Gleich zu Beginn erfährt der Leser, was das Ziel des Buches ist: Die Lektüre soll ihn in die Lage versetzen, die Fremdsprache „Bewerbisch“ zu erlernen, die jeder Personalchef und Headhunter bereits perfekt beherrscht. Françoise Hauser macht darauf aufmerksam, welche Redewendungen vom Bewerber unbedingt vermieden werden müssen und macht konkrete Verbesserungsvorschläge. In Tabellenform liefert sie eine entsprechende Übersetzung, wie sie jeder vom Erlernen einer Fremdsprache her kennt. Initiativbewerbungen sind laut Autorin Blindbewerbungen, da sie ins blinde Verderben führen.

Anhand einiger Beispiele von Stellenausschreibungen macht sie dem Leser deutlich, was die stilvollen Umschreibungen tatsächlich bedeuten. Denn auch hier bemächtigen sich die Unternehmen einer ähnlichen Sprache wie in einem Reiseprospekt, die Auslegungssache ist. Natürlich gibt Françoise Hauser auch Tipps, wie auf eine Stellenausschreibung geantwortet werden kann, zumal „Schwächen und Lücken vergoldet werden müssen“. Eine Tabelle Bewerbisch-Deutsch fehlt auch an dieser Stelle nicht. Zum Thema Lebenslauf rät die Autorin, die veralteten Berufsbezeichnungen durch zeitgemäße Begriffe zu ersetzen und selbstverständlich geht sie auf die wichtigsten Fragen ein, die bei einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, wie beispielsweise Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?. Es liegt auf der Hand, dass jeder auf eine solche Frage vorbereitet sein muss und man sollte auch die zehn absoluten Tabus kennen, die nicht angesprochen werden dürfen. Weiterlesen »

Es ist die Zeit der letzten Kriegstage. Rudi Littke ist vierzehn Jahre und wird von Lehrer Breuer unterrichtet, der ein Nazi-Getreuer ist und seine sadistische Neigung gerne an den Schülern auslässt. Weil Rudi seine Eltern belauscht hat, während sie über den heimlich abgehörten BBC-Sender Kenntnis von dem bevorstehenden Einmarsch der Alliierten erhalten haben, gibt er im Unterricht nicht die von Breuer erwartete Antwort. Als der Junge blutend nach Hause kommt, sucht sein couragierte Vater Heinrich den Lehrer auf und stellt ihn zur Rede. Doch sein mutiger Einsatz hat zur Folge, dass er für die letzten Kriegstage die Flucht in den Berg ergreifen muss. In dieser Stunde kann er sich auf seine Kumpel Alfred Simon und Werner Matischak verlassen, die, wie er, Bergleute sind und ihn unter Tage in still gelegten Strecken verstecken.

Rudi trifft sich regelmäßig mit einem der beiden Helfer, um ihnen Brote und eine Kaffeepulle für seinen Vater zu übergeben, wobei alle äußerst vorsichtig handeln müssen, da die Braunen längst hinter Heinrich Littke her sind. Obwohl Rudi selbst unter den Bombardierungen und seinem Mitschüler Walter, der ihm als HJ-Führer übel mitspielt, zu leiden hat, sorgt er sich zunehmend um seinen Vater. Denn mehr als eine Flasche Muckefuck kann dieser bei einer Übergabe nicht bekommen und neben dem quälenden Durst glaubt er langsam in der Dunkelheit und Einsamkeit verrückt zu werden. Weiterlesen »

Während Ashtanga-Yoga, welches hauptsächlich Körperhaltungen und Atemkontrolle beinhaltet und Bikram-Yoga, dessen Übungen in einem heißen Raum bei etwa 35 bis 40 Grad praktiziert werden, zu den dynamischen Yogastilen gehören, ist Yin-Yoga ein passiver Übungsstil, der sich zum Ausgleich anbietet. Dabei werden die Stellungen ohne, oder mit nur geringer Muskelanspannung ausgeführt und drei bis fünf Minuten gehalten. Durch das Verweilen in einer Haltung ist Yin-Yoga ideal, um den Körper zu entspannen.

