
Ein Urlaub, der alles verändert
Während eines Familienurlaubs auf Sardinien kommt es zwischen Ilka und ihrem Mann Dennis zu einem Streit, nachdem er sie erneut mit einer anderen Frau betrogen hat. Hals über Kopf verlässt sie ihn daraufhin mit den beiden Kindern Thea und Felix. Doch wegen eines Motorschadens an ihrem Auto kommt sie nicht weit. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ausgerechnet in einem Gay-Resort für eine Nacht unterzukommen.
Obwohl Helmer, der Betreiber des Schwulenhotels, Ilka und die Kinder nur widerwillig aufnimmt, macht er ihr am nächsten Morgen das Angebot, auch für die verbleibenden drei Tage bis zum Heimflug zu bleiben. Auf die pubertierende Thea und ihren sechsjährigen Bruder Felix, der bevorzugt eine rosa Badehose trägt, warten aufregende Tage. Sie machen Bekanntschaft mit Olga, einem Transvestiten, sowie einem schwulen Männerchor.
Die Eltern der fünfzehnjährigen Bee sind Elgin Branch, der als Teamleiter bei Microsoft arbeitet, und Bernadette Fox, eine berühmte Architektin. Bee, die korrekt Balakrishna heißt, wünscht sich für ihre überdurchschnittlich guten Schulnoten eine Familienreise in die Antarktis. Ihre Mutter, die das Haus nur ungern verlässt, beauftragt Manjula Kapoor, eine virtuelle Freundin aus Indien, per Mail mit den Reisevorbereitungen für die Expedition. Ihrer Tochter zuliebe will sie mitfahren, doch fürchtet sie sich vor der Überquerung der gefahrvollen Drakestraße, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet.
Es ist zwei Uhr in der Nacht, als die Journalistin Maria Grappa von der Bäckereibesitzerin Anneliese Schmitz auf einen Spielplatz in eine ehemalige Zechensiedlung gerufen wird. Dort sitzt eine Muslima im Sand und schaukelt den Körper eines kleinen, toten Mädchens. Wie die Ermittlungen ergeben, wurde die zweijährige Öslem erstickt. Doch die neunzehnjährige Mutter Duru Sahin steht unter Schock und ist nur eingeschränkt vernehmungsfähig. Es wird ein Haftbefehl wegen Mordes gegen sie erlassen, und sie wird in einer geschlossenen, psychiatrischen Klinik untergebracht. Von dem befreundeten Friedemann Kleist, der wegen einer Tagung zum Thema islamischer Terrorismus in der Stadt ist, erfährt Grappa, dass die neunzehnjährige Duru vor zwei Jahren ihr Abitur abgebrochen hat und nach Syrien gereist ist, um einen IS-Kämpfer zu heiraten. Der Vater des Kindes, der gesuchte Terrorist Ali Musa, soll sich in Deutschland aufhalten und sich unter den Flüchtlingen aus Syrien befinden. Die Behörden befürchten einen Anschlag.
Der aus einer reichen, adligen Familie stammende Comte Aristide de Tancarville hat gleich mehrere Morddrohungen erhalten, die seinen baldigen Tod ankündigen. Obwohl ihn selbst die Warnungen nicht sonderlich beunruhigen, wendet sich sein Butler an das zuständige Commissariat in Deauville, das im Auftrag der Regierung einen Personenschutz stellt. Nicolas Guerlain, der wegen eines fehlgeschlagenen Auftrages von einem Psychologen betreut wird, soll auf Bitte des Ministerpräsidenten zum Schutz seines persönlichen Freundes Aristide abgestellt werden, wozu ihn sein ehemaliger Teamleiter überreden kann. Doch bereits auf dem Weg von Paris nach Deauville fällt ihm ein von einer Brücke in die Seine herabhängendes Seil auf, an deren Ende ein toter Mann hängt.
Welche Stimmung wird sich wohl unter elf Menschen entwickeln, die sich nur zum Teil kennen und für einige Tage auf mehr oder weniger engem Raum miteinander auskommen müssen? Wenn ihnen der Jugo, der heiße Wüstenwind aus der Sahara, wie der Scirocco in Kroatien genannt wird, die Gedanken vernebelt und ihre Nerven bis aufs Äußerste strapaziert? Nataša Dragnić hat diese Fragen in ihrem Roman „Der Wind war es“ verarbeitet und wohl nur ein Mensch, der diese Gegend seine Heimat nennt, kann den sich ankündigenden Wetterumschwung, „der in den Knochen, auf der Haut und in der Nase gespürt“ wird, so eindrucksvoll wie die Autorin schildern.
