Mister Oscar macht Ferien von Jim Field

Mister Oscar macht FerienIn einer dicht besiedelten Stadt wohnt im obersten Stockwerk eines Hochhauses der freundliche Hund Mister Oscar. Er beschließt, mit seinem Goldfisch Chips seine Freunde zu besuchen. Bevor es mit dem Zug auf die Reise geht, muss er natürlich einige Dinge einpacken. Bei der Ankunft auf dem Land regnet es. Da Mister Oscar nicht weiß, wie man ein Zelt aufschlägt, hilft ihm Eva dabei. Am darauffolgenden Tag fährt er mit dem Bus in die verschneiten Berge und mit dem Lift geht es auf einen Skihang. An einem anderen Tag trifft sich Mister Oscar mit seiner Freundin Caro an einem See, wo sie eine Bootsfahrt unternehmen. Mit Jojo und Didi geht er im Meer schwimmen. Als er sich mit seinem alten Freund Dougal in einer Stadt trifft, kennt der zum Glück ein nettes Café. Aber auch die schönsten Ferien neigen sich einmal dem Ende zu, und es geht für Mister Oscar und seinen Goldfisch Chips wieder nach Hause.

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Unten ohne von Mark Spörrle

Unten ohneFluch und Segen: In der Vorstellung der Menschen, die noch nie im Homeoffice gearbeitet haben, stellt diese Form meist etwas Erstrebenswertes dar, während sich die davon Betroffenen häufig zurück in einen geregelten Berufsalltag sehnen. Mark Spörrle gibt in seinem Buch „Unten ohne“ Geschichten aus dem Homeoffice zum Besten. Der Ich-Erzähler ist mit Lizzy verheiratet, die sich als berufstätige Frau natürlich auch im Homeoffice befindet. Aber erst in diesen krisengeschüttelten Zeiten macht das Ehepaar eine ganz neue Erfahrung, nämlich dass sie sich den ganzen Tag kaum aus dem Weg gehen können. Als Lizzy eines Tages ebenfalls ganz dringend auf ein Arbeitszimmer in der gemeinsamen Wohnung angewiesen ist, macht sich niemand mehr über einen Börsentrader lustig, dem nur die Stockbetten seiner Kinder als Platz für eine Videokonferenz zur Verfügung standen.

Wie ein HB-Männchen könnte der Ich-Erzähler auch an die Decke gehen, als das Netz eines Tages aufgrund Überlastung komplett zusammenbricht, denn nicht nur Lizzys Ehemann und sie selbst sind auf das Internet angewiesen, sondern, um das Chaos perfekt zu machen, auch die pubertierende Tochter Luise.

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Rosa-weiße Marshmallows von Bettina Ehrsam

Rosa-weiße MarshmallowsNach einem für Lisa Flanders traumatischen Erlebnis und darauffolgenden Suizidversuch wurde sie in einer Klinik in Boston behandelt und mit dreiundzwanzig Jahren entlassen. Weil ihre Freundin Maude ihr vom Leben ihres Bruders Dave und seiner Frau Agnes auf der Farm Walworth in Wisconsin vorgeschwärmt hat, zieht sie vorübergehend zu ihnen. Agnes und Dave machen sich wie auch sein Bruder Tom und die Kinder Roy und Kevin über sie wegen ihrer unzureichenden bäuerlichen Kenntnisse lustig. Allein zu dem Schamanen Big Wam gewinnt Lisa Vertrauen, wenn sie sich abends zu ihm ans Feuer setzt, wo er „Rosa-weiße Marshmallows“ auf Spießen so lange über der Glut dreht, bis sie nach Karamell duften. Obwohl sie glaubte, nie mehr im Leben glücklich sein zu können, schöpft sie in seiner Gegenwart Hoffnung.

Nach zehn Jahren vergeblicher Suche haben Lisas Eltern Walt und Dana die Hoffnung aufgegeben, dass Lisa noch lebt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass Lisa mit einem Bus nach Chicago reiste, am Flughafen in O-Hare jedoch nie ankam.