Das Buch Yin Yoga des Herzens der beiden Autorinnen Tanja Seehofer und Doris Iding ist eine Einführung in die Grundlagen des Yin-Yoga, die über die reine Praxis hinausgeht. Neben Hintergrundwissen über die Ursprünge des klassischen Yoga sowie des modernen Yin-Yoga erhält der Leser Informationen über die Bedeutung der Lebensenergie Chi, wichtige Meridiane und lernt das Bindegewebe, die Faszien kennen. Im Praxisteil werden die Vorbereitungen und die Durchführung der dreizehn bebilderten Übungen und drei verschiedene Atemtechniken erklärt. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem geistigen Weg, um dem eigentlichen Ziel im Yoga näher zu kommen und einige kurze Übungssequenzen, die im Alltag zwischendurch oder gezielt bei Beschwerden eingesetzt werden können, runden das Buch ab. Weiterlesen »

Michaela Koschak erklärt in dem Sachbuch Entdecke das Wetter in kindgerechter Form alles, was Kinder rund um das Wettergeschehen wissen möchten. Sie erfahren, wo die Meteorologen Wetterdaten sammeln und was Wetterelemente sind, wobei die vorherrschende Temperatur das wichtigste Element ist. Das Wetter selbst entsteht in der Atmosphäre, die aus verschiedenen Schichten besteht und Winde sorgen für einen Ausgleich des Luftdrucks zwischen einem Hoch- und einem Tiefdruckgebiet. Das Buch gibt Aufschluss über verschiedene Wolkenformationen und darüber, wie sich Nebel bildet. Die Autorin geht auf die Entstehung eines Gewitters ein und gibt auch Tipps, wie man sich verhalten soll, wenn man von einem Gewitter überrascht wird. Angesichts der Gefahren, die von einem Blitz ausgehen können, kann das lebenswichtig sein. Sie erklärt das farbenprächtige Auftreten eines Regenbogens und dass Schnee aus Eiskristallen besteht, wobei es auch unterschiedliche Sorten von Schnee gibt. Die jungen Leser erfahren, wie durch die Erdwanderung um die Sonne unsere Jahreszeiten entstehen und Michaela Koschak geht auf den Klimawandel, Überschwemmungen sowie das Ausbreiten der Wüsten ein. Zu den Hurrikans und Tornados erklärt die Autorin, wo und wann sie überwiegend auftreten und welche Ursachen sie haben. Weiterlesen »

Ein Nachbar von Tim und Anna, den sie Onkel Albert nennen, erzählt den beiden Kindern aus seinem Leben. Sie staunen darüber, dass er als Kind keine Dusche kannte und seine Mutter jede Woche am Badetag eine Zinkbadewanne in der Küche aufstellte, in der die Kinder der Reihe nach gebadet wurden. Auch hatte er kein eigenes Bett, sondern musste sich eines mit seinem Bruder teilen. Junge Bergleute hätten wie sein Vater als Kostgänger bei einer Familie zur Untermiete gewohnt, so erzählt Onkel Albert den staunenden Kindern. Sie erfahren weiter, dass es hinter den Häusern in den Zechensiedlungen einen Stall mit einem Plumpsklo gab, wo es im Winter empfindlich kalt war und dass viele Bergleute Tauben hielten.

Richtig spannend finden sie seine Erinnerungen an die Zeit, als er noch als Bergmann auf einer Zeche gearbeitet hat. Er macht den Kindern den Vorschlag, mit ihnen das Bergwerk zu besuchen, wo sie von seinem früheren Kumpel Wolfgang begrüßt werden. Sie wundern sich über die schwarzen Gesichter der Bergmänner, die gerade aus dem Förderkorb steigen. Onkel Albert wandert mit ihnen auf eine Halde und erklärt ihre Entstehung. Als er ihnen erzählt, dass er selbst einmal nach einem Strebbruch unter Tage mit einem Kumpel verschüttet und eingesperrt war, wird Tim zunehmend neugierig auf die Welt unter Tage. Tim und Anna fahren ein, allerdings nicht in ein echtes Bergwerk, sondern im Bergbau-Museum in Bochum. Weiterlesen »

