Als betroffene Mutter eines an Autismus leidenden Kindes hat sich Inez Maus dazu entschlossen, anhand ihrer Aufzeichnungen das Buch Mami, ich habe eine Anguckallergie zu schreiben, um anderen betroffenen Eltern Mut zu machen. Schon wenige Tage nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Benjamin stellt sie fest, dass er auf Stoffe, Windeln und Pflegeprodukte mit Hautirritationen reagiert. Auffällig ist auch seine Abneigung gegenüber jeglichen Veränderungen. Sein Schlafbedürfnis ist gering und er fremdelt selbst gegenüber vertrauten Personen. Benjamin hat eine verzögerte Sprachentwicklung und er befolgt keine Aufforderungen, so dass die Eltern zum ersten Mal an Autismus denken, als er etwa zwei Jahre alt ist.

Inez Maus berichtet von ihren Erfahrungen beim Besuch einer Kleinkindgruppe, wo sie, wie so häufig in den folgenden Jahren, nur Unverständnis erntet. Sie schreibt weiter von den Problemen in ihrer Familie, die sich im Zusammenhang mit einer weiteren Geburt ergeben und einen durch den Familienzuwachs bedingten späteren Umzug. Denn beim Anblick der gepackten Kisten ahnt und fürchtet Benjamin Veränderungen. So gewöhnt er sich nur schwer an die neue Wohnung und hält ausgesprochen lange an seinem Buggy fest. Bei blutenden Wunden gerät er in Panik und das Duschen bereitet ihm enorme Ängste. Weiterlesen »

Gleich auf den ersten Seiten zeichnen die beiden Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich in ihrem Sachbuch Der Crash ist die Lösung ein düsteres Bild bezüglich der Finanzkrise und ihre Prognosen aus dem ersten Buch Der größte Raubzug der Geschichte wurden zu ihrer eigenen Überraschung noch übertroffen. Den Leser schocken sie, indem sie von einem Währungs- und Notenbankexperiment, einer schleichenden Enteignung in Europa oder von einem endgültigen Kollaps sprechen. Die Lehmann-Pleite im Herbst 2008 soll im Gegensatz zu dem, was uns bevorsteht, nur ein Kindergeburtstag gewesen sein. Lediglich der Zeitpunkt kann wegen des fehlenden realwirtschaftlichen Bezugs auch von ihnen nicht vorhergesagt werden. Die Autoren erklären, was es mit der Eigenkapitalquote der Banken auf sich hat und dass die Summe, die bisher laut EU-Kommission zur Rettung ausgegeben wurde, höher ist, als alles Gold dieser Welt zusammen. Sie führen Beispiele von Banken an, die Unsummen „verzockt“ haben und obwohl die Verantwortlichen unseren Staat abgezockt haben, droht ihnen am Ende kein Knast, sondern sie erhalten noch eine saftige Abfindung. Anhand von Tabellen, die der Webseite Querschuesse entnommen wurden, führen sie die Gewinne der Banken auf und die horrenden Einkommen einzelner, namentlich genannter Banker. Weiterlesen »

Hanna und Leon überraschen ihren Papa zum Geburtstag mit einem gedeckten Frühstückstisch. Nach einem gemeinsamen Frühstück hält aber auch Papa für seine Familie eine Überraschung bereit: Alle dürfen an diesem besonderen Tag mit zu seinem Arbeitsplatz an einer riesigen Baustelle. Die beiden Geschwister staunen über die vielen Lastwagen, die zwischen Sandfabrik und Baustelle pendeln, als Papa plötzlich zum Telefon greift, weil einige Laster einen falschen Weg durch ein Loch in einem Bauzaun einschlagen. Danach dürfen die Kinder auf einem Sandhügel spielen und der fünfjährige Leon ist vom vielen Sand schleppen ganz außer Atem, denn er ist krank, weil er ein Loch in seinem Herz hat. Nachdem Hanna und Leon auch noch alle Arbeiter besucht haben, fallen sie am Abend nach dem aufregenden Tag müde ins Bett.

