Seit zwei Jahren geht die erst zwanzigjährige Julie Lemaire nun schon ihrer Arbeit als Kassiererin in einem Supermarkt nach. Sie hasst ihren Job und vor allem ihren Chef Chasson, der seine Angestellten schikaniert, Liebesdienste einfordert und mit Kündigungen droht. Doch für ihren fast dreijährigen Sohn Ludovic, den sie Lulu nennt, tut sie alles. Von ihren Eltern verstoßen, hatte Julie nur das Abitur machen können und musste auf ein geplantes Studium verzichten. Heute hat sie nicht einmal genug Geld, um ihren Sohn in der Mittagspause zu besuchen und kann sich auch kein Telefon leisten.
Eines Tages steht ein Kunde an ihrer Kasse an, dem ihre Niedergeschlagenheit auffällt. Paul Moissac, der selbst erst kürzlich von seiner Frau verlassen wurde, will Julie aufmuntern und lädt sie zum Essen ein. Julie reagiert misstrauisch und kurz angebunden. Zunächst lehnt sie das Angebot ab, lässt sich dann aber doch umstimmen.

Jedes Jahr verbringt Nora Nyrud mit ihrer Familie den Jahreswechsel auf einer Almhütte. Doch seit ihrem zehnten Geburtstag gibt es zu Silvester keinen Schnee mehr. Am 10. Dezember 2012, zwei Tage vor ihrem sechzehnten Geburtstag, muss sie wegen ihrer ausgeprägten Fantasie zu einem Termin bei einem Psychiater, den ihre Mutter vereinbart hat. Nora erzählt ihm, dass sie Angst vor der globalen Erwärmung hat. Dr. Benjamin hält das für eine reale Angst und hat dafür Verständnis. Nach einem langen Gespräch gibt er ihr den Tipp eine Umweltgruppe zu gründen. Am selben Tag bekommt Nora schon vorzeitig ihre Geschenke, darunter einen Ring ihrer Tante Sunnivas, der ein Familienerbstück ist.
Ben Fountain lässt in einer der Erzählungen seines Buches „Kurze Begegnungen mit Che Guevara“ einen Ich-Erzähler Gespräche führen, die ihm Antworten auf Fragen zu Che Guevara geben. Am Ende resümiert er, dass sich die Hoffnungen des Revolutionärs auf eine bessere Welt nicht erfüllt haben. In einer weiteren Geschichte will der Ornithologe John Blair in den kolumbianischen Wäldern drei Wochen lang seltene Vogelarten studieren. Bei einem Streifzug wird er von Rebellen festgenommen, die den vermeintlichen Spion zu Comandante Alberto bringen. Nach über fünfzehn Monaten trifft endlich eine Delegation aus Amerika ein. Doch wendet sich das Blatt und Blair will bleiben.

Der 17-jährige Cap lebt mit seiner Mutter im ärmlichen Hamburger Stadtteil Veddel, wo viele Menschen von Industrieanlagen umgeben auf engstem Raum zusammenleben müssen. Eines Abends belauscht er in der S-Bahn eine Gruppe Jugendlicher, die auf dem Weg zu einer Hausparty an der Elbchaussee sind, und er beschließt ihnen zu folgen. Cap schafft es sogar, sich an den Sicherheitskräften vorbei Zugang zu der Poolparty zu verschaffen und ist von dem Reichtum geblendet. Nachdem er sich einen kurzen Überblick über den großzügigen Garten verschafft hat, erblickt er Lara, die sich offensichtlich langweilt. Er setzt sich zu ihr, sie tauschen Küsse aus und ziehen sich in eines der Gästezimmer zurück. Kurzerhand behauptet Cap, dass er der Hausherr ist, dem das alles gehört.
William Andrews verlässt nach drei Jahren das Harvard College in Boston. Als er nach zweiwöchiger Fahrt mit der Kutsche und der Eisenbahn in Kansas ankommt, sucht er in Butcher’s Crossing den Fellgerber J.D. McDonald auf, um ihm Grüße seines Vaters auszurichten. Da Andrews unbedingt das Land kennenlernen möchte, schickt ihn der Fellgerber zu dem Büffeljäger Miller, weil der das Land wie kein anderer kennen würde. Andrews trifft ihn in einer Bar, und er lässt sich zu einer gemeinsamen Jagd überreden. Schnell werden sie sich darüber einig, dass Andrews für sämtliche Kosten aufkommen muss und sie legen seinen Anteil am Gewinn fest. In zwei Wochen wollen sie mit Charley Hoge und dem Häuter Fred Schneider aufbrechen. Doch Schneider ist skeptisch, ob es in den Bergen von Colorado überhaupt noch Büffel mit dem begehrten Winterfell gibt, da Miller vor fast zehn Jahren zuletzt dort war.
Die 17-jährige Johanna hat sich darauf gefreut, während des Urlaubs ihres Musiklehrers seine Katzen in seinem Haus mit großzügigem Garten und Pool zu hüten. Anfangs genoss sie das tägliche Bad und fühlte sich wie in einem Ferienhaus, doch zunehmend wich ihr Glück einer ungewissen Angst. Wenn sie nur misstrauischer gewesen wäre, hätte dieser Sommer ihr Leben nicht so nachhaltig verändert. Noch ein Jahr später versucht Johanna zu vergessen. Als ihr ein Zeitungsartikel in die Hände fällt, in dem die 14-jährige Kim als vermisst gemeldet wird, plagen Johanna Gewissensbisse, ob sie das nicht hätte verhindern können. Immerhin könnte die Vermisste dasselbe Schicksal wie sie ereilt haben, wenn es sich um denselben Täter handelt.