Simple Travel von Jens Bey und Yvonne Weik

Simple TravelMit einer Rundreise zu den Färöern startet der Bildband Simple Travel * von Jens Bey und Yvonne Weik, der „35 überraschende Trips durch Europa“ vorstellt, wobei weniger klassische, als vielmehr Urlaubsziele für Individualisten präsentiert werden. Wer glaubt, für weißen Sand in die Karibik reisen zu müssen, wird in Nordirland, nur wenig abseits der vorgeschlagenen Route, eines Besseren belehrt. Erstaunlich ist auch, dass es in Polen bis zu 40 Meter hohe Wanderdünen gibt, denn wer vermutet dort Dünen solchen Ausmaßes? Oder wer denkt bei einem Fjord an Montenegro?

Abenteuer pur versprechen Stromschnellen in Frankreich, Wellenreiten an der südlichsten Spitze von Spanien und wildes Zelten (erlaubt!) in Norwegen, wo es zudem „eine der steilsten Bahnstrecken der Welt“ an der vorgeschlagenen Etappe gibt. Als Pendant bietet Schweden „die längste Schrägseilbrücke der Welt“ und Lettland immerhin den breitesten Wasserfall Europas.

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Verschollen im Dschungel von Roman J. Dial

Verschollen im DschungelRoman J. Dial beginnt seinen auf Tatsachen beruhenden Bericht Verschollen im Dschungel * aus gutem Grund nicht mit der verzweifelten Suche nach seinem Sohn, denn um zu verdeutlichen, wieso er den Darstellungen seitens der Behörden in Costa Rica keinen Glauben schenken konnte, musste er zunächst über das Leben seines Sohnes schreiben. Eine Doktorandenstelle machte einen Umzug des Autors mit seiner Ehefrau Peggy, dem 1987 geborenen Sohn Cody Roman und seiner jüngeren Schwester Jazz von Alaska nach Puerto Rico erforderlich. Der dreijährige Cody Roman war sofort vom Dschungel fasziniert. Mit ihren Kindern zeltete das Ehepaar für einen Monat in den Tropen Westaustraliens. Als der Vater eine Dozentenstelle in Alaska annahm, brach er mit seinem sechsjährigen Sohn zu den Geysiren auf Umnak auf, das zur Inselkette der Aleuten gehört und für äußerst gefährliche Stürme bekannt ist. Einheimische rieten davon ab, Nikolski zu Fuß zu erreichen, da das bisher kaum jemand geschafft hätte. Dreimal so heftige Windböen wie bei einem Hurrikan „knallten“ auf ihr Zelt, während der kleine Junge seinem Vater blind vertraute.

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Ab in den Süden von Are Kalvø

Mein Selbstversuch, Cluburlaub und Pauschalsonne lieben zu lernen.

Ab in den SüdenWas kommt wohl dabei heraus, wenn ein Komiker und Satiriker das Verhalten von Pauschaltouristen unter die Lupe nimmt und darüber ein Buch schreibt? Das Ergebnis ist „Ab in den Süden“, in dem Are Kalvø unter anderem der Frage nachgeht, was die Menschen überhaupt am Süden fasziniert, wobei er für klärungsbedürftig hält, welche Regionen überhaupt zum Süden zählen. Er stellt fest, dass die verklärte und romantische Bedeutung, die Menschen mit dem Süden verbinden, sich häufig auf dort angebotene frische Fischgerichte und Bilder in Urlaubskatalogen von Zufriedenheit ausstrahlenden Fischern beziehen, die jedoch in seiner norwegischen Heimat mit ganz anderen, weniger schönen Erinnerungen verknüpft sind.

Are Kalvø unterzieht das Phänomen des Massentourismus einer kritischen Betrachtungsweise und stößt bei seinen Recherchen auf Pauschalreisenhasser, die den Süden auf eigene Faust als Rucksacktouristen auf der Suche nach dem Authentischen – was ist das eigentlich?, so fragt er – erkunden wollen.

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Die unterschätzten Städte in Deutschland

Die unterschätzten Städte in DeutschlandWas „Die unterschätzten Städte in Deutschland“ zu bieten haben, verrät der Bildband von DuMont, an dem eine ganze Reihe von Autoren mitgewirkt haben. In alphabetischer Reihenfolge werden zu den fünfzehn vorgestellten Städten jeweils drei Tourenvorschläge und Empfehlungen zu Museumsbesuchen und Orten gemacht, die allesamt begründen, warum gerade diese Stadt unterschätzt werden könnte. Die Beiträge liefern einen geschichtlichen Hintergrund, informieren über Stadtviertel, bedeutende Bauwerke oder wie sich die Bürger in früheren Zeiten gegenüber Angreifern zur Wehr gesetzt haben. Zudem werden bekannte Persönlichkeiten genannt, deren Geburtsort die jeweilige Stadt ist, welche Berühmtheiten den Ort für einen Aufenthalt besucht oder sogar eine Zeit dort gelebt haben.

Viele der Städte liegen am Rhein, Main, Neckar, an der Weser, Donau oder Mosel. „Die unterschätzten Städte in Deutschland“ zeichnet aus, dass sie mit den meistbesuchten Museen oder einem der ältesten Gasthäuser Europas aufwarten.

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Nordwärts von Daniel Ernst

Auf der Suche nach Weite und Stille!

NordwärtsAllein schon der Name Lofoten verheißt ein geheimnisvolles Gebiet, in das es Daniel Ernst wiederholt gezogen hat. In seinem Bildband „Nordwärts“ zeigt er seine fantastischen großformatigen Farbfotos und schreibt von persönlichen Erfahrungen auf seinen Reisen, bei denen er häufig von seiner Freundin Natascha Klein begleitet wurde. Trotz Minustemperaturen heißt es an einsamen Stränden, umgeben von riesigen Bergen, ein Zelt aufzuschlagen. Wie er schreibt, waren es die Nordlichter, die seine Begeisterung für die Lofoten entfacht haben. Doch auch die Inselwelt der Färöer mit den steil abfallenden Klippen haben es ihm angetan, wo es noch vor gar nicht langer Zeit von der Außenwelt abgeschiedene Dörfer gab.

Ganz andere Eindrücke gewinnt er in Schweden, das er mit Natascha im eigens umgebauten Van mit Schlafplatz, Kochgelegenheit und dem Nötigsten ausgestattet bereist. Dank der Mitternachtssonne können sie die Nacht zum Tag machen und, wenn sie Glück haben, erwachen sie inmitten einer verzauberten Märchenwelt.

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52 kleine & große Eskapaden – Kraft tanken und Ruhe finden!

52 kleine & große Eskapaden - Kraft tanken und Ruhe finden!Um den Lesern ein möglichst breites Spektrum an Anregungen für einen kurzzeitigen Erholungsurlaub zu bieten, konnte der Dumont-Verlag für sein Buch „52 kleine & große Eskapaden – Kraft tanken und Ruhe finden!“ nicht weniger als 32 Autoren/innen für diese umfangreiche Zusammenstellung gewinnen. Für die vorgestellten, von Nord- nach Süddeutschland reichenden Eskapaden muss keine aufwendige Planung betrieben werden. Meistens reicht es, die Wanderschuhe zu schnüren, Proviant einzupacken oder das Fahrrad für eine der vorgestellten Unternehmungen startklar zu machen.

Der Reiseführer verrät beispielsweise, wo noch ein ruhiger Winkel auf der Halbinsel Usedom zu finden ist. Wer in Berlin wohnt, könnte sich für eine Etappe auf dem Havelradweg entscheiden, für Bewohner aus Hamburg empfiehlt sich der Elberadweg.

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Unterwegs in Albanien von Franziska Tschinderle

Meine Reise durch ein unbekanntes Land!

Unterwegs in AlbanienDie Journalistin Franziska Tschinderle ist zu Recherchezwecken „Unterwegs in Albanien“, einem der ärmsten Länder Europas, in dem viele Rentner in bitterer Armut leben. Für ihren Reisebericht hat sie mit Unterstützung einer Übersetzerin 120 Interviews geführt und Geheimdienstakten zu Studienzwecken beantragt. Sie schreibt vom Wandel des einstigen Terrorregimes, wo bis zum Jahr 1985 der grausame Diktator Enver Hoxha regierte, bis hin zu einem Mehrparteiensystem. Allerdings gesteht ihr ein Berufskollege, dass sich nichts bewegen würde, weil sich die heutigen Politiker kaum von früheren unterscheiden. Sie schreibt vom Lebensstandard der Bevölkerung, der Korruption, den Traditionen, der Kultur, Sitten und Gebräuche, Religion und Küche sowie der wirtschaftlichen Situation.

Franziska Tschinderle informiert über die gefährliche Minenarbeit in Bulqizë sowie die Arbeitsbedingungen in der Textilfabrik Mao Zedong in Berat. Sie berichtet über die grausame Herrschaft Ali Paschas, den Anbau und Schmuggel von Marihuana und davon, dass Umweltschützer Sturm laufen gegen die geplante Inbetriebnahme vieler Wasserkraftwerke, die teilweise in Schutzzonen und Nationalparks liegen.

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Deutschland – Berge und Seen im Süden

Deutschland - Berge und Seen im SüdenBereits auf den ersten Seiten besticht der Bildband „Deutschland – Berge und Seen im Süden“, für deren Texte fünf Autoren verantwortlich zeichnen, mit doppelseitigen grandiosen Farbfotos. In dem nach Regionen unterteilten Buch macht der Nordschwarzwald den Anfang, wo der Urlauber beispielsweise in einer der Thermalquellen Erholung suchen oder entlang der Badischen Weinstraße wandern kann. Im Südschwarzwald, wo die Kuckucksuhren traditionell gefertigt werden und ein fast mediterranes Klima vorherrscht, besteht die Möglichkeit, den Hotzenwald zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden. Am Überlinger See und Untersee als Teile des Bodensees kann der Besucher die zum Welterbe zählende Pfahlbautensiedlung aus der Stein- und Bronzezeit oder die Blumenpracht der Insel Mainau bewundern, während er am Obersee in einem Hochseilgarten seine Körperbeherrschung testen oder sich im Museum für Luftfahrtgeschichte informieren kann.

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52 kleine & große Eskapaden am und um den Bodensee von Yvonne Weik

52 kleine & große Eskapaden am und um den BodenseeGerade in Corona-Zeiten gilt es, im eigenen Land etwas zu entdecken. Man muss nicht immer in die Ferne schweifen, um etwas Besonderes zu entdecken. Yvonne Weik beweist das in ihrem Reiseratgeber „52 kleine & große Eskapaden am und um den Bodensee“, den sie in Vorschläge für einen nur wenige Stunden dauernden Abstecher, Tages- oder Wochenendausflüge unterteilt hat. Los geht es mit einem Tipp, im Bodensee vor Sonnenaufgang ein Bad zu nehmen (Kälteschock inbegriffen 😉 ). Wer lieber eine geheimnisvolle Höhlenexpedition unternehmen oder mit einem SUP-Board über eine mystische Felskante gleiten möchte, findet auch hier ein passendes Angebot. Einer gibt sich beispielsweise schon mit einem Besuch im Schmetterlingshaus oder einem eintrittsfreien Bad im Lindenhof zufrieden, andere brauchen den Nervenkitzel, den sie von einem gläsernen Steg auf dem Karren mit einem traumhaften Ausblick haben können.

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Die entspannten Städte in Europa

Die entspannten Städte in EuropaIn dem großformatigen Buch „Die entspannten Städte in Europa“ stellen vierzehn Autoren, deren Aufzählung den Rahmen dieser Rezension sprengen würde, fünfzehn Städte vor, wobei sie deren Kulturangebote, architektonischen Besonderheiten, die jeweilige Verkehrssituation, geschichtliche Hintergründe, musikalische Vorlieben oder einfach die Lebensart ihrer Bewohner hervorheben. Zu jeder Stadt gibt es drei Tourenvorschläge; den Abschluss bilden jeweils Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten, den kulinarischen Vorlieben, was es zu stöbern oder entdecken gibt und welches Nachtleben geboten wird. Um keine Stadt zu bevorzugen, hat man die alphabetische Reihenfolge gewählt.

Der Leser erfährt, welche Stadt zu einem Drittel aus Wasser besteht und obendrein vierzig Prozent Grünflächen aufweist, was weltweit seinesgleichen sucht. Nach der Lektüre des Buches weiß er, welche Stadt sich vom einstigen am Meer gelegenen Fischerdorf bis zum Strand ausgebreitet hat, welche Stadt für den Festivalmonat August berühmt ist, oder wo er ein vom Chianina-Rind stammendes Riesensteak genießen kann, sofern ihn der Preis nicht abschreckt.

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