Das Buch Unser Leon hat einen Herzfehler gehört zu der Reihe „Geschwisterbücher“ von Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt praktiziert. Hanna erzählt von den Geschehnissen in der Ich-Form, womit Kindern ein komplexer Sachverhalt lebensnah und in kindgerechter Form verständlich gemacht wird. Laut Klappentext erzählt Hanna von ihrem Bruder Ben, wobei es sich offensichtlich um eine Namensverwechslung handelt. Weiterlesen »

Die Eltern des kleinen Niko erwarten Nachwuchs, doch muss das Baby weit vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Als sogenanntes Frühchen kommt Lisa direkt nach der Geburt in eine Kinderklinik, wo sie auf einer Intensivstation rund um die Uhr überwacht wird. Da Kinder hier keinen Zutritt haben, darf Niko seine kleine Schwester auch noch nicht besuchen. Erst, als sie auf eine reguläre Station verlegt werden kann, darf er Lisa das erste Mal „richtig“ sehen und anfassen. Endlich kommt der Zeitpunkt, dass sie nach Hause darf, doch müssen die Eltern immer noch häufig in die Klinik zu weiteren Untersuchungen.

Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt tätig ist, hat das Buch Unsere Lisa ist ein Frühchen speziell für Geschwisterkinder von Frühchen geschrieben. Er lässt Niko in der Ich-Form erzählen, womit er den Kindern, denen das Buch vorgelesen wird, eine Identifikation und durch die kindgerechte Sprache des Protagonisten ein besseres Verständnis ermöglicht. Farbige Illustrationen von Martin Speyer, der als Kinderkrankenspfleger die entsprechende Fachkenntnis mitbringt, unterstützen den Text und Kindern werden so anschaulich die Wachstumsphasen eines Babys im Mutterleib erklärt. Weiterlesen »

Emma macht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Ben Urlaub an der Ostsee. Die Familie fährt mit dem Auto los und wie es wohl häufig genug in der Praxis vorkommt, haben sich Mutter und Vater gegenseitig aufeinander verlassen und etwas zu Hause vergessen, was sie unbedingt brauchen. Während der langen Fahrt wird natürlich auch ein Rastplatz angefahren. Mutter hat von zu Hause eine Kühltasche mit Proviant mitgenommen und nachdem die Kinder gesättigt sind, dürfen sie noch auf den Spielplatz. Am Urlaubsort genießt die Familie einen ersten Strandtag und sie machen während des Aufenthalts einen Ausflug mit einem Schiff nach Dänemark. Ausgerechnet auf dem Schiff fängt Ben plötzlich an zu zucken, kippt zur Seite und wird ohnmächtig. Er hat einen Krampfanfall, obwohl er dagegen Medikamente einnimmt. Doch zum Glück ist Emma in seiner Nähe und weiß sofort, wie sie sich richtig verhält und wie sie reagieren muss.

Rolf Vortkamp weiß, wovon er schreibt, denn er arbeitet selbst als Kinderarzt. Für das Buch Unser Ben hat Krampfanfälle hat er die Informationen, die er an Kinder weitergeben möchte, in eine abenteuerliche Geschichte gepackt, so dass es sich nicht um eine „trockene“ Darstellung der Krankheit handelt. Weiterlesen »

Gleich zu Beginn erfährt der Leser, was das Ziel des Buches ist: Die Lektüre soll ihn in die Lage versetzen, die Fremdsprache „Bewerbisch“ zu erlernen, die jeder Personalchef und Headhunter bereits perfekt beherrscht. Françoise Hauser macht darauf aufmerksam, welche Redewendungen vom Bewerber unbedingt vermieden werden müssen und macht konkrete Verbesserungsvorschläge. In Tabellenform liefert sie eine entsprechende Übersetzung, wie sie jeder vom Erlernen einer Fremdsprache her kennt. Initiativbewerbungen sind laut Autorin Blindbewerbungen, da sie ins blinde Verderben führen.