Knut Jansen, Kommissar aus Valandsiel, wird zu einer Leiche gerufen, aus deren Mund Sand rieselt. Es besteht kein Zweifel, dass Robert Jäger ermordet wurde und Knut fordert zur Unterstützung Helen Henning an, eine ehemalige Profilerin vom FBI, die ihm bereits vor drei Monaten bei einem Fall geholfen hat. Während des Mordes muss sich die völlig verstört wirkende Melanie Roth, Geliebte von Robert Jäger, in seiner Wohnung befunden haben, weshalb sie nicht vernehmungsfähig ist. Gemeinsam mit Johann Maas vom LKA bilden Knut und Helen eine Soko und stellen sich die Frage, wie der Täter einen Zugang zur Wohnung finden konnte und wer die Polizei benachrichtigt hat.
Ursprünglich zählte der heute nur noch zu einem kümmerlichen Rest fast vollständig verlandete Aralsee zu den weltweit vier größten Binnenseen, was natürlich für die Bevölkerung katastrophale Folgen nach sich gezogen hat. Um die schmutzigen Geschäfte der Bank German Global Credit aufzudecken, die neue Technologien zur Wasser- und Bodenentsalzung fördert, hat Marie-Luise, kurz Malu, eine anonyme Aktionszelle gegründet. Mit ihrem Freund Leon, dem Libanesen Habibi und Hacker Sanctus, der sich vor einem Jahr in die Bank eingeschleust hat und dort mit seinem Stellvertreter Hellcamp in der IT-Abteilung tätig ist, will sie erreichen, dass deren Manager die Verantwortung für ihre Entscheidungen tragen und in der Bevölkerung ein allgemeiner Bewusstseinswandel einsetzt. Sie entführen den skrupellosen Vorstandsvorsitzenden Harald Lengsfeld, damit er ihnen detailliert Auskunft darüber gibt, in welche Manipulationen die Bank verstrickt ist und wie sie Zahlungen verschleiern.
Seit Jahrtausenden fürchten sich die Menschen vor der in aller Regel durch Hunde übertragenen Tollwut, die ohne Impfung oder eine Prophylaxe innerhalb weniger Stunden nach einer Infektion immer tödlich verläuft. Auslöser sind Lyssaviren, die auch durch den Biss einer Fledermaus übertragen werden können. Mit genau dieser Problematik muss sich Valentina Bergh auseinandersetzen, die zu ihrer Tante Konstanze Schilling nach Berlin geholt wird, nachdem sie ihren Job als Chefsekretärin verloren hat. Wie ihre Tante will auch sie in Zukunft nur noch Krimis schreiben. Valentina vermietet ihre Eigentumswohnung und macht sich auf den Weg. Als sie mit ihrer Freundin Frederike Singer, die sie vom Flughafen abgeholt hat, am Haus eintrifft, ist die Tante verschwunden, ihre Colliehündin nicht zu finden und die Katze halb verhungert. Der Nachbar Wilhelm Blank weiß den beiden Frauen von einem Notarztwagen zu berichten, der Konstanze vor zwei Tagen abgeholt hat. Wie Valentina in Erfahrung bringt, wurde ihrer Tante von Prof. Lukas Roth eine neue Hornhaut transplantiert und nach Aussage der Oberärztin Elena Garcia-Diaz wäre sie nach kurzem Koma dem Tod erlegen.
Mit sechsunddreißig Jahren fühlt sich Emily einsam und verlassen, denn der Mann ihres Lebens ist ihr nirgendwo begegnet. Ein Medizin-Studium hat sie bereits abgebrochen und nach sechsjähriger Arbeit bei einer Versicherung hat sie die Kündigung erhalten. Was hat sie noch vom Leben zu erwarten? In ihrer Verzweiflung schluckt sie zu viele Tabletten, wird gerettet und landet schließlich in der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Klinik Burghölzli in Zürich, wo sie sich gerne mit dem Hochschulabsolventen Rolf und ihrer Zimmernachbarin Ariane austauscht.
Im Naturschutzgebiet Silberbirke wird am Greifensee die Leiche eines alten Mannes gefunden, deren eine Gesichtshälfte zerschlagen ist. Werner Meier von der Kantonspolizei Waldstadt soll die Ermittlungen direkt im Anschluss an seinen dreimonatigen Vaterschaftsurlaub leiten. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Toten um Johan Havemann, den Besitzer der Pension Seeblick, der erst am Abend zuvor an einer Versammlung in Waldbach teilgenommen hat. Unter Leitung ihrer Präsidentin Hannah Lienert hat die Gemeinde ihre Zustimmung für ein ökologisches Luxusresort, das VillageGreen gegeben, deren Projektleiter Felix C. Blauwyter ist. Der Mordverdacht fällt auf den Ranger Birk Hahn, weil er gegen das Projekt war. Werner Meiers Assistentin Sabine Barras, kurz Beanie genannt, wird von Staatsanwalt Kretschmer, dessen Chef Fausto Signoretti ist, zusätzlich mit der besonderen Aufgabe betreut, eine undichte Stelle unter den Kollegen zu finden. Seiner Ansicht nach muss es einen Maulwurf geben.