Als Wild Cards werden unerwartete Ereignisse bezeichnet, die eine geringe Wahrscheinlichkeit haben, deren Eintreten jedoch starke Veränderungen nach sich ziehen. Ein solches Ereignis war der Terroranschlag vom 11. September 2001, den die vier Protagonisten in Claudia Sammers Roman Wild Card* aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen haben.
Zwei Fremde, die sich zufällig begegnet sind, streifen in der Nacht des elften Septembers durch die ungewohnt menschenleeren Straßen von New York und versuchen, das Unfassbare zu begreifen. Sie lassen sich treiben und werden an verschiedene Orte in der Stadt gespült. Fast vergessen sie, dass es nicht einfach nur eine durchzechte Nacht ist und plötzlich stehen sie im hellen Kerzenschein. Soweit das Auge reicht, den ganzen Block entlang, stehen überall Kerzen und an den Häuserwänden hängen Zettel mit Vermisstenanzeigen. Als die Nacht vorüber ist, verabschieden sie sich fast wie alte Freunde, wohl wissend, dass sie nur Gestrandete sind, die Halt gesucht haben.
Hermaphroditismus oder in jüngster Zeit auch Intersexualität genannt, ist medizinisch eine beim Menschen äußerst seltene Sexualdifferenzierungsstörung, bei der sowohl männliche, wie auch weibliche Geschlechtsmerkmale vorhanden sind. Noch vor gar nicht so langer Zeit durften sich die Eltern nach der Geburt für ein Geschlecht entscheiden, was für das Kind neben einer Operation auch eine lebenslange Hormoneinnahme zur Folge hatte. Kathleen Winter zeichnet in ihrem Roman
Wer das Buch
Die Entdeckung des ersten Antibiotikums durch Alexander Fleming im Jahr 1928 war eine medizinische Sensation und hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Doch durch unbedachte Antibiotikagaben und Einsatz in der Massentierhaltung sterben schon jetzt laut Bundesministerium für Gesundheit in Deutschland jährlich zehn- bis zwanzigtausend Menschen und vier- bis sechshunderttausend erkranken an den Folgen einer nicht mehr behandelbaren Infektion. Bis zu 95 Prozent der sogenannten Krankenhauskeime, so schreiben Kathrin Lange und Susanne Thiele in ihrem Thriller
Weil Philippine nicht mit dem Tierquäler Seppl verheiratet werden will, flüchtet sie aus der elterlichen Wohnung und kommt ausgehungert in Wien an. Sie freundet sich mit der erst vierzehnjährigen Grete an, wird vergewaltigt und hasst alle Freier. Ihre beste Freundin Grete überlebt das Kindbett nicht, was für Philippine ein schwerer Verlust ist. Verzweifelt bemüht sie sich um das Wohl des kleinen Jakob, das Einzige, was von Grete geblieben ist. Ihre Möglichkeiten sind begrenzt: Entweder sie geht ins Kloster, Hurenhaus, auf die Straße oder zieht Hosen an.
Während Kriminalhauptkommissarin Tanja Terholte von der Mordkommission Münster gerade einen Fall löst, wird sie mit ihrem Kollegen Jens Förster zu einem neuen Fall gerufen: Ausgerechnet in ihrem Wohnort Horstmar hat Landwirt Lothar Wenninghoff in seinem Schweinestall menschliche Überreste entdeckt, die seinen Schweinen zum Fraß vorgeworfen wurden. Kurz darauf findet auch Jürgen Holthefe in seinem Garten Leichenteile. Als der Tierarzt Dr. Stratmann vermisst gemeldet wird, müssen die Ermittler davon ausgehen, dass es sich bei den Leichenteilen um seine Überreste handelt.
Simon Leyland ist seit seiner Kindheit von Sprachen fasziniert und nachdem er von der Schule in Oxford davongelaufen und in einem drittklassigen Hotel als Nachtportier untergekommen ist, besucht er einmal im Monat seinen Onkel Warren Shawn, einen Professor für orientalische Sprachen. Bei einem seiner Besuche hängt im Wohnzimmer eine große Karte des Mittelmeers, und Leyland äußert den Gedanken, dass er die Sprachen aller Länder lernen möchte, die ans Mittelmeer grenzen. Während der drei Jahre, die er im Belsize Retreat Hotel arbeitet, lernt er mehrere Sprachen aus Büchern, die ihm Warren Shawn geliehen hat. Am Anfang des zweiten Jahres bekommt er seinen ersten Auftrag als Übersetzer, dem kurz darauf weitere Anfragen von Verlagen folgen.
Anna feiert in Wien mit ihren Freunden Marie, Jara, Samir, Erik, Linda, Lukas und Fede, der aus Frankfurt zu Besuch gekommen ist, den Jahreswechsel. Es wird Wein getrunken und „gekokst“. Während es gilt, die letzten Stunden des Jahres irgendwie zu überbrücken, hat Samir die Idee, dass jeder eine Liste mit allen Tiefpunkten des vergangenen Jahres führen soll, weil man sich danach „gereinigt und entspannt“ fühlt. Alle sind einverstanden, es werden Papier und Schreiber verteilt. Lukas sammelt die vollgeschriebenen Listen ein und meint, dass das zwar schon gut war, doch müssten alle noch ehrlicher werden. Damit „das mit der Energie“ funktioniert, müssten die noch ehrlicheren Dinge auf Steine geschrieben werden, die „nachher gemeinsam vor Mitternacht in die Donau“ geworfen werden müssten.
Katharina Baumgartner erhält einen Anruf vom Klinikum Wilhelmshaven: Ihrem Vater Walter Hansen geht es sehr schlecht und man müsse mit dem Schlimmsten rechnen. Als sie ihrem Ehemann Hannes sagt, dass sie für den nächsten Tag einen Flug nach Deutschland buchen will, zeigt der wenig Verständnis für ihr Vorhaben. Schließlich, so entgegnet er, ließe sie ihn mitten in der Weinlese im Stich, und von ihrem nunmehr erkrankten Vater, der Eigentümer einer Werft ist, hätte sie seit ihrem Weggang von Hooksiel in die österreichische Steiermark vor über zwanzig Jahren nichts mehr gehört.
Die Privatermittlerin Margareta Sommerfeld will mit ihrer Mutter Waltraud, ihrem Partner Thomas Scheffel, Hauptkommissar beim Polizeipräsidium Buer, und seiner Mutter Eleonore die Weihnachtstage in einem Ferienhaus im sauerländischen Bödefeld verbringen. Bereits auf der Fahrt, einen Tag vor Heilig Abend, stellt Margareta fest, dass die beiden Mütter, die sich erst im Auto kennengelernt haben, nicht gut miteinander auskommen. Zwischen Waltraud, die nach dem Ende einer Beziehung depressiv geworden ist und der Witwe Eleonore knistert es gewaltig.