Anhand einiger Beispiele von Stellenausschreibungen macht sie dem Leser deutlich, was die stilvollen Umschreibungen tatsächlich bedeuten. Denn auch hier bemächtigen sich die Unternehmen einer ähnlichen Sprache wie in einem Reiseprospekt, die Auslegungssache ist. Natürlich gibt Françoise Hauser auch Tipps, wie auf eine Stellenausschreibung geantwortet werden kann, zumal „Schwächen und Lücken vergoldet werden müssen“. Eine Tabelle Bewerbisch-Deutsch fehlt auch an dieser Stelle nicht. Zum Thema Lebenslauf rät die Autorin, die veralteten Berufsbezeichnungen durch zeitgemäße Begriffe zu ersetzen und selbstverständlich geht sie auf die wichtigsten Fragen ein, die bei einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, wie beispielsweise Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?. Es liegt auf der Hand, dass jeder auf eine solche Frage vorbereitet sein muss und man sollte auch die zehn absoluten Tabus kennen, die nicht angesprochen werden dürfen. Weiterlesen »

Es ist die Zeit der letzten Kriegstage. Rudi Littke ist vierzehn Jahre und wird von Lehrer Breuer unterrichtet, der ein Nazi-Getreuer ist und seine sadistische Neigung gerne an den Schülern auslässt. Weil Rudi seine Eltern belauscht hat, während sie über den heimlich abgehörten BBC-Sender Kenntnis von dem bevorstehenden Einmarsch der Alliierten erhalten haben, gibt er im Unterricht nicht die von Breuer erwartete Antwort. Als der Junge blutend nach Hause kommt, sucht sein couragierte Vater Heinrich den Lehrer auf und stellt ihn zur Rede. Doch sein mutiger Einsatz hat zur Folge, dass er für die letzten Kriegstage die Flucht in den Berg ergreifen muss. In dieser Stunde kann er sich auf seine Kumpel Alfred Simon und Werner Matischak verlassen, die, wie er, Bergleute sind und ihn unter Tage in still gelegten Strecken verstecken.

Rudi trifft sich regelmäßig mit einem der beiden Helfer, um ihnen Brote und eine Kaffeepulle für seinen Vater zu übergeben, wobei alle äußerst vorsichtig handeln müssen, da die Braunen längst hinter Heinrich Littke her sind. Obwohl Rudi selbst unter den Bombardierungen und seinem Mitschüler Walter, der ihm als HJ-Führer übel mitspielt, zu leiden hat, sorgt er sich zunehmend um seinen Vater. Denn mehr als eine Flasche Muckefuck kann dieser bei einer Übergabe nicht bekommen und neben dem quälenden Durst glaubt er langsam in der Dunkelheit und Einsamkeit verrückt zu werden. Weiterlesen »

Während Ashtanga-Yoga, welches hauptsächlich Körperhaltungen und Atemkontrolle beinhaltet und Bikram-Yoga, dessen Übungen in einem heißen Raum bei etwa 35 bis 40 Grad praktiziert werden, zu den dynamischen Yogastilen gehören, ist Yin-Yoga ein passiver Übungsstil, der sich zum Ausgleich anbietet. Dabei werden die Stellungen ohne, oder mit nur geringer Muskelanspannung ausgeführt und drei bis fünf Minuten gehalten. Durch das Verweilen in einer Haltung ist Yin-Yoga ideal, um den Körper zu entspannen.

