Es ist die Zeit des Mini-Rocks, der Pille und Twiggy, von TV-Serien wie „Bonanza“ und „Mit Schirm, Charme und Melone“, des legendären Beat-Clubs und der Apollo-Missionen, aber auch von Benno Ohnesorg, Alexander Dubcek und Rudi Dutschke, dem Mord an John F. Kennedy, des Vietnamkrieges und des legendären Woodstock-Festivals.

Rossner erlebt den Alltag in der Kaserne und nimmt an einem Manöver, auch Kriegsspiel genannt, teil. Mit anderen Vaterlandsverteidigern verbringt er die Freizeit im Freibad, wobei das Anbandeln mit dem schönen Geschlecht oberste Priorität hat. In ihrer Sturm- und Drangzeit symbolisiert zartrosa Spitzenwäsche mit Strumpfhalter die Sünde persönlich. Und es ist jeglicher Widerstand zwecklos, wenn ein Mädchen fragt, ob sie noch mit in ihre Wohnung kommen.

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Meine Berliner Kindheit von Barbara Schilling

Meine Berliner KindheitDer Roman „Meine Berliner Kindheit“ von Barbara Schilling beginnt mit der Geburt von Helene im Mai 1939 in Berlin. Ihre Mutter ist erst 16 Jahre, den Vater lernt sie nie kennen. Dann bricht der Krieg aus und Helene verbringt ängstliche Stunden während der Bombenalarme in den Luftschutzbunkern. Das kleine Kind kennt nur Hunger, Flüchtlinge und Ausgebombte und stellt sich unter Frieden ruhigere Nächte vor. Sie hört von Schreckensmeldungen über gefallene oder in Gefangenschaft geratene Soldaten und weiß, dass einzig und allein das Überleben zählt. Notfalls auch auf Kosten der anderen. Tagsüber spielt sie in den Ruinen und kommt eines Tages mit von Leichengift verseuchtem Wasser in Berührung, woraufhin sie schwer erkrankt. Da der Hunger ihr täglicher Begleiter ist, wünscht sie sich zu Weihnachten 1944 nichts sehnlicher als ein ganzes Brot für sich.

Als das Ende des Krieges naht und die Soldaten der Roten Armee vorrücken, sieht sie, wie sich die Frauen von dunkler Ahnung getrieben ihre Kleider und Gesichter mit Dreck beschmieren, um unattraktiver zu sein.

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Die Orangen des Präsidenten von Abbas Khider

Die Orangen des PräsidentenIn seinem Roman „Die Orangen des Präsidenten“ schreibt Abbas Khider von den Erfahrungen, die der 8-jährige Mahdi Muhsin während des Irak-Iran-Krieges macht. Seinen Vater verliert er im Krieg, als er 9 Jahre alt ist. Mit 18 Jahren bricht der letzte Tag seiner Abiturprüfung an und er macht mit seinem Freund Ali einen Ausflug. Unterwegs werden sie ganz überraschend festgenommen und kommen in Untersuchungshaft. Mahdi soll aussagen, welcher Organisation er angehört, doch er weiß nicht, wovon die Rede ist. Er wird mit Stromschlägen gefoltert, mit Stockschlägen grausam misshandelt und muss die „Erziehungsmethoden“, wie sie es nennen, über sich ergehen lassen. In den dunklen Verliesen, in denen niemals die Sonne scheint, quälen ihn die Wanzen und Krätzmilben. Hinzu kommt sein durch Hunger ausgezehrter Körper.

Einzige Lichtblicke sind die immer wiederkehrenden Erinnerungen an glückliche Tage mit seinem Freund Sami, der wie er selbst Taubenzüchter war. Er hofft auf eine Amnestie zu Ehren Saddams Geburtstag, doch die Hoffnung wird enttäuscht. Stattdessen bekommt jeder Häftling eine Blutorange.

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Finale von Emil Zopfi

FinaleEmil Zopfi geht in „Finale“ sofort zur Sache: Eine kleine Gruppe macht sich auf zur letzten Route einer Kletterwoche in Finale Ligure. Mit dabei sind Volker, Sabine, Tom, Hina, Felix und die Bergführerin Andrea. Während Andrea an den letzten Streit mit ihrem Freund Daniel denkt, passiert das Unglück. Der ältere, schon 68-jährige Felix soll sie sichern, sie prüft seinen Bremsknoten, klettert los, gibt ihm zu verstehen, dass sie Stand hat, will umfädeln und plötzlich stürzt sie in die Tiefe. Die Teilnehmer der Gruppe sind fassungslos und sehen auf Felix, den Alten, den sie Opa nennen, der sich selbst als Anfänger ausgegeben hat. Andrea ist schwer verletzt, aber sie lebt! Während der dramatischen Bergung fürchtet sie vor Schmerzen zu sterben. Als sie mit etlichen Brüchen im Krankenhaus liegt, versucht sie sich immer wieder zu vergegenwärtigen, ob sie den von Felix gemachten Knoten überprüft hat, oder wohl möglich doch nicht. Was war mit ihrem Freund, Daniel? Er hat abgesagt, weil ihm eine angebotene Chefarztstelle wichtiger war als sie.

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Du bist mein Stern von Paige Toon

Du bist mein SternMeg Stiles ist in „Du bist mein Stern“ von Paige Toon die neue PA, Persönliche Assistentin, des berühmten Rockstars Johnny Jefferson. Mit ihren gerade einmal 24 Jahren macht sie sich auf nach Los Angeles und hat damit einen Job ergattert, um den sie viele beneiden. Alle fahren total auf Johnny ab, doch sie ist davon völlig unbeeindruckt und weiß kaum etwas über ihn. Das erste Zusammentreffen mit ihrem neuen Chef ändert aber alles: Sie ist sofort hin und weg, bekommt weiche Knie, hat Schmetterlinge im Bauch und wird in seiner Nähe nervös. Er sieht aber auch zu gut aus! Sie gerät ins Schwärmen und genießt jede gemeinsame Unternehmung. Obwohl sie sein Vertrauen gewinnt und er sie als Angestellte rücksichtsvoll behandelt, verletzt er sie doch sehr. Denn immer wieder muss sie mit ansehen, wie er Mädchen abschleppt und fast vor ihren Augen Sex mit ihnen hat.

Er ist aber nicht nur auf immer neue Liebesabenteuer aus, sondern spricht zunehmend dem Alkohol zu. Während einer Europa-Tournee konsumiert er nicht nur Unmengen an Whisky, sondern auch Kokain.

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Die Liebesformel von Anthony Strong

Die LiebesformelEin Präparat gegen die sexuelle männliche Dysfunktion wurde unter dem Namen Viagra bekannt. In seinem Roman „Die Liebesformel“ erzählt Anthony Strong von einem Forschungsprojekt mit einem Medikament zur möglichen Behandlung der weiblichen sexuellen Dysfunktion, welches das nächste Wundermittel der großen Pharmakonzerne sein könnte.

Annie ist Literaturstudentin an der Universität Oxford und hat eine Beziehung mit ihrem Promotionsbetreuer. Sie hat ein Problem, denn durch ihre mangelnde Begeisterung für Sex macht sie Simon unglücklich. Über das Internet erfährt sie von einer medizinischen Forschung an der Universität, bei der ein Medikament gegen weibliche Funktionsstörungen erprobt wird. Für diese Studie werden weibliche Freiwillige gesucht. Aber Annie hat Bedenken, denn sie möchte zwar orgasmisch werden, aber nicht Simons gedopte Sexpuppe. Doch auf Drängen von Simon bewirbt sie sich als Probandin für das Projekt.

Der Neurobiologe Dr. Steven Fisher hat das synthetische Enzym KXC79 bereits an siebenundzwanzig Frauen getestet und die Ergebnisse sind vielversprechend. Bis Annie zu ihrer ersten Session ins Labor kommt, denn das Medikament zeigt bei ihr keine Wirkung und die Probandin schläft während der sexuellen Stimulation ein.

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