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Tanz um die Wahrheit von Bert Wagendorp

Tanz um die WahrheitMit knapp sechsundvierzig Jahren arbeitet Masser Brock immer noch als Kolumnist bei der Nieuwe Tijd in Amsterdam, der wichtigsten Zeitung in den Niederlanden. Nach Verfügung von Gründer Charles Schuurman Hess darf die Unternehmung nur von einem Nachkommen geführt werden, im Jahr 2014 bereits in vierter Generation. Massers Schwester ist Mia Kalman, die als Stabschefin und politische Beraterin die Reden für den niederländischen Ministerpräsidenten schreibt. Als während einer Friedensmission in Pantschagan vier niederländische Soldaten ums Leben kommen, verschweigen der Präsident und Mia die wahren Hintergründe und die Soldaten werden als Helden gefeiert. Mia bittet ihren Bruder, zu dem sie ein ausgezeichnetes Verhältnis hat, wegen ihres Fulltime-Jobs ihren Sohn Jimi zu sich zu nehmen. Wie es der Zufall will, erfährt Masser in einem vertraulichen Gespräch von Jimi, dass er Jeroen Welnink, den einzigen Überlebenden von Pantschagan kennt.

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Auf zur Zopetscharte

Eine Kurzgeschichte aus dem Buch „Ein Kind des Ruhrgebiets“.

Erschöpft lagen sie auf dem Bett, und Achim streichelte zärtlich über Edithas Gesicht. „Ich kann es kaum abwarten“, hauchte er ihr ins Ohr, „wenn wir endlich für immer zusammen sind und wir uns nicht mehr in einem Hotelzimmer verkriechen müssen.“
„Du musst dich nur noch ein wenig gedulden, Liebster, dann steht uns nichts und niemand mehr im Weg.“
„Und du bist wirklich davon überzeugt, dass es klappen wird?“
„Natürlich!“, gab Editha bestimmt zurück. „Du darfst nicht immer so schwarzsehen. Alles wird so ablaufen, wie ich es geplant habe.“
„Und wenn es jemand beobachtet?“
Ein wenig genervt fragte Editha: „ Was beobachtet?“
„Na, wie du deinem Mann einen Schubs gibst. Halt, dass es kein Unglück ist, sondern – sondern vorsätzlicher Mord!“
„Du vergisst, dass da oben nicht Heerscharen von Wanderern unterwegs sind. Natürlich werde ich einen Moment wählen, in dem wir ganz sicher alleine, ohne Zuschauer sind. Und dann wird es so schnell gehen, dass er nicht einmal etwas davon mitbekommt. Sein letzter Gedanke ist vielleicht, dass ich versehentlich an ihn gestoßen bin. Aber dann wird es schon zu spät sein.“

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Das letzte grüne Tal von Mark Sullivan

Das letzte grüne TalDie Volksdeutschen Emil und Adeline Martel müssen mit ihrem vierjährigen Sohn Wilhelm und dem zwei Jahre älteren Bruder Waldemar im März 1944 aus dem südlich in der Ukraine gelegenen Dorf Friedensthal gen Westen ziehen, wenn sie nicht der Roten Armee in die Hände fallen wollen, was die Kinder zu Staatswaisen machen würde, während die Eltern ins Arbeitslager kämen. Ihre wenigen Habseligkeiten laden sie auf einen Karren, gezogen von einem Fuhrwerk. Mit Adelines Mutter Lydia und ihrer geistig zurückgebliebenen Schwester Malia reihen sie sich in einen Konvoi der abziehenden Wehrmacht ein, obwohl sie die Nazis hassen. Auf der Flucht trifft die Familie auf Emils Eltern Johann und Karoline Martel sowie seine Schwester Resi.

Zu Emils Bestürzung ist auch SS-Hauptsturmführer Haussmann, den Emil von einem früheren Vorfall kennt, über den er nicht einmal mit seiner Ehefrau sprechen wollte, für den Weitertransport zuständig. Zum Glück lässt er die Familie weiter nach Rumänien ziehen.

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Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

Bretonisch mit AussichtTereza Berger hat in Camaret-sur-Mer auf der bretonischen Halbinsel Crozon vor einem Jahr die Buchhandlung DEJALU in der Villa Wunderblau eröffnet. Anlässlich eines bevorstehenden Konzertes an der Hafenmole, bei dem der aus Nonnen bestehende Bergamotten-Chor sowie der Superstar Armelle auftreten werden, soll Tereza auf Bitten von Sœur Nominoës für das Fernsehteam kochen. Obwohl sie gerade genug Ärger mit einem übergelaufenen Abwassertank in ihrer Villa und beleidigenden Schmierereien an ihren Schaufenstern hat, nimmt sie die Herausforderung an. Als sie sich auf dem schmalen Küstenweg zum Kloster aufmacht, stößt Tereza auf eine Leiche. Ihr fällt sofort das Kruzifix mit Triskel bei dem Toten auf, weil auch die Nonne Sœur Nominoës ein solches trägt. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Toten um den Marineadmiral Bernard Sonnett, der in Kürze seinen 95. Geburtstag feiern wollte und der zum Granit-Ritter geschlagen werden sollte. Commissaire Gabriel Mahon geht von einem tragischen Unfall aus, den Bernards Sohn Alain Sonnett tief bestürzt zur Kenntnis nimmt.