Das Buch Yin Yoga des Herzens der beiden Autorinnen Tanja Seehofer und Doris Iding ist eine Einführung in die Grundlagen des Yin-Yoga, die über die reine Praxis hinausgeht. Neben Hintergrundwissen über die Ursprünge des klassischen Yoga sowie des modernen Yin-Yoga erhält der Leser Informationen über die Bedeutung der Lebensenergie Chi, wichtige Meridiane und lernt das Bindegewebe, die Faszien kennen. Im Praxisteil werden die Vorbereitungen und die Durchführung der dreizehn bebilderten Übungen und drei verschiedene Atemtechniken erklärt. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem geistigen Weg, um dem eigentlichen Ziel im Yoga näher zu kommen und einige kurze Übungssequenzen, die im Alltag zwischendurch oder gezielt bei Beschwerden eingesetzt werden können, runden das Buch ab. Weiterlesen »

Michaela Koschak erklärt in dem Sachbuch Entdecke das Wetter in kindgerechter Form alles, was Kinder rund um das Wettergeschehen wissen möchten. Sie erfahren, wo die Meteorologen Wetterdaten sammeln und was Wetterelemente sind, wobei die vorherrschende Temperatur das wichtigste Element ist. Das Wetter selbst entsteht in der Atmosphäre, die aus verschiedenen Schichten besteht und Winde sorgen für einen Ausgleich des Luftdrucks zwischen einem Hoch- und einem Tiefdruckgebiet. Das Buch gibt Aufschluss über verschiedene Wolkenformationen und darüber, wie sich Nebel bildet. Die Autorin geht auf die Entstehung eines Gewitters ein und gibt auch Tipps, wie man sich verhalten soll, wenn man von einem Gewitter überrascht wird. Angesichts der Gefahren, die von einem Blitz ausgehen können, kann das lebenswichtig sein. Sie erklärt das farbenprächtige Auftreten eines Regenbogens und dass Schnee aus Eiskristallen besteht, wobei es auch unterschiedliche Sorten von Schnee gibt. Die jungen Leser erfahren, wie durch die Erdwanderung um die Sonne unsere Jahreszeiten entstehen und Michaela Koschak geht auf den Klimawandel, Überschwemmungen sowie das Ausbreiten der Wüsten ein. Zu den Hurrikans und Tornados erklärt die Autorin, wo und wann sie überwiegend auftreten und welche Ursachen sie haben. Weiterlesen »

Ein Nachbar von Tim und Anna, den sie Onkel Albert nennen, erzählt den beiden Kindern aus seinem Leben. Sie staunen darüber, dass er als Kind keine Dusche kannte und seine Mutter jede Woche am Badetag eine Zinkbadewanne in der Küche aufstellte, in der die Kinder der Reihe nach gebadet wurden. Auch hatte er kein eigenes Bett, sondern musste sich eines mit seinem Bruder teilen. Junge Bergleute hätten wie sein Vater als Kostgänger bei einer Familie zur Untermiete gewohnt, so erzählt Onkel Albert den staunenden Kindern. Sie erfahren weiter, dass es hinter den Häusern in den Zechensiedlungen einen Stall mit einem Plumpsklo gab, wo es im Winter empfindlich kalt war und dass viele Bergleute Tauben hielten.

Richtig spannend finden sie seine Erinnerungen an die Zeit, als er noch als Bergmann auf einer Zeche gearbeitet hat. Er macht den Kindern den Vorschlag, mit ihnen das Bergwerk zu besuchen, wo sie von seinem früheren Kumpel Wolfgang begrüßt werden. Sie wundern sich über die schwarzen Gesichter der Bergmänner, die gerade aus dem Förderkorb steigen. Onkel Albert wandert mit ihnen auf eine Halde und erklärt ihre Entstehung. Als er ihnen erzählt, dass er selbst einmal nach einem Strebbruch unter Tage mit einem Kumpel verschüttet und eingesperrt war, wird Tim zunehmend neugierig auf die Welt unter Tage. Tim und Anna fahren ein, allerdings nicht in ein echtes Bergwerk, sondern im Bergbau-Museum in Bochum. Weiterlesen »

Seite 6 von 16« Erste...234567891011...Letzte »