Im Alter von fast neun Jahren nimmt Knut Knieping im Jahr 1976 auf Wunsch seines Vaters an einem ersten 800-Meter-Lauf teil. Zehn Jahre später hält er in seiner Fantasie im Angesicht eines Hügels nach einem Sherpa Ausschau, als er mit Armeeausrüstung zwanzig Kilometer um den Baldeneysee läuft. Zur Überraschung seiner Bundeswehrvorgesetzten läuft er die Strecke in erstaunlich schneller Zeit. Während seines Jurastudiums schließt er mit einem Freund eine Wette um ein Zehn-Liter-Fässchen Altbier ab. Obwohl er sich bei den zehn Runden um den Ostpark wie Asbach Uralt fühlt, gewinnt er. Im Jahr 1992 nimmt er am Kö-Lauf in Düsseldorf teil und staunt nicht schlecht über die Beine eines Mitläufers, die ihn an einen Velociraptor erinnern. Sogar beim Skiurlaub in Saalbach-Hinterglemm trainiert er eifrig für einen Marathon, auch wenn er sich dafür den Spott seiner Freunde einhandelt.

Als Knut Knieping bereits als Anwalt tätig ist, fällt es ihm nicht leicht, die „menschenrechtswidrige Weckzeit“ zu akzeptieren und obwohl ihm seine Berufstätigkeit wenig Spielraum lässt, trainiert er nach wie vor eisern. Doch im Sommer 1999 muss er am Meniskus operiert werden. Den ärztlichen Ratschlag, auf gelenkschonende Sportarten zu wechseln, schlägt er in den Wind, was er mit einem Sturz und einer erneuten Operation bezahlen muss. Weiterlesen »

Der Mediziner Fritz Helmut Hemmerich weicht schon bei der begrifflichen Erklärung des Burnout von einer isolierten Betrachtungsweise und der meistverbreiteten Definition ab und sieht in einem Burnout auch nicht eine isolierte Erkrankung. Nicht zu verwechseln mit einem psychovegetativen Erschöpfungszustand, kann der Mensch mit einem Burnout seine Kraft nicht in effiziente Energie umwandeln. So definiert der Autor den Zustand eher mit Hilfe der Biochemie, Soziologie und der Philosophie. Das macht er deutlich in Einführungen in die Epigenetik, Physik, Stoffwechselprozesse, Nervenzellen und diverser Neurotransmitter. Hirnstrukturen belegt er zum Verständnis mit farbigen Abbildungen und konfrontiert den Leser u. a. mit Synapsen und der Anafonesis. Bis ins kleinste Detail geht Fritz Helmut Hemmerich auf die Bedeutung unseres Gleichgewichtsorgans sowie die Funktionsweise unseres Ohres ein und beschreibt die Wirkungsweisen von Medikamenten, wobei er grundsätzlich eine Therapie der Verabreichung von Psychopharmaka vorzieht. Er weist auf eine verschlechterte Schlafqualität als ein Symptom hin, stellt praktische Trainingsübungen vor, führt die Bedeutung von Emotionen und unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit an. Die Erholungsqualität eines Urlaubs wird nach Einschätzung des Autors überschätzt, während regenerierende Pausen unterschätzt werden. An einem praktischen Beispiel eines Skaters, der Fallen und immer wieder Aufstehen gelernt hat, demonstriert er, wie frühzeitig die Disposition für ein Burnout vermieden werden kann. Weiterlesen »

In der Autobiografie Tantra – Schrei nach Liebe schildert Tara Wera ihren Lebensweg, der in einem konservativen Elternhaus begann. Ihre Mutter war zwar großherzig, aber auch sehr streng und hielt an alten Tugenden fest. Als sie eine politisch engagierte Frau kennenlernte, kam der Wandel, sie begann Alice Schwarzer zu lesen und emanzipierte sich. Der Vater von Tara Wera war schon immer ein unkonventioneller Typ, der sich für die SPD engagierte und eine Leidenschaft für das Drachenfliegen hatte. Als sich ihre Mutter von ihm trennte und nach Berlin zog, blieben ihre beiden noch minderjährigen Geschwister beim Vater. Zu dieser Zeit überredet sie eine Freundin zu einem Saunabesuch, der für sie zum echten Horror wurde. Sie wollte partout nicht auffallen, doch musterten sie die anderen Saunagäste erstaunt, als sie im Badeanzug auf der mittleren Bank saß.

