Annalieder von Nadine Kegele

AnnaliederHelene wollte ihrer kleinen Schwester Anna nur ihren Freund Mats vorstellen, weil sie auf beide stolz war. Sie konnte nicht ahnen, dass sie Gefallen aneinander finden. Gestern Abend und heute in der Früh hat sie nichts gegessen damit ihr Pailettenkleid gut sitzt. Eigentlich hat sie Glück nicht in Annas Haut zu stecken in ihrem weißen Kleid. „Anna sein“ und elf weitere Geschichten werden von Nadine Kegele in Annalieder jeweils aus der Perspektive einer weiblichen Protagonistin erzählt.

Eine Frau greift in „Die Farbe Blut“ nach dem Duschgel und schneidet sich dabei mit dem Rasierer in die Brustwarze. Sie ist unsicher, ob sie zu ihrem praktischen Arzt oder zu ihrem Gynäkologen gehen soll. Eine andere mit einer birnenförmigen Figur wie ihr Kontrabass kann in „Nie einen Rosengarten“ Gebärfreude nicht nachvollziehen, weil sie weder Schmerzen noch Kinder mag.

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Das Schwert des Ostens von Manfred Rebhandl

Das Schwert des OstensRock lebt in Kleinanatolien und einer seiner besten Freunde ist Lemmy. Er hat das beste Gras, von dem er selbst auch oft und gerne konsumiert. Senef, die vorübergehend bei ihm einquartiert ist, berichtet von Schwanzverlängerungen so lang wie Das Schwert des Ostens. Als Rock sich auf den Weg zu einer Vorstellung im Pornhouse Kino macht, findet er den Pornokönig Willi übel zugerichtet vor. Gemeinsam mit dem tollpatschigen Bullen Guttmann will er herausfinden, wer Willi dermaßen mitgespielt hat.

Doch da geschieht ein Mord am Wursthändler Rott. Rock und Guttmann ermitteln auch in diesem Fall und stellen fest, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Die Zeitung „Gosse“ scheint mehr zu wissen und hat auch Fotos von dem Toten veröffentlicht. Im Auftrag der Polizei arbeitet Rock nun als Privatdetektiv und besucht die Witwe Rotts. Aber damit nicht genug: Rock soll auch im Auftrag von Herschel, eines Bekannten aus dem Pornhouse, seine Frau observieren, weil dieser vermutet, von ihr hintergangen zu werden.

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Nur Mut, kleiner Liebling von Christian Futscher

Nur Mut, kleiner LieblingIn seinem Roman Nur Mut, kleiner Liebling lässt der Autor Christian Futscher seinen Protagonisten, den 49-jährigen Christian, seinen Gedanken nachhängen. Der Wiener hält sich wiederholt in Venedig auf, immer in der gleichen Wohnung, um an einem neuen Buch zu schreiben. Wenn er nicht daran schreibt oder in einem der vielen Bücher liest, führt er ein Tagebuch und schreibt seine Erinnerungen darin nieder.

Dies können beispielsweise eine zurückliegende Zugfahrt und das sich entwickelnde Gespräch mit einem Kind sein oder auch, wie er in Rom durch das jüdische Ghetto ging. Er träumt davon, kein Geld verdienen zu müssen und hat Mitleid mit Nichtlesern, obwohl er sie deshalb auch nicht missionieren will. Er spricht den Einwirkungen der Erzieher mit dem christlichen „Körper-ist-pfui-Huscher“ eine Langzeitwirkung nicht ab. Und an anderer Stelle fragt er sich, wie es eine Mutter aushalten kann, wenn sie von der Folter ihres Sohnes hört, der lieber in Würde sterben möchte, als ständig erniedrigt zu werden.

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