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Warten auf Eliza von Leaf Arbuthnot

Warten auf ElizaVor fast zwei Jahren hat die über siebzigjährige Ada ihren Mann Michael durch einen Herzinfarkt verloren. Da die Ehe kinderlos blieb und sich frühere Freunde nicht mehr bei ihr gemeldet haben, fühlt sie sich zunehmend einsam. Hinzu kommt, dass sie mit der Kassiererin im Supermarkt wegen Rationalisierungsmaßnahmen kein Wort mehr wechseln kann und dass es ihr wenig bedeutet, ihre Anthologie auf der Shortlist eines Lyrikpreises zu sehen. Durch eine Begegnung auf der Straße inspiriert und von dem Bedürfnis nach Kontakten und Gesprächen getrieben, bietet sie sich als Leihoma an und gründet „RENT-A-GRAN“.

Die bisexuell veranlagte Eliza ist fünfundzwanzig Jahre alt und promoviert in Italienischer Literatur an der Universität Oxford. Dort hat sie zwar die Bekanntschaft der Bachelorstudentin Nat gemacht, fühlt sich aber ebenfalls einsam, nachdem sie von Ruby verlassen wurde.

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Ticken Sie richtig? von Dr. med. Christoph Schöbel und Dr. med. Alfred Wiater

Ticken Sie richtig?Die beiden Schlafmediziner Prof. Dr. med. Christoph Schöbel und Dr. med. Alfred Wiater gehen in ihrem informativen Sachbuch „Ticken Sie richtig?“ der Frage nach, wie unsere innere Uhr, die wir unser Leben lang beibehalten, mit den Vorgaben der Uhrzeit koordiniert werden kann und suchen nach Auswegen aus dem Dilemma, das sich aus der Erfindung des elektrischen Lichts im Zuge der Industrialisierung für den Menschen zwangsläufig ergeben hat. In verständlicher Form erklären sie die physikalischen Vorgänge während der Einschlafphase und den folgenden Schlafstadien, was unweigerlich auch die Themen Gehirnleistung und künstliche Intelligenz streift. Sie erläutern die körperlichen Veränderungen in der Tiefschlafphase, was zum gefürchteten Sekundenschlaf führen und warum Schlafmangel sogar in Übergewicht und häufigeren Erkrankungen enden kann. In dem Zusammenhang sind auch die vorgestellten Ergebnisse von Untersuchungen interessant, nach denen die Zeitzone, in der ein Mensch lebt, mit darüber bestimmt, ob er ein erhöhtes Krebsrisiko aufweist.

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Verschollen im Dschungel von Roman J. Dial

Verschollen im DschungelRoman J. Dial beginnt seinen auf Tatsachen beruhenden Bericht „Verschollen im Dschungel“ aus gutem Grund nicht mit der verzweifelten Suche nach seinem Sohn, denn um zu verdeutlichen, wieso er den Darstellungen seitens der Behörden in Costa Rica keinen Glauben schenken konnte, musste er zunächst über das Leben seines Sohnes schreiben. Eine Doktorandenstelle machte einen Umzug des Autors mit seiner Ehefrau Peggy, dem 1987 geborenen Sohn Cody Roman und seiner jüngeren Schwester Jazz von Alaska nach Puerto Rico erforderlich. Der dreijährige Cody Roman war sofort vom Dschungel fasziniert. Mit ihren Kindern zeltete das Ehepaar für einen Monat in den Tropen Westaustraliens. Als der Vater eine Dozentenstelle in Alaska annahm, brach er mit seinem sechsjährigen Sohn zu den Geysiren auf Umnak auf, das zur Inselkette der Aleuten gehört und für äußerst gefährliche Stürme bekannt ist. Einheimische rieten davon ab, Nikolski zu Fuß zu erreichen, da das bisher kaum jemand geschafft hätte. Dreimal so heftige Windböen wie bei einem Hurrikan „knallten“ auf ihr Zelt, während der kleine Junge seinem Vater blind vertraute.

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