Als 33-Jährige war sie seit fünf Jahren mit einem Rechtsanwalt, verheiratet, den sie bereits mit 14 Jahren in der Tanzschule kennengelernt hatte. Sie arbeitete als gelernte Kinderkrankenschwester in einer Klinik in Offenbach und suchte einen Nebenjob. In der Hanauer Landstraße fand sie eine Stelle in einer Praxis für Erotikmassagen, in der sie die Gäste mit einer abschließenden Handentspannung massierte. Weiterlesen »

David Schraven gibt in seinem Buch Zechenkinder Geschichten von Bergleuten wieder, die alle eine Verbundenheit zum Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop haben. Sie schildern ihre Erinnerungen an eine Großdemo für einen sozialverträglichen Ausstieg, den Papstbesuch, das nächtliche Abfackeln der Kokereien, an verheerende Grubenbrände und eine Menschenkette, die sich quer durchs Ruhrgebiet zog und somit zum Band der Solidarität wurde. Sie berichten von Unfällen und der viel gepriesenen Kameradschaft unter den Kumpeln, wobei einer diese nie erlebt hat und ein anderer nur Konkurrenzkampf kennt. Es geht um erlebte Enttäuschungen und das Gefühl, verarscht worden zu sein. Der eine hat sein Glück beim Tunnelbau in der Schweiz gesucht und ein anderer hat von der Maloche unter Tage zum Psychologiestudium gewechselt, während ein Koreaner wegen des Bergbaus ins Ruhrgebiet kam und blieb. Der Leser erfährt etwas über den Bergbau in China und Sibirien sowie von den katastrophalen Folgen eines illegalen Abbaus in Indien. Er liest von Grubenbränden, was der mächtigste Hobel zu leisten vermag und auch viel über persönliche Erfahrungen der Menschen außerhalb des Bergbaus. Weiterlesen »

Bereits in der Einleitung zu ihrem Ratgeber Das Buch der Leichtigkeit nehmen die Autoren Henrike und Markus Reinhold Blocher Bezug auf das mehrere tausend Jahre alte Werk I Ging, oder auch Yi Jing genannt, das ihnen als Inspiration diente. Dieses „Buch der Wandlungen“ umfasst nach Wikipedia 64 Hexagramme bzw. symbolische Strichzeichnungen, die unter dem Titel „Zhouyi zhengyi“ im 7. Jahrhundert n. Chr. erstellt wurden.

Das Ehepaar Blocher führt in dem vorliegenden Buch ebenfalls 64 Symbole an und klärt den Leser über „das in Wahrheit Unbenennbare“ auf. Es geht um die „eigene innere Wahrheit“ und um unseren „niederen Verstand“, der vom Kontakt zu unserer „inneren Weisheit Wind bekommen“ hat. Sie sprechen unsere „eigene innere Wahrheit“ an und unseren „göttlichen Kern“, dem wir die Führung überlassen sollen. Unsere alten Muster wie Wut, Begierde, Neid, Eifersucht oder Gier sollen wir anlächeln, da die bei unserem neu gewonnenen Humor als ein Ziel dieses Buches keinen Bestand mehr haben.

Zu jedem der vorgestellten 64 Symbole gibt es zunächst einen Haupttext, der von Wandlungslinien ergänzt wird. Der Leser wird mit „du“ angesprochen, weil er sich so nach Auffassung der Autoren von seinem Herzen angesprochen fühlt. Henrike und Markus R. Blocher empfehlen, jeden Tag nur eines der 64 Symbole zu lesen und während der Lektüre „keine Medien zu konsumieren, vor allem keine Nachrichten“. Weiterlesen »

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