Schlossplatz, Berlin von Nikolaus Breuel

Schlossplatz, BerlinEin Bundestagsabgeordneter, dessen Tage mit Terminen ausgefüllt sind, ist für zwei Tage und Nächte auf einer Hallig zum Nichtstun verurteilt, nachdem sein Boot einen Motorschaden erlitten hat. Fischer schleppen sein Boot ab, und er kommt bei Kathrin Knudson unter. Mit ihr läuft er durch das Wattenmeer, was er noch nie getan hat. Die Stunden, die er auf der Hallig verbringt, wo er sich zum ersten Mal richtig frei fühlt, werden sein Leben verändern.

Der Bundestagsabgeordnete ist Mitglied im Aufsichtsrat eines gigantischen Bauprojektes, das Mitten im Herzen von Berlin entstehen soll. Nach Plänen des Aufsichtsratsvorsitzenden Rödel soll eine in der Welt einzigartige Badelandschaft mit Anschluss an alle Bahnen und einen Flughafen sowie dem Duft von drei Meeren entstehen, die von Säulen getragen wird und dessen gelbes Glasdach sich öffnen lässt. Doch bei den Sitzungen im Plenarsaal bekennt Straußer, dass im Keller Rohre verlegt wurden, deren Zweck niemand kennt. Jeder Verleger hatte demnach eigene Pläne, die Wasserversorgung des Schwimmbades kann nicht gewährleistet werden, und es kommt Wasser aus Rohren, die gar nicht vorgesehen waren. Ein Mysterium! In endlosen, nächtelangen Sitzungen kann nicht einmal ein Abriss ausgeschlossen werden, obwohl längst Planungen für die feierliche Eröffnungszeremonie mit dem Bundespräsidenten und der Kanzlerin